tutorial

Tutorial

Jeder von uns hat mal klein angefangen, hat Fehler gemacht und hat (hoffentlich) daraus gelernt. Mittlerweile ist auch nicht mehr so schwer an Informationen was BDSM angeht ranzukommen, ich hatte es nicht so leicht wie heute.
Ich hatte kein YouTube Tutorial zur verfügung und musste ziemlich viel aus eigene Erfahrung lernen. Ich musste mein Weg suchen und selber herausfinden was man alles mit Seile machen kann, welche Schlaginstrumente wie richtig benutzt werden, …

Das alles hat mich dazu bewegt hier Tutorial anzubieten. Nichts aufwendiges, einfache Anleitungen, kleine Tips und was ich mit der Jahren an Erfahrung gesammelt habe.
Es gibt also ein neue Menupunkt: Wie geht das? und ich werde in laufe der Zeit mein Wissen auflisten. Ich habe mit Seile angefangen weil es etwas ist das Anfänger ohne grosse Aufwand sofort benutzen können.

Ich bin gespannt auf das Echo und auf eure Kommentare 😉

Wow!

Wow!

Wow! Ich habe 859 Follower, wer hätte das gedacht?
Als ich mit dieser Blog angefangen habe, hätte ich mir nicht träumen lassen das es überhaupt soweit kommen könnte…

Mein BDSM Blog ist sicher nicht der erste in der Schweiz und schon gar nicht in Deutschland oder Österreich aber ich bin schon ziemlich stolz auf die Anzahl follower die ich habe.
Danke dafür an alle die fleissig meine Beitrage lesen, kommentieren und teilen!

Ich finde es klasse das dominante, devote, unterwürfige, kurz gesagt die die eine Neigung haben mich folgen. Besonders stolz bin ich aber auf die „Vanilla“ follower. Es war immer meine Absicht BDSM nah am Volk zu bringen, zu zeigen das dies nicht etwas dunkel und untergründig ist. Ich hoffe ich hab auch ein paar meine Ziele erreicht.

Was mich auch sehr gefreut hat waren die Kontakte ausserhalb diesen Blog. Leute die mich Fragen gestellt haben, nach Rat gesucht haben.
Es gab viele Anfragen die nicht im Blog ersichtlich waren und das ich ausserhalb beantwortet habe. Danke für so viel Vertrauen!

Ich werde sicher keine BDSM Revolution aus der Schweiz starten, oder doch?

Nicht vergessen!

Nicht vergessen!

Subs fragen sich oft „was kann ich tun um meinen Dom meine Devotion zu zeigen?“
Sie wollen ja gefallen und das schätzen wir Doms auch ungemein.
Es muss nicht immer etwas kompliziert und aufwendig sein, auch ein „Sir, vergessen sie nicht Schirm und Schlüsselbund“ kann sehr erfrischend sein.
Und wenn es dabei nicht gesprochen wird, wird es umso spannender…

Die Stille

Die Stille

Es ist still…
Einzig ihr Zittern lässt die Ketten an dem sie fixiert ist leicht rasseln.
Ich streife ihre Haut und zum Rasseln kommt ihr Atem hinzu.
Ihr Körper spannt sich unter meine Berührung.
Sie weiss was kommt und doch weiss sie es nicht.

Es ist still…
Bis ein Klatschen im Raum hallt.
Sie grinst und mein Handabdruck zeichnet sich auf ihre Arschbacke.
Was folgt bricht die Stille.
Und sie bricht sie auch…

Es ist still…
Mit ein knallrote Hintern und glühende Brüste hängt sie von der Ketten.
Sie schaut mich an, wissend das ich sie auffangen werde.
Ich frage sie ob noch mehr geht und die Antwort ist keine Überraschung.
Sie beisst sich die Lippen als die letzte Schläge sie treffen.

Es ist still…
Ich befreie sie von der Ketten und halte sie fest.
Ihr Atem beruhigt sich und die Spannung ist vorüber.
Die Zeichen meine Zuneigung werden lange anhalten.
Darauf ist sie stolz.

Es ist still…
Weil kein Wort nötig ist.

Der Frühling ist da!

Der Frühling ist da!

Der Frühling hat sich eingestellt,
wohlan, wer will ihn sehen?
Der muss mit mir ins freie Feld,
ins grüne Feld nun gehn.

Er hielt im Walde sich versteckt,
dass niemand ihn mehr sah;
ein Vöglein hat ihn aufgeweckt,
jetzt ist er wieder da.

Jetzt ist der Frühling wieder da.
Ihm folgt, wohin er zieht,
nur lauter Freude fern und nah
und lauter Spiel und Lied.

Und allen hat er, groß und klein,
was Schönes mitgebracht,
und sollt’s auch nur ein Sträußchen sein,
er hat an uns gedacht.

Drum frisch hinaus ins freie Feld,
ins grüne Feld hinaus!
Der Frühling hat sich eingestellt,
wer bliebe da zu Haus?

 

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798 – 1874)

Götter der Geilheit

Götter der Geilheit

Der Satz „Mach es dir bequem“ kennen wir alle. Unser Partner sollte sich schliesslich wohl fühlen, relaxen, die Aufmerksamkeit auf uns richten und von Geilheit triefen.
Das sind gute Manieren, das haben wir so gelernt. Das gilt allerdings nicht immer bei uns SMler…

Wir fesseln unser Partner in die unmöglichste Positionen, Klemmen beissen sich in die Haut und Schläge richten die Aufmerksamkeit auf das brennende Schmerz.
Unsere Partner werden überflutet von Empfindungen, wir tun alles damit sie vergessen die Welt die da draussen ist, mit ihre Regeln und Rituale.
Wir wollen das sie in sich hinein tauchen und frei fühlen und empfinden was sonst immer so kontrolliert ist.
Es hat etwas von Magie oder Hypnose, wir versetzen sie in eine andere Dimension, mit andere Regeln und andere Sitten.
Wie Schamane tanzen wir um unsere Subs und beschwören durch unsere Handlungen die Götter der Geilheit.
Und erst wenn wir ein zufriedene Grinsen auf ihre Lippen sehen, wissen wir das die Magie gewirkt hat.

Haben wir der Knigge verkehrt gelesen? Natürlich nicht, das sind unsere gute Manieren.
Wir wollen schliesslich das unser Partner sich wohl fühlt…

Die Aufgabe

Die Aufgabe

Sie liest die letzte Mitteilungen im Messenger ab. Die Aufgabe die sie bekommen hat, ist eigentlich ziemlich einfach:

– Samstag um 18:45 erwarte ich dich beim Parkplatz XXXX.
– Du hast leichte Bekleidung anzuhaben die du schnell ablegen kannst.
– Es wird kühl sein, also nimm auch ein lange Mantel mit.

Ist wirklich einfach, vielleicht auch viel zu einfach…
Sie ist zwar daran gewöhnt ihn ohne Unterwäsche zu treffen und wenn das Spiel beginnt hat sie sowieso nicht viel an. Was hat er aber vor? Die wildesten Fantasien wechseln sich in ihr Kopf ab.

Sie hat sich vorbereitet. Geduscht, rasiert, eingecremt. Sie hatte schon vorher ein Kleid ausgesucht mit ein lange Reissverschluss am Rücken, etwas „was sie schnell ablegen kann“ hat er gesagt. Noch das Mantel rüberziehen und sie macht sich auf dem Weg. Als sie mit ihr Auto von der Strasse zum Parkplatz abbiegt, sieht sie das er schon da ist. Sie parkt rechts von ihm und steigt aus. Er drückt noch schnell die Zigarette weg und geht auf sie zu. Die Begrüssung ist wie immer warmherzig, mit drücken und Küsschen. „Komm mal rüber“ sagt er und öffnet ihr die Beifahrertür. Sie will sich hinsetzen aber er stoppt sie „Nein, zuerst ausziehen“. Sie guckt ihn an um zu sehen ob das ein Witz ist aber seine Mine ist ernst. „Hier?“ fragt sie erstaunt. „Nein, mitten auf der Strasse… Natürlich hier.“ und die Ohrfeige trifft sie völlig unvorbereitet, „Und es fehlte Sir am Schluss deine Frage“. Instinktiv stellt sie sich grade hin, die Schultern nach hinten, „Ja Sir“. Sie schaut kurz herum. Die Dämmerung hat gerade eingesetzt aber es ist immer noch verdammt hell draussen. Die Industriezone ist Samstag leer aber die Hauptstrasse ist in Sichtweite und Autos fahren daran vorbei. „Heute noch.“ ergänzt er und sie zuckt wieder zur unmittelbare Realität. „Deine Kleider nehme ich.“ Sie zieht den Mantel aus und dreht sich. „Sir, könnten sie mir dabei helfen? Sir?“ Er öffnet der Reissverschluss mit ein Ruck und sie lässt das Kleid herunterfallen. Sie dreht sich und übergibt es ihn. Er schaut direkt in ihre Augen und lässt ein Finger durch ihre Spalte gleiten. Ihr Körper reagiert sofort auf die Berührung: ihr Becken macht sich selbständig, neigt sich und presst sich gegen die berührende Hand. „Das scheint dir doch zu gefallen…“ sagt er grinsend. Sie schliesst die Augen und kommentiert mit ein „Ja, Sir…“ Er zieht zufrieden die Hand weg, „Auf die Knie“. Sie kniet hin und der raue Asphalt bohrt sich in ihre Knie. Er öffnet die Hintertür und legt ihre Kleider auf der Rückbank. Als er wieder vor ihr steht, sieht sie der lederne Halsband und sie hebt instinktiv ihre Haare damit er es besser anlegen kann.  „Jetzt darfst du einsteigen.“

Der Sitz ist kalt, vor allem die Teile aus Leder aber sie nimmt platz. Erst als er die Türe zu haut wird ihr klar das eine einzige Berührung hat sie vergessen lassen das sie nackt in der Öffentlichkeit war. Er steigt ein und lässt den Wagen an, was sie sehr begrüsst da jetzt die Heizung wohlige warme Luft im Innenraum verteilt. Sie fahren los und bald sind sie auf der Autobahn. Sie freut sich das die hintere Scheiben abgedunkelt sind und das die Dämmerung bald zur Nacht übergehen wird. Nichts desto trotz hält sie ständig Ausschau nach vorbeifahrende Autos. Er greift mit der rechten Hand zwischen ihre Beine und streichelt sie, „Hast du mich vermisst?“ Als wäre es selbstverständlich spreizt sie die Beine, „Ja, Sir…“ Er fingert sie sanft und sie geniesst es als sie das klicken der Blinker hört. Sie reisst sich kurz zusammen und blickt hinaus, um zu sehen er hinfährt.. Die Tafel mit dem Zapfsäulen-Symbol lässt sie zucken. Er fährt von der Autobahn ab, auf eine Tankstelle zu und ihre Augen werden grösser als sie merkt das andere Autos gerade am Tanken sind. Die überdachte Säulen sind hell beleuchtet und sie überlegt gerade wie sie sich verstecken kann. Er fährt aber auf ein Parkfeld abseits der Säulen und hält an. „Du trinkst doch Mineralwasser ohne, richtig?“ fragt er als nix dabei wäre. Sie schaut ihn an mit eine Mischung aus „Ist nicht dein Ernst“ und „Tue das bitte nicht…“ Er packt sie am linken Handgelenk bevor sie antworten kann und es klickt. Er hat sie gerade mit Handschellen am Lenkrad fixiert. Er öffnet die Tür, steigt aus und blickt kurz hinein „Ich interpretiere dein Schweigen als ein Ja.“ und schliesst hinter sich. Sie schaut ihm nach als er im Tankstellenshop hineingeht. Am Lenkrad gefesselt kann sie sich nicht verstecken, sie hofft niemand sieht sie…
Nach eine gefühlte Ewigkeit kommt er zurück, steigt ein und befreit sie. Er legt die Tüte auf der Rückbank und sie wartet nur das er wieder losfährt. Sie atmet erst auf als sie wieder auf der Autobahn sind. Nach 10 Minuten fahrt biegt er wieder nach eine Ausfahrt aber mittlerweile ist schon recht dunkel geworden und sie macht sich keine Sorgen mehr gesehen zu werden. Er schlängelt durch die Quartierstrassen, biegt auf ein Parkfeld ein und stellt den Wagen ab. „Warte hier, ich mache erst auf.“ sagte er und steigt aus. Sie beobachtet wie er eine Türe am Gebäude an der Ecke öffnet und wieder zurückkommt. Er öffnet die Beifahrertür und sie steigt aus. Mit der Dunkelheit ist auch kälter geworden. Die Autotür schliesst sich dumpf und sie spürt eine Hand am Halsband. Gerade hat sie den Klick wahrgenommen als er sagt „Komm.“ und zieht an der Leine. Sie folgt ihn nackt in der Nacht. Alle Sorgen sind weg, sie weiss sie gehört ihm und ihr ist gewiss es wird ihr gut gehen.

Zerbrechlich

Zerbrechlich

 

Lieber Dom

Ich bin sehr gerne deine Sub und ich bin über deine Aufmerksamkeit sehr dankbar.
Ich weiss das ich dir wichtig bin und du bist mir genau so wichtig. Unsere Neigungen ergänzen sich perfekt.
Du erstaunst mich immer wieder wenn du aus dem nichts, meine unausgesprochene Gedanken aufschnappst und in Taten umsetzt.
Ich liebe diese Intimität die zwischen uns herrscht und ich mag es wenn du mit mir zufrieden bist. Eigentlich möchte ich immer diese Grinsen auf deine Lippen sehen und noch so gerne biete ich mich dir an, damit du Freude an und mit mir hast. Deine Berührungen, egal ob sanft oder hart, gehen mir durch Mark und Bein.
Ich weiss das auch der härteste Schlag und die schmerzhafteste Klemme ein Zeichen der Zuneigung sind und mein Körper und meine Seele sehnen sich danach.
Du hast mir geholfen meine Schwächen zu überwinden und du hast meine Stärken stets gefordert. Du hast mich provoziert, damit ich aus meine Unsicherheit rauskomme, du umarmst mich wenn ich weine und gibst mir ein Sicherheitsgefühl wie sonst niemand. Du warst auf meine Seite wenn ich an mir gezweifelt habe und du hast immer an mir geglaubt, auch wenn ich an deine Aufgaben miserabel gescheitert bin. Du hast aus mir eine stolze Sub gemacht die mit erhobene Kopf durch die Menge schreien würde „Ich bin seine!“

Doch diese starke Sub ist auch sehr zerbrechlich.
Ich brauche dich um mich Stolz zu fühlen, ich muss deine Führung spüren um zu sein.

Mit devoten und unterwürfigen Grüssen

Deine Sub

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker

Ein Interview mit Matthias Grimme, alias Drachenmann in der Süddeutsche Zeitung, die ich euch nicht vorenthalten will:

Matthias Grimme fesselt Frauen und hängt sie an die Decke. Für den Hamburger und seine Partnerinnen symbolisiert Bondage eine ganz eigene Form von Zärtlichkeit. Ein Gespräch über Nähe, Hingabe und Vertrauen.

Matthias Grimme, Autor und Verleger sadomasochistischer Literatur, ist ein international bekannter Fesselkünstler und Experte auf dem Gebiet BSDM und Bondage. Der Hamburger, in der Szene bekannt unter dem Künstlernamen „Drachenmann“, lebt in einer Dreierbeziehung mit zwei Frauen: Andrea Grimme, mit der er seit 27 Jahren zusammen und seit 1999 verheiratet ist, und seine Bondage-Partnerin Nicole alias „Ropecat“, mit der er seit 17 Jahren bundesweit Workshops und japanisch inspirierte Shows veranstaltet. In unserer Serie „Reden wir über Liebe“ spricht der 65-Jährige darüber, warum Fesseln für ihn auch in Zeiten von #metoo kein Zeichen von Unterdrückung sind.

SZ: Polyamorie ist ja gerade angesagt. Andererseits: Ein Mann mit zwei Frauen – ist das nicht ziemlich patriarchalisch?

Matthias Grimme: Meine Frau Andrea hat einen Liebhaber, ab und zu auch Frauen. Nicole hatte bis vor Kurzem einen Geliebten. Mit der entsprechenden Orga kriegt man das ganz gut hin. Wir verstehen uns prima, waren gerade zu dritt im Urlaub. Wir wohnen jeder in einer eigenen Wohnung auf St. Pauli. Beide Frauen sind sehr besonders für mich. Alltag habe ich eher mit meiner Frau Andrea, wir telefonieren mehrmals am Tag, schon wegen der gemeinsamen Arbeit im Verlag.

Sie bezeichnen sich und Nicole als das „dienstälteste Bondage-Paar der Welt“. Wie findet Ihre Frau das?

Aus dem Rumgefessele hat sich zwischen Nicole und mir schon bald eine Partnerschaft entwickelt. Sie ist quasi meine zweite Frau. Andrea ist froh, dass ich jemanden habe, der danach genauso verrückt ist wie ich. Sie selbst findet Fesseln eher langweilig, steht mehr auf Schläge und andere Formen von Intensität. Ich mag das auch, wenn sie mich schlägt.

Polyamore Beziehungen benötigen – genau wie die Regeln des BDSM – Absprachen. Reden Sie denn auch mal über Liebe?

Mit Andrea spreche ich offen über Gefühle. Nicole und ich haben eine eigene Sprache für unsere Wertschätzung. Wenn sie sagt „Ich hasse dich“, weiß ich, ich habe alles richtig gemacht.

Worin besteht für Sie der Reiz am Fesseln und Schlagen?

Intensität. Vertrauen. Hingabe. Und eine ganz eigene Form von Zärtlichkeit. Dazu muss man sich aber gegenseitig klarmachen, wie man tickt. Ich hatte einmal ein Erlebnis mit einer Frau, die nicht aus der SM-Szene war. Ich kniff sie in die Brustwarze, sie rief: „Au, das tut weh!“ Als ich nicht gleich aufhörte, fragte sie mich, was das soll. Da habe ich geantwortet: „Du hast gesagt, dass es wehtut. Nicht, dass ich aufhören soll.“

Können Frauen das gut: Nein sagen?

Meine Frauen ja. Das verstehe ich unter Vertrauen, und zwar in beide Richtungen. Ich muss darauf vertrauen können, dass sie sagt: Ich fühle mich nicht mehr wohl – und sie muss mir vertrauen, dass ich sofort darauf reagiere. Grundsätzlich sagen die meisten zu selten, was sie wollen. Deshalb gibt es so viel schlechten und so wenig guten Sex. Auch mit Fesseln kann man ausdrücken, was man sich wünscht.

Consent, also Zustimmung, ist ein wichtiger Begriff in der BDSM-Szene. Trotzdem: Warum sieht man immer nur Frauen in Fesseln?

Es gibt sehr wenige weibliche Performerinnen, die den aktiven Part übernehmen – und zugleich sehr wenige Männer, die gut aussehen, wenn sie auf der Bühne gefesselt werden. Bis auf wenige Ausnahmen zumindest: Ich habe eine Zeit lang so einen zierlichen Katalanen gefesselt, die Leute haben es geliebt.

Ist Bondage in Zeiten von #metoo noch zeitgemäß?
Im Allgemeinen gelten Fesseln als Symbol für Unterdrückung. Ist Bondage in Zeiten von #metoo und Diskriminierung noch zeitgemäß?

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker. Die Fesseln sind Ausdruck meiner Hände, eine Verlängerung, eine Berührung, ein Teil von mir. Für mich steht das Seil für Nähe und Halt, ein Ausdruck dafür, den geliebten Partner zu halten und zu wärmen. Die Leute sind ja meistens nackt, doch sie fangen erst an zu frieren, wenn man sie losmacht – wenn man sie loslässt. Meine Workshops heißen nicht umsonst „Von Seilen umarmt und gehalten“.

Das klingt jetzt ein bisschen nach Streichelzoo …

Meine Modelle sind keine Häschen, sondern immer starke Frauen, die sich selbst auch gerne als „Miststück“ bezeichnen – die spielen genauso gerne wie ich. Die kämpfen gerne, provozieren gerne, machen Unsinn, versuchen mich auszutricksen. Frauen, die im Alltag tough sein müssen und ihre Verantwortung beim Bondage komplett abgeben wollen, sind bei mir falsch. Mein Spiel findet auf Augenhöhe statt. Frauen finden das gut, weil sie wissen, dass der Grimme ihnen nichts nimmt von ihrer Dominanz. Ich muss niemanden kleinmachen, das habe ich nicht nötig. Nicole ist absolut gleichberechtigt. Und alles andere als hilflos.

Schlagen und fesseln – muss das immer sein oder geht es auch mal ohne?

Es ist ja nicht so, dass wir laufend am Vögeln sind. Klar haben wir auch mal ganz normalen, ein bisschen rauen Sex – ohne Fesseln und Haue. Und manchmal wollen wir auch einfach nur Rumkuscheln und Massieren. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.

Beim japanischen Bondage wird die Partnerin nicht nur gefesselt, sondern auch unter die Decke gehängt. Wie lange wollen Sie das noch durchziehen?

Ich möchte mit Nicole auf jeden Fall 25-jähriges Bühnenjubiläum feiern, das sind noch acht Jahre. Ich achte auf mich, auf genügend Bewegung. Kraft und Ausdauer ist für die Übungen unbedingt notwendig.

Sie erzählen auf der Bühne die Geschichte Ihrer Beziehung. Darin geht es oft darum, sich gegenseitig zu reizen. Sind Sie nicht auch mal müde oder schlecht gelaunt?

Doch, dann läuft das Ganze ruhiger ab. Wir beginnen in der Regel mit einer Standardfigur: Seile um die Taille, Seil ums Fußgelenk, Fuß hoch – schon hängt sie kopfüber. Wie wir dann weitermachen, hängt von der Stimmung ab. Wir haben von Romantik über brutale Sauereien bis Schmerzen alles im Programm. Wenn Nicole auf Krawall gebürstet ist, kann es auch mal derbe werden. Dann stützt sie sich mit dem Bein ab und kreiselt so, dass sie mich jagen kann. Oder sie klaut mir das Seil und hängt sich selbst hin. Sie kann eine Soloperformance machen. Das Ziel ist immer klar: „Denk daran, ich will Spaß haben!“

Es sieht beinahe fürsorglich aus, wenn Sie Nicole verschnüren. Zeigen Sie durch Fesseln Ihre Zuneigung?

Ja, dann bin ich ganz bei der Person. Und wenn ich grob werde, dann weil ich Intensität spüren will. Gutes Fesseln ist für mich Zen: mit Achtsamkeit, ohne irgendwohin zu wollen, die Dinge passieren lassen.

Was verstehen Sie unter Liebe?

Etwas wie unsere Dreierkonstellation. Sie funktioniert deshalb so gut, weil sich jeder darüber freut, wenn es dem anderen gutgeht. Egal, ob das ein gemütlicher Abend zu Hause ist oder weil ich mit Nicole schlafe oder Andrea einen Freund getroffen hat. Diese gegenseitige Freude, das hat für mich mit Liebe zu tun. Und Vertrauen. Ich kann mich darauf verlassen: Wenn etwas ist, habe ich meine beiden Frauen, die mich unterstützen. Und ich sie.

 

Quelle und Original-Artikel: http://www.sueddeutsche.de/leben/reden-wir-ueber-liebe-sadomasochisten-sind-die-letzten-romantiker-1.3849738

Sonne, Mond und Sterne

Sonne Mond und Sterne

Macht zu haben, über jemand verfügen, bedingungslose Unterwerfung erleben.
Gott sein für seine Sub, alles dreht sich um die eine Stelle: der Dom.
Manche reiben sich bereits die Hände und ein Sabbertropfen hat sich auch schon im Mundwinkel gebildet…
Diese Ansicht könnte von Claudius Ptolemäus stammen, er war überzeugt die Erde sei das Mittelpunkt des Universums.
Zur damalige Zeit auch verständlich: aus der Erde betrachtet, drehen sich scheinbar alle Himmelskörper um unser blaue Planet.

Das ist ganz sicher nicht das erste mal das ich diese Thema aufgreife und ich befürchte es wird auch nicht das letzte mal sein.
Es geht wie immer um die philosophische Frage „Was bin ich und was mache ich hier?“, um Ego, um Weltansichten und um Perspektiven.

Nichts ist so wie es scheint.
Auch wenn manche das Gefühl haben ein Dom hat die absolute Macht über seine Sub, dem ist nicht so. Für Aussenstehende ist das Machtverhältnis ganz klar: Er befiehlt und sie gehorcht. Er ist ein tolle Hecht der alles im Griff hat. Er hat die Macht.
Die Frage ist nur: was macht ein Dom so mächtig? Sein Charisma? Sein Können? Oder seine Persönlichkeit? Weit daneben…
Es ist nicht eine Macht der er hat, es ist eine Macht die er bekommt.
Kultur, Sprache und Moral bieten wenige Möglichkeiten so ein Verhältnis eindeutig zu definieren. Wir selber verfallen in vorgefertigte Muster um sowas zu beschreiben. Wenn eine Sub sagt „Mach mit mir was du willst“ meint sie „Ich lasse dir mit mir machen was du willst und ich auch möchte“.
Bei D/S wird oft von Machtgefälle gesprochen, was an sich auch richtig ist. Wichtig ist aber zu verstehen das diese Gefälle erste durch eine Machtverschiebung entsteht, es ist eine Übergabe. Was Dom machen darf ist was Sub ihm erlaubt zu machen.
Natürlich ist es keine klassische Übergabe, die Sub wird nicht explizit bei Spiel beginn sagen „So, jetzt darfst du“ oder „Jetzt kannst du übernehmen“.
Es passiert mehr oder wenig stillschweigend, was aber nicht bedeutet das keine Kommunikation stattfindet.

Nichts ist selbstverständlich.
Diese Machtverschiebung will gepflegt werden, es ist kein Selbstläufer der einmal in Bewegung gesetzt, einfach so weiter funktioniert.
Es ist ein Spannung die nur zurecht herhaltet wird durch eine Bindung zwischen Dom und Sub. Erst durch diese Interaktion kann sich ein Machtverhältnis einstellen. „Was will ich?“ ist sicher die erste Frage die ein Dom sich stellen muss, die sollte aber unmittelbar von „Was will sie?“ gefolgt sein.
Auch eine Sub hat Wünsche und sie wird der eigene Dom umso mehr angetan sein wenn er diese erfüllen kann. Die Macht die euch Dom angeboten wird, will verdient werden. Kommunikation ist das wichtigste instrument zwischen Dom und Sub. Zu wissen wie der Gegenüber tickt, was er fühlt, denkt und sich wünscht ist unabdingbar.

Es hat 1400 Jahre gedauert bis Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler und Galileo Galilei die Sonne in Mittelpunkt unsere Planetensystem setzten.
Ich hoffe es wird nicht so lange dauern bis die egozentrische Dom Ansichten der Vergangenheit gehören werden…

Dom und Sub sind wie Erde und Mond, in ein kreisende Tanz verbunden um die SM-Sonne herum, vor eine Kulisse von funkelnde Sternen.

Wünsche

Wünsche

Wünsche sind eine geile Sache…
Er geht die schmale Wendeltreppe hinauf und die Luft wechselt Geschmack. Unten verbreitete das Ofen ein wohligen Holzaroma, oben duftet es nach ihr.
Sie ist auf alle vier auf dem Bett und als sie merkt das er da ist, ihre Atemfrequenz erhöht sich. Er lässt sich zeit und begutachtet sie gründlich. Sie hatte die ledernde Fesseln und Halsband angelegt. Sie zweifelt gerade auf was sie sich eingelassen hat wenn sie sagte „Ich will wissen wie es sich anfühlt mein Arsch versohlt zu bekommen“, es ist aber nur ein Gedanken auf durchreise, sie vertraut ihm. Er streichelt sanft mit den Fingerspitzen ihr Arsch und bei der erste Berührung zuckt sie, als hätte sie bereit ein Schlag erwartet. „Bist du bereit?“ fragt er leise. Sie atmet ein paar mal durch, „Ja, Sir“. Die zwei Klatschen mit der Hand hallen in der kleine Waldhütte und sie gräbt ihr Gesicht in die Bettdecke um die Schreie zu dämpfen. Er streichelt ihr Rücken, „Das musst du hier nicht machen, hier hört dich niemand…“ und klatscht wieder auf ihr Arsch. Sie schreit, eigentlich nicht laut aber laut genug um ihr wissen zu lassen wie sie sich fühlt. Die Handabdrücke glühen auf ihre Arschbacken und er grinst, sichtlich zufrieden. Sie fragt sich gerade was er hinter ihr macht aber zwingt sich selber nicht nach zu schauen. Es knallt lauter und der Schmerz ist anders, sie schreit los und ihr wird klar das er jetzt ein Paddle in der Hand hat. Der Schlag verwandelt sich gerade in Wärme als ein zweiter Knall hallt. Sie kann sich nicht darauf vorbereiten, die Schlägen folgen ein eigener Rhythmus, mal schnell hintereinander, mal mit pausen dazwischen. Dann kommt plötzlich nichts mehr. „Geht es dir gut?“ fragt er sanft. Sie antwortet „Ja, Sir…“ und lächelt weil diese einfache Frage ihr wieder Geborgenheit und Fürsorge vermittelt. „Dann geht doch mehr…“ und eine Ladung Schläge lässt sie schreien und erzittern. Er geht ein Schritt zurück und betrachtet sein Werk: ihr Arsch ist glühend rot. Leise zieht er seine Hose aus und nähert sich wieder, „Wie geht es dir?“ und streichelt sanft die Röte. „Gut, Sir…“ antwortet sie, wohl bewusst das es noch weitere Schläge kommen werden. Die zwei Handklatscher treffen sie wieder unvorbereitet und umso weniger war sie darauf gefasst von hinten genommen zu werden. Lust, Schläge und Schreie wechseln sich ab bis sie beide kommen. Er steck noch in ihr als sie ihr Kopf erstmal zur Seite neigt und leise sagt „Danke, Sir…“

Das Parfum

Das Parfum

Irgendwann hat es in dir „Klick“ gemacht, du weisst jetzt das dominant sein dein Ding ist, es macht dich an.
Und jetzt? Wie weiter?
Du saugst das Internet leer und ziehst dich rein alles was auch nur im entfernteste mit BDSM zu tun hat, von Pornos zu Ratgeber.
In der Zwischenzeit machst du verschiedene Phasen durch. Angefangen von „Es kann nicht sein“, durch „Ich bin nicht normal“ und „das kannst du nicht bringen“ bis „Ich bin so“.
Fein, du hast es akzeptiert und du bist jetzt bereit in die grosse weite Welt der BDSM einzutreten. Es fehlt lediglich ein Gegenstück.

Mittlerweile hast du schon zwei Freundinnen verloren weil die andere Ansichten haben…
Es ist frustrierend, du willst es aus erster Hand erleben und du findest niemand der mitmacht.
Fur ein kurzer Moment willst du das ganze vergessen aber das dauert nicht lange bis das Verlangen wieder hochsteigt.
Du hast sie gefunden! In ein SM-Forum hat sie geantwortet, ihr habt lange diskutiert und nach eine Weile ihr trefft euch.
Sie ist dir sympathisch und sie findet dich auch ganz ok, ihr beschliesst der Sprung ins kalte Wasser zu wagen.
Du versetzt Bergen um irgend ein ruhigen Ort zu finden und dann ist es soweit.
Sie ist vor dir und sie ist auch genau so erregt und nervös wie du es gerade bist…
Dein erste Befehl ist leise und zitterig und sie zögert den auszuführen. Oh mein Gott, sie macht es aber!
Das Spiel ist vorbei und ihr habt beide ein schale Geschmack davon. Es war… Es war ok.
Du lässt alles in dein Kopf wieder Revue passieren und du könntest dich selber Ohrfeigen, „Mann war ich ein Trottel!“
Es ist für dich schwierig zu sagen was alles falsch gelaufen ist, du weisst ja nicht was richtig wäre…

Ja mein lieber Dom-Neuling, niemand hat je behauptet das BDSM einfach sei. Es ist so viel mehr dabei als nur Sex…
Sei nicht entmutigt, kein Master ist je vom Himmel gefallen und um weiter mit Floskel zu machen, gut Ding braucht Weile.
Lerne sie kennen, lerne dich kennen: was treibt euch an, was ist geil, was nicht, …
Probiert es aus, experimentiert und dabei seid ehrlich zu einander und vor allem zu euch selber. Es ist keine Schande sich einzugestehen „Das geht so nicht“.
Jetzt wisst ihr was euch passt, jetzt weisst du was du willst. Es ist nun an der Zeit das gelernte in ein Spiel einzubringen.

Ein Spiel ist wie ein Parfum.
Wenn du es aufträgst duftet es erregend frisch, das ist die flüchtige Kopfnote die euch erfüllt mit Vorfreude und zueinander bringt.
Koste das moment wenn sie noch nicht weiss was mit ihr geschehen wird.
Dann kommt die Herznote zum Vorschein, betörend süss und wird euch von Ekstase zu Ekstase bringen.
Geniesse wie sie unter deine Führung windet, wimmelt und bettelt.
Am Schluss ist die Basisnote, angenehm und warm. Das ist was euch zusammenhält.

Du wirst sagen das du keine Ahnung hast wie man ein Parfum zusammenstellt. Das mag sein, weil du noch nie das gemacht hast.
Schliesse deine Augen und denke an das Erlebte und all die Fantasien die du noch erleben möchtest. Rieche daran, welche passt zusammen?
Ich sehe es an dein Grinsen, willkommen in einer Welt voller Dufte und Freude 😉

die mitdenkende sub 3

Die mitdenkende Sub 3

Was? Schon wieder „die mitdenkende Sub“?
Ja, wenn etwas noch nicht perfekt sitzt habe ich keine Ruhe also feile ich noch herum.

Es erstaunt mich immer wieder das etwas was ich ziemlich banal finde so ein Echo hat.
Ich danke euch dafür, jegliche Feedback ist willkommen.
Die zwei „Mitdenkende Sub“ Beiträge haben es definitiv in sich und das freut mich, ich habe offenbar ein Nerv getroffen.

Die SM-Welt wird wohl immer in zwei getrennte Lager sein: die „ich befehle, du führst aus“ und die „Oh schön, du wartest und bietest mir die Gerte an“.
Ich habe es aber immer aus der Dom Perspektive betrachtet und wie ihr bereit wisst, ich mag es wenn eine Sub mitdenkt.
Wie denkt aber eine Sub?
Gut, einerseits eine Sub wird sich, bewusst oder nicht, der Wünsche ihren Dom anpassen. Sie lernt wie er tickt und was er erwartet und setzt es dem entsprechend um.
Anderseits kann eine Sub auch von sich aus, und ohne explizite Dom-Wünsche, die Initiative ergreifen.
Und was ist der Unterschied? Was macht aus eine passive Sub eine die mitdenkt?
Die magische Zutat ist Devotion.
Eine devote Sub will gefallen, will ihren Dom aktiv Freude bereiten. Sie wird sich entsinnen um herauszufinden wie sie besser werden kann und die Belohnung ist ein zufriedene Dom. Darum wird sie mitdenken, vorgreifen und bereit sein, bevor ihr Dom etwas sagt oder andeutet.

Also die mitdenkende Sub ist eine devote Sub.

Respekt

Respekt

„Wow! Lady du siehst klasse aus in den Kleid!“
Sie dreht sich um und lächelnd bedankt sich beim Bauarbeiter auf dem Gerüst.

Es klingt unglaublich, oder? Ist es auch denn die Sprüche die von der Baustellen herabregnen klingen meistens anders.
Bauarbeiter und Handwerker sind aber nicht die einzigen. Krawatten träger die abends vor dem Bildschirm sitzen und die einschlägige Foren besuchen sind keineswegs kultivierter in Umgang mit Frauen. Rap und die entsprechende Gang-Image die vermittelt ist auch nicht gerade ein pädagogische Paradebeispiel.
Ich weiss, Ego und Testosteron vermischt ergeben ein ziemlich hohe Selbstmeinung aber damit es klar ist, „Hey Bitch, willste mal geil ficken?“ ist keine Anmache sondern einfach nur primitiv, egal ob derjenige der solch ein Satz rausbrüllt ein Sexgott ist.
Ich hatte schon über mein kleine Experiment in Freiwild berichtet, ich glaube aber ich muss es so formulieren das auch Intelligenzallergiker und Öko-Gehirn-Benutzer es verstehen können.

Liebe Forum-Benutzer, Inserat-Aufgeber, Schnell-Sex-Suchende,

Dein Schwanzbild als Portrait zu setzen ist nicht die beste Visitenkarte. Keine der Frauen auf der andere Seite der Leitung wird in Ohnmacht fallen oder sich blitzartig ausziehen um vor dein Bild zu masturbieren. Vielmehr wird sie etwas sehen das sie schon mehrmal gesehen hat und dabei denken das du eine feige Wurst bist, die kein Mumm hat sein Gesicht zu zeigen. Wenn du aus gegeben Gründe dein Antlitz nicht publik machen willst, benutze doch eine Blumenwiese als Profilfoto. Ich garantiere dir das du damit mehr Erfolg haben wirst.

Nun hat eine Sie auf deine Chat-Anfrage geantwortet. Ich gratuliere, sie hat wohl dein Schwanzbild übersehen…
Obwohl in ihr Profil steht das sie Devot ist, ist das kein Grund sie zu behandeln wie Dreck die man aus der Schuhsohle kratzt. Verwechsle nicht Devot mit Willenlos, sie wird nicht alles für dich machen nur weil du sie ansprichst. Ohren und Augen sind sehr nah am Gehirn (ja, das Ding zwischen den Ohren) und sie wird schnell merken das du sicher nicht die Krönung der Evolution darstellst.
Ich verrate dir aber an dieser Stelle ein kleines Geheimnis: Du wirst es nicht für möglich halten aber Sympathie spielt bei Devoten eine ziemlich grosse Rolle. Aber hey, nicht weitersagen!

Ok, du hast sie mit Copy-Paste Prosa aus Internet-Ratgebern überzeugt zu ein Treffen.
Ich hoffe hinständig das sie dich verarscht, zuhause bleibt und sich stattdessen Romance-TV satt reinzieht…
Ich glaube zwar nicht das du im Realleben so auftrittst wie im Internet aber versuche zumindest peinliche Situationen, wie ein Glas Bier über den Kopf geschüttet zu bekommen, zu vermeiden. Sie mag ein geiles Stück zu sein, sie ist aber nicht dein geiles Stück. 
Ich weiss, es ist für dich schwer nachzuvollziehen das andere doch etwas im Schädel haben und, so überraschend wie es sich anhört, die meisten können es auch benutzen. Nichts desto trotz, es wäre angebracht die verkümmerte letzte Synapsen doch wachzurütteln um Sätze aussprechen zu können die nicht mit „Hey“ anfangen und folgende Worte nicht beinhalten: Fickfleisch, Fotze, Schlampe, Nutte, Buckstück, na du weisst was ich meine.

Respekt scheint aber heut zu tage ein rares Gut zu sein und es wurde offenbar auch nicht gleichmässig verteilt…

Furchen

Furchen

Ich habe nicht oft über liebe geschrieben, ich bin auch privat nicht eine der das magische Wort in jeder zweiten Satz verschwendet.

Liebe kommt und liebe geht sagt man in jungen Jahren, mit der Zeit merkt man aber das nichts spurlos verschwindet und das manche Liebe tiefe Furchen hinterlässt. Ich hatte so eine liebe.
Es ist noch einfach zu erklären und überhaupt, keine liebe sollte einfach zu erklären sein. Es sind keine Gefühle in der Magenregion involviert, das wäre flüchtige Verliebtheit. Nein es ist diese Gefühl von Vollkommenheit der ein durchdringt und haften bleibt, ein Geschmacksverstärker für die Seele der alles intensiviert.
Es gibt Wortfetischisten die eine ganze Seite mit Umschreibungen füllen können, ich entgegen sitze da, starre in mein Bildschirm und zehre an meine Erinnerungen, ich Streife mit der Fingerspitzen über die tiefe Furchen und lächle dabei. Ich erfreue mich über Situationen die nie wieder sein werden, über Sätze die nimmer die gleiche Bedeutung haben. Manche lassen alles revue passieren und denken nach was sie anders hätten machen sollen oder ob das wirklich so war.
Ich möchte entgegen diese teil meiner Vergangenheit nicht mit solche Gedanken verunreinigen und beschmutzen.
Es gibt menschen die Eindruck hinterlassen, die Kleine aber nicht. Es ist nicht Eindruck es ist ein Stempel, der quer durch mich hindurch und unwiderruflich da steht.
Ist das Melancholie? Ja mag sein, die Furchen sind aber zu tief das ein flaue melancholische Wind die wegblasen könnte.
Ich sitze immer noch da und spüre den Wind durch meine Finger gleiten.

Happy Birthday 3

Happy Birthday 3

3, 766, 274, 860, 152694, das sind die heutige Zahlen.
Nein, kein Lotto…

Es ist 3 Jahre her als ich mein Blog Widerwillen geboren habe,
766 von euch finden es soweit interessant,
274 Beiträge habe ich bis jetzt gesammelt,
860 Kommentare habt ihr beigetragen,
152694 Ansichten waren bis heute.

Das ist echt wahnsinnig!
Ich danke euch alle, ohne euch wäre das nur ein öde Monolog in der Internet-Wüste.

Es tut weh!!!

Es tut weh!!!

Ihre Frisur ist völlig dahin als sie den Kopf probiert zu richten, das ist ihr aber egal.
Keine Chance, das Gesicht bleibt auf der Bettdecke und ihr Arsch in der Luft. Obwohl sie sich bemüht, sie kann nicht sehen was ich hinter ihr mache.
Die Arme sind fest hinter ihr Rücken gefesselt und ein lange Seil schnürt ihr Oberkörper. Sie beugt den Rücken aber das erinnert sie daran das es auch noch ein Kugelhaken in ihr Anus steckt und das der ist an der Schnürung festgemacht ist.
Sarah erkennt das Geräusch als ich eine Latex Handschuhe anziehe und sie entspannt sich. Sie hat wohl etwas schlimmeres erwartet.
Ich klatsche ein paar mal auf ihr Arsch, sie mag das und ich stecke zwei Latex Finger in ihr. Die Atemfrequenz erhöht sich und ich forsche ihre Wärme.
Ich spüre die Kugel weiter oben die gegen meine Finger drückt und dann ziehe ich meine Finger raus. Sie denkt wohl jetzt kommen mehr finger und streckt mir gierig den Arsch entgegen.
Ich packe ihre äussere Schamlippe mit der Gummihand und befestige die erste Klemme. Sie quittiert es mit ein tiefes einatmen und ich mach mir an die andere ran.
Ich begutachte kurz mein Werk und zupfe an der kleine Kette zwischen der Klammern. Ich höre ein kurzes Schrei, der bald in der Decke gedämpft wird als sie ihr Gesicht hinein drückt. Ich stecke wieder zwei finger hinein und ficke sie damit. Es dauert nicht lange bis sie anfängt zu stöhnen und ich ziehe an der Kette.
Sofort wechselt das leise Stöhnen wieder zum Schrei, diesmal lasse ich aber die Kette nicht los. Meine Finger bohren weiter und ich ziehe munter an der Kette.
Ihr Becken beginnt zu zittern, was ein unverwechselbare Zeichen ist und die Bestätigung kommt wie gerufen: „Darf ich kommen?…“
Ich reisse ihr wieder ein Schrei hervor als ich Ruckartig an der Kette ziehe. „Wie heisst es richtig?“ frage ich.
Sie atmet tief ein, „Bitte, darf ich kommen, Sir? Bitte…“
Ich zupfe noch ein bisschen während meine Finger ihre Kontraktionen spüren, ich lasse sie aber noch eine weile warten, und schreien.
„Bitte, bitte, Sir!… schafft sie zwischen zwei Schreie zu äussern.
„Jetzt darfst du.“ Sage ich und ich spüre wie sich die Spannung in ihr Körper in heftige Genusswellen verwandelt.
Ich lasse alles abklingeln, setzte mich neben ihr und befreie ihr Gesicht von den Haaren.
Sarah grinst mich an: „Es tut weh! Und es ist verdammt geil!…“
Meine Masochistin ist zufrieden.

1. Advent

1. Advent

Es ist wieder so weit, an jeder Ecke winkt eine kitschige Dekoration, das Duft von Glühwein weht durch die Gassen, Balkone sehen aus wie Landebahnen und Weihnachtslieder verfolgen kaufwütige Passanten. Es ist die Zeit wo Besinnlichkeit wie Propaganda auf ein prasselt und Güte scheinbar auf Bäume wächst.

Es ist wieder so weit, die grösste Show des Jahres hat angefangen.

Lasst euch nicht durch irgendwelche daher zitierte Sprüche hypnotisieren.
Versucht erst nicht bei diese Weihnachtsmaskerade mitzumachen.
Seid euch getreu, seid gütig bei dem der es verdient, seid grosszügig bei jene die nichts haben.
Aber bitte nicht nur in Dezember.

Lassen wir mal für ein moment die Scheinheiligkeit bei Seite und bedanken uns auf ehrliche weise bei denen die zu uns stehen.

Ich wünsche euch alle eine ruhige und gelassene Zeit.