Zerbrechlich

Zerbrechlich

 

Lieber Dom

Ich bin sehr gerne deine Sub und ich bin über deine Aufmerksamkeit sehr dankbar.
Ich weiss das ich dir wichtig bin und du bist mir genau so wichtig. Unsere Neigungen ergänzen sich perfekt.
Du erstaunst mich immer wieder wenn du aus dem nichts, meine unausgesprochene Gedanken aufschnappst und in Taten umsetzt.
Ich liebe diese Intimität die zwischen uns herrscht und ich mag es wenn du mit mir zufrieden bist. Eigentlich möchte ich immer diese Grinsen auf deine Lippen sehen und noch so gerne biete ich mich dir an, damit du Freude an und mit mir hast. Deine Berührungen, egal ob sanft oder hart, gehen mir durch Mark und Bein.
Ich weiss das auch der härteste Schlag und die schmerzhafteste Klemme ein Zeichen der Zuneigung sind und mein Körper und meine Seele sehnen sich danach.
Du hast mir geholfen meine Schwächen zu überwinden und du hast meine Stärken stets gefordert. Du hast mich provoziert, damit ich aus meine Unsicherheit rauskomme, du umarmst mich wenn ich weine und gibst mir ein Sicherheitsgefühl wie sonst niemand. Du warst auf meine Seite wenn ich an mir gezweifelt habe und du hast immer an mir geglaubt, auch wenn ich an deine Aufgaben miserabel gescheitert bin. Du hast aus mir eine stolze Sub gemacht die mit erhobene Kopf durch die Menge schreien würde „Ich bin seine!“

Doch diese starke Sub ist auch sehr zerbrechlich.
Ich brauche dich um mich Stolz zu fühlen, ich muss deine Führung spüren um zu sein.

Mit devoten und unterwürfigen Grüssen

Deine Sub

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker

Ein Interview mit Matthias Grimme, alias Drachenmann in der Süddeutsche Zeitung, die ich euch nicht vorenthalten will:

Matthias Grimme fesselt Frauen und hängt sie an die Decke. Für den Hamburger und seine Partnerinnen symbolisiert Bondage eine ganz eigene Form von Zärtlichkeit. Ein Gespräch über Nähe, Hingabe und Vertrauen.

Matthias Grimme, Autor und Verleger sadomasochistischer Literatur, ist ein international bekannter Fesselkünstler und Experte auf dem Gebiet BSDM und Bondage. Der Hamburger, in der Szene bekannt unter dem Künstlernamen „Drachenmann“, lebt in einer Dreierbeziehung mit zwei Frauen: Andrea Grimme, mit der er seit 27 Jahren zusammen und seit 1999 verheiratet ist, und seine Bondage-Partnerin Nicole alias „Ropecat“, mit der er seit 17 Jahren bundesweit Workshops und japanisch inspirierte Shows veranstaltet. In unserer Serie „Reden wir über Liebe“ spricht der 65-Jährige darüber, warum Fesseln für ihn auch in Zeiten von #metoo kein Zeichen von Unterdrückung sind.

SZ: Polyamorie ist ja gerade angesagt. Andererseits: Ein Mann mit zwei Frauen – ist das nicht ziemlich patriarchalisch?

Matthias Grimme: Meine Frau Andrea hat einen Liebhaber, ab und zu auch Frauen. Nicole hatte bis vor Kurzem einen Geliebten. Mit der entsprechenden Orga kriegt man das ganz gut hin. Wir verstehen uns prima, waren gerade zu dritt im Urlaub. Wir wohnen jeder in einer eigenen Wohnung auf St. Pauli. Beide Frauen sind sehr besonders für mich. Alltag habe ich eher mit meiner Frau Andrea, wir telefonieren mehrmals am Tag, schon wegen der gemeinsamen Arbeit im Verlag.

Sie bezeichnen sich und Nicole als das „dienstälteste Bondage-Paar der Welt“. Wie findet Ihre Frau das?

Aus dem Rumgefessele hat sich zwischen Nicole und mir schon bald eine Partnerschaft entwickelt. Sie ist quasi meine zweite Frau. Andrea ist froh, dass ich jemanden habe, der danach genauso verrückt ist wie ich. Sie selbst findet Fesseln eher langweilig, steht mehr auf Schläge und andere Formen von Intensität. Ich mag das auch, wenn sie mich schlägt.

Polyamore Beziehungen benötigen – genau wie die Regeln des BDSM – Absprachen. Reden Sie denn auch mal über Liebe?

Mit Andrea spreche ich offen über Gefühle. Nicole und ich haben eine eigene Sprache für unsere Wertschätzung. Wenn sie sagt „Ich hasse dich“, weiß ich, ich habe alles richtig gemacht.

Worin besteht für Sie der Reiz am Fesseln und Schlagen?

Intensität. Vertrauen. Hingabe. Und eine ganz eigene Form von Zärtlichkeit. Dazu muss man sich aber gegenseitig klarmachen, wie man tickt. Ich hatte einmal ein Erlebnis mit einer Frau, die nicht aus der SM-Szene war. Ich kniff sie in die Brustwarze, sie rief: „Au, das tut weh!“ Als ich nicht gleich aufhörte, fragte sie mich, was das soll. Da habe ich geantwortet: „Du hast gesagt, dass es wehtut. Nicht, dass ich aufhören soll.“

Können Frauen das gut: Nein sagen?

Meine Frauen ja. Das verstehe ich unter Vertrauen, und zwar in beide Richtungen. Ich muss darauf vertrauen können, dass sie sagt: Ich fühle mich nicht mehr wohl – und sie muss mir vertrauen, dass ich sofort darauf reagiere. Grundsätzlich sagen die meisten zu selten, was sie wollen. Deshalb gibt es so viel schlechten und so wenig guten Sex. Auch mit Fesseln kann man ausdrücken, was man sich wünscht.

Consent, also Zustimmung, ist ein wichtiger Begriff in der BDSM-Szene. Trotzdem: Warum sieht man immer nur Frauen in Fesseln?

Es gibt sehr wenige weibliche Performerinnen, die den aktiven Part übernehmen – und zugleich sehr wenige Männer, die gut aussehen, wenn sie auf der Bühne gefesselt werden. Bis auf wenige Ausnahmen zumindest: Ich habe eine Zeit lang so einen zierlichen Katalanen gefesselt, die Leute haben es geliebt.

Ist Bondage in Zeiten von #metoo noch zeitgemäß?
Im Allgemeinen gelten Fesseln als Symbol für Unterdrückung. Ist Bondage in Zeiten von #metoo und Diskriminierung noch zeitgemäß?

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker. Die Fesseln sind Ausdruck meiner Hände, eine Verlängerung, eine Berührung, ein Teil von mir. Für mich steht das Seil für Nähe und Halt, ein Ausdruck dafür, den geliebten Partner zu halten und zu wärmen. Die Leute sind ja meistens nackt, doch sie fangen erst an zu frieren, wenn man sie losmacht – wenn man sie loslässt. Meine Workshops heißen nicht umsonst „Von Seilen umarmt und gehalten“.

Das klingt jetzt ein bisschen nach Streichelzoo …

Meine Modelle sind keine Häschen, sondern immer starke Frauen, die sich selbst auch gerne als „Miststück“ bezeichnen – die spielen genauso gerne wie ich. Die kämpfen gerne, provozieren gerne, machen Unsinn, versuchen mich auszutricksen. Frauen, die im Alltag tough sein müssen und ihre Verantwortung beim Bondage komplett abgeben wollen, sind bei mir falsch. Mein Spiel findet auf Augenhöhe statt. Frauen finden das gut, weil sie wissen, dass der Grimme ihnen nichts nimmt von ihrer Dominanz. Ich muss niemanden kleinmachen, das habe ich nicht nötig. Nicole ist absolut gleichberechtigt. Und alles andere als hilflos.

Schlagen und fesseln – muss das immer sein oder geht es auch mal ohne?

Es ist ja nicht so, dass wir laufend am Vögeln sind. Klar haben wir auch mal ganz normalen, ein bisschen rauen Sex – ohne Fesseln und Haue. Und manchmal wollen wir auch einfach nur Rumkuscheln und Massieren. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.

Beim japanischen Bondage wird die Partnerin nicht nur gefesselt, sondern auch unter die Decke gehängt. Wie lange wollen Sie das noch durchziehen?

Ich möchte mit Nicole auf jeden Fall 25-jähriges Bühnenjubiläum feiern, das sind noch acht Jahre. Ich achte auf mich, auf genügend Bewegung. Kraft und Ausdauer ist für die Übungen unbedingt notwendig.

Sie erzählen auf der Bühne die Geschichte Ihrer Beziehung. Darin geht es oft darum, sich gegenseitig zu reizen. Sind Sie nicht auch mal müde oder schlecht gelaunt?

Doch, dann läuft das Ganze ruhiger ab. Wir beginnen in der Regel mit einer Standardfigur: Seile um die Taille, Seil ums Fußgelenk, Fuß hoch – schon hängt sie kopfüber. Wie wir dann weitermachen, hängt von der Stimmung ab. Wir haben von Romantik über brutale Sauereien bis Schmerzen alles im Programm. Wenn Nicole auf Krawall gebürstet ist, kann es auch mal derbe werden. Dann stützt sie sich mit dem Bein ab und kreiselt so, dass sie mich jagen kann. Oder sie klaut mir das Seil und hängt sich selbst hin. Sie kann eine Soloperformance machen. Das Ziel ist immer klar: „Denk daran, ich will Spaß haben!“

Es sieht beinahe fürsorglich aus, wenn Sie Nicole verschnüren. Zeigen Sie durch Fesseln Ihre Zuneigung?

Ja, dann bin ich ganz bei der Person. Und wenn ich grob werde, dann weil ich Intensität spüren will. Gutes Fesseln ist für mich Zen: mit Achtsamkeit, ohne irgendwohin zu wollen, die Dinge passieren lassen.

Was verstehen Sie unter Liebe?

Etwas wie unsere Dreierkonstellation. Sie funktioniert deshalb so gut, weil sich jeder darüber freut, wenn es dem anderen gutgeht. Egal, ob das ein gemütlicher Abend zu Hause ist oder weil ich mit Nicole schlafe oder Andrea einen Freund getroffen hat. Diese gegenseitige Freude, das hat für mich mit Liebe zu tun. Und Vertrauen. Ich kann mich darauf verlassen: Wenn etwas ist, habe ich meine beiden Frauen, die mich unterstützen. Und ich sie.

 

Quelle und Original-Artikel: http://www.sueddeutsche.de/leben/reden-wir-ueber-liebe-sadomasochisten-sind-die-letzten-romantiker-1.3849738

Sonne, Mond und Sterne

Sonne Mond und Sterne

Macht zu haben, über jemand verfügen, bedingungslose Unterwerfung erleben.
Gott sein für seine Sub, alles dreht sich um die eine Stelle: der Dom.
Manche reiben sich bereits die Hände und ein Sabbertropfen hat sich auch schon im Mundwinkel gebildet…
Diese Ansicht könnte von Claudius Ptolemäus stammen, er war überzeugt die Erde sei das Mittelpunkt des Universums.
Zur damalige Zeit auch verständlich: aus der Erde betrachtet, drehen sich scheinbar alle Himmelskörper um unser blaue Planet.

Das ist ganz sicher nicht das erste mal das ich diese Thema aufgreife und ich befürchte es wird auch nicht das letzte mal sein.
Es geht wie immer um die philosophische Frage „Was bin ich und was mache ich hier?“, um Ego, um Weltansichten und um Perspektiven.

Nichts ist so wie es scheint.
Auch wenn manche das Gefühl haben ein Dom hat die absolute Macht über seine Sub, dem ist nicht so. Für Aussenstehende ist das Machtverhältnis ganz klar: Er befiehlt und sie gehorcht. Er ist ein tolle Hecht der alles im Griff hat. Er hat die Macht.
Die Frage ist nur: was macht ein Dom so mächtig? Sein Charisma? Sein Können? Oder seine Persönlichkeit? Weit daneben…
Es ist nicht eine Macht der er hat, es ist eine Macht die er bekommt.
Kultur, Sprache und Moral bieten wenige Möglichkeiten so ein Verhältnis eindeutig zu definieren. Wir selber verfallen in vorgefertigte Muster um sowas zu beschreiben. Wenn eine Sub sagt „Mach mit mir was du willst“ meint sie „Ich lasse dir mit mir machen was du willst und ich auch möchte“.
Bei D/S wird oft von Machtgefälle gesprochen, was an sich auch richtig ist. Wichtig ist aber zu verstehen das diese Gefälle erste durch eine Machtverschiebung entsteht, es ist eine Übergabe. Was Dom machen darf ist was Sub ihm erlaubt zu machen.
Natürlich ist es keine klassische Übergabe, die Sub wird nicht explizit bei Spiel beginn sagen „So, jetzt darfst du“ oder „Jetzt kannst du übernehmen“.
Es passiert mehr oder wenig stillschweigend, was aber nicht bedeutet das keine Kommunikation stattfindet.

Nichts ist selbstverständlich.
Diese Machtverschiebung will gepflegt werden, es ist kein Selbstläufer der einmal in Bewegung gesetzt, einfach so weiter funktioniert.
Es ist ein Spannung die nur zurecht herhaltet wird durch eine Bindung zwischen Dom und Sub. Erst durch diese Interaktion kann sich ein Machtverhältnis einstellen. „Was will ich?“ ist sicher die erste Frage die ein Dom sich stellen muss, die sollte aber unmittelbar von „Was will sie?“ gefolgt sein.
Auch eine Sub hat Wünsche und sie wird der eigene Dom umso mehr angetan sein wenn er diese erfüllen kann. Die Macht die euch Dom angeboten wird, will verdient werden. Kommunikation ist das wichtigste instrument zwischen Dom und Sub. Zu wissen wie der Gegenüber tickt, was er fühlt, denkt und sich wünscht ist unabdingbar.

Es hat 1400 Jahre gedauert bis Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler und Galileo Galilei die Sonne in Mittelpunkt unsere Planetensystem setzten.
Ich hoffe es wird nicht so lange dauern bis die egozentrische Dom Ansichten der Vergangenheit gehören werden…

Dom und Sub sind wie Erde und Mond, in ein kreisende Tanz verbunden um die SM-Sonne herum, vor eine Kulisse von funkelnde Sternen.

Wünsche

Wünsche

Wünsche sind eine geile Sache…
Er geht die schmale Wendeltreppe hinauf und die Luft wechselt Geschmack. Unten verbreitete das Ofen ein wohligen Holzaroma, oben duftet es nach ihr.
Sie ist auf alle vier auf dem Bett und als sie merkt das er da ist, ihre Atemfrequenz erhöht sich. Er lässt sich zeit und begutachtet sie gründlich. Sie hatte die ledernde Fesseln und Halsband angelegt. Sie zweifelt gerade auf was sie sich eingelassen hat wenn sie sagte „Ich will wissen wie es sich anfühlt mein Arsch versohlt zu bekommen“, es ist aber nur ein Gedanken auf durchreise, sie vertraut ihm. Er streichelt sanft mit den Fingerspitzen ihr Arsch und bei der erste Berührung zuckt sie, als hätte sie bereit ein Schlag erwartet. „Bist du bereit?“ fragt er leise. Sie atmet ein paar mal durch, „Ja, Sir“. Die zwei Klatschen mit der Hand hallen in der kleine Waldhütte und sie gräbt ihr Gesicht in die Bettdecke um die Schreie zu dämpfen. Er streichelt ihr Rücken, „Das musst du hier nicht machen, hier hört dich niemand…“ und klatscht wieder auf ihr Arsch. Sie schreit, eigentlich nicht laut aber laut genug um ihr wissen zu lassen wie sie sich fühlt. Die Handabdrücke glühen auf ihre Arschbacken und er grinst, sichtlich zufrieden. Sie fragt sich gerade was er hinter ihr macht aber zwingt sich selber nicht nach zu schauen. Es knallt lauter und der Schmerz ist anders, sie schreit los und ihr wird klar das er jetzt ein Paddle in der Hand hat. Der Schlag verwandelt sich gerade in Wärme als ein zweiter Knall hallt. Sie kann sich nicht darauf vorbereiten, die Schlägen folgen ein eigener Rhythmus, mal schnell hintereinander, mal mit pausen dazwischen. Dann kommt plötzlich nichts mehr. „Geht es dir gut?“ fragt er sanft. Sie antwortet „Ja, Sir…“ und lächelt weil diese einfache Frage ihr wieder Geborgenheit und Fürsorge vermittelt. „Dann geht doch mehr…“ und eine Ladung Schläge lässt sie schreien und erzittern. Er geht ein Schritt zurück und betrachtet sein Werk: ihr Arsch ist glühend rot. Leise zieht er seine Hose aus und nähert sich wieder, „Wie geht es dir?“ und streichelt sanft die Röte. „Gut, Sir…“ antwortet sie, wohl bewusst das es noch weitere Schläge kommen werden. Die zwei Handklatscher treffen sie wieder unvorbereitet und umso weniger war sie darauf gefasst von hinten genommen zu werden. Lust, Schläge und Schreie wechseln sich ab bis sie beide kommen. Er steck noch in ihr als sie ihr Kopf erstmal zur Seite neigt und leise sagt „Danke, Sir…“

Das Parfum

Das Parfum

Irgendwann hat es in dir „Klick“ gemacht, du weisst jetzt das dominant sein dein Ding ist, es macht dich an.
Und jetzt? Wie weiter?
Du saugst das Internet leer und ziehst dich rein alles was auch nur im entfernteste mit BDSM zu tun hat, von Pornos zu Ratgeber.
In der Zwischenzeit machst du verschiedene Phasen durch. Angefangen von „Es kann nicht sein“, durch „Ich bin nicht normal“ und „das kannst du nicht bringen“ bis „Ich bin so“.
Fein, du hast es akzeptiert und du bist jetzt bereit in die grosse weite Welt der BDSM einzutreten. Es fehlt lediglich ein Gegenstück.

Mittlerweile hast du schon zwei Freundinnen verloren weil die andere Ansichten haben…
Es ist frustrierend, du willst es aus erster Hand erleben und du findest niemand der mitmacht.
Fur ein kurzer Moment willst du das ganze vergessen aber das dauert nicht lange bis das Verlangen wieder hochsteigt.
Du hast sie gefunden! In ein SM-Forum hat sie geantwortet, ihr habt lange diskutiert und nach eine Weile ihr trefft euch.
Sie ist dir sympathisch und sie findet dich auch ganz ok, ihr beschliesst der Sprung ins kalte Wasser zu wagen.
Du versetzt Bergen um irgend ein ruhigen Ort zu finden und dann ist es soweit.
Sie ist vor dir und sie ist auch genau so erregt und nervös wie du es gerade bist…
Dein erste Befehl ist leise und zitterig und sie zögert den auszuführen. Oh mein Gott, sie macht es aber!
Das Spiel ist vorbei und ihr habt beide ein schale Geschmack davon. Es war… Es war ok.
Du lässt alles in dein Kopf wieder Revue passieren und du könntest dich selber Ohrfeigen, „Mann war ich ein Trottel!“
Es ist für dich schwierig zu sagen was alles falsch gelaufen ist, du weisst ja nicht was richtig wäre…

Ja mein lieber Dom-Neuling, niemand hat je behauptet das BDSM einfach sei. Es ist so viel mehr dabei als nur Sex…
Sei nicht entmutigt, kein Master ist je vom Himmel gefallen und um weiter mit Floskel zu machen, gut Ding braucht Weile.
Lerne sie kennen, lerne dich kennen: was treibt euch an, was ist geil, was nicht, …
Probiert es aus, experimentiert und dabei seid ehrlich zu einander und vor allem zu euch selber. Es ist keine Schande sich einzugestehen „Das geht so nicht“.
Jetzt wisst ihr was euch passt, jetzt weisst du was du willst. Es ist nun an der Zeit das gelernte in ein Spiel einzubringen.

Ein Spiel ist wie ein Parfum.
Wenn du es aufträgst duftet es erregend frisch, das ist die flüchtige Kopfnote die euch erfüllt mit Vorfreude und zueinander bringt.
Koste das moment wenn sie noch nicht weiss was mit ihr geschehen wird.
Dann kommt die Herznote zum Vorschein, betörend süss und wird euch von Ekstase zu Ekstase bringen.
Geniesse wie sie unter deine Führung windet, wimmelt und bettelt.
Am Schluss ist die Basisnote, angenehm und warm. Das ist was euch zusammenhält.

Du wirst sagen das du keine Ahnung hast wie man ein Parfum zusammenstellt. Das mag sein, weil du noch nie das gemacht hast.
Schliesse deine Augen und denke an das Erlebte und all die Fantasien die du noch erleben möchtest. Rieche daran, welche passt zusammen?
Ich sehe es an dein Grinsen, willkommen in einer Welt voller Dufte und Freude 😉

die mitdenkende sub 3

Die mitdenkende Sub 3

Was? Schon wieder „die mitdenkende Sub“?
Ja, wenn etwas noch nicht perfekt sitzt habe ich keine Ruhe also feile ich noch herum.

Es erstaunt mich immer wieder das etwas was ich ziemlich banal finde so ein Echo hat.
Ich danke euch dafür, jegliche Feedback ist willkommen.
Die zwei „Mitdenkende Sub“ Beiträge haben es definitiv in sich und das freut mich, ich habe offenbar ein Nerv getroffen.

Die SM-Welt wird wohl immer in zwei getrennte Lager sein: die „ich befehle, du führst aus“ und die „Oh schön, du wartest und bietest mir die Gerte an“.
Ich habe es aber immer aus der Dom Perspektive betrachtet und wie ihr bereit wisst, ich mag es wenn eine Sub mitdenkt.
Wie denkt aber eine Sub?
Gut, einerseits eine Sub wird sich, bewusst oder nicht, der Wünsche ihren Dom anpassen. Sie lernt wie er tickt und was er erwartet und setzt es dem entsprechend um.
Anderseits kann eine Sub auch von sich aus, und ohne explizite Dom-Wünsche, die Initiative ergreifen.
Und was ist der Unterschied? Was macht aus eine passive Sub eine die mitdenkt?
Die magische Zutat ist Devotion.
Eine devote Sub will gefallen, will ihren Dom aktiv Freude bereiten. Sie wird sich entsinnen um herauszufinden wie sie besser werden kann und die Belohnung ist ein zufriedene Dom. Darum wird sie mitdenken, vorgreifen und bereit sein, bevor ihr Dom etwas sagt oder andeutet.

Also die mitdenkende Sub ist eine devote Sub.

Respekt

Respekt

„Wow! Lady du siehst klasse aus in den Kleid!“
Sie dreht sich um und lächelnd bedankt sich beim Bauarbeiter auf dem Gerüst.

Es klingt unglaublich, oder? Ist es auch denn die Sprüche die von der Baustellen herabregnen klingen meistens anders.
Bauarbeiter und Handwerker sind aber nicht die einzigen. Krawatten träger die abends vor dem Bildschirm sitzen und die einschlägige Foren besuchen sind keineswegs kultivierter in Umgang mit Frauen. Rap und die entsprechende Gang-Image die vermittelt ist auch nicht gerade ein pädagogische Paradebeispiel.
Ich weiss, Ego und Testosteron vermischt ergeben ein ziemlich hohe Selbstmeinung aber damit es klar ist, „Hey Bitch, willste mal geil ficken?“ ist keine Anmache sondern einfach nur primitiv, egal ob derjenige der solch ein Satz rausbrüllt ein Sexgott ist.
Ich hatte schon über mein kleine Experiment in Freiwild berichtet, ich glaube aber ich muss es so formulieren das auch Intelligenzallergiker und Öko-Gehirn-Benutzer es verstehen können.

Liebe Forum-Benutzer, Inserat-Aufgeber, Schnell-Sex-Suchende,

Dein Schwanzbild als Portrait zu setzen ist nicht die beste Visitenkarte. Keine der Frauen auf der andere Seite der Leitung wird in Ohnmacht fallen oder sich blitzartig ausziehen um vor dein Bild zu masturbieren. Vielmehr wird sie etwas sehen das sie schon mehrmal gesehen hat und dabei denken das du eine feige Wurst bist, die kein Mumm hat sein Gesicht zu zeigen. Wenn du aus gegeben Gründe dein Antlitz nicht publik machen willst, benutze doch eine Blumenwiese als Profilfoto. Ich garantiere dir das du damit mehr Erfolg haben wirst.

Nun hat eine Sie auf deine Chat-Anfrage geantwortet. Ich gratuliere, sie hat wohl dein Schwanzbild übersehen…
Obwohl in ihr Profil steht das sie Devot ist, ist das kein Grund sie zu behandeln wie Dreck die man aus der Schuhsohle kratzt. Verwechsle nicht Devot mit Willenlos, sie wird nicht alles für dich machen nur weil du sie ansprichst. Ohren und Augen sind sehr nah am Gehirn (ja, das Ding zwischen den Ohren) und sie wird schnell merken das du sicher nicht die Krönung der Evolution darstellst.
Ich verrate dir aber an dieser Stelle ein kleines Geheimnis: Du wirst es nicht für möglich halten aber Sympathie spielt bei Devoten eine ziemlich grosse Rolle. Aber hey, nicht weitersagen!

Ok, du hast sie mit Copy-Paste Prosa aus Internet-Ratgebern überzeugt zu ein Treffen.
Ich hoffe hinständig das sie dich verarscht, zuhause bleibt und sich stattdessen Romance-TV satt reinzieht…
Ich glaube zwar nicht das du im Realleben so auftrittst wie im Internet aber versuche zumindest peinliche Situationen, wie ein Glas Bier über den Kopf geschüttet zu bekommen, zu vermeiden. Sie mag ein geiles Stück zu sein, sie ist aber nicht dein geiles Stück. 
Ich weiss, es ist für dich schwer nachzuvollziehen das andere doch etwas im Schädel haben und, so überraschend wie es sich anhört, die meisten können es auch benutzen. Nichts desto trotz, es wäre angebracht die verkümmerte letzte Synapsen doch wachzurütteln um Sätze aussprechen zu können die nicht mit „Hey“ anfangen und folgende Worte nicht beinhalten: Fickfleisch, Fotze, Schlampe, Nutte, Buckstück, na du weisst was ich meine.

Respekt scheint aber heut zu tage ein rares Gut zu sein und es wurde offenbar auch nicht gleichmässig verteilt…

Furchen

Furchen

Ich habe nicht oft über liebe geschrieben, ich bin auch privat nicht eine der das magische Wort in jeder zweiten Satz verschwendet.

Liebe kommt und liebe geht sagt man in jungen Jahren, mit der Zeit merkt man aber das nichts spurlos verschwindet und das manche Liebe tiefe Furchen hinterlässt. Ich hatte so eine liebe.
Es ist noch einfach zu erklären und überhaupt, keine liebe sollte einfach zu erklären sein. Es sind keine Gefühle in der Magenregion involviert, das wäre flüchtige Verliebtheit. Nein es ist diese Gefühl von Vollkommenheit der ein durchdringt und haften bleibt, ein Geschmacksverstärker für die Seele der alles intensiviert.
Es gibt Wortfetischisten die eine ganze Seite mit Umschreibungen füllen können, ich entgegen sitze da, starre in mein Bildschirm und zehre an meine Erinnerungen, ich Streife mit der Fingerspitzen über die tiefe Furchen und lächle dabei. Ich erfreue mich über Situationen die nie wieder sein werden, über Sätze die nimmer die gleiche Bedeutung haben. Manche lassen alles revue passieren und denken nach was sie anders hätten machen sollen oder ob das wirklich so war.
Ich möchte entgegen diese teil meiner Vergangenheit nicht mit solche Gedanken verunreinigen und beschmutzen.
Es gibt menschen die Eindruck hinterlassen, die Kleine aber nicht. Es ist nicht Eindruck es ist ein Stempel, der quer durch mich hindurch und unwiderruflich da steht.
Ist das Melancholie? Ja mag sein, die Furchen sind aber zu tief das ein flaue melancholische Wind die wegblasen könnte.
Ich sitze immer noch da und spüre den Wind durch meine Finger gleiten.

Happy Birthday 3

Happy Birthday 3

3, 766, 274, 860, 152694, das sind die heutige Zahlen.
Nein, kein Lotto…

Es ist 3 Jahre her als ich mein Blog Widerwillen geboren habe,
766 von euch finden es soweit interessant,
274 Beiträge habe ich bis jetzt gesammelt,
860 Kommentare habt ihr beigetragen,
152694 Ansichten waren bis heute.

Das ist echt wahnsinnig!
Ich danke euch alle, ohne euch wäre das nur ein öde Monolog in der Internet-Wüste.

Es tut weh!!!

Es tut weh!!!

Ihre Frisur ist völlig dahin als sie den Kopf probiert zu richten, das ist ihr aber egal.
Keine Chance, das Gesicht bleibt auf der Bettdecke und ihr Arsch in der Luft. Obwohl sie sich bemüht, sie kann nicht sehen was ich hinter ihr mache.
Die Arme sind fest hinter ihr Rücken gefesselt und ein lange Seil schnürt ihr Oberkörper. Sie beugt den Rücken aber das erinnert sie daran das es auch noch ein Kugelhaken in ihr Anus steckt und das der ist an der Schnürung festgemacht ist.
Sarah erkennt das Geräusch als ich eine Latex Handschuhe anziehe und sie entspannt sich. Sie hat wohl etwas schlimmeres erwartet.
Ich klatsche ein paar mal auf ihr Arsch, sie mag das und ich stecke zwei Latex Finger in ihr. Die Atemfrequenz erhöht sich und ich forsche ihre Wärme.
Ich spüre die Kugel weiter oben die gegen meine Finger drückt und dann ziehe ich meine Finger raus. Sie denkt wohl jetzt kommen mehr finger und streckt mir gierig den Arsch entgegen.
Ich packe ihre äussere Schamlippe mit der Gummihand und befestige die erste Klemme. Sie quittiert es mit ein tiefes einatmen und ich mach mir an die andere ran.
Ich begutachte kurz mein Werk und zupfe an der kleine Kette zwischen der Klammern. Ich höre ein kurzes Schrei, der bald in der Decke gedämpft wird als sie ihr Gesicht hinein drückt. Ich stecke wieder zwei finger hinein und ficke sie damit. Es dauert nicht lange bis sie anfängt zu stöhnen und ich ziehe an der Kette.
Sofort wechselt das leise Stöhnen wieder zum Schrei, diesmal lasse ich aber die Kette nicht los. Meine Finger bohren weiter und ich ziehe munter an der Kette.
Ihr Becken beginnt zu zittern, was ein unverwechselbare Zeichen ist und die Bestätigung kommt wie gerufen: „Darf ich kommen?…“
Ich reisse ihr wieder ein Schrei hervor als ich Ruckartig an der Kette ziehe. „Wie heisst es richtig?“ frage ich.
Sie atmet tief ein, „Bitte, darf ich kommen, Sir? Bitte…“
Ich zupfe noch ein bisschen während meine Finger ihre Kontraktionen spüren, ich lasse sie aber noch eine weile warten, und schreien.
„Bitte, bitte, Sir!… schafft sie zwischen zwei Schreie zu äussern.
„Jetzt darfst du.“ Sage ich und ich spüre wie sich die Spannung in ihr Körper in heftige Genusswellen verwandelt.
Ich lasse alles abklingeln, setzte mich neben ihr und befreie ihr Gesicht von den Haaren.
Sarah grinst mich an: „Es tut weh! Und es ist verdammt geil!…“
Meine Masochistin ist zufrieden.

1. Advent

1. Advent

Es ist wieder so weit, an jeder Ecke winkt eine kitschige Dekoration, das Duft von Glühwein weht durch die Gassen, Balkone sehen aus wie Landebahnen und Weihnachtslieder verfolgen kaufwütige Passanten. Es ist die Zeit wo Besinnlichkeit wie Propaganda auf ein prasselt und Güte scheinbar auf Bäume wächst.

Es ist wieder so weit, die grösste Show des Jahres hat angefangen.

Lasst euch nicht durch irgendwelche daher zitierte Sprüche hypnotisieren.
Versucht erst nicht bei diese Weihnachtsmaskerade mitzumachen.
Seid euch getreu, seid gütig bei dem der es verdient, seid grosszügig bei jene die nichts haben.
Aber bitte nicht nur in Dezember.

Lassen wir mal für ein moment die Scheinheiligkeit bei Seite und bedanken uns auf ehrliche weise bei denen die zu uns stehen.

Ich wünsche euch alle eine ruhige und gelassene Zeit.

Drinnen

Drinnen

Er öffnet die Tür. Drinnen ist der Raum nur ansatzweise in Halbschatten zu erkennen.
Mit eine Geste bittet er sie hinein zu gehen. Sie folgt wortlos und zuckt als der Schlossriegel in die Falle schnappt und die Aussenwelt von der beiden getrennt wird.
Ein leise Click, der Raum erhellt sich langsam und gibt seine Mysterien frei. Sie schaut zuerst um, entscheidet sich aber schnell das dies nicht der richtige Moment ist um neugierig zu sein.
Sie hört die Autos draussen vorbei fahren und irgendwo in der ferne eine Polizeisirene.
„Hast du mich vermisst?“ fragt er und sie nickt nur. Er fasst sie and der Schultern und führt sie rückwärts an der Wand. Ihr Blick verrät wie eigentlich neugierig sie ist. Ihre Gedanken kreisen um die Frage „was hat er vor?“ doch sie erinnert sich an seine Worte: denke nicht zu viel nach, lass es einfach geschehen und geniess es. Sie schaut ihn an aber mit ein Ruck dreht er sie auf der Stelle und lässt sie nun die Wand anstarren. Eine nach der ander werden ihre Hände an der Wand geführt, auf Kopfhöhe. Er sagt nichts aber sie weiss instinktiv das sie sich nicht bewegen soll.
Seine Stimme ist jetzt leise und ruhig in ihr Ohr: „ich möchte eine Antwort hören wenn ich eine Frage stelle.“ Sie überlegt gerade was die Frage war als sie spürt seine Hand, von der Nieren sich hoch streicheln bis zur Nacken. Plötzlich schnappt die bis jetzt zärtliche Hand ihre Haaren. Sie gibt dem Zug nach und neigt ihr Kopf nach hinten. Die Stimme ist jetzt ganz nah am Ohr „hast du mich vermisst?“ Oh, das war die Frage… Sie antwortet leise „Ja…“ und der Griff an der Haaren lässt nach.
Sie spürt wie der Rock hochgezogen wird und ihr blanken Arsch an der Luft kommt. „Er will nur wissen ob ich ein Slip anhabe…“ denkt sie, aber sie muss stöhnen als seine Hand ihre Schamlippen spreizt und zwei Finger hineingleiten lässt.
„Ja, du hast mich wirklich vermisst…“ kommentiert er und zieht die nassen Finger aus ihr. Sie hat die Augen geschlossen und versucht nicht nachzudenken. Etwas feuchtes berührt ihre Lippen  und ohne zu zögern öffnet sie den Mund. Sie merkt sofort wo die zwei nasse Finger vorher waren und sie lutscht gierig.
Er entfernt sich und für ein kurze Moment will sie nachschauen was er vor hat, sie schliesst aber wieder die Augen und lehnt die Stirn an der Wand, nicht nachdenken hatte er gesagt. „Zieh dich aus“ hallt es.
Sie hat nicht viel zum ausziehen: der Rock und eine Bluse. Sie überlegt gerade wo sie die Kleider deponieren soll als er wieder zu ihr kommt. „Dreh dich um. Die kannst du mir geben.“ und greift sich den Stoff. „Du kannst die anziehen.“ und übergibt ihr Hand- und Fussfesseln. Sie kniet hin und hantiert mit der Schnalle der Fussfessel als ein metallisches klicken ertönt. Sie schaut kurz hoch und sieht wie er an der Winde dreht um den Balken zu senken. Das hatte sie sich gewünscht, aufgehängt zu werden. Er merkt das sie guckt und hackt nach „Bist du fertig?“. Sie zuckt und beeilt sich. Sie ist gerade fertig als er vor ihr steht. „Dreh dich um und halte deine Haare hoch.“ Sia folgt und spürt bald der ledrigen Halsband an ihr Hals. „Komm, stell dich hier her.“ sagt er und zeigt ihr die genaue Position. Sie folgt. „Spreize die Beine“ ergänzt er und fixiert ein Fuss nach dem andere. Wortlos steht er auf und fixiert ihre Hände am Balken, der kurz danach durch die Winde wieder hochgezogen wird. Er schaut sie an, als würde er ein Kunstwerk betrachten. „Etwas fehlt noch.“ sagt er und geht danach suchen. Als er um die Ecke kommt sieht sie das er ein dünne Seil und die Nippelklemmen dabei hat. Unbewusst grinst sie, sie mag die Klemmen. Doch anstatt zu ihr zu gehen, wendet er sich an der wand gegenüber und lässt ein Seil über eine Umlenkrolle gleiten. Schnell ist das Seil an der Klemmenkette fixiert. Erst jetzt wird ihr klar was er vor hat. Sie denkt gerade „Ist nicht dein Ernst…“ als die erste Klemme an ihr Nippel beisst. Schnell ist die zweite Klemme auch fixiert und er zieht am Seil. Sie spürt den Zug an ihre Nippel und stellt sie sich so weit vorne wie nur möglich. Nützt ja nichts, er zieht weiter, bis er mit der Spannung zufrieden ist. Er lauft hinter ihr und klatscht an ihr Arsch. „Habe ich vorher eine Antwort verpasst?“ Sie denkt nach als ein zweite Handschlag die andere Arschbacke knallend trifft. „Habe ich nicht gefragt ob du fertig bist?“ Sie will gerade beantworten als ein dritte Schlag sie trifft. Sie spannt ihre Muskulatur und merkt gerade das es keine gute Idee war sich soweit nach vorne zu beugen: die Klemmen beissen sich fester und ziehen an ihre Nippel. „Jaa!“ antwortet sie, um eine weitere Schlag zu vermeiden.

Draussen fahren die Autos immer noch vorbei, aber sie nimmt das gar nicht mehr wahr.

Gutta cavat lapidem...

Gutta cavat lapidem…

„Gutta cavat lapidem“ schrieb damals Ovid. Auf deutsch: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Der aufmerksame Leser (und ohne die Gender Thematik anzugehen, liebe Frauen ihr sind auch damit gemeint) weiss schon seit Die mitdenkende Sub und Die mitdenkende Sub 2 das ich mich nicht immer an der allgemein gültige Auffassung halte. Natürlich auch meine Sicht der Dinge ist nicht für jeder Anwendbar und es macht schon ein unterschied ob man mit jemand erfahren spielt oder ein Neuling einführt. Bei jemand der gerade seine SM-Bestimmung sucht, sind Richtlinien manchmal hilfreich. Sie geben ein Rahmen und eine Kontinuität und ab und zu auch ein Halt für die Sub.
So habe ich auch für Sarah neuerdings Regeln aufgestellt, 17 um genau zu sein:

Sarah’s Regeln:

  1. Mein Herr ist mein Gebieter und ich habe ihm ständig Respekt zu erweisen, egal ob er Anwesend ist oder nicht.
  2. Wenn mein Herr mein Sub-Name ausspricht habe ich sofort die Warteposition einzunehmen: Stehend, Hände hinter den Kopf, Füsse auf Schulterbreite, Blick gesenkt.
    Wenn mein Sub-Name über Kommunikationswege (Telefon, Internet, SMS) fällt habe ich mich als Sub ihm gegenüber zu verhalten.
  3. Mein Herr ist in der Höflichkeitsform und mit „Sir“ anzusprechen.
  4. Wenn ich die Aufmerksamkeit meinen Herr wünsche, sprechen ihn mit „Sir“ an und warte bis er sich mir wendet.
  5. Ich antworte die Fragen meinen Herr immer ehrlich und direkt.
  6. Mein Herr bewahrt meine Anonymität, Integrität und Unantastbarkeit in der Öffentlichkeit und schütz sie gegenüber Dritte.
  7. Mein Herr trägt sorge für meine Sicherheit und mein Wohlergehen. Er achtet das meine No-Go Grenzen respektiert und eingehalten werden.
  8. Als Sub lerne ich stetig besser zu werden. Ich weiss das Verfehlungen bestraft werden und nehme die dankend an.
  9. Mein Herr wird mich auf meine Verfehlungen hinweisen und bestimmt der Strafmass.
  10. Ich kann jederzeit ein Saftword meiner Wahl verwenden um jegliche Handlungen sofort zu stoppen. Mein Herr verpflichtet sich an dieser Abmachung bedingungslos zu halten.
  11. Ich darf mein Saftword nicht während eine Bestrafung benutzen.
  12. Ich berichte regelmässig über mein Körperliche und Seelische zustand wenn aufgefordert oder ausserhalb einen Spiel nach mein ermessen.
  13. Ich achte das mein Körper und meine Kleidung die Wünsche meinen Herr entsprechen.
  14. Ich bemühe mich mit aller Kräfte, meinen Herr perfekt zu dienen, gehorsam zu sein und vorausschauend jene Handlungen zu unternehmen, die mein Herr von mir erwartet.
  15. Ich darf wünschen, betteln, schreien und weinen. Ich anerkenne aber die Tatsache das dies nicht unbedingt Einfluss auf die Handlungen und Entscheidungen meinen Herr mit sich ziehen.
  16. Es ist mir untersagt mich selber zu befriedigen, ausser es wird von mein Herr befohlen oder erlaubt. Das gilt in seiner Anwesenheit wie auch für die übrige Zeit.
  17. Ich folge sorgsam diese Regeln und all jene die von mein Herr mir auferlegt werden.

Nicht alle Regeln sind auf sie gerichtet, es sind auch meine Pflichten dabei denn, wie schon mehrmals erwähnt, SM ist keine Einbahnstrasse.
Es gab natürlich Diskussionen darüber, insbesondere über Regel 17 🙂 Das ist doch ein Freifahrtschein…
Nein, ist es nicht denn es muss im Kontext betrachtet werden und ist auch nicht um sonst als letzte alle Regeln aufgelistet worden. Es geht um mein Ermessen der aber durch meine Pflichten (6 und 7) eingeschränkt wird.
Wir haben ein paar Beschreibungen angepasst und Sie hat die Regeln akzeptiert.
Ich erwarte nicht das alles von Anfang an klappt, eigentlich der Sadist in mir freut sich wenn nicht alles sofort klappt aber Sarah ist sehr folgsam und vorbildlich.

Beim ersten Spiel gab es noch keine Regeln und sie war gefangen zwischen „was mache ich eigentlich“ und „mach bloss nichts falsches“. Verständlich aber das führte zu fast kein Feedback, was nicht gerade toll ist wenn man jemand noch nicht kennt. Glücklicherweise, ihr Körper gibt sehr sichtbare Rückmeldungen.

Wie fordert man also Verbale Kommunikation? Hier kommen die Regeln ins Spiel…
Sie hatte bereits zwei wochenlang mit Regel 16 zu kämpfen, an sich kein Problem, ausser man hat mich als Dom der ein Ständig das Kopfkino ankurbelt. Ich weiss, ich bin gemein…
Doch zweimal durfte sie sich befriedigen während dieser Zeit. Ich bin auch fair, obwohl sie danach fragen musste.
Die zweite Massnahme um die Verbale Kommunikation anzukurbeln sind ein paar extra Regeln: „Du kommst nicht ohne danach zu bitten“ und „du bedankst dich danach“.
Es sind zwar Kleinigkeiten aber diese drei kleine Regeln und ein paar klatschen auf dem Arsch haben dazu geführt das sie plötzlich ‚was sagt.

Zugegeben, ich würde es auch ohne Worte merken wenn sie kurz vor ein Höhepunkt steht, ich höre sie aber gerne betteln 😉

Richtig oder Falsch?

Richtig oder Falsch?

Anfänger Subs stellen sich oft die Frage „wie kann ich es richtig machen?“ , denn sie möchten es ja auch richtig machen.
Sie verschwenden unheimlich viel Hirnschmalz beim überlegen wie sie was machen sollten, anstatt es einfach zu machen…

Mein Rat für alle Anfänger-Subs: macht es einfach, egal was, egal wie.*
Ein erfahrene Dom wird schon genug Geduld haben um euch zu zeigen wie er was will und/oder erwartet.
Lasst euch führen, euch auf neue Erlebnisse mitnehmen und euer Spass teilen.
Am Anfang ist besser wenn ihr euch konzentriert auf was ihr fühlt, auf euere Geilheit. Euer Dom weiss was ihm gefällt und er wird schon auf seine Kosten kommen.
Wichtig ist die Kommunikation danach. Was hat euch gefallen, was nicht, wie hat sich es angefühlt?
Ich weiss, die devote Neigung kann dazwischen funken mit „ich will ihm doch gefallen“. Lasst euch nicht täuschen, er wird seine Dominanz geniessen.
Für das „gefallen“ müsst ihr euch erst besser kennen. Diese Interaktion „von unten“ setzt voraus das ihr wisst das es gut ankommt.

Und was wenn der Dom auch ein Anfänger ist?
Dann ist die Kommunikation umso wichtiger. Ihr seid beide auf eine Erkundungsreise und nur der Austausch wird euch voranbringen.

Vergesst das „richtig oder falsch“, verschwendet nicht zu viel Zeit bei der Frage „gefällt ihm das“. Er wird euch das schon mitteilen.

 

* Ich setzte voraus das wir hier von Verantwortungsvolle Doms reden, jene die sich ums Wohlergehen der Sub kümmern.

Metamorphose

Metamorphose

Die Raupe bewegt sich langsam am Ast entlang.
Sie lauft an Flinke Ameisen und fette Käfer vorbei aber sie scheint kein Interesse zu wecken.
Das kümmert der Raupe nicht, sie hat ein Ziel und wird dies nicht aus den Augen lassen: ihre Metamorphose.
Die Raupe erreicht am Ast eine kleine Verzweigung und folgt die Anweisungen der Natur.
Sie lässt sich am Zweig hängen und fällt in ein scheinbare Schlaf.
Die Ameisen und Käfer laufen immer noch, kopfschüttelnd an ihr vorbei.
Es dauert eine Weile bis aus der Raupe ein Schmetterling versucht herauszubrechen.
Mit mühe und Beharrlichkeit, befreit sich der Schmetterling aus ihr vorherige dasein.
Er entfaltet die Farbenpracht der Flügeln und fliegt davon, in eine Welt jenseits von Ameisen und Käfer.

Unsere Subs sind wie Raupen die inmitten der Gesellschaft nach ihre Bestimmung suchen.
Andere können dieses Vorhaben nicht verstehen, geschweige denn unterstützen.
Unsere Subs brauchen Anweisungen um ihre Stellung zu finden und nur mit Beharrlichkeit können sie sich aus der Zwänge der Gesellschaft befreien.
Wenn dies geschieht verwandeln sie sich in etwas Wunderbar und können ihr Flug antreten.
Etwas das völlig an der Gesellschaft vorbei geht, fremd und unvorstellbar.
Und doch so wunderschön.

Ich befehle!

Ich befehle!

Eine D/S Beziehung ist eigentlich ganz einfach: ich befehle und du folgst.
Was aber wenn sie nicht folgt? Will sie eine Bestrafung provozieren? Will sie mich testen? Oder war mein Befehl nicht durchführbar?
Wohl nicht so einfach…
Doch, es ist einfach wenn man als Dom nicht vergisst das D/S keine Einbahn ist.
Es geht, wie bei jeder andere Beziehungsform um Kommunikation, und die muss nicht mal Verbal sein.
Es wird immer von „Sub Lesen“ gesprochen, aber es gibt ein andere Wort dafür der in unsere Kreise vermieden und totgeschwiegen wird: einfühlsam.
Bei alle Begriffe die ein Dominante beschreiben, kommt „einfühlsam“ sehr selten vor, sollte aber Pflicht sein.
Ein Dom der nicht einfühlsam ist, kann nicht nachvollziehen was in eine Sub vorgeht, er ist blind und taub.
Es ist Voraussetzung für ein Dom diese Eigenschaft zu haben, alles andere ist Missbrauch.

Die Versuchung ist gross in eine egozentrische Denkweise zu fallen und die Sub als Objekt zu betrachten und entsprechend zu benutzen.
Ein Objekt hat aber keine Seele, keine Gefühle und verliert keine Gedanken an das was mit ihm geschieht.
Bei aller Strenge und bei noch so ausgeprägter Dominanz, ein Dom sollte nie vergessen das grösste Geschenk zu würdigen: die entgegengebrachte Unterwerfung.
Es ist nicht selbstverständlich das eine Sub sich euch unterwirft, umso weniger das euch Respekt gebührt wen ihr kein Respekt anbietet.

Achtet auf wer sich euch zu Füsse wirft, das ist ein Befehl!

Sarah

Sarah

Sarah denk sie ist eine Anfängerin. Das denkt sie weil sie es bis vor kurzem noch nie wirklich erlebt hatte.
Aber sie hatte es schon unzählige male im Kopf durchgespielt und das ist ein hartes Training.
Ein Vorgang der Verwirrung mit Verlangen durchmischt, der die Seele beben lässt.
Da fehlt es nur an Ordnung, an jemand der dieser Knäuel ruhig und gewissenhaft auseinander fädelt.

Sarah ist keine Anfängerin. Sie kennt der Tanz, ist aber noch unsicher wie die Füsse sich bewegen sollten.
Sie braucht nur jemand der sie führt und sie in Pirouetten durch den Tanzsaal versetzt.
Dabei kann es schon mal schwindelig werden und es ist gut beraten jemand zu haben der halt gibt.
Sie strebt nach der Weltmeisterschaft aber es geht doch hauptsächlich um Spass zu haben.

Sarah ist nicht ihr wirkliche Name. Tagsüber ist deine Arbeitskollegin und die nette Nachbarin.
Wenn ich aber dieser Name ausspreche, zieht sie sich aus und macht sie sich bereit zum Tanzen.
Sie hebt ihre Hände und wartet darauf das ich ihr ein neuen Schritt beibringe.
Und danach verschwitzt und zitterig, lächeln wir uns an und freuen wir uns aufs nächste Tanz.

Freiwild

Freiwild

Ich hab ein kleines Experiment gestartet. Ich hab mich als Frau bei eine der grosse online SM Portale angemeldet.

Ich hab mich als 40 Jährige Verheiratete Frau ausgegeben und das ist meine Beschreibung:
„Nach reife Überlegung habe ich beschlossen doch ein Profil zu herstellen. Ich denke ich bin Devot und wahrscheinlich auch ein bisschen Masochistisch, da ich aber keinerlei Erfahrung habe kann ich es auch nicht so richtig einordnen.
Seid bitte gnädig zu mir…“

und was ich suche:
„Ich suche bevorzugt jemand erfahren und geduldig der mir behutsam die BDSM-Welt zeigen kann.“

Es ist zwei Tage her und ich habe bereits 45 Nachrichten und etliche Chat Anfragen bekommen. Mein erste Fazit?
Ich bin schockiert!

Ich wusste das man als Frau auf solch ein Portal als Freiwild angesehen wird, damit hatte ich bereits gerechnet.
Ich wusste auch das man als Frau mit eine Fülle an Profile mit Schwanzbilder konfrontiert wird (warum auch immer, ich verstehe das nicht).
Ich hab ein paar tolle Chats geführt mit echten Gentlemans (*) die wohl mein Profil gelesen und entsprechend artikuliert haben. Es waren aber nicht viele so…
Die meisten sind aber sowas von plump, arrogant, brutal oder ganz einfach doof…
Angefangen von „Na? Schon mal richtig in den Arsch gefickt worden?“ zu „Schluckst du oder hast du es lieber ins Gesicht?“ bis „Ich würde dich gerne drei Tage lang foltern“.
Auffallend bei der Chats war das es nicht lange dauerte bis die Frage kam: „Bist du rasiert?“ Das scheint echt ein Problem zu sein, keine Ahnung warum. Rasierer sind doch nicht ein Luxusgut…
Natürlich konnte auch nicht sowas wie „Zeig mir deine Fotze, du Schlampe“ und „Du Fickfleisch hast nur mir zu gehorchen!“ fehlen.
Spannend wurde als ich, ganz naive Fragen stellte wie zum Beispiel „Ich hab gelesen eine Devote muss man sich als Dominante erst verdienen, womit hast du mich denn verdient?“.
Ich erspare euch die Schimpftirade die ich zurückbekommen habe…
Es ist mir schon klar das die meisten Männer die mich angesprochen haben gar nichts, aber wirklich nichts mit BDSM zu tun haben, das ist sonnenklar.
Ich will auch dies gar nicht vertiefen, das ist leider die Realität auf SM Portale. Ich schäme mich als Mann und nicht als Dom über die Geschehnisse!

Ich bin ohne Internet aufgewachsen, angebaggert wurde klassisch an der Bar, in der Disko oder ganz einfach unterwegs und ich hab überlegt wie es damals gelaufen ist.
Es steckte definitiv mehr Mühe, eine gehörige Portion Taktgefühl, Kreativität und Selbstbewusstsein. Selbstverständlich habe ich eine Menge Körbe bekommen, natürlich wurde ich auch ignoriert und es lief nicht alles wie ich es mir vorgestellt hatte. Meine mittelmässige Leistungen von damals waren aber Oscar-Verdächtigt in vergleich zu was ich in diesen zwei Tage erlebt habe! Ich denke nicht das die gleiche Herren solche Sprüche an einer Bar benützen würden…
Das Internet verblödet, sagt man schon lange, nicht aber weil anstatt zu denken gegoogelt wird sondern weil jeglichen Hemmschwellen verschwinden und das Gehirn bis auf die lebensnotwendige Funktionen abgeschaltet wird.

Als Frau sich auf ein Portal zu melden erfordert nicht nur Mut sondern vielmehr Geduld und starke Nerven…
Kleinkinder-Erzieherin sind sicher in Vorteil im Umgang mit trotzige und nörgelnde.

Liebe Frauen, ihr habt all mein Mitleid und ich kann euch nur ein Rat geben:

Lauf Rehlein, lauf um dein Leben!

 

(*) Ich habe die Herren am ende der Chat aufgeklärt das ich ein Mann bin und das dies ein Experiment war. Die Gentlemans hatten voll Verständnis dafür.