Ich will gefallen

Ich will gefallen. Drei einfache Wörter und doch gar nichts daran ist einfach oder selbstverständlich.
Ich halte grundsätzlich sehr wenige Sachen für selbstverständlich, im Gegenteil ich mag wenn hinter eine Aussage oder Tat eine Motivation erkennbar ist.
Es braucht nicht viel aber ich mag wenn es eine persönliche Note dahinter steckt. Dann ist es wie ein Kompliment.

Es gibt sehr viele Sätze die man als Gefälligkeit oder Gewohnheit sagt. Auf ein „Wie geht’s?“ wird gar keine Antwort ausser „Gut“ erwartet. „Ich liebe dich“ wird inflationär benutzt und im BDSM Kontext kommt „mach mit mir was du willst“ oft vor. Das ist schön, das ist nett. Ohne die Begründung, ohne die Motivation bleibt es aber eben schön und nett.
Wenn Sub sagt „mach mit mir was du willst“ und du fragst „warum?“ und die Antwort darauf ist „weil ich dir gehöre und ich will gefallen“ dann weiss Dom das mehr als nur schön und nett ist. Bei der Möchtegern-Dom-Fraktion geht jetzt eine ab weil keine von denen versteht das dies keinesfalls selbstverständlich ist.

Klar, als Dom mag ich wenn Sub sowas sagt aber wenn „ich ich gefallen“ nicht nur eine leere Hülle ist sondern ein erstrebenswerte Ziel ist, dann ist Devotion tastbar.
Sarah ist ein Bündel an Devotion, sie muss es nicht mal aussprechen, sie ist es. Ich liebe alles daran.
Wir harmonieren sehr gut und diese drei einfache Wörter sind genau das: einfach. Einfach für Sarah weil sie es nicht als Mantra wiederholen muss. Einfach für mich weil ich es nicht nachfragen muss. Ich weiss das sie gefallen will und manchmal denke ich sie weiss gar nicht wie sehr mir das tatsächlich gefällt.

Ich will gefallen steht ihr ins Gesicht geschrieben. Sie muss es auch nicht aussprechen. Sie ist zufrieden wenn sie sieht wie ich grinse und das geschieht jedesmal.

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