halbwegs geschafft

Halbwegs geschafft

Die ersten drei Podcast Folgen von Inside-SM sind in die weite Welt rausgeschickt worden, es ist halbwegs geschafft…

Als die Idee entstand, muss ich ehrlich zugestehen, ich hatte keine Ahnung was alles dazu nötig ist um sowas auf die Beine zu stellen.
Ich hatte vor Jahren für ein renommierte Profi-Audio Hersteller gearbeitet und da hatte ich unter anderem mit Aufnahmestudios zu tun. Das hat mich fasziniert was alles hinter der Kulissen von eine CD- oder Live-Produktion abgeht. Nicht nur die Technik sondern auch die Magie wie man Töne aus der Luft einfangen kann, ohne dabei die Details und die Nuancen zerstören.

„Das ist doch nur ein Podcast“ werden manche sagen.
Richtig, das ist nur ein Podcast und keine Aufnahme der Berliner Philharmonie. Nichts desto trotz ich wollte kein „dahergerotzte“ Podcast machen. Ich habe schon Monaten vorher verschiedene Podcast angehört und meine ehrliche Meinung dazu ist das die meisten wirklich eine schlechte Qualität aufweisen. Das hat man davon wenn man mit ein PC und ein 20€ Mikrophon aufnimmt. Der Technik-Freak und Perfektionist in mir bekommt Pickeln davon…

Also habe ich mir im Verlies (Das ist mein Gewölbekeller den ich gerade als „Spielwiese“ umbaue) eine Podcast Ecke eingerichtet:
Ein Tisch
Ein Zoom Livetrak L8
Zwei Rode NT1-A Mikrophone samt Schwenkarm, Spinne und Pop-Filter
Ein paar JBL Control One Lautsprecher
Ein Class-D Verstärker
Eine menge Kabeln
Basotec Matten als Schallabsorber

Bin sehr zufrieden mit der Setup und die Qualität der Aufnahmen ist hervorragend! Bei 24bit und 48kHz Abtastrate ist alles kristallklar.
Leider…
Man hört eben alles, vom Wassertropfen bei Regen bis zur Kirchenglocken.
Ja, auch bei der drei ersten Folgen, wenn man ganz genau hinhört sind Geräusche im Hintergrund wahrnehmbar, zwar sehr leise aber doch da.
Das werde ich aber noch hinbekommen 😉
Hab eine ganze Menge Probe-Aufnahmen gemacht um herauszufinden wie das Mikro am besten platziert ist, Pegel abgestimmt, Filter eingestellt, Nachhall justiert, …
Dann war ich soweit, ist halbwegs geschafft, „Ich kann jetzt aufnehmen“ hab ich Stolz gedacht.

Was nehme ich denn auf? Uhm, so Folgen an 10 bis 15 Minuten Länge wäre gut. Nicht zu lang das es ein langweilige Monolog wird, nicht zu Kurz um nichtsaussagend zu sein. Themen bei BDSM gibt es genug, möglicherweise Interviews noch dazu. Hört sich nach ein Plan an.
Das ist aber kein Blog, wo man ein Text schreibt und locker 25 mal korrigieren und abändern kann… Es ist eine Audioaufnahme und das schneiden danach ist zwar möglich und machbar aber zeitaufwändig.
Um es in Zahlen zu fassen:
Für eine Folge von 15 Minuten werden etwa 25 Minuten aufgenommen.
Die extra 10 Minuten beinhalten gefühlte 23’549 Einatem-Geräusche, 5 Versprechen, 2’347 mal „ähm“, 6 mal Husten, 2 mal das falsche Mikro aufgenommen und 728 Pausen die zu lang sind…
Das alles wird mühsam nachbearbeitet und ausgeschnitten, dafür sind etwa 30 bis 45 Minuten pro Folge zu rechnen.
Die Folge ist denn Fertig und im entsprechende MP3 Format, mit Cover, Beschreibung, Tags und Nummerierung wird die an 14 verschiedene Podcast Platformen verteilt. Warum so viele? Keine Ahnung, ich hab einfach alles genommen was zur verfügung steht…

Also zusammengefasst habe ich für diese erste drei Folgen (inklusive Aufbau, Einstellungen, Probe, …) etwa jeden zweiten Abend im Februar aufgewendet. Klar, jetzt dauert das ganze nicht mehr so lange wie auch schon und mit der Zeit und Übung wird es einfacher.
In den zwei Tage seit Veröffentlichung wurde auf die drei Folgen 188 mal auf dem Blog zugegriffen, 68 mal via Twitter, 35 mal via Facebook und etwa 50 mal durch die verschiedene Podcast-Provider. Das macht nach Adam Riese 341 Aufrufe.
Ich war auf alle mögliche Reaktionen bereit: „Das ist scheisse“, „Lerne erst richtig Deutsch“, „Das geht am Thema vorbei“, „So kannst du nicht argumentieren“, …

Wollt ihr wissen was ich für Kommentare und Feedback effektiv bekommen habe?
4 Gefällt-Mir und 2 Kommentare (eine davon auf Twitter).
Echt jetzt?
Ein einzige Kommentar auf Twitter? Wo sonst jeder sein Senf dazu gibt?
Gut, immerhin habe ich bis jetzt auch kein negative Feedback bekommen.
Ich bin zufrieden, ist doch halbwegs geschafft…

Podcast

Podcast

Ich hatte es schon angedroht… Es wird ein Podcast geben.
Diese Woche geht es los und um euch darauf zu vorbereiten,
hier ein kleine Teaser:

Inside-SM Teaser

Stay tuned…

ADSWIDD?

ADSWIDD?

ADSWIDD? ist die Abkürzung für „Ach Du Scheisse Was Ist Das Denn?“
Die Rede ist von ein sogenannter „Sex-Date-Ratgeber für Frauen“ in JoyClub.
Habt ihr schon auf dem Link geklickt? Menno… Ich wollte euch erst warnen…

*** Update 28-2-2020:
JoyClub hat das ominöse Ratgeber vom Netz genommen.
Schade, es war eine guter Beispiel wie man es nicht macht.

Rezension:

Das Sex-Date-Ratgeber für Frauen ist, egal wie man es dreht und wendet, weder ein Ratgeber noch ist das für Frauen auch nur ansatzweise geeignet.
Es ist die in Worte gefasste Meinung von ein Chauvinist und Macho, und dazu wirft das ein unglaublicher Schatten auf alle Männer.
Die Redaktion sagt es sei „mit einem leichten Augenzwinkern“ geschrieben worden. Tatsächlich beim lesen hatte ich ein Zwinkern im Auge es war aber nicht weil ich es so amüsant fand…

Angenommen wir vereinfachen sehr stark und teilen die Männer in zwei Kategorien: die mit ein IQ grösser als 50 und die andere.
Nun, die mit Intellekt werden es lesen und reagieren mit ein „Gott sei dank bin ich nicht so“. Was ist aber mit den anderen? Die werden es auch lesen, wahrscheinlich zwei mal, damit auch alles durch die Hirnwindungen sickern kann, und die Reaktion wird sein „Ja Mann! Endlich jemand der sagt was Sache ist!…“
Mein Vorrat an Fremdschämen ist verbraucht…

Ich masse mir nicht an zu wissen wie Frauen darauf reagiert haben, ich hab aber die Reaktionen und Kommentare auf Federpeitsche und Annas Welt gelesen und das lässt erahnen wie im allgemein Frauen solch ein „Ratgeber“ aufgenommen haben…

Zugegeben, es ist gerade die 5. Jahreszeit aber das wo die JoyClub Redaktion eingetreten ist, ist kein Fettnäpfchen. Ich würde es eher Fetttrog nennen.
Etwas in der Art würde ich erwarten von eine Gruppe Single, untervögelte, frustrierte und bekiffte Männer aber nicht…
Gut, ich kenne die Redaktion ja nicht…

Ich habe aber auch eine paar ernsthafte Fragen.
Bin ich der einzige der denkt das ein „Sex-Date-Ratgeber“ nicht mal in der Bravo dazu beigetragen hat das die Sex-Dates besser geworden sind?
Ich weiss das seit Whatsapp & Co. es wird mehr getextet als geredet, aber ist unsere Zivilisation schon soweit das wir auf Date-Ratgeber angewiesen sind?
Oder zusammengefasst im Klartext: ADSWIDD?!

Niemand verlang das JoyClub Alice Schwarzer als Lektorin einsetzt aber eine etwas kritischere Betrachtung würde definitiv nicht schaden.

巨乳 縛り

巨乳 縛り

巨乳 縛り?
きんばくの私の日本の友人を歓迎します

Was man nicht alles macht für die Völkerverständigung… *
Es freut mich natürlich wenn Japanische Liebhaber der feine Kunst der Verschnürung zu besuch kommen. Ich stelle mir die Kommunikation ein bisschen schwierig vor aber ich lasse nichts unversucht 😉

* 巨乳 縛り heisst soviel wie „Dicke Titten gefesselt“ und ist aufgetaucht unter der Liste der meistgesuchte Wörter.

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen frohe Weihnachten!
Hoffentlich habt ihr auch schöne Geschenke unterm Baum die ihr auspacken könnt 😉

Happy Birthday 5

Happy Birthday 5

Happy Birthday to you…
Leute das ist der blanke Wahnsinn!
Seit 5 Jahre folgt ihr mir hier und dafür danke ich euch alle!

Das Ganze nur mit Statistik zu beziffern wäre nicht gerecht.
Ich hab durch mein Blog tolle Menschen getroffen, online wie auch im realen Leben und das kann man nicht in Zahlen fassen.

Nichts desto trotz hier die Eckdaten:
321 Beiträge
257’352 Aufrufe
55’119 Besucher
1’217 Follower

Ich weiss das ich in letzter Zeit nicht so viel geschrieben habe, leider.
Wie immer im Leben muss man Prioritäten setzen und in Moment ist der Ausbau der Spielraum wichtiger.
Ich bin aber etwas für 2020 schon am vorbereiten der mein Auftreten persönlicher machen wird: Podcast, also nicht nur lesen sondern auch hören.
Wie gesagt ich muss noch einiges erledigen bis ich „On Air“ gehen kann aber voraussichtlich ab März werde ich auf die übliche Podcast-Platformen (und natürlich auch hier) zu hören sein.

Nochmal danke für eure Unterstützung, ihr Perversling.

1. Advent 2019

1. Advent 2019

Da ist es schon, der 1. Advent.
Draussen wird es langsam kalt und die Nächte kommen früh.
Es ist die Zeit wo Katzen und Sub sich nach Nähe und Wärme sehnen.
Ruft also ruhig „Miez, Miez…“ und seid gespannt wer wohl als erste sich an eure Beine anschmiegt…

Ich liege auf dem Sofa

Ich liege auf dem Sofa und höre Thirty Seconds to Mars.
Eigentlich höre ich gar nicht zu, ich kenne das Lied und ich muss nicht zuhören, ich lasse es einfach geschehen. Die Augen habe ich geschlossen und meine Gedanken kristallisieren sich in Bilder. Es ist wie wenn man in die Sonne kurz schaut und dann diese helle Flecken im Sichtfeld herumtanzen. Du kannst sie nicht wegschütteln. Ich will sie nicht weg haben.
Du bist vor mir, nackt und geschnürt wie ein Packet. Du kannst dich kaum bewegen aber du tuest es trotzdem, um mich entgegen zu kommen.
Ich klatsche laut auf dein Arsch, was deine Haut sofort Farbe wechseln lässt und ich grinse dabei. Ich sehe wie mein Grinsen dich lächeln lässt.

Ich liege auf dem Sofa während du in meine Gedanken den Ballgag voll sabberst. Deine Finger versuchen etwas zu fassen, mich zu berühren aber ich lasse es nicht zu. Mit eine Fingerspitze fahre ich deine Kurven entlang, du zitterst unter meine Berührung und dein Blick schreit „fick mich, bitte!…“ Ich mag es wenn du bettelst. Es ist noch zu früh, ich will dich geniessen, ich will das du das geniesst. Mein finger sucht deine Nässe und trotz Gag, deine Laute wechseln sich ab zwischen Lust und Verzweiflung. Ich mag beides.

Ich liege auf dem Sofa und geniesse meine Gedanken und wie du darin Platz einnimmst. Wir spielen ein fieses Spiel der uns beide gefällt.
Ich lass dich leiden um dir Freude zu bereiten und du leidest genussvoll, um mich Freude zu bereiten. Ich lasse meine Augen zu und treibe wie Schwemmholz auf diese wohlige Gedanken.

Ich liege auf dem Sofa, das Lied ist vorbei und mein Smartphone macht sich bemerkbar. Eine Nachricht von dir: „Ich bin von den Ferien zurück“
Schade du kannst mein Grinsen nicht sehen…

Ich war beschäftigt

Ich war beschäftigt. Mit dem Geschäft, der Weltpolitik, der Mondlandung und mit mir. Ist schon eine Weile her seit mein letzter Beitrag und ich entschuldige mich dafür. Nein, kein Anzeichen eine Midlife-Crisis, ich hab mit 50 erst ein Drittel meines Lebens hinter mir 😉
Mich beschäftigen aber die Extremen, in guten so wie in schlechten Sinn.

Wo sind all die „aber“ geblieben?

„Ich esse Fleisch nur einmal pro Woche“ war ein Satz der vor 10 Jahren Vegetarier sympathisch war. Heute nicht mehr, entweder du isst Fleisch oder du lasst es sein.
Früher gab es mehr als zwei Standpunkte und oft war ein „ich bin nicht ganz deiner Meinung aber…“ der Schlüssel zur eine Einigung. Es war alles andere als einfach. Man musste für den eigene Standpunkt stehen und kämpfen, es war eine ständiges ringen um ein Kompromiss zu erzielen. Wir haben aber gut damit gelebt denn am Schluss gab es ein Konsens, das was heute noch kaum zu erreichen ist.
Heute ist anders. Du musst entweder dafür oder dagegen sein, klare Kante zeigen und mit ein einzige „aber“ ziehst du sofort ein Shitstorm auf dich.
Noch nie war es einfacher als heute Position zu beziehen. Was nicht heisst das es heute besser ist… Es findet eine Polarisierung auf alle Ebene statt und ob du willst oder nicht, du musst dich immer für eine der zwei Pole entscheiden. Egal bei was, EU, Seenotrettung, Homo-Ehe, Klima, Essen, Sport, Politik …
Entscheide dich!
Es wird nicht mehr vernünftig diskutiert, argumentiert, gestritten. Es ist so, punkt! Die andere Meinungen interessieren nicht mehr, die werden nicht verwendet um ein Bezug aufzubauen. Was auch immer die andere Seite sagt ist falsch, populistisch, Fake-News oder ganz einfach doof. Da ist keine Platz mehr für „aber“. Das ist auch nicht mehr nötig denn du musst dich nicht mehr lange mit Meinungen beschäftigen, dein soziale Blase sagt dir schon was du zu meinen hast.
Ich war beschäftigt mit der Frage ob wir jemals aus dieser Situation kommen werden, ob wir die mittlerweile riesige Distanzen jemals wieder überbrücken können.

Internet: Fluch und Segen

Überall wird die Digitalisierung vorangetrieben und ich bin an der Front was dan angeht. Das Internet stellt uns alle Informationen die wir wollen. Wir machen das aber nicht… Wir suchen nicht die Informationen die wir wollen sondern konsumieren die die uns vorgesetzt werden. Algorithmen bestimmen was wir für Informationen bekommen, das schlimme daran ist aber das wir das nicht mal mehr merken. Wir surfen das Internet wie beim Fernsehen: wir zappen durch Spartenkanäle und bleiben hängen wenn etwas halbwegs vernünftig erscheint. Wir können mit eine Fingerbewegung jederzeit frei kommunizieren, senden aber Katzenvideos und Memes die zwar niedlich sind aber richtig ausgedrückte Emotionen nicht ersetzen können. Ich war beschäftigt mit der Hektik unsere Zeit, mit dieser ungeduldig sein der all zu oft zur Gleichgültigkeit führt. Wir sind mehr oder weniger unbewusst alle Tinderdisiert worden: wenn es nicht passt wird drüber gewischt und es geht weiter. Wir kommunizieren mit Abkürzungen die eher Maschinenkode gleichen oder werfen uns gegenseitig aufgenommene Sprachnachrichten nach, ohne dabei ein Dialog aufbauen.

Verschwörungszeitalter

Nichts ist so wie es scheint! Wir sind alle betrogen worden von unsichtbare Mächte die in dunkle Kammern ganz geschickt unsere Schicksale bestimmen… Die EU, die NATO und sogar die Macher der Sesamstrasse sind alle Schurken die in verborgen nur ein Ziel verfolgen: uns alle zu ersetzen!
Ehrlich Leute, habt ihr Matrix auf LSD angeschaut? Es kommt oft vor das ich bezweifle das wir die Krönung der Evolution sind…
Die Mondlandung wurde vorgetäuscht. Uhm… ok aber wofür?
Die europäische Völker werden durch angebliche Flüchtlinge ausgetauscht. Echt? Und was dann?
Sind wir so denkfaul geworden das wir uns nicht mal mehr die Mühe geben zu hinterfragen was wir aufgetischt bekommen? Ich war beschäftigt mit der Frage ob ich die Spinner die an solche Theorien glauben einfach ziehen lassen soll oder ob ich dagegen steuern sollte. Wahrscheinlich ist das genau die Einstellung die überhaupt Verschwörungstheorien ermöglicht: die werden nicht ernst genommen. Ich muss zugeben, als rationaler Mensch wehrt sich mein Vernunft diese Stufen herab zu laufen. Es ist oft schwierig nicht in Schreie auszubrechen bei der Versuch ein Dialog aufzubauen. Mein Gehirn kuschelt sich in Logik und Fakten und reagiert allergisch auf nichtzusammenhängende Firlefanz…

Tolerierte Intoleranz

Wir schauen weg viel zu oft. Manche aus Feigheit, andere aus Bequemlichkeit, die Mehrheit aber aus Desinteresse.
Alles wird extremer aber wir machen nichts dagegen, wir meiden der Dialog denn es könnte zum Streit eskalieren. Na bitte! Ich will streiten, ich möchte verstehen wie man solche Extreme erreicht.
Wer sehen will was es heisst Dialog und Streit konsequent aus dem Weg zu gehen muss nur CDU und SPD unter die Lupe nehmen. Zwei Parteien die in laufe der Zeit immer mehr zu „wir sind für alle da“ und jetzt irgendwo in eine undefinierbare Mitte schwimmen. Es wird viel gelabert ohne viel zu sagen, damit auch ganz sicher niemand brüskiert wird. Beide streiten sich über ein „Wie“ ohne auch nur im entfernteste über das „Was“ zu diskutieren. Das endet aber nicht bei der Parteien…
Es wird im allgemein über Positionen gekämpft anstatt über Inhalte, alles wird auf ein einfache „dafür“ oder „dagegen“ minimiert.
Und für die die darauf gewartet haben was das ganz mit BDSM zu tun hat:
Ja das gilt auch in unsere Kreisen! Es sind die Stinos gegen die Kranke und Perverse. Es wird an jeder Ecke stigmatisiert und in Schubladen gesteckt.
Eine schleichend wachsende Intoleranz breitet sich unter uns alle und das ist auch das einzige was wir noch tolerieren: die Intoleranz an sich.
Ich war beschäftigt mit dieser Stumpfheit.

Das Leben besteht nicht aus Schlagzeilen

Die Schlagzeilen sind wichtig um unsere Aufmerksamkeit zu wecken, wichtig ist aber die ganze Geschichte zu lesen. Wir werden alle zu Extremisten wenn wir alles auf ein Satz reduzieren, wenn wir das „warum“ vergessen zu hinterfragen. Das Resultat sind Horden von Zombies die durch die Welt ziehen, nickend zu der Propaganda-Parolen der jeweiligen Strippenzieher. „Spontan“ treffen sich zu Flashmobs und wie Papageien wiederholen sie die Sprüche die sie eingetrichtert bekommen haben. Nicht überlegen, geh einfach mit der Masse…
Ja, ja, ich hör mit dem Sarkasmus auf… Du hast mich schon verstanden, ich bezweifle das dies der richtige Weg ist und selten gibt es für komplizierte Probleme einfache Lösungen. Aber was weiss ich schon…
Ich war einfach damit beschäftigt.

Mein Fokus

Mein Fokus

Ich stehe hinter ihr und sie ist mein Fokus, ich achte auf jede kleinste Bewegung. Die Position wie sie da steht ist nicht ganz korrekt: die Ellbogen sind zu weit vorne und die Beine sollten ein bisschen gespreizter sein. Das ist mir aber in diesen Moment absolut egal. Ich sehe wie sich bei jeder Atmung ihre Brüste heben und senken und ich warte auf den richtigen Augenblick. Mit ein Finger berühre ich sie am Bauch. Sie zuckt kurz aber lächelt als ich mit der Fingerkuppe beginne ganz zart über ihre Haut zu gleiten. Ich zeichne Kreise auf ihre Haut als ich mich um sie drehe. Ich kann ein Lächeln nicht unterdrücken als mein Finger über ihre Hüfte kommt und sie unkontrolliert nach Luft schnappen lässt. „Das ist meine erogene Zone“ sagte sie als wir nach ein Spiel nebeneinander im Bett lagen.

Das ist eine ihre erogene Zonen, habe ich mittlerweile herausgefunden. Während ich fasziniert zuschaue wie die Nippel ihr Atemtanz begleiten, lass ich mein Finger auf halbe höhe zwischen Bauchnabel und Scham kreisen. Sie enttäuscht mich nie: prompt atmet sie schneller und ihre Beine zittern. Sie ist mein Fokus, ich verpasse nichts an ihr. Das ist Lust und Tortur zugleich für sie, eine bittersüsse Qual und wir geniessen es beide gleichermassen. Ich stell mich direkt hinter sie und als sie mich spürt, streckt sie mir ihr Arsch entgegen. „Nicht bewegen“ flüstere ich ihr ins Ohr und ich sehe wie die Mundwinkel sich bewegen als sie überlegt ob sie meine Anweisung befolgen soll oder nicht. sie weiss was das für Folgen hätte… Ich unterbreche diese dan.net/2017/01/24/gedanken/">Gedanken in dem ich ihre Nippel kneife und mein Fokus ist auf ihre Zehen die sie unbewusst spannt.

Ich fasse ihre Brüste und während ich sie sanft massiere spüre ich wie sie mir den Arsch wieder entgegen streckt. „Ich sagte nicht bewegen“ sage ich leise und lasse eine Hand hoch zu ihren Hals gleiten. Sie lächelt kurz frech um danach sie die Lippen zu beissen als ich der eine Nippel zwischen meine Finger drehe. Ich verpasse gar nichts, sie ist mein Fokus.
„Was soll ich mit dir machen?“ sage ich leise als ich ihre Brust loslasse und meine Hand langsam nach ihre Scham sich bewegt.
„Was immer Sie wollen, Sir“ antwortet sie grinsend.
Sie ist mein Fokus, mein Geschenk.

Danke an gsphoto und MuseMara von DeviantArt für das Foto!

Ein Jahr danach

Ein Jahr danach

Ich bin kein Fan von Retrospektiven, „ein Jahr danach“ solle auch keine sein. Und überhaupt ist schon länger als Jahr her als Sarah meine Bühne betreten hat und mich als Dirigent genommen hat.
Ich könnte jetzt wie ein Lehrer und ihr Noten geben. Das wäre aber nur ein punktuelles Betrachten und würde kein Gesamtbild hergeben.


Aller Anfang ist schwer

Ich weiss noch wie es angefangen hat, mit sehr viele Fragen die entweder sehr leise oder unausgesprochen blieben. Eine schüchterne und unsichere Sarah die im Raum stand und nicht wusste wo sie ihre Hände hintun sollte.
Das war einmal…
Die Sarah die ich heute begegne ist eine Selbstsichere devote Masochistin. Eine die keine Sorgen mehr hat über das was ich mit ihr machen werde, sonder mich mit ein breites Grinsen begrüsst. Die Schüchternheit war schon reizend, muss ich zugeben. Diese „ich freue mich auf dich“ Grinsen ist aber nicht zu übertreffen, auch wenn es von Zeit zu Zeit frech sein kann… Das ist aber ok, ein bisschen Frechheit ist erfrischend, oder rot glühend, je nach Sichtpunkt 😉
Auch eine Sub darf mal zynisch oder sarkastisch sein, vorausgesetzt sie (er)kennt und nicht überschreitet die magische Grenze wo es plötzlich respektlos wird. Schliesslich dreht sich doch alles um Vertrauen und Respekt und solange keine diese Kreise verlässt ist alles im lot.


Die Reise geht weiter

Es war und bleibt eine schöne Reise für uns beide, obwohl sie anfangs Bedenken hatte mir würde es schnell langweilig. Weil sie neu dazu gestossen ist und ich schon viel mehr Erfahrung habe… Eine Vorstellung die mir nicht neu ist und das ich immer wieder widerlegen muss. Es gibt kein „oh, das kenne ich schon“ für mich, weil auch wenn ich etwas schon früher ausprobiert habe, das Resultat und die Reaktion immer anders ausfallen.
Im Gegenteil es ist sehr spannend zu beobachten wie die von mir erwartete Reaktion doch nicht zutrifft. Es hat sogar zu Missverständnisse geführt. Ich sagte mal „du überrascht mich immer wieder“ und sie dachte ich wollte sie nur anspornen. Das ist tatsächlich oft überraschend wie sie auf meine „Aufmerksamkeiten“ reagiert. Auf eine positive Art.


Die Grenzen sind fliessend

Es ist auch spannend wie sich die Grenzen ein Jahr danach verschoben haben. Ich weiss noch heute wie sie das erste mal ein Versuch von mir (Ich werde nicht sagen was, ein Gentleman geniesst und schweigt) mit ein „ich glaube es geht gar nicht“ quittierte. Heute kann sie nicht genug davon bekommen 🙂
Was ich aber eindeutig merke ist wie sie mir heute blind vertraut. Das ist die Quelle des Grinsen, dieses „ich weiss es wird mir gefallen, egal wie schmerzhaft es ist“ (ja, ja, Masochistin eben…), gemischt mit „und ich weiss du wirst auf mich achten“. Früher war da oft ein kurzes Zögern, weil das Köpf sich doch noch eine Meinung bilden musste. Ein Jahr danach ist kein Zögern mehr da. Intuitiv und vor allem bewusst weisst sie das ich ihre Grenzen respektiere, die besprochene und die die erst im Spiel zum Vorschein kommen.


Der Weg bleibt das Ziel

Ich freue mich auf alles was noch kommen wird auf diese gemeinsame Reise. Am Anfang dachte sie ich wüsste bescheid wohin diese Reise geht, das ich sie gezielt führen würde. Mittlerweile weiss sie aber das es gar kein Ziel gibt, ich denke sie ist sogar froh darüber. Es ist eine Entdeckungsreise die nur zu zweit funktioniert. Es wäre eine Schande Sarah nach irgendwelche Vorstellungen biegen zu wollen. Ich mag sie so wie sie ist, ich lasse sie sich entfalten.
Was wird noch kommen? Ich weiss es nicht aber jedesmal wenn sie kniend auf mich wartet und voller Vorfreude grinst, weiss ich das der weg weiter geht.

Wie weit ist zu weit?

Wie weit ist zu weit?

Wie weit ist zu weit?
Ich habe vor kurzem ein relativ alte Artikel in Vice gelesen und dabei ist mir fast schlecht geworden. Es geht um „Ich bin über Tinder in die BDSM-Szene gerutscht – und habe da total versagt“ vom 16. September 2015.
Die Helena Bühnemann beschreibt ihre Begegnung mit ein Dom den sie über Tinder gefunden hat und (mit recht) verloren.
Ich würde Tinder nicht mal aus Verzweiflung benutzen aber offenbar ist Oberflächlichkeit kein Problem für die Generation-Y.
Oberflächlichkeit ist definitiv ein Problem wenn es im einen Satz mit BDSM erwähnt wird…
Vielleicht ist die Helena extrem Naiv oder gutgläubig, ich hoffe sie hat daraus gelernt.

Es ist unser erstes Treffen. Er steht auf, stellt sich hinter mich und legt mir ein schwarzes Lederhalsband mit silbernem Ring an.

Sexy oder? Ein Halsband zu bekommen ist nicht alltäglich, beim erste treffen schon gar nicht und vor allem nicht wenn es in aller Öffentlichkeit bei ein Italiener am Münchner Goetheplatz geschieht. Nennt mich altmodisch und Traditionalist aber, abgesehen davon das ich niemals beim erste Treffen in ein Restaurant ein Halsband rauszucken würde, ausserhalb einen Spiel ein Halsband zu tragen bedeutet „Ich bin sein Eigentum“.
Ein ziemlich gewagte Schritt für das erste Treffen aber wenn sie darauf besteht…

Tut sie nicht. Sie ein Neuling oder wie sie sich selber beschreibt „ein unbeschriebenes Blatt“. Sie hat angefangen ihre Gelüste und Fantasien in der Theorie zu erforschen, auf reizende dan.net/2017/01/24/gedanken/">Gedanken Antworten zu suchen.
Natürlich herrscht am Anfang Verwirrung und BDSM ist sicher eher durch Klischees als durch Tatsachen definiert.

Ich bekomme ein Kribbeln im Bauch, wenn ich mir vorstelle, gewohnte moralische Prinzipien für eine Zeit hinter mir zu lassen und einen Raum zu betreten, in dem zwar Respekt herrscht, aber eben auch krasse Hierarchie und blanke Brutalität.

Blanke Brutalität? Da lauft ‚was falsches…
Brutalität hat nichts bei BDSM zu suchen, das kann sie aber nicht wissen.
Noch nicht…
Immerhin hat sie mit ihren (noch) virtuelle Dom zwei Monaten lang Mitteilungen ausgetauscht. Das finde ich doch vernünftig.
Unvernünftig ist entgegen was dieser Dom macht:

Nach ein paar Nachrichten fordert er mich auf, ihn „Herr“ zu nennen.

Jede erfahrene Sub würde spätestens nach solch eine Aufforderung die Reissleine ziehen!
Sie hat aber keine Erfahrung und beugt sich…

Ich schreibe meinem Dom, dass ich ihn treffen will. Er lädt mich sofort auf eine Party ein.

Ich kann nicht oft genug sagen das ein erste Treffen unter Läute stattfinden sollte, damit meine ich aber keine BDSM-Party…
Ich höre ein Echo in mein Kopf als ich das lese: „wie weit ist zu weit?“…

Als gute Gentleman bezahlt er das Essen. Er führt sie danach Shoppen, denn sie braucht doch etwas passend für die Party. Eine Korsage, ein Latexrock und 14 cm High-Heels.

Das macht 347,70 Euro“, sagt die Brünette. Er zückt vier Hundert-Euro-Scheine aus seinem Portemonnaie, nimmt die Tüte in die eine Hand, fasst mit der anderen nach meiner und wir verlassen den Laden. „So Kleines, jetzt fahren wir ins Hotel.

Wie grosszügig von ihm. Oh warte, hatte er „Hotel“ gesagt?
Wo ist die Reissleine schon wieder?…
Im Hotelzimmer macht sie ein Fehler (das haben Neulinge an sich) und wird gleich mit eine Ohrfeige bestraft. Ein strenger Herr eben…

Aus mir unerfindlichen Gründen muss ich grinsen. Meine Wange pocht, aber ich platze vor Neugierde auf das, was jetzt kommt. Er setzt sich vor mich aufs Sofa, reißt meine Brüste aus dem tiefen Ausschnitt meines Kleides und fängt an, sie zu schlagen. Er kneift meine Brustwarzen. Es tut furchtbar weh. Mir schießen die Tränen in die Augen und ich lege meine Stirn in Falten.

Das kann ich gut nachvollziehen, ihre Devotie und masochistische Neigung erleben grade was sie bis jetzt nur davon phantasiert hat, die Theorie weicht und lässt erlebtes rein.

Seine Stimme wird sanft: „Hey Kleines, guck nicht so sorgenvoll. Es ist alles in deinem Köpfchen. Nur in deinem Köpfchen. Lächle, genieß es.“ Mir ist schleierhaft, wie das gehen soll, aber ich hatte versprochen, alles zu geben.

Geniess es? Echt jetzt? Wie wäre es zu fragen wie es sich anfühlt oder was ihr durch den Kopf geht? Schliesslich ist ihr erstes mal.
Und Helena, Stolz hin und Versprechen her, willst du wirklich alles geben oder gar zu viel erlauben?
Es kommen noch Nippelklemmen und ein Rohrstock zum Einsatz, nicht gerade ein sanften Anfang…
Nach eine heftige Portion Spanking hat sie genug: „Ich kann nicht mehr, Herr.“
Seine Antwort darauf ist wieder sehr aussagekräftig: „Jetzt schon?“
Denk an die Reissleine Helena…
Immerhin lässt er von ihr und es wird gekuschelt.

Nach ein paar Stunden ist die Party an der Reihe.
Hier werden alle Klischees erfüllt: ein Keller, Fetisch-Outfits, Gyno-Raum, Klassenzimmer, Latex, Leder und alle dazugehörige Fetische.
Beim Klassenzimmer bleiben sie stehen

Er zieht meinen Rock hoch und schlägt zu mit ein Lineal. Zack. Au. Zack. Aua. Zack. Auuuuuu. „Wie laut kann ich eigentlich schreien, Herr?“ „So laut du willst. Je lauter du schreist, desto mehr Zuschauer haben wir.“ Das möchte ich vermeiden. Und leide nun stumm.

Zuschauer ist alles was ein Neuling will, natürlich. Sie kommt zwar noch nicht mit der eigene Gedanken klar aber Zuschauer ist sicher ihr erster Wunsch!
Wie weit ist zu weit?…

Er guckt sich im Raum um. „Und, fühlst du dich dazugehörig?“ Ich antworte: „Ich fühle mich wohl, aber nicht dazugehörig.“ Dann sieht er mir direkt in die Augen: „Noch nicht dazugehörig, Kleines.“

Er tut wirklich alles damit es auch so bleiben wird!
Reichlich spät beginnt sie zu erkennen das alles unter Sparte „Too much“ geht. Viel zu viel, viel zu schnell, viel zu hart, einfach zu viel.

Alle BDSMler, mit denen ich mich unterhalten habe, sprachen von einer Art Erweckungserlebnis. Einem Aha-Moment, in dem plötzlich alles klar war. In dem ihre Vorliebe plötzlich einen Namen hatte. Diese Welt fasziniert mich, aber ich habe dieses Erlebnis einfach nicht.

Sie hat ein andere Aha-Moment als sie zusieht wie ein Dom ihre gefesselte Sub mit eine Peitsche harsch bearbeitet. Wie sie selber beschreibt „Die beiden sind vollkommen beieinander“ und das ist auch richtig so. Sie wird aber einfach überwältigt von der Härte der Peitschenhiebe und von der Schreie der Sub. Schwierig mental zu kombinieren das dies gewollt und freiwillig geschieht, das dies nichts mit Brutalität zu tun hat.

Ich sage meinem Dom, dass ich nach Hause will.

Ja Helena, das ist dein gutes Recht. Schade das jemand so wenig Empathie zu Tage bringen kann wie dein „Dom“. Schade das du an so jemand geraten bist. Die Antwort auf ihre Aufforderung ist zwar richtig aber absolut zu spät:

Ist dir das zu heftig? Kleines, er macht das, weil sie’s will und weil sie’s verträgt.

Ist ja recht und gut aber man hätte sie auch sanfter anpacken und heranführen können…
Sie hat verständlicherweise mehr als genug und will nur noch weg.

Er bringt sie nach hause und vor ihre Türe beweist er einmal mehr das er seine Berufung voll verfehlt hat:

Ach, und Kleines: Trag heute Nacht dein Halsband.

Sie gibt ihm eine Kuss auf die Wange, geht die letzten Meter auf ihre Mörderschuhen, betretet die Wohnung und zieht sie aus.
Sie macht das was jeder Sub in solch eine Situation machen würde:
Sie legt das Halsband ab.

Wirklich schade das es so enden muss, noch tragischer das es überhaupt so anfangen soll.
Wie weit ist zu weit?
Ich hoffe jeder der Helenas Geschichte liest kann sich in sie hineinversetzen und einigermassen nachvollziehen was sie durchmachen musste.

Bild und Ausschnitte sind aus dem original Vice Artikel
Ich bin über Tinder in die BDSM-Szene gerutscht – und habe da total versagt

Oh-Stern

Oh-Stern!

Und? Freut sich euere Häsin schon auf das kommende Oh-Stern?
Ja, ja, das ist kein Tippfehler sondern extra so geschrieben.
Wer weiss schon heut zu tage wofür überhaupt Ostern da ist?
Das sind doch Feiertage die etwas mit Schokolade, Eier und Hasen zu tun haben…
Eben, das dachte ich mir schon, daher überspringe ich das Religiös belehrende Teil und geh direkt zur skurrile Realität.

Oh-Stern ist ein hochoffizielle BDSM-Feiertag, das wurde vor langer Zeit (am 18. April 2019) beschlossen und niedergeschrieben.
Die Tradition will das an diesen Tagen die Subs sich nur hoppelnd bewegen dürfen und das jeder Missachtung durch ein kräftige Schlag auf dem Arsch (das runde Körperteil der traditionell mit ein flauschiges Pommel-Plug geschmückt ist) bestraft wird. Das entlockt meistens ein „Oh“ und die Sub für ein kurzen Augenblick sieht Sternen. Daher heisst es Oh-Stern.
Gemäss der Brauchtum, geht die als Häsin verkleidete Sub auf Eiersuche und liebkost dieser mit Mund und Zunge wenn sie sie gefunden hat.
Die Überlieferung ist nicht eindeutig dabei ob der Dom seine Eier sofort anbieten soll oder ob die Häsin dafür zuerst betteln muss…
Da Doms von Natur aus gerne geben, wird die Häsin mit eine symbolische Karotte für das Eierlecken belohnt.

Der aufmerksame Leser fragt sich jetzt wo die Schokolade bleibt.
Nun, die wird traditionell als Dessert nach dem Eierlikör serviert.

Frohe Oh-Stern!

Bist du eine strenge Lady?

Bist du eine strenge Lady?

Für 500 CHF kannst du herausfinden ob in dir eine „strenge Lady“ schlummert. Das ist dir zu viel? Dann lass dir das doch schenken.
Das ist (leider) kein Witz sondern ein konkrete Angebot bei geschenkidee.ch.
Zwei Stunden Beratung beim Seminar „Fifty Shades of Domination“ haben eben ihren Preis, besonders wenn eine „Lifestyle Domina“ die Beratungsrolle übernimmt…
Wer schenkt sowas?
Die Freundinnen weil es sich „so verrucht“ anhört? Oder sind das seine Kumpels die ihm ein Streich spielen möchten? Aber die brennende Frage ist: kann man so ein Seminar von der Steuern abziehen als „Weiterbildung“?
Ihr lacht vielleicht jetzt aber das ist kein Einzelfall. Überall spriessen solche Angebote, als Kurs, Seminar oder Workshop. Eine amerikanische Seite wirbt sogar mit „You can also bring in your own alcohol!“.

Wie soll ich mir das vorstellen?
„Schatz ich gehe jetzt zum Workshop, du weisst ja… Mach dich schon mal bereit weil wenn es mir gefällt, wenn ich wieder da bin werde ich dir dein Arsch versohlen.“
Dann bleib doch zuhause, versohl ihm sein Arsch und wenn euch beide das gefällt mach doch direkt weiter…
Muss man wirklich ein Seminar besuchen um herauszufinden ob man eine „strenge Lady“ ist? Wohl kaum…

Ladies, streng oder nicht, ich helfe euch das Geld zu sparen.
Es gibt einfachere und günstigere Wege euere eventuell vorhandene Neigung zu erforschen:

Schliess die Augen und stell dir vor wie er auf alle vier vor dir liegt und wie du sein Arsch, mit dem Teppichklopfer deine Tante Ingrid, zum glühen bringst. Na? Mach dir das an? Wenn ja, hast du gerade 500 CHF gespart: du bist eine strenge Lady!

Nun solltest du herausfinden ob er auch mitmacht, das ist keine Selbstverständlichkeit…
Wenn er dich das nächste mal beim Kochen besucht, wackle mit dein Arsch um ihn auf Touren zu bringen aber probier doch gleich der breite Holzkochlöffel auf sein Arsch. Ist er in der Küche geblieben? Ich gratuliere, der Spass kann beginnen…
Falls nicht, du kommst leicht aus der Situation mit „Lass mich fertig kochen, sonst brennt alles an…“

Ok, du kannst nicht kochen, es soll vorkommen.
Beim nächsten Netflix Abend, wenn es anfängt zu knistern und er seine Hand auf dein Knie stellt, schau ihn direkt an und sag „weisst du was mich jetzt anmachen würde? Wenn du auf alle vier nach Sex betteln würdest.“
Macht er das? Ok, dann weisst du bescheid.
Wenn nicht: „Aber ein Glas Prosecco würde auch gehen…“

Keine Ursache, gern geschehen 🙂
Wenn du keine Kochutensilien missbrauchen willst gibt es hier passende ersatz.
Oh und fragen kostet auch nichts, entweder hier unten als Kommentar oder diskret über die Kontaktfunktion

Deviant

Deviant

Ich bin deviant, ich weiche von der gesellschaftlichen Normen ab.
Klar, ich bin ein dominante Sadist und das ist sicher nicht was Herr Müller und Frau Meier als „normal“ bezeichnen. Ich bin immer bemüht BDSM aus der schmutzige Ecke der Gesellschaft zu ziehen und zu zeigen das wir nicht alle Krank sind, ich mach mir aber keine Illusionen: Ich werde nicht alle überzeugen können. Deswegen schlafe ich aber nicht schlechter 😉

Diskriminierende Deviant Vergleich

Ich hab vor ein paar Tage ein Bericht auf ZDF-Info gesehen: Milliardengeschäft Porno – Gefahr aus dem Internet
Das die Porno-Industrie Milliarden verdient ist nichts neues, das Millionen Leute sich täglich Pornos reinziehen ist auch keine Überraschung, beängstigend sind aber ein paar Aussagen die darin vorkommen.
Gemäss eine Studie aus dem Jahr 1997, regelmässige Porno-Konsum lässt die Neigung zur devianter / abweichender Sexualität (Gewalt, SM, Pädophilie, ua) um 31% steigen. Ich finde absurd, falsch und extrem diskriminierend das SM im gleichen Satz mit Pädophilie erwähnt wird. ICD-10 hin und DSM-IV her, ich weigere mich in der gleiche Schublade gesteckt zu werden mit Kinderschänder und Psychopaten! *** Tief atmen… ***
Ich kann nachvollziehen das jemand der eine SM-Neigung trägt ein „Aha-Erlebnis“ haben kann wenn er/sie eine entsprechende Szene in ein Porno sieht. Wer BDSM kennt und praktiziert weiss aber das die Neigung nicht durch das Porno-Konsum verursacht wird sondern lediglich bewusst wahrgenommen wird. Niemand wird Sadist oder Masochist weil er/sie ein Porno gesehen hat. Neigungen können nicht induziert werden und sind auch nicht ansteckend…
Abgesehen davon, das was bei der meisten Pornos als BDSM präsentiert wird ist sowieso weit entfernt von der Realität!

Kein Bezug zur Realität

Weiterhin wird erwähnt das „Die Neigung zur sexueller Gewalt steigt um 22% und die Akzeptanz zur Vergewaltigungsmythen steigt um 31%“. (Hier sollte man „Neigung“ mit „Tendenz“ austauschen ansonsten gibt es Verwirrung mit der Begriffe).
Das finde ich mehr als beunruhigend! Offenbar eine ganze Menge Porno-Zuschauer glauben das was sie sehen sei die Wirklichkeit.
Leute, das sind Darsteller die vor eine Kamera stehen/liegen und Anweisungen von ein Regisseur folgen. Oder glaubt ihr auch das Avatar wirklich auf Pandora gedreht wurde?
Das schlimme ist das sehr viele Jugendliche wirklich denken das alle Frauen „Bitches“ sind die nur darauf warten hart genagelt zu werden.

Das Leben ist kein Ponyhof

Liebe Porno-Konsumenten, lasst euch von eine der wirklich deviant ist mal etwas erklären:
Frauen sind keine Sex-Objekte. Es sind keine Titten-und-Ärsche-auf-zwei-Beinen und die fallen auch nicht in Ohnmacht um wenn ihr Schwanz-Bilder schickt! Wenn ihr sowas wie ein willenlose Opfer wollt, kauft euch eine Puppe.
Nicht jeder ist unterwürfig und/oder masochistisch und auch wenn, das müsst ihr euch erst verdienen. Nicht mit Macho-Sprüche oder mit Sätze die ihr in irgend eine billige Porno-Produktion gehört habt sondern mit Vernunft, Verstand, Charme und Empathie.