Zensur?

Zensur?

Die Facebook Zensur hat wieder zugeschlagen.
Während 24 Stunden war mein Account gesperrt weil eine der Beiträge gegen die „Community Standards“ verstossen hat.
Spezifisch: zu viel nackte Haut war auf dem Bild zu sehen.
Ich wurde zudem gewarnt das auch Inhalte gegen „Community Standards“ verstossen könnten.

Na gut.

Liebe Facebook Redaktion, dear Mark Zuckerberg,

Diese Facebook Seite wird, durch den von euch entwickelte „Protection System“ nur registrierte Mitglieder, die über 18 Jahre alt sind angezeigt.
Ich gehe davon aus das ihr es mit diese Einstellungen ernst nimmt, ich gehe also auch davon aus das hier nur Erwachsene mitlesen können und verstehe daher nicht, warum zu viel nackte Haut störend sein könnte.
Was ich auch nicht ganz verstehe ist wie die „Community Standards“ entstehen.
Ich als teil dieser Community kann nirgends finden wo ich meinen Beitrag zu diese Standards tätigen kann, nennen wir sie deshalb einfach mal „Facebook Standards“ damit keine Konfusion entsteht.
Ich bezweifle an der moralische und ethische Qualität der „Facebook Standards“ wenn Gewalt und Hass erlaubt wird, nackte Haut und zivilisierte Diskussionen über Sexualität aber nicht.

Mit freundlichen Grüssen

Master Dan


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12.838 Kilometer

Es gibt Erzählung die ok sind und dann gibt es solche die man sich bildlich vorstellen kann. Dies ist eine davon. Kurz, bündig aber sowas von realitätsnah!


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Das geht doch nicht!...

Das geht doch nicht!…

„Würdest du eine Schwarze Sklavin annehmen?“ stellte jemand als Frage in ein SM Forum.
Kurz darauf die erste Antwort: „Keine Ahnung, wieso nicht? Hautfarbe spielt für mich keine Rolle.“
Die Reaktion darauf war für mich sehr überraschend wie auch befremdend: „Spinnst du? Geht gar nicht! Du bist weiss…“
„Ja, ich bin ein weisse, und? Ist sie rassistisch? Was soll das ganze? “ konterte der zweite, offenbar entnervt.
„Denk an die Sklaverei, das geht doch nicht…“
Ich war kurz sprachlos… Wie bitte?
Es ist also nicht eine frage von Hautfarbe sondern von geschichtliche Ethik?

Sicher Abraham Lincoln, wäre er Dom gewesen, hätte solche bedenken gehabt. Wir sind aber nicht mehr im Jahr 1850 und ich hoffe keine von uns Dom auf die Idee kommt nach Afrika zu fliegen um Frauen in Ketten abzuschleppen…
Gibt es bestimmte Kombinationen die aus ethische Gründe taboo sind? Selbstverständlich gibt es die, es sind aber solche womit sich das Strafbuch befasst.
Es ist mir absolut bewusst das es die Sklaverei gegeben hat (und immer noch gibt’s) aber das sollte auf keinen fall mit SM zusammengebracht werden.
Das eine hat und muss mit dem andere nichts zu tun haben. Es geht doch um zwei Menschen die bewusst und aus eigene Wille ein gemeinsame Weg einschlagen.
Wenn überhaupt die Sklaverei ein Thema sein sollte, dann für die dunkelhäutige Frau die entscheidet sich einen Dom zu unterwerfen, und glaubt mir wenn es so wäre würde sie sich sicher nicht ein weisser Dom suchen.
Ich finde es zwar schön das ihr taktvoll sein wollt aber habt ihr echt keine andere Sorgen?

Liebe Subs, egal was für eine Herkunft, Hautfarbe, Glauben und Erziehung ihr habt, bleibt euch selber treu.
Wer sich um solche Merkmale kümmert, weiss nicht zu schätzen was in euch steckt: Persönlichkeit, Charakter, Erfahrung, Motivation, …

Extra dazu ein paar passende Bilder von Frauen die garantiert nicht auf eine Baumwolle Plantage arbeiten.

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PS:
während ich diese Post am schreiben war, wurden die betreffende Forum-Einträge gelöscht da es auch noch etliche rassistische Bemerkungen geäussert wurden.
Gut so. Das geht doch wirklich nicht!


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Die zehn Dom Gebote 2

Die zehn Dom Gebote 2

Vor knapp einen Jahr hatte Die zehn Dom Gebote eine ziemliche Resonanz und ich danke euch für alle Kommentare.
Ich bin wieder darauf gestolpert und beim durchlesen habe ich bemerkt das ich es damals ziemlich knapp geschrieben habe.
Ich wäre nicht ich, wenn ich das so stehen lassen würde, also hier eine revidierte Version:

Sei ehrlich:
Ein unehrliche Dom ist das schlimmste was es gibt.

Deine Sub vertraut und glaubt an deine Ehrlichkeit. 
Wenn du unehrlich bist kannst du kein Respekt erwarten und du schwächst deine Position.

Definiere ihre Rolle:
Lege nicht einfach los, überlege genau: was macht aus ihr deine Sub? Sie muss wissen was von ihr erwartet wird.

Benutze Rituale und Abläufe, wie vor dir knien, um eine Kontinuität einzubringen. 

Sei dabei:
Eine Sub wird nicht immer gleich unterwürfig sein, sondern mal mehr und mal weniger.

Erwarte nicht das sie sich jederzeit vor deine Füsse wirft. Damit sie ihre Unterwürfigkeit ausleben kann, braucht es deine Dominanz.

Achte auf sie:
Sie ist dein grösstes Gut, jemand der dir Freude bereiten will wie sonst keine.

Achte auf ihr wohl, körperlich und geistlich. 
Dazu gehört auch ihre Grenzen zu respektieren und ein „Stop“ ohne wenn und aber folge zu leisten. 

Stecke erreichbare Ziele:
Sie will es richtig machen und zu deine Dienste sein. Unrealistische Ziele werden sie daran zweifeln lassen ob sie es jemals richtig machen wird. Sabotiere nicht ihr Enthusiasmus und Wille mit unerreichbare Ziele.

Erlaube Fehler:
Die perfekte Sub gibt es nicht, sie wird Fehler machen und das gehört dazu.

Auch wenn sie mit Herz und Seele dabei ist, sie wird ab und zu scheitern.
Helfe ihr die Fehler zu erkennen und zeige ihr wie sie sich verbessern kann.
Sie will es für dich machen, sei also ein gute Lehrer.

Bestrafe sie:
Fehler zu machen ist menschlich. Fehler aus Missmut, Trotz, Faulheit oder Unaufmerksamkeit zu begehen müssen aber bestraft werden. 

Sag ihr klar und deutlich warum sie bestraft wird damit sie solche Fehler in Zukunft vermeiden kann.

Sag ja:
Sag ja wenn sie nach eine erfolgreich erledigte Aufgabe etwas verlangt. Sag ja wenn sie ein oft wiederholte Fehler plötzlich weglässt. Sag ja wenn sie mit ihren Wille und Hartnäckigkeit voran kommt. Sag ja weil manchmal ist auch für sie schön ein „ja“ zu bekommen.

Sag nein:
Nicht nein zu sagen ist schlimmer als nicht ja zu sagen. Sie muss wissen wo die grenzen sind und vor allem sie will dich verstehen.

Sag nein damit sie merkt das du entscheidest.

Fordere sie:
Je mehr sie lernt, desto besser wird sie ihre Rolle einnehmen. Rituale und Abläufe geben ihr Sicherheit aber eine Überraschung, eine Abweichung in ein Ablauf werden sie fordern und sie wird dadurch noch besser.

Belohne sie:
Wenn sie etwas gut macht lass sie spüren das du stolz auf sie bist. Deine Freude ist ihre Freude.

Sei ein Freigeist:
Lass dich nicht von andere vorschreiben was und wie du als Dom agieren sollst.

Es gibt keine Rezepte und auch keine Bibel dafür. Mach was dir und ihr passt.
Erforsche deine und ihre Lust, frei von Vorurteile und von Zwänge.

 

Die aufmerksame unter euch haben durchgezählt und bemerkt das es nun zwölf Punkte sind.
Es bleiben die zehn Dom Gebote, im sinne von in Stein gemeisselt, ganz egal wieviele es tatsächlich sind.


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Your choice is my pleasure

Your choice is my pleasure

Ich war mit ein Mietauto unterwegs in Las Vegas als ich am Stadtrand eine dieser überdimensionale Werbeschilder sah.
Ein Anwalt wirbt seine Fähigkeiten mit ernste mine vom Plakat herab und das ganze war in ein Satz zusammengefasst:

Your choice is my pleasure.

Ich fahre weiter, raus aus der Stadt der Lichter und der Spielsüchtige.
Die Highway schlängelt sich durch Wohnsiedlungen aber die Häuser enden abrupt dort wo die Wüste anfängt.
Yuccas und Agaven spielen Dame auf ein Schachbrett von harten Gras der buschweise sich bis am Horizont ausbreitet.
Your choice is my pleasure. Der Satz geistert in mein Kopf und klopft von Zeit zu Zeit an mein Bewusstsein, als wolle er Aufmerksamkeit erregen.
Im Radio läuft ein Werbespot für das Iron Maiden Konzert am Montag. Scheisse es wäre schon geil aber Montag Abend muss ich mein Flug zurück ins „Good old Europe“ antreten.
Der „Your choice“ Satz macht ein erneute versuch und ich gebe mir geschlagen. Ich fahre am Strassenrand und die Reifen wirbeln dabei eine Staubspur aus der Schotter.
Ich schalte das Automatikgetriebe auf Park, stelle den Motor ab und steige aus. Trockene 48 Grad heizen mich auf und lassen jegliche Feuchtigkeit auf meine Haut augenblicklich verdunsten. Ich rucke die Baseballkappe zurecht und zünde mir eine Zigarette an. Ich komme mich vor wie in „Paris Texas“ von Wim Wenders, so wie der Hauptdarsteller wandere ich kurz durch die Wüste.
Your choice is my pleasure. „Ja, ok, also raus damit“ denke ich, oder habe ich es laut gesagt? Egal, es ist sowieso niemand da ausser Hitze und Dreck.
Ich nehme ein Zug und als ich der blaue Dunst hinausblase wird es mir klar:

Ich muss niemanden Willen brechen, ich muss keine in etwas zwingen.
Deine Wahl ist mein Genuss, your choice is my pleasure.


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Mein Freund

Mein Freund

2017 scheint ein verflixte Jahr zu sein…

Ich verliere mein Vater, eine meine beste Freunde, zwei gute Bekannte und heute mein allerbester Freund: mein Kater.
Ich weiss noch als der Kleine auf mich zukam, ich hatte ihn nicht ausgesucht, er hatte mich gefunden. Wir sind durch dick und dünn gegangen und wir waren immer für einander da.
Ich weiss, manche Leute können nicht verstehen was ich hier schreibe und umgekehrt ich kann und will solche Leute nicht verstehen!

Es war eine Liebe und Zuneigung die kein Mensch dir geben kann, ohne wenn und aber, ohne Hintergedanken. Heute morgen noch, als ich weinend (ja, auch Doms können, dürfen und sollten weinen können) ein Termin beim Tierarzt abmachte um ihn von sein Leiden zu erlösen, kam er auf mich zu, torkelnd durch die Schwäche, mit sichtbare Schmerzen und wollte mich trösten. Dein Schmerz ist auf mir übergegangen.

Lebe wohl mein Freund.


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Ihr seid die besten!

Ich habe gerade gesehen das heute die 1000 Likes Marke gesprengt wurde.
Daher:

Danke!!!

Ihr seid wirklich die besten und das motiviert unheimlich.


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Happy Birthday 2

Happy Birthday 2

Es ist schon 2 Jahre das ich diesen Blog führe, wer hätte das gedacht…

Ich danke euch alle, ich bin immer wieder erstaunt wenn ich die Statistik anschaue.
So viele besuche, so viele Kommentare, so viele „Gefällt mir“… Ihr seid spitze!


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Subspace

Subspace

Subspace wird in den einschlägigen Foren heiss diskutiert.
Die eine behaupten es sei ein Mythos, andere schwärmen davon und der rest ist auf der ewige suche danach. Was ist nun mit diesen Subspace?

Oh, ich höre schon die leise Stimmen…
„Ein Dom der über Subspace berichten will?…“
Wieso nicht? Ich verursache es gerne und manchmal bin ich auch teil davon.
Aber mehr später dazu.

Beim Subspace verhält es sich ähnlich wie beim G-Punkt.
Man kann Jahre damit verbringen ihn zu finden und man endet nur verkrampft und frustriert…
Zwei Tage später absolut unerwartet ist er da!
Das hört sich zuerst willkürlich und unlogisch aber so ist es eben wenn man zu viel darüber nachdenkt und verzweifelt danach sucht: es wird nie funktionieren.
Subspace ist nicht ein Zustand der man sich herbeiwünscht, man kann es nur empfangen.
Es geht um loslassen, nicht denken, nur fühlen. Das passiert wenn das Gehirn keine Kontrolle mehr hat was um ein geschieht aber vor allem wenn man diese Kontrollverlust geniesst.
Manche berichten es sei wie bei der Meditation oder Yoga: man spürt sein Körper nicht mehr bewusst, man ist ein fühlender Körper.
Das schwierigste ist wohl das loslassen, nicht daran denken „was kommt jetzt?“ sondern es einfach geschehen lassen. Sicher kann man das üben aber ein Rezept gibt es nicht.
Jeder muss mit sich selber klarkommen, eine innere Ruhe finden.

Und was hab ich damit zu tun?
Nun ich geniesse es sehr wenn mein „Opfer“ in Subspace abdriftet und ich die Lustwellen weiter schaukeln darf. Meine Neigung verpflichtet 🙂
Ab und zu darf ich sogar auf die selbe Welle mitreiten, ich drifte in ein Topspace aber es ist nicht vergleichbar. Hierbei geht es nicht um Kontrollverlust (das wäre nicht gut!) sondern in ein Trance-ähnlichen Zustand.

Ja, ein bisschen Neid ist vorhanden… 🙂


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Die zehn Dom Gebote

Die zehn Dom Gebote

Für die die es bereits sind und für solche die es werden wollen, hier Gebote-2/">die zehn Dom Gebote:

  1. Nicht du wählst deine Sub. Sie entscheidet sich dir zu unterwerfen.
  2. Versuche nie dominant zu sein. Entweder du bist es oder nicht.
  3. Herrsche nicht durch Furcht sondern durch Verstand.
  4. Sei nie beleidigend zu deine Sub, sie verdient Respekt.
  5. Du bist für deine Sub verantwortlich. Achte auf ihr wohl.
  6. Ein Safeword heisst stop, ohne wenn und aber.
  7. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
  8. Je höher du sie schweben lässt umso sanfter sollst du sie abfangen.
  9.  Sicherheit geht immer vor Geilheit.
  10. Sie ist dein wertvollste Besitz, behandle sie entsprechend.

 

Das Bild ist von Otto Schmidt (http://ottoschmidtart.com)

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Schlampe

Schlampe

Das Wort „Schlampe“ hören wir fast täglich.

Die Jugend benutz es pausenlos.
Bemerkenswert sind vor allem jungen Frauen die es am häufigsten aussprechen.
Für die Jugend ist ein austauschbare Begriff der als Platzalter in halbkomplette Sätze bestückt wird: „Die Bitch hat das gleiche Piercing. So ’ne Schlampe hey!“
Wenn morgen eine neue Modewort aufkommt, wird die Jugend bedenkenlos dies auch benutzen.

Für die ältere unter uns ist es eine untragbare schwere Beleidigung.
Ehebrecherin und Promiskuitive werden damit abgestempelt: „Die Dorfschlampe hat schon wieder ein Opfer gefunden…“
Das wird entweder Halslaut quer durch den Platz geschrien oder leise gemunkelt.

Für andere ist es ein Kosename und zeugt von innige Verbundenheit.
Im laufe eines Spiel kann durchaus ein Satz fallen wie: „Du bist meine Schlampe und das mag ich an dir“.
Das ist viel direkter als die Umschreibung „ich mag deine Hemmungs- und Morallose Einstellung zur Sexualität“.

Ein Wort, mehrere Bedeutungen. Wie fast immer, den Kontext verleiht die richtige Konnotation.
Also liebe Frauen, rastet nicht gleich aus wenn ihr das Wort hört, es kann durchaus sein ihr gerade ein zuckersüsse Kompliment bekommt 😉


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Ich denke, also bin ich.

Ich denke, also bin ich.

Ein Feedback-Email aus mein Blog hat mich glücklich aber auch nachdenklich gemacht.Der Verfasser bezeichnet mich als „SM Philosoph“. Das finde ich schön obwohl ich das definitiv nicht vor hatte. Mein hinterfragen gehört aber zu mein Naturell 🙂

Nein, ich bin kein SM Philosoph. Wenn ich aber ein interessante Thema finde, will ich auch unter die Oberfläche blicken. Philosophie finde ich interessant solange es nicht auf’s extremste gedehnt wird. Descartes „ich denke, also bin ich“ ist für mich eine der wichtigste Erkenntnisse der Menschheit. Das wir ein Bewusstsein haben und in der Lage sind uns selber wahrzunehmen ist entscheidend und macht uns Homo-Sapiens etwas ganz besonders. Das sollten wir aber auch umsetzen…

Bei BDSM geht es um vertrauen, das liest man oft und das stimmt.
Vertrauen kommt aber nicht von irgendwo her…
Richtiges Vertrauen kann nur entstehen wenn man sein gegenüber kennt und die Gedankengängen verstehen kann, verstehen wie jemand „tickt“.
Hinterfragen, analysieren und verstehen ist was uns unsere Umgebung und unsere Mitmenschen offenbart und erst eine vernünftige Interaktion erlaubt.
Das ist aber nur eine der Vertrauenswege, der andere wird oft totgeschwiegen: Selbstvertrauen. Sich selber zu erforschen ist der erste Schritt in dieser Richtung. Erst wenn ich mich kenne, kann ich meine Umwelt auch richtig lesen. Oft vergessen wir die zwei wichtigste Fragen: wer bin ich und was will ich?
Keine einfache Fragen, ich weiss. Es sind aber wichtige Fragen die man sich regelmässig stellen sollte denn im Anlehnung an „wer sich nicht beherrschen kann, kann auch kein andere beherrschen“ kann man auch ableiten „wer sich nicht kennt, kann auch kein andere jemals richtig kennen“.

Ich hinterfrage gerne und ich betrachte sehr selten etwas für selbstverständlich. Schon das Wort „selbstverständlich“ irritiert mich denn nichts versteht sich vom allein sondern will erst verstanden werden. Es ist also kein Wunder das „Weil das so ist“ eine mein meist gehasste Antworten ist. So was für eine pauschale und dumme Antwort…
Nichts ist „einfach so“, alles hat eine Begründung oder Berechtigung. Mir ist auch selten etwas „egal“, wenn ich mich so äussere heisst es interessiert mich nicht. Eigentlich nichts sollte und dürfte jemals „egal sein“.

Also denkt daran und seid 🙂


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das ding mit der realität

Das Ding mit der Realität

Realität ist so eine Sache…
Es kann positive oder negative Auswirkungen haben aber egal wie wir das persönlich interpretieren, eines ist sie immer: Realität ist ehrlich.
Wir sind schon komische Geschöpfe, wir sehnen uns nach Realität und doch flüchten wir oft und gerne in Fantasien, weil wir können die Realität zwar beschönigen oder relativieren, nur ändern lässt sie sich nicht.
Sie kann uns frech ins Gesicht schlagen oder uns wieder auf dem Boden bringen.
Unverfroren, direkt, schamlos und manchmal auch gnadenlos.

Wir Doms spielen gerne mit Fantasien, vor allem mit fremden aber schlussendlich ergötzen wir uns aus reelle Auswirkungen. Es ist fast wie ein physikalische Prinzip: durch Fantasien erzeugen wir eine fassbare Realität.

Ich bin ein Realitätsjunkie.


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punk?

Punk?

„Wir sind eben Punk!“ sagte neulich ein Freund in Bezug auf SM.
Sind wir das?

Zugegeben, wir sind was das Beziehungsmodell angeht, ziemlich antikonformistisch.
Wir scheren uns nicht um Moralwerte und manche von uns provozieren auch gerne.
Ist aber unsere Einstellung ein Kampf gegen das Establishment?
Ich denke nicht. SM ist doch keine Protestbewegung.
Wer denkt SMler sind Punk hat meine Meinung nach eine verzerrte Sicht der Dinge.
Wir wollen doch keine Revolution anzetteln oder das Land anarchisch unterwandern…
Das ausleben der Neigungen ist kein Protest sondern eine persönliche Freiheit die wir beanspruchen und ausleben.

Punk und BDSM haben aber auch Berührungspunkte.
Vor allem am Anfang bediente sich die Punk-Szene aus verschiedene SM-Shops.
Umgekehrt sind bei Fetisch-Parties Steampunk Outfits sehr beliebt.
Ich denke aber nicht das diese Austausche der eigentliche Sache dienlich sind, schlussendlich geht es nur um Provokation, um sich absondere und eine Linie zu zeichnen zwischen „wir“ und „die andere“.

Aber wozu provozieren?
Punk mag die Musik und die Mode beeinflusst zu haben, das Establishment ist aber noch da. Lediglich die Macht hat sich verschoben von der Regierung zu weltumspannende Konzerne die unser Alltag gleichzeitig versüssen und verbittern. Es ist nicht mehr so einfach auf der Schuldige mit dem Finger zu zeigen…
Und SM? Ist auch nicht Mainstream geworden. Es wird langsam akzeptiert aber seien wir ehrlich, was die Masse zu akzeptieren glaubt ist ein Märchen-SM produziert in Hollywood, der aber weit entfernt von der Realität ist.
Ich bin überzeugt die meisten würden und können nicht verstehen was wir treiben, geschweige denn warum.

Wenn wir Punk sind, haben wir verloren.
Wenn wir selber eine Trennlinie zeichnen wie wollen wir jemand überzeugen diese Linie zu überschreiten? Wenn wir Leute mit Auftritte erschrecken, wie wollen wir ein Dialog anfangen?


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Gehorche

Gehorche!

Ich folge seit geraumer Zeit das Blog von Master P und ich kann eine seine Beiträge nur zustimmen: You are a slave you don’t need to obey anyone
Frei übersetzt: du bist eine Sklavin, du musst niemand gehorchen.

Was zuerst wie ein Paradoxon klingt ist aber wahr.
Es gibt sehr viele (speziell Männer) da draussen die möchten nur von der Situation profitieren.
Sie denken eine Sklavin erfüllt alle wünsche und mit ein finger schnippen liegt sie nackt auf alle vier… Wunschdenken eben.
Eine Sklavin, eine Sub, eine Devote, gehorcht nicht weil sie das muss sondern weil sie das will.
Es ist ein Akt der Vertrauen, ein Dom muss sich das zuerst verdient um es danach gemeinsam aufzubauen.

Es tut mir leid liebe Möchtegern-Doms, das Leben ist kein Abklatsch ein billiges Porno.
Frauen sind nicht da um die Willkür von Pseudo-Machos zu folgen und schon gar nicht um als Sexobjekte zu dienen. Wer das denkt, möchte bitte schnell Webseite wechseln!
Ich sehe regelmässig Leute die googeln nach „wie unterwerfe ich meine Freundin“ und ähnliches. Wer nach ein Rezept danach sucht hat schon verloren!

Also Sklavin, gehorche! Gehorche dich selbst!


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pubs, loud sex and history

Pubs, loud sex and history

Zurück aus London und seine Vororte Reading und Theale.
Ich bin kein freund der Britische Kultur, also nicht von der aktuelle, ich bin aber durchaus angetan von der Geschichte der ehemalige Empire.
Es gibt eine ganze Menge historische Gebäuden und was ich seit eh und je besonders faszinierend finde: Schlösser und Befestigungen.
Einerseits bin ich immer wieder überrascht wie solche Gebäuden und Komplexe aufgebaut wurden, mit Manneskraft, Geschick und einfachste Werkzeuge. Anderseits sind die damit verbundene Geschichten sehr interessant: Macht, Intrige, Verrat, Komplotte, Revolten, …
Theale ist zwar ein richtig schnuckelige kleine mittelalterliche Dorf, zu klein um die Geschichte zu prägen, kann man denken. Und doch kann man sich täuschen…
Ich hab ein paar Bier in „The Bull Pub“ getrunken und habe die Geschichte des Haus erfahren.

Man sagt das gegen Anfang des 18. Jahrhundert ein gewisse Henry Addington aus Reading regelmässig zu gast im Pub war. Nicht weil das Blatch’s Ale der darin gebraut wurde so fine schmeckte, eher die Zimmer im Obergeschoss wurden regelmässig gebucht.
Henry war zu dem Zeitpunkt Parlamentarier im House of Commons und traf sich heimlich im Pub mit seine geliebte, eine Französin mit name Colette. England und Frankreich waren keine Freunde, die Französische Revolution hatte König und Aristokratie weggefegt, Napoleon war an der macht und der hegte keine freundschaftliche Beziehungen zum königliche Nachbarn auf der andere Seite der Ärmelkanal. Ein Parlamentarier und eine Französin: das ist Hochverrat.
Henry war aber immer sehr spendabel und das half ungemein die Gerüchte im Zaun zu halten.
Weiter erzählt man das Colette von betörende Schönheit sei und ausserdem sehr laut beim Liebesspiel, was aber kein störende Faktor war bei der Pub Besucher, im Gegenteil 🙂
Die Politik spielte aber nicht mit, am 14. März 1801 wurde Henry als Premier Minister erkoren und die Liaison würde ihm zu gefährlich. Am darauf folgende Samstag wartete Colette auf ihr Henry, stattdessen kam aber nur ein Bote mit ein Brief.
Man weiss nicht was im Brief stand aber Colette hat offenbar das Lokal in Rage verlassen und wurde nie mehr gesehen. Die Ernennung als Premier Minister war aber nicht von lange dauern, schon am 10. Mai 1804 wurde Henry durch William Pitt ersetzt. Offiziell wurde Henry abgewählt, doch man munkelt das die verschmähte Colette wohl Rache geübt hatte und die Beziehung publik gemacht… Nur die Freundschaft mit König George der Dritte rettete halbwegs seine Karriere.
Seither ist in „The Bull“ Tradition: wenn eine Dame ein Orgasmus laut und naturecht vortäuscht, bekommt sie die Drinks um sonst nach der Ruf „Colette, Colette, Colette!“

In diesem Sinne, Prost!


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Berlin Streetart

Ein Paar Graffiti aus Berlin die ich mit euch teilen will.

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Zwei Faszination in eine: Frauen und Graffiti 🙂


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Berlin, ich komme.

Berlin, ich komme.

Berlin, ich komme.Zwischen den 16. und der 21. Februar werde ich Berlin verunsichern und ich befürchte das mein Blog vernachlässigt wird…
Ich komme aber wieder, versprochen 😉

 

 


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season's greetings

Season’s Greetings

Ich wünsche euch alle (be)sinnliche Weihnachten 🙂

Als praktische Ratgeber hier noch ein paar Dekorationsvorschläge:

588_1000

574_1000

565_1000

548_1000

Seid genau so wie ihr euch wohl fühlt und geniesst es!


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happy birthday

Happy Birthday

Heute vor ein Jahr habe ich ein WordPress Account eröffnet, daher die Kerze.
Blogging war damals mehr als Jux gemeint oder besser gesagt als Experiment.
Ich wollte wissen wieviele Leute ich erreichen und eventuell begeistern könnte, ich war aber vor allem gespannt auf die Akzeptanz…

Heute, 105 Beiträge später, weiss ich es besser 🙂
Es ist toll 129 Followers hier zu zählen (hinzu kommen noch 149 auf Facebook) die insgesamt über 25’000 Aufrufe generiert haben.
Was mich aber besonders freut sind die 356 Kommentare die hier hinterlassen wurden.
Das ist was ich gesucht habe: Interaktion.
Ich hätte auch ein Monolog auf eine Webseite herstellen können, das wäre aber für beide Seiten langweilig gewesen.

Ich danke euch dafür, für die Kommentare, die Inspirationen, die Freundschaft.
Ich bin mit den Blogging noch lange nicht fertig, meine perverse Synapsen haben noch nicht alles preisgegeben 🙂


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