halbwegs geschafft

Halbwegs geschafft

Die ersten drei Podcast Folgen von Inside-SM sind in die weite Welt rausgeschickt worden, es ist halbwegs geschafft…

Als die Idee entstand, muss ich ehrlich zugestehen, ich hatte keine Ahnung was alles dazu nötig ist um sowas auf die Beine zu stellen.
Ich hatte vor Jahren für ein renommierte Profi-Audio Hersteller gearbeitet und da hatte ich unter anderem mit Aufnahmestudios zu tun. Das hat mich fasziniert was alles hinter der Kulissen von eine CD- oder Live-Produktion abgeht. Nicht nur die Technik sondern auch die Magie wie man Töne aus der Luft einfangen kann, ohne dabei die Details und die Nuancen zerstören.

„Das ist doch nur ein Podcast“ werden manche sagen.
Richtig, das ist nur ein Podcast und keine Aufnahme der Berliner Philharmonie. Nichts desto trotz ich wollte kein „dahergerotzte“ Podcast machen. Ich habe schon Monaten vorher verschiedene Podcast angehört und meine ehrliche Meinung dazu ist das die meisten wirklich eine schlechte Qualität aufweisen. Das hat man davon wenn man mit ein PC und ein 20€ Mikrophon aufnimmt. Der Technik-Freak und Perfektionist in mir bekommt Pickeln davon…

Also habe ich mir im Verlies (Das ist mein Gewölbekeller den ich gerade als „Spielwiese“ umbaue) eine Podcast Ecke eingerichtet:
Ein Tisch
Ein Zoom Livetrak L8
Zwei Rode NT1-A Mikrophone samt Schwenkarm, Spinne und Pop-Filter
Ein paar JBL Control One Lautsprecher
Ein Class-D Verstärker
Eine menge Kabeln
Basotec Matten als Schallabsorber

Bin sehr zufrieden mit der Setup und die Qualität der Aufnahmen ist hervorragend! Bei 24bit und 48kHz Abtastrate ist alles kristallklar.
Leider…
Man hört eben alles, vom Wassertropfen bei Regen bis zur Kirchenglocken.
Ja, auch bei der drei ersten Folgen, wenn man ganz genau hinhört sind Geräusche im Hintergrund wahrnehmbar, zwar sehr leise aber doch da.
Das werde ich aber noch hinbekommen 😉
Hab eine ganze Menge Probe-Aufnahmen gemacht um herauszufinden wie das Mikro am besten platziert ist, Pegel abgestimmt, Filter eingestellt, Nachhall justiert, …
Dann war ich soweit, ist halbwegs geschafft, „Ich kann jetzt aufnehmen“ hab ich Stolz gedacht.

Was nehme ich denn auf? Uhm, so Folgen an 10 bis 15 Minuten Länge wäre gut. Nicht zu lang das es ein langweilige Monolog wird, nicht zu Kurz um nichtsaussagend zu sein. Themen bei BDSM gibt es genug, möglicherweise Interviews noch dazu. Hört sich nach ein Plan an.
Das ist aber kein Blog, wo man ein Text schreibt und locker 25 mal korrigieren und abändern kann… Es ist eine Audioaufnahme und das schneiden danach ist zwar möglich und machbar aber zeitaufwändig.
Um es in Zahlen zu fassen:
Für eine Folge von 15 Minuten werden etwa 25 Minuten aufgenommen.
Die extra 10 Minuten beinhalten gefühlte 23’549 Einatem-Geräusche, 5 Versprechen, 2’347 mal „ähm“, 6 mal Husten, 2 mal das falsche Mikro aufgenommen und 728 Pausen die zu lang sind…
Das alles wird mühsam nachbearbeitet und ausgeschnitten, dafür sind etwa 30 bis 45 Minuten pro Folge zu rechnen.
Die Folge ist denn Fertig und im entsprechende MP3 Format, mit Cover, Beschreibung, Tags und Nummerierung wird die an 14 verschiedene Podcast Platformen verteilt. Warum so viele? Keine Ahnung, ich hab einfach alles genommen was zur verfügung steht…

Also zusammengefasst habe ich für diese erste drei Folgen (inklusive Aufbau, Einstellungen, Probe, …) etwa jeden zweiten Abend im Februar aufgewendet. Klar, jetzt dauert das ganze nicht mehr so lange wie auch schon und mit der Zeit und Übung wird es einfacher.
In den zwei Tage seit Veröffentlichung wurde auf die drei Folgen 188 mal auf dem Blog zugegriffen, 68 mal via Twitter, 35 mal via Facebook und etwa 50 mal durch die verschiedene Podcast-Provider. Das macht nach Adam Riese 341 Aufrufe.
Ich war auf alle mögliche Reaktionen bereit: „Das ist scheisse“, „Lerne erst richtig Deutsch“, „Das geht am Thema vorbei“, „So kannst du nicht argumentieren“, …

Wollt ihr wissen was ich für Kommentare und Feedback effektiv bekommen habe?
4 Gefällt-Mir und 2 Kommentare (eine davon auf Twitter).
Echt jetzt?
Ein einzige Kommentar auf Twitter? Wo sonst jeder sein Senf dazu gibt?
Gut, immerhin habe ich bis jetzt auch kein negative Feedback bekommen.
Ich bin zufrieden, ist doch halbwegs geschafft…

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen frohe Weihnachten!
Hoffentlich habt ihr auch schöne Geschenke unterm Baum die ihr auspacken könnt 😉

Happy Birthday 5

Happy Birthday 5

Happy Birthday to you…
Leute das ist der blanke Wahnsinn!
Seit 5 Jahre folgt ihr mir hier und dafür danke ich euch alle!

Das Ganze nur mit Statistik zu beziffern wäre nicht gerecht.
Ich hab durch mein Blog tolle Menschen getroffen, online wie auch im realen Leben und das kann man nicht in Zahlen fassen.

Nichts desto trotz hier die Eckdaten:
321 Beiträge
257’352 Aufrufe
55’119 Besucher
1’217 Follower

Ich weiss das ich in letzter Zeit nicht so viel geschrieben habe, leider.
Wie immer im Leben muss man Prioritäten setzen und in Moment ist der Ausbau der Spielraum wichtiger.
Ich bin aber etwas für 2020 schon am vorbereiten der mein Auftreten persönlicher machen wird: Podcast, also nicht nur lesen sondern auch hören.
Wie gesagt ich muss noch einiges erledigen bis ich „On Air“ gehen kann aber voraussichtlich ab März werde ich auf die übliche Podcast-Platformen (und natürlich auch hier) zu hören sein.

Nochmal danke für eure Unterstützung, ihr Perversling.

Ich bin wieder da

Ich bin wieder da

Ich bin wieder da, gesund, relaxed und zufrieden.
Barcelona hat mir gut getan, meine Kur bestehend aus Tapas, Penedès Wein und gute Leute um mich herum, hat voll zugeschlagen.

Wenn ihr noch nie in Barcelona wart, dann habt ihr definitiv etwas verpasst. Ich liebe diese Stadt, in Sommer wie in Winter (Wenn man 14 Grad Winter nennen darf…). Die Architektur, die Kultur, die Leute, das Essen… Barcelona ist meine Liebling Metropole am Mittelmeer.

Für die, die das ganze Flair der Stadt in sich ansaugen möchten, hier meine Empfehlungen:

Hotel El Palace, Gran Via de les Corts Catalanes 668.
Eröffnet 1918 als „Hotel Ritz de Barcelona“ und in Zentrum der Stadt, das ist DIE Adresse. Ist nicht billig aber wer will schon billig leben
Die Räumlichkeiten kann ich nur als grandios betiteln und das Service ist top, wie man in ein „Ritz“ erwartet.

Opium Mar, Passeig marítim de la Barceloneta 34.
Direkt am Strand, modern gestylt, eigentlich das krasse Gegenteil zu El Palace. Top DJs sorgen für Party bis früh morgens.

Hard Rock Cafe, Plaça de Catalunya 21.
Wer lieber live Musik hat und auf die bewährten Burgers & Co nicht lassen kann, ist hier richtig.

Bar del Pla, Carrer de Montcada 2.
Tapes (so heisst es auf Katalanisch) die euch im Himmel katapultieren werden. Hier gibt es nichts eingefrorenes oder aufgewärmt!
Lasst euch nicht vom aussehen der Lokal täuschen.

La Balança del Pescador, Moll de Mestral 9, Barceloneta
Fisch und Meeresfrüchte vom feinsten. Nicht Schickimicki, einfach fein!

Das wichtigste ist aber das ihr euch auf die Katalanen einlässt, so bekommt ihr die besten Tips.
Also, ich bin wieder da aber wer weiss, viellicht treffen wir uns das nächste mal in Barcelona 😉

Schon 'ne weile her

Schon ’ne Weile her

Schon ’ne Weile her seit mein letzter Beitrag, ich weiss…
Tja, ich war ziemlich beschäftigt mit Nebensächlichkeiten wie arbeiten, krank sein und noch mehr arbeiten…
Der Arzt hat mir ein Meereswasser-Nasenspray empfohlen und so dachte ich „wieso soll ich das Zeug in der Apotheke holen?“
Es ist doch viel besser die salzige Brise direkt am Meer zu inhalieren 😉
Und da bin ich in Barcelona und lasse es mir gut gehen mit Kultur, Wein, Tapas und Meer.

Also ich weiss das es schon ’ne Weile her ist seit mein letzter Beitrag aber seid mir bitte nicht böse wenn es eine Woche länger dauert bis ‚was neues hier erscheint. Ich bin eben auf Kur in Barcelona 🙂

neues Jahr

Ich wünsche ein feuchtes neues Jahr!

Schon wieder ein Jahr ist vorbei, schon wieder habe ich paar Schrammen  mehr an den ich mich erinnern kann. Mit ein Grinsen, nein fast ein Lächeln, denn ich bin noch da. Danke an all die die an mich glauben, zweifeln, leiden, kämpfen, umarmen und mit mir lachen.

Lasst die Korken knallen!
Auf ein neues Jahr volle Erfahrungen, gute wie schlechte, denn wir sind was wir tun.

Frohe Weihnacht!

Frohe Weihnacht!

Wie ein Engel steht sie da, stolz und verwundbar.
Breite deine Flügel du Lustengel und flieg hoch, ich warte hier auf dich…

Advent, Advent… 3

Advent, Advent… 3

Die Nacht wird still, die Flamme flackert, die Lust brennt.
Lass es brennen!

Happy Birthday 4

Happy Birthday 4

Ist das zu fassen? Schon wieder ein „Happy Birthday“…
Schon 4 Jahre gibt es dieses Sammelsurium aus Gedanken, Ideen und Geschichten.
Mittlerweile kann man sogar noch den Kopfkino durch fassbare Dinge aus dem Shop sogar ergänzen…

Und so viele Leute die folgen, das ist doch pervers. Ich mag das 🙂

Advent, Advent...

Advent, Advent…

Ein Kerzlein brennt… Advent, Advent, nicht nur das Kerzlein brennt…
Auch die Schläge von meine Herrn brennen noch auf mein Hinter…

Advent, Advent… Ich mag deine wohlige Wärme 😉

and the winner is...

And the winner is…

Als ich diesen Blog angefangen habe hätte ich nie gedacht überhaupt so weit zu kommen…
Heute hat der 1000. Follower sich gemeldet und das ist echt wahnsinnig!

Ich gratuliere Bici !

Als Dankeschön würde ich dir gerne ein 50€ Gutschein für mein Shop überreichen.
Bici, melde dich bei mir so kann ich dir den Gutscheincode durchgeben.

Yeah! Shopping!

Yeah! Shopping!

In ein Blog über BDSM zu lesen kann schon geil sein, das gelesene in Taten umsetzen ist aber besser.
Wie kann ich also euch dazu bewegen aktiv zu werden? In dem ich euch meine Erfahrung ausspiele und euch Produkte anbiete die ich selber gut finde.

Es gibt demnächst ein Master Dan Shop hier!

Ich werde die grosse online Shops sicher nicht bedrängen und mit Sicherheit werde ich damit auch nicht vermögend…
Es geht mir hauptsächlich darum euch erstklassige und geprüfte Produkte anzubieten die euch lange Freude bereiten werden.
Keine Billigware aus Asien, kein Plastikschrott, keine Restposten die eh schon keine wollte!

Jetzt wisst ihr warum es so lange still war hier und auch warum das Design der Seite plötzlich anders ist.
Ich hab noch einiges im Hintergrund zu vorbereiten, abklären und machen aber das wird nicht mehr lange dauern.

Ich freue mich euch demnächst auf eine Shoppingtour einzuladen!

Eine BDSM Webseite wie die anderen

Eine BDSM Webseite wie die anderen

Eine weitere BDSM-webseite-wie-die-anderen/">BDSM Webseite in ein Meer aus Tausend anderen. So hat alles angefangen, vor knapp zweieinhalb Jahre.
Heute habe ich zum ersten mal mein Google-Ranking gecheckt: Bei der Suche „BDSM Blog“ landet mein Seite auf Platz 2 in der Schweiz und Platz 7 jeweils in Deutschland und Österreich…
Ich hätte nie im Leben gedacht soweit zu kommen.

Unabhängig davon wie Google die verschiedene Webseiten analysiert und bewertet, ich weiss wie es dazu gekommen ist: Ich hab es euch zu verdanken!
Ihr seid diejenige die „Gefällt mir“ klickt, ihr teilt meine Beiträge auf euere Seiten, ihr seid die die mich immer wieder motivieren.
Danke dafür!

Ich hab schon ein paar mal in diese zweieinhalb Jahre daran gezweifelt, hatte Schreibblockaden, ich wollte auch schon damit aufhören.
Und doch geht es weiter. Weil ich noch nicht alles gesagt habe, weil BDSM an sich noch viel zu erzählen hat und vor allem weil ich eine treue Leserschaft habe. All die Kommentare und Mitteilungen die ich immer wieder bekomme sind mein Treibstoff.
Ich hab ganz tolle Leute durch meine Webseite kennengelernt, solche die man für gewöhnlich nicht bei einer Party trifft.
Es wurden so viele Themen angesprochen: von Dominanz, Sub, Bestrafung, Bondage, ein bisschen Sex und eine ganze Menge Gefühle.
Ich bin auch dadurch auf die eine oder andere BDSM Webseite gestossen, solche die mich inspirieren, wie The Training of O oder Kariswelt.
Andere motivieren mich auf eine andere Weise, es sind die „Möchtegern-Doms“ dieser Welt, das Unkraut der BDSM…
Vielleicht durch mein Alter entwickle ich Beschützer-Instinkte für die Anfänger, die noch ziemlich naiv und unerfahren sich durch das BDSM Universum tasten. Vielleicht möchte ich auch nur mein Karma verbessern, obwohl ich bezweifle das es etwas nützen wird 😉
Ich bin auf jeden fall froh wenn ich durch eine meine Beiträge jemand helfen kann.

Nochmal danke ihr Perverslinge, und sagt es ruhig weiter 🙂

Wow!

Wow!

Wow! Ich habe 859 Follower, wer hätte das gedacht?
Als ich mit dieser Blog angefangen habe, hätte ich mir nicht träumen lassen das es überhaupt soweit kommen könnte…

Mein BDSM Blog ist sicher nicht der erste in der Schweiz und schon gar nicht in Deutschland oder Österreich aber ich bin schon ziemlich stolz auf die Anzahl follower die ich habe.
Danke dafür an alle die fleissig meine Beitrage lesen, kommentieren und teilen!

Ich finde es klasse das dominante, devote, unterwürfige, kurz gesagt die die eine Neigung haben mich folgen. Besonders stolz bin ich aber auf die „Vanilla“ follower. Es war immer meine Absicht BDSM nah am Volk zu bringen, zu zeigen das dies nicht etwas dunkel und untergründig ist. Ich hoffe ich hab auch ein paar meine Ziele erreicht.

Was mich auch sehr gefreut hat waren die Kontakte ausserhalb diesen Blog. Leute die mich Fragen gestellt haben, nach Rat gesucht haben.
Es gab viele Anfragen die nicht im Blog ersichtlich waren und das ich ausserhalb beantwortet habe. Danke für so viel Vertrauen!

Ich werde sicher keine BDSM Revolution aus der Schweiz starten, oder doch?

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker

Ein Interview mit Matthias Grimme, alias Drachenmann in der Süddeutsche Zeitung, die ich euch nicht vorenthalten will:

Matthias Grimme fesselt Frauen und hängt sie an die Decke. Für den Hamburger und seine Partnerinnen symbolisiert Bondage eine ganz eigene Form von Zärtlichkeit. Ein Gespräch über Nähe, Hingabe und Vertrauen.

Matthias Grimme, Autor und Verleger sadomasochistischer Literatur, ist ein international bekannter Fesselkünstler und Experte auf dem Gebiet BSDM und Bondage. Der Hamburger, in der Szene bekannt unter dem Künstlernamen „Drachenmann“, lebt in einer Dreierbeziehung mit zwei Frauen: Andrea Grimme, mit der er seit 27 Jahren zusammen und seit 1999 verheiratet ist, und seine Bondage-Partnerin Nicole alias „Ropecat“, mit der er seit 17 Jahren bundesweit Workshops und japanisch inspirierte Shows veranstaltet. In unserer Serie „Reden wir über Liebe“ spricht der 65-Jährige darüber, warum Fesseln für ihn auch in Zeiten von #metoo kein Zeichen von Unterdrückung sind.

SZ: Polyamorie ist ja gerade angesagt. Andererseits: Ein Mann mit zwei Frauen – ist das nicht ziemlich patriarchalisch?

Matthias Grimme: Meine Frau Andrea hat einen Liebhaber, ab und zu auch Frauen. Nicole hatte bis vor Kurzem einen Geliebten. Mit der entsprechenden Orga kriegt man das ganz gut hin. Wir verstehen uns prima, waren gerade zu dritt im Urlaub. Wir wohnen jeder in einer eigenen Wohnung auf St. Pauli. Beide Frauen sind sehr besonders für mich. Alltag habe ich eher mit meiner Frau Andrea, wir telefonieren mehrmals am Tag, schon wegen der gemeinsamen Arbeit im Verlag.

Sie bezeichnen sich und Nicole als das „dienstälteste Bondage-Paar der Welt“. Wie findet Ihre Frau das?

Aus dem Rumgefessele hat sich zwischen Nicole und mir schon bald eine Partnerschaft entwickelt. Sie ist quasi meine zweite Frau. Andrea ist froh, dass ich jemanden habe, der danach genauso verrückt ist wie ich. Sie selbst findet Fesseln eher langweilig, steht mehr auf Schläge und andere Formen von Intensität. Ich mag das auch, wenn sie mich schlägt.

Polyamore Beziehungen benötigen – genau wie die Regeln des BDSM – Absprachen. Reden Sie denn auch mal über Liebe?

Mit Andrea spreche ich offen über Gefühle. Nicole und ich haben eine eigene Sprache für unsere Wertschätzung. Wenn sie sagt „Ich hasse dich“, weiß ich, ich habe alles richtig gemacht.

Worin besteht für Sie der Reiz am Fesseln und Schlagen?

Intensität. Vertrauen. Hingabe. Und eine ganz eigene Form von Zärtlichkeit. Dazu muss man sich aber gegenseitig klarmachen, wie man tickt. Ich hatte einmal ein Erlebnis mit einer Frau, die nicht aus der SM-Szene war. Ich kniff sie in die Brustwarze, sie rief: „Au, das tut weh!“ Als ich nicht gleich aufhörte, fragte sie mich, was das soll. Da habe ich geantwortet: „Du hast gesagt, dass es wehtut. Nicht, dass ich aufhören soll.“

Können Frauen das gut: Nein sagen?

Meine Frauen ja. Das verstehe ich unter Vertrauen, und zwar in beide Richtungen. Ich muss darauf vertrauen können, dass sie sagt: Ich fühle mich nicht mehr wohl – und sie muss mir vertrauen, dass ich sofort darauf reagiere. Grundsätzlich sagen die meisten zu selten, was sie wollen. Deshalb gibt es so viel schlechten und so wenig guten Sex. Auch mit Fesseln kann man ausdrücken, was man sich wünscht.

Consent, also Zustimmung, ist ein wichtiger Begriff in der BDSM-Szene. Trotzdem: Warum sieht man immer nur Frauen in Fesseln?

Es gibt sehr wenige weibliche Performerinnen, die den aktiven Part übernehmen – und zugleich sehr wenige Männer, die gut aussehen, wenn sie auf der Bühne gefesselt werden. Bis auf wenige Ausnahmen zumindest: Ich habe eine Zeit lang so einen zierlichen Katalanen gefesselt, die Leute haben es geliebt.

Ist Bondage in Zeiten von #metoo noch zeitgemäß?
Im Allgemeinen gelten Fesseln als Symbol für Unterdrückung. Ist Bondage in Zeiten von #metoo und Diskriminierung noch zeitgemäß?

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker. Die Fesseln sind Ausdruck meiner Hände, eine Verlängerung, eine Berührung, ein Teil von mir. Für mich steht das Seil für Nähe und Halt, ein Ausdruck dafür, den geliebten Partner zu halten und zu wärmen. Die Leute sind ja meistens nackt, doch sie fangen erst an zu frieren, wenn man sie losmacht – wenn man sie loslässt. Meine Workshops heißen nicht umsonst „Von Seilen umarmt und gehalten“.

Das klingt jetzt ein bisschen nach Streichelzoo …

Meine Modelle sind keine Häschen, sondern immer starke Frauen, die sich selbst auch gerne als „Miststück“ bezeichnen – die spielen genauso gerne wie ich. Die kämpfen gerne, provozieren gerne, machen Unsinn, versuchen mich auszutricksen. Frauen, die im Alltag tough sein müssen und ihre Verantwortung beim Bondage komplett abgeben wollen, sind bei mir falsch. Mein Spiel findet auf Augenhöhe statt. Frauen finden das gut, weil sie wissen, dass der Grimme ihnen nichts nimmt von ihrer Dominanz. Ich muss niemanden kleinmachen, das habe ich nicht nötig. Nicole ist absolut gleichberechtigt. Und alles andere als hilflos.

Schlagen und fesseln – muss das immer sein oder geht es auch mal ohne?

Es ist ja nicht so, dass wir laufend am Vögeln sind. Klar haben wir auch mal ganz normalen, ein bisschen rauen Sex – ohne Fesseln und Haue. Und manchmal wollen wir auch einfach nur Rumkuscheln und Massieren. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.

Beim japanischen Bondage wird die Partnerin nicht nur gefesselt, sondern auch unter die Decke gehängt. Wie lange wollen Sie das noch durchziehen?

Ich möchte mit Nicole auf jeden Fall 25-jähriges Bühnenjubiläum feiern, das sind noch acht Jahre. Ich achte auf mich, auf genügend Bewegung. Kraft und Ausdauer ist für die Übungen unbedingt notwendig.

Sie erzählen auf der Bühne die Geschichte Ihrer Beziehung. Darin geht es oft darum, sich gegenseitig zu reizen. Sind Sie nicht auch mal müde oder schlecht gelaunt?

Doch, dann läuft das Ganze ruhiger ab. Wir beginnen in der Regel mit einer Standardfigur: Seile um die Taille, Seil ums Fußgelenk, Fuß hoch – schon hängt sie kopfüber. Wie wir dann weitermachen, hängt von der Stimmung ab. Wir haben von Romantik über brutale Sauereien bis Schmerzen alles im Programm. Wenn Nicole auf Krawall gebürstet ist, kann es auch mal derbe werden. Dann stützt sie sich mit dem Bein ab und kreiselt so, dass sie mich jagen kann. Oder sie klaut mir das Seil und hängt sich selbst hin. Sie kann eine Soloperformance machen. Das Ziel ist immer klar: „Denk daran, ich will Spaß haben!“

Es sieht beinahe fürsorglich aus, wenn Sie Nicole verschnüren. Zeigen Sie durch Fesseln Ihre Zuneigung?

Ja, dann bin ich ganz bei der Person. Und wenn ich grob werde, dann weil ich Intensität spüren will. Gutes Fesseln ist für mich Zen: mit Achtsamkeit, ohne irgendwohin zu wollen, die Dinge passieren lassen.

Was verstehen Sie unter Liebe?

Etwas wie unsere Dreierkonstellation. Sie funktioniert deshalb so gut, weil sich jeder darüber freut, wenn es dem anderen gutgeht. Egal, ob das ein gemütlicher Abend zu Hause ist oder weil ich mit Nicole schlafe oder Andrea einen Freund getroffen hat. Diese gegenseitige Freude, das hat für mich mit Liebe zu tun. Und Vertrauen. Ich kann mich darauf verlassen: Wenn etwas ist, habe ich meine beiden Frauen, die mich unterstützen. Und ich sie.

 

Quelle und Original-Artikel: http://www.sueddeutsche.de/leben/reden-wir-ueber-liebe-sadomasochisten-sind-die-letzten-romantiker-1.3849738

Respekt

Respekt

Wow! Lady du siehst klasse aus in den Kleid!“
Sie dreht sich um und lächelnd bedankt sich beim Bauarbeiter auf dem Gerüst.

Es klingt unglaublich, oder? Ist es auch denn die Sprüche die von der Baustellen herabregnen klingen meistens anders.
Bauarbeiter und Handwerker sind aber nicht die einzigen. Krawatten träger die abends vor dem Bildschirm sitzen und die einschlägige Foren besuchen sind keineswegs kultivierter in Umgang mit Frauen. Rap und die entsprechende Gang-Image die vermittelt ist auch nicht gerade ein pädagogische Paradebeispiel.
Ich weiss, Ego und Testosteron vermischt ergeben ein ziemlich hohe Selbstmeinung aber damit es klar ist, „Hey Bitch, willste mal geil ficken?“ ist keine Anmache sondern einfach nur primitiv, egal ob derjenige der solch ein Satz rausbrüllt ein Sexgott ist.
Ich hatte schon über mein kleine Experiment in Freiwild berichtet, ich glaube aber ich muss es so formulieren das auch Intelligenzallergiker und Öko-Gehirn-Benutzer es verstehen können.

Liebe Forum-Benutzer, Inserat-Aufgeber, Schnell-Sex-Suchende,

Dein Schwanzbild als Portrait zu setzen ist nicht die beste Visitenkarte. Keine der Frauen auf der andere Seite der Leitung wird in Ohnmacht fallen oder sich blitzartig ausziehen um vor dein Bild zu masturbieren. Vielmehr wird sie etwas sehen das sie schon mehrmal gesehen hat und dabei denken das du eine feige Wurst bist, die kein Mumm hat sein Gesicht zu zeigen. Wenn du aus gegeben Gründe dein Antlitz nicht publik machen willst, benutze doch eine Blumenwiese als Profilfoto. Ich garantiere dir das du damit mehr Erfolg haben wirst.

Nun hat eine Sie auf deine Chat-Anfrage geantwortet. Ich gratuliere, sie hat wohl dein Schwanzbild übersehen…
Obwohl in ihr Profil steht das sie Devot ist, ist das kein Grund sie zu behandeln wie Dreck die man aus der Schuhsohle kratzt. Verwechsle nicht Devot mit Willenlos, sie wird nicht alles für dich machen nur weil du sie ansprichst. Ohren und Augen sind sehr nah am Gehirn (ja, das Ding zwischen den Ohren) und sie wird schnell merken das du sicher nicht die Krönung der Evolution darstellst.
Ich verrate dir aber an dieser Stelle ein kleines Geheimnis: Du wirst es nicht für möglich halten aber Sympathie spielt bei Devoten eine ziemlich grosse Rolle. Aber hey, nicht weitersagen!

Ok, du hast sie mit Copy-Paste Prosa aus Internet-Ratgebern überzeugt zu ein Treffen.
Ich hoffe hinständig das sie dich verarscht, zuhause bleibt und sich stattdessen Romance-TV satt reinzieht…
Ich glaube zwar nicht das du im Realleben so auftrittst wie im Internet aber versuche zumindest peinliche Situationen, wie ein Glas Bier über den Kopf geschüttet zu bekommen, zu vermeiden. Sie mag ein geiles Stück zu sein, sie ist aber nicht dein geiles Stück. 
Ich weiss, es ist für dich schwer nachzuvollziehen das andere doch etwas im Schädel haben und, so überraschend wie es sich anhört, die meisten können es auch benutzen. Nichts desto trotz, es wäre angebracht die verkümmerte letzte Synapsen doch wachzurütteln um Sätze aussprechen zu können die nicht mit „Hey“ anfangen und folgende Worte nicht beinhalten: Fickfleisch, Fotze, Schlampe, Nutte, Buckstück, na du weisst was ich meine.

Respekt scheint aber heut zu tage ein rares Gut zu sein und es wurde offenbar auch nicht gleichmässig verteilt…

Happy Birthday 3

Happy Birthday 3

3, 766, 274, 860, 152694, das sind die heutige Zahlen.
Nein, kein Lotto…

Es ist 3 Jahre her als ich mein Blog Widerwillen geboren habe,
766 von euch finden es soweit interessant,
274 Beiträge habe ich bis jetzt gesammelt,
860 Kommentare habt ihr beigetragen,
152694 Ansichten waren bis heute.

Das ist echt wahnsinnig!
Ich danke euch alle, ohne euch wäre das nur ein öde Monolog in der Internet-Wüste.

Metamorphose

Metamorphose

Die Raupe bewegt sich langsam am Ast entlang.
Sie lauft an Flinke Ameisen und fette Käfer vorbei aber sie scheint kein Interesse zu wecken.
Das kümmert der Raupe nicht, sie hat ein Ziel und wird dies nicht aus den Augen lassen: ihre Metamorphose.
Die Raupe erreicht am Ast eine kleine Verzweigung und folgt die Anweisungen der Natur.
Sie lässt sich am Zweig hängen und fällt in ein scheinbare Schlaf.
Die Ameisen und Käfer laufen immer noch, kopfschüttelnd an ihr vorbei.
Es dauert eine Weile bis aus der Raupe ein Schmetterling versucht herauszubrechen.
Mit mühe und Beharrlichkeit, befreit sich der Schmetterling aus ihr vorherige dasein.
Er entfaltet die Farbenpracht der Flügeln und fliegt davon, in eine Welt jenseits von Ameisen und Käfer.

Unsere Subs sind wie Raupen die inmitten der Gesellschaft nach ihre Bestimmung suchen.
Andere können dieses Vorhaben nicht verstehen, geschweige denn unterstützen.
Unsere Subs brauchen Anweisungen um ihre Stellung zu finden und nur mit Beharrlichkeit können sie sich aus der Zwänge der Gesellschaft befreien.
Wenn dies geschieht verwandeln sie sich in etwas Wunderbar und können ihr Flug antreten.
Etwas das völlig an der Gesellschaft vorbei geht, fremd und unvorstellbar.
Und doch so wunderschön.

Ich befehle!

Ich befehle!

Eine D/S Beziehung ist eigentlich ganz einfach: ich befehle und du folgst.
Was aber wenn sie nicht folgt? Will sie eine Bestrafung provozieren? Will sie mich testen? Oder war mein Befehl nicht durchführbar?
Wohl nicht so einfach…
Doch, es ist einfach wenn man als Dom nicht vergisst das D/S keine Einbahn ist.
Es geht, wie bei jeder andere Beziehungsform um Kommunikation, und die muss nicht mal Verbal sein.
Es wird immer von „Sub Lesen“ gesprochen, aber es gibt ein andere Wort dafür der in unsere Kreise vermieden und totgeschwiegen wird: einfühlsam.
Bei alle Begriffe die ein Dominante beschreiben, kommt „einfühlsam“ sehr selten vor, sollte aber Pflicht sein.
Ein Dom der nicht einfühlsam ist, kann nicht nachvollziehen was in eine Sub vorgeht, er ist blind und taub.
Es ist Voraussetzung für ein Dom diese Eigenschaft zu haben, alles andere ist Missbrauch.

Die Versuchung ist gross in eine egozentrische Denkweise zu fallen und die Sub als Objekt zu betrachten und entsprechend zu benutzen.
Ein Objekt hat aber keine Seele, keine Gefühle und verliert keine dan.net/2017/01/24/gedanken/">Gedanken an das was mit ihm geschieht.
Bei aller Strenge und bei noch so ausgeprägter Dominanz, ein Dom sollte nie vergessen das grösste Geschenk zu würdigen: die entgegengebrachte Unterwerfung.
Es ist nicht selbstverständlich das eine Sub sich euch unterwirft, umso weniger das euch Respekt gebührt wen ihr kein Respekt anbietet.

Achtet auf wer sich euch zu Füsse wirft, das ist ein Befehl!