Eine unerwartete Wendung

Gestern war SM-Frühlingsparty der IG-BDSM.

Als ich die Einladung gesehen habe, wollte ich unbedingt hingehen um endlich ein paar Gesichter zu den Forumnamen geben zu können.
Ich wollte aber nicht alleine gehen, so habe ich meine Langjährige Freundin gefragt ob sie mitkommt.
Sie ist unterwürfig und auf der suche nach ein Dominante Gentleman und bei so eine Party sind sicher ein paar Doms auch dabei.
Sie hat zugesagt, hat aber ein paar Bedingungen gestellt:
Sie will nicht spielen und wir haben ein Codewort vereinbart damit ich sie “befreien” kann falls sie in eine unangenehme Situation geraten soll.

Soweit so gut.

Ich hab sie zuhause abgeholt und wir sind gemeinsam hingefahren.
Unterwegs hat sie nochmal betont, sie habe nicht vor sich in ein Spiel verwickeln zu lassen.
Im Club habe ich ihre die Räumlichkeiten gezeigt (ich war schon ein paar mal dort an andere Anlässe) und wir haben die ersten Partygäste kennengelernt.
Ich hatte keine spezielle Erwartungen, für mich war einfach wichtig gleichgesinnte persönlich zu treffen.
Dann haben wir X getroffen (Der Name wurde geändert), ein Unterwürfige um die 40.
Nach ein bisschen Smalltalk hat meine Freundin angefangen X zu dominieren.
Ich war definitiv überrascht! Ich weiss zwar das sie das kann, hatte es aber noch nie erlebt.
Das war definitiv nicht etwas was ich erwartet hätte!

Während der ganze Party ging es so weiter und ich habe mich köstlich amüsiert.
Wir haben währenddessen diskutiert, sie stellte Fragen über die verschiedene Utensilien um X den Arsch zu versohlen.
Ich erkannte das sie, bewusst oder unbewusst, die gleiche Techniken anwandte wie ich :-)
Die Überraschung war aber perfekt als sie gleich noch andere Unterwürfige als Diener einspannte und alles mit eine Souveränität und eine Selbstverständlichkeit, als es nie was anderes gegeben hätte!
Ich konnte mein Grinsen nicht verbergen.
Was für eine unerwartete Wendung!

Es war für mich sehr interessant zu sehen wie sie dominiert hat.
Ich kenne sie und ich habe ihre Sehnsüchte und Wünsche in ihre Handlungen erkannt.

Ich habe sie nach der Party nach hause gebracht, sie war zu müde um noch weiter zu machen so haben wir uns verabschiedet.
Ich bin aber gespannt auf unsere nächste Treffen. Das wird sicher viel interessanter 😉

Danke an die Organisatoren der IG-BDSM: eine gelungene Party!
Es war schön die Forenmitglieder persönlich zu treffen und ich freue mich schon auf der nächste Event.


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Mayday !

…oder wenn es nicht klappt,

und ich meine damit nicht eine erektile dysfunktion, sondern der Abbruch eine Session/Spiel.

Einige von euch haben es wahrscheinlich schon erlebt, es fängt gut an aber es kommt der Moment wo es nicht mehr weiter geht.
Es gibt unzählige Gründe warum es nicht sein soll:
es kann ein fehlen an Feedback sein, ein Geruch, eine Aussage, eine Geste, die Spannung ist weg, die Erregung ist flöte…
Was nun?

Ich kann nur auf persönliche Erfahrungen zurückgreifen denn das ist ein Thema der nicht gerne besprochen wird.
Ja, das ist mir schon ein paar Mal passiert das ich abgebrochen habe oder das Seitens der Sub ein Veto kam.
Ich finde es überhaupt nicht schlimm, es geht ja schliesslich um Chemie, Verständnis und Vertrauen und wenn diesen nicht mehr gegeben sind, macht es keinen Sinn weiter zu machen.
Ich bevorzuge Qualität gegenüber Quantität und ich verzichte gerne auf eine schlechte Session. Beide sollten es geniessen und sich dabei wohl fühlen.

Was ich aber persönlich sehr wichtig finde, ist ehrlich darüber zu erklären warum es nicht klappt !
Es ist für die/der andere nie besonders schön ein “Stop” oder “Mayday” zu hören und es ist nur fair die Gründe preiszugeben.
Ich hatte schon die verschiedenste Gründe gehabt: von Körperhygiene bis zu angst um der mentale Zustand der Sub.
Ein offene Gespräch nach der Abbruch schafft Klarheit und keine ist danach verärgert.

Und was sind eure Erfahrung ?


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Fifty Shades of Dan

Ein Phänomen, eine Sensation, ein Publikumsmagnet. Das hat die Presse über den Film geschrieben.

Ich habe den Film nicht gesehen, dafür alle drei Bücher gelesen.
Ich sehe schon manche der Kopf schütteln: “Du hast Fifty shades of Grey gelesen?!?!”
Ja, habe ich. Ich wollte wissen was das ganze Hype sollte.

Nun, mein Fazit:
FSoG kann man nicht in eine vorgefertigte Schublade stecken, es ist viel komplexer als man auf dem ersten Blicke denken kann.
Es ist ein Schundroman, ganz klar. Junge Naïve verliebt sich in Stinkreiche gut aussehende Man.
Dummerweise er steht auf “die harte Tour” und sie hat keine Ahnung auf was sie sich einlässt.
Soweit so gut.

BDSM
Na ja, was soll ich sagen? Ja, er peitsch sie aus. Ja, er bindet sie ans Bett. Aber alles hat ein schales Beigeschmack…
Da wird tief in der Klischees-Schublade gegriffen um etwas ähnlich wie BDSM der Leserinnen schmackhaft zu machen.
Es entsteht damit eine Mischung zwischen BDSM-für-Dummies aus dem Sex-Shop, Emmanuelle (der Film) und ein Soft-Porno.
Jeder der sich auch nur minim mit BDSM befasst wird einfach lächeln darüber.

Krank
Mr. Grey wird in der Geschichte als krank bezeichnet. Er wurde in seine Jugend misshandelt und als Resultat davon ist er ein Sadist und ein Kontroll-Freak geworden. Er geht sogar zum Therapeut.
Hier wird ganz klar BDSM als Krankheit verkauft, was absolut nicht der Fall ist!
Zugegeben, auch unter SMler gibt es krankhafte Persönlichkeiten aber das ist nicht die Regel.

Frauen
Warum fliegen aber Frauen scharenweise auf solch ein Roman ab ?
Wer ein bisschen recherchiert, wird merken das die Autorin E. L. James (Erika Mitchell als Sterbliche) hat ganze Arbeit geleistet.
Ursprünglich war die Geschichte ein Twilight-Abschnitt und wurde online publiziert. Das Internet macht’s möglich, es gab zahlreiche Feedbacks und die Autorin hat nach und nach die Geschichte anhand der Rückmeldungen geändert.
FSoG wurde also “designed” um Frauen zu gefallen.

Medien
Da BDSM immer noch, mehr oder weniger, Untergründig ist, wurde es von den Medien aufgegriffen.
Die Bücher (und Film) wurden hochgelobt, als pervers betitelt, verboten, verteufelt. Doch schlechte Werbung ist immer noch Werbung und so wurde es zum Selbstläufer.

Insider
Die BDSM Anhänger streiten sich jetzt noch darüber ob der Film (und die Bücher) gut oder schlecht sind für der Image.
Die Aussage das SM eine Krankheit ist, kommt gar nicht gut an. Dafür ist aber SM in aller Munde.
Ich bezweifle das es mehr Leute dazu bewegen wird SM zu praktizieren: die Neigung hat man oder nicht.
Ob es für der allgemein Image von SM gut ist, ist abzuwarten.

Ich begrüsse das die Öffentlichkeit über SM diskutiert. Schade nur das ein billig Roman und die Verfilmung davon braucht um solch eine Diskussion anzukurbeln…


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Hello strange world!

So, da bin ich. Hello World. Jetzt gehöre ich auch zu den Bloggers dieser Welt.

Das war kein leichter Schritt, ich habe lange überlegt ob ich soll oder nicht.
Es gab dafür und dagegen:
– Deutsch ist nicht gerade meine grösste Stärke…
– Ein Blog bringt Leben in eine Webseite
– Ein Blog braucht aber Zeit
– …

Um es kurz zu machen, die “dafür” haben gewonnen :-)

Erwartet nicht ein Täglichen Blog, das habe ich definitiv nicht vor.
Ich möchte viel mehr ab und zu meine dan.net/2017/01/24/gedanken/">Gedanken und/oder Erfahrungen mit euch teilen.
Hoffentlich wird das jemand interessieren…


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