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Die Essenz (Addendum)

Nach mein vorherige Post “Die Essenz“, wurde ich gefragt ob ich das Thema ein bisschen mehr vertiefen könnte.
Daher…
Verzeiht mir aber wenn ich von der Prosa schöpfe und manchmal Umschreibungen und Beispiele hinzuziehe.
Es ist nicht immer einfach etwas zu beschreiben das man kaum fassen kann.
Ich werde aus meine Erfahrung schreiben und werde daher weibliche Subs erwähnen. Das ganze kann natürlich auch andersrum angewendet werden.

Was ist also die Essenz eine Sub? Und vor allem, wie erkenne ich es?
Nun, die Essenz ist das Wesen eine Sub, wie sie sich gibt, was sie ausstrahlt, ihr Charakter.
Es ist dem entsprechend schwierig ein Rezept zu geben wie man die Essenz erkennen kann.
Hier kommt die Empathie und die “Lesefähigkeit” der Dom zum Zug.
Ich kann es nur immer wieder wiederholen: Liebe Dom Kollegen, lasst euch Zeit, schärft eure Sinnen, seid Beobachter!
Es ist unglaublich wie viel man verpasst kann während der Dauer ein einzige Peitschenschlag.
Lasst die Sub “sprechen”, nicht verbal sondern in Gestik. Sieht ihr der unterschied zu vor dem Spiel?
Es ist genau in der Moment der Stille, wenn der Dom sein nächste Zug plant und die Sub wie schwebend wartet auf das was kommen wird, genau jetzt ist die Essenz fast greifbar.

Wie erkenne ich ob die Essenz meine Sub kompatibel zu meine eigene ist?
Ich kann nur für mich selber sprechen und bei mir ist es ganz einfach zu erkennen.
Eine mir genehme Essenz zaubert ein breites Grinsen in mein Gesicht, ob ich will oder nicht.
Das ist wie wenn man kleine Welpen spielen sieht und dieses “Ach Gott sind di süss” nicht verkneifen kann. So ein Grinsen.

Gibt es verschiedene Essenzen?
Oh ja, unzählige.
Die Reaktion die sie bei eine Dom aufrufen ist jeweils anders: manche sind fordernd, unschuldig, bittend, schreiend, …
Es ist wie ein Wegweiser der Zeigt die Richtung die man nehmen soll, oder was die Sub als Richtung unbewusst erwartet.
Das ist der Weg der geringste Wiederstand.
Es steht euch natürlich frei diesen Wegweiser zu folgen oder bewusst eine andere Richtung einzuschlagen.

Welche ist die beste Essenz?
Das ist kein Essenzen-Wettbewerb, es gibt keine Rangliste.
Das muss euch gefallen, eure Kreativität und Fantasie anregen.
Teenagers führen Ranglisten, ich speichere unvergleichbare Erfahrungen :-)


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Die Essenz

Man lernt jemand kennen, heutzutage im Internet, man tauscht etliche Mitteilungen aus und vereinbart das erste Treffen.
Nervosität macht sich breit, ob die Chemie wohl stimmen wird?
Endlich trifft man sich und schnell wird sich herausstellen ob man zueinander passt.

Die “Chemie”, was ist das?
Wissenschaftler sagen es ist ein Geruch und jeder hat eine eigene Note. Daher heisst es auch “beschnuppern”.
Wir suchen oder besser “schnuppern” uns durch das Leben auf der suche nach eine uns genehme “Chemie”.
Unbewusst riechen wir das Wesen der Person die uns gegenüber steht.

Was ist aber wenn SM ins Spiel kommt?
Ich wage zu behaupten, jemand in Sub oder Top Modus, sondert eine andere “Chemie”.
Das Wesen ist nicht mehr das gleiche, es kommt eine andere Note zum Vorschein.
Es kommt aus dem gut verborgene Innere, ein viel aufregender Geruch, es ist das wahre Wesen.
Ich nenne sie “Essenz”.

Ich hab immer gedacht die “Chemie” sei wichtig, das ist aber ein Hauch von nichts im vergleich zur “Essenz”.
Also, immer schön brav die Nase putzen vor ein Spiel, um keine der nur so kleine Nuancen zu verpassen!


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Es spielt keine Rolle …

“Du bist die unschuldige Schülerin und ich der strenge Lehrer…” Rollenspiele eben.

Nee, das ist nicht meins. Ich mag keine Inszenierung, keine Rolle, keine vorgeplante Kiste und auch keine Maskierung.
Bei BDSM kann man unverfälscht sich selber sein. Habe ich gerade “kann man” geschrieben ? Ich meinte “sollte man” :-)
Denn alles andere wird schnell entlarvt. Man kann keine Neigung vorspielen ohne ertappt zu werden. Das ist das schöne daran.
Wieso soll ich denn sowas direkt, unverfälscht und ehrlich mit eine Maske versehen ?
Wer’s mag oder ein Fetisch hat, bitte sehr. Ich will ja keiner der Spass verderben.

Ich mag es nicht weil ich möchte keine gefilterte Version davon, ich will die erste Fassung, ohne Untertitel und in Originalton.
Es ist für mich zu schön “das Innere” eine Sub zu erleben, ihre Essenz.


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privilegierten

Wir privilegierten…

Die Rede ist von der Doms. (Als männlich und weiblich zu verstehen)

Ich denke nicht alle Dom ist klar was für ein Privileg sie haben, mit Subs spielen zu dürfen.
Manche sehen es als selbstverständlich oder sogar als Gott gegeben Recht…

Wie viel Vertrauen braucht es wohl dafür um sich unterwerfen, sich wehrlos abgeben, sich fallen lassen?
Ich spreche nicht von der Minute 37 in ein Spiel, ich denke eher an der erste Sekunde, bevor alles beginnt.
Ich finde es immer wieder faszinierend was für eine Willenskraft und Stärke nötig ist um diese magische Schwelle zu überschreiten.

Wir Doms haben es einfach, wir befehlen, dirigieren, und geniessen.
Versteht mich nicht falsch, ich bin überzeugt ein guter Dom muss sich ins Zeug legen und darf nicht auf die faule Haut liegen bleiben. Es ist aber einfacher und nicht zu vergleichen.

Ich möchte an dieser Stelle ein Danke aussprechen an alle Subs.
Ihr seid die die unser Leben bereichern, die uns Dom ein dasein ermöglichen.

Und wenn das nächste mal, nach ein Spiel, die Sub sich an euch anlehnt und euch dankt, wäre es nicht falsch der dank zu erwidern.


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Was suche ich ?

Aufgrund meine Webseite und mein Blog habe ich ein paar Feedbacks bekommen.
Es ging dabei um Lob (danke, das motiviert weiter zu machen) und auch Anfragen ob ich auf der suche bin.

Nun ja, ich suche…
Hauptsächlich suche ich Zeit denn das ist ein immer knapp werdende Gut.
Ab und zu suche ich meine Schlüssel und ach ja, eine Sub wäre auch nicht schlecht.

Wer BDSM kennt weiss aber das es nicht “die Sub” gibts sondern unendliche Nuancen davon.
Und jetzt kommt die Frage die ich nie vollständig beantworten kann: wie soll denn die Sub sein ?

Es ist eine (fast) unmögliche Frage und verdient eine (fast) unmögliche Antwort: sie soll sich selber ehrlich sein.
Das hört sich banal und abgedroschen an, ich meine es aber ernst.
Ich habe aufgegeben nach der perfekte Sub zu suchen, aus zwei Gründe:

  • Perfektion existiert nicht. Wer Glück hat, wird wir für Bruchteile einer Sekunde, ein perfekte Moment erleben. Mehr ist nicht drin. Alles andere ist ein streben danach.
  • Wer sucht findet garantiert nichts…

Alle Menschen (ausser die ganz einfach gestrickte, ich gehöre aber nicht dazu) sind ein sehr komplexe Gebilde.
Nicht nur das Aussehen, auch die Innere Werte, wie die “Ticken”, das Charakter, das Wesen.
Zählt man noch die Neigungen und Fetische dazu, kommt man schnell auf eine kaum beschreibbare Mischung…
Und aus all diese Eigenschaften soll ich Steckbrief zusammenfassen ? Neee !

Ich kann höchstens ein groben Umriss zeichnen.
Solche Eigenschaften suche ich:

  • Weiblich (Ja liebe Homosexuelle, ich weiss, das ist sowas von langweilig… Aber ich mag das :-) )
  • 18 bis 50, wobei die eigentliche Reife ist entscheidend.
  • Unterwürfig aus Überzeugung.
  • Eine masochistische Neigung ist von Vorteil 😉
  • Selbstbewusst. Eine Sub muss das sein !
  • Ein Mindestmass an Intellekt. Der Proller-Spruch “Dumm f…kt gut” kann ich jederzeit widerlegen !
  • Anschaulich. Kein Model, keine Barbie. Eine Frau mit Kanten und Macken und die damit zurecht kommt.
  • Das Erfahrungsniveau ist mir egal, die Einstellung aber nicht.

Was ich biete:

  • Loyalität. Ich suche eine langfristige Spielbeziehung.
  • Verstand. SM ist auch Kopfsache.
  • Geduld. Wir wollen schliesslich Spass haben und kein Weltrekord aufstellen…
  • Erfahrung.
  • Was ich nicht biete ist Liebe. Ich bin verheiratet und suche daher eine Spielbeziehung.
    Nicht das ich kalt bin, ganz im Gegenteil, ich zeige gerne meine Zuneigung.
    Diese ganz besondere Platz in mein Herz ist aber schon vergeben.

Schlussendlich ist aber alles was ich hier beschrieben habe sehr relativ.
Was man “die Chemie” nennt entscheidet.
Wer also bis hierher gelesen hat, findet mich wahrscheinlich “ok” und wenn die Scheue nicht all zu gross ist, kann sich ruhig bei mir melden :-)

Noch was…
Ich bin in Zürich. Ich bin zwar mobil aber ich will nicht meine Freizeit in Auto verbringen auf dem weg zu dir :-)


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Eine Frage der Image

Trotz Romane und Filme die das Thema ansprechen, BDSM wird immer noch von der breiten Masse verteufelt und angeprangert. Warum so ein schlechte Image?

Wir haben Vorlieben die nicht alle teilen aber das passiert zwischen erwachsene Personen, auf freiwillige Basis und hinter geschlossene Türen.
Wieso wird also auf uns mit der Finger gezeigt?

Meine Meinung nach gibt es zwei hauptsächliche Gründe dafür:
A) Die Gesellschaft tendiert dazu anders denkende zu verurteilen. Das scheint seit Anbeginn der Zeit so zu sein.
B) Man weiss nicht genau was bei uns zuhause abgeht, also es wird fantasiert.

Das führt zu sehr Paradoxe Situationen im Alltag…
Neulich bei der Arbeit, während der Mittagspause, wurde das Thema “Fifty shades of Grey” angeschnitten.
Nicht ich habe damit angefangen aber ich wurde schnell nach meiner Meinung gefragt.
Da ich das Film nicht gesehen habe, habe ich relativiert dass ein Hollywood Streifen kaum die Realität entsprechen kann.
Im laufe der Diskussion sind alle mögliche Kommentare durch den Raum geflogen: von “das sind doch alle Perverse” bis zu “wie krank muss man sein…”.

Ich habe innerlich gegrinst, wenn die nur wussten…
Ich habe aber eine einfache Frage gestellt die zur Unruhe gesorgt hat: “Wie fickt denn ihr zuhause?”
Die Reaktion auf diese Frage liess nicht lange auf sich warten: “Das geht niemanden etwas an was ich zuhause mache!”
Daraufhin hackte ich nach “Und wieso geht uns was an was BDSM Anhänger wohl machen?”
Die Runde wurde schon wesentlich ruhiger…
Ich legte nach: “Wer von euch kennt jemand der BDSM praktiziert?” Alle verneinten.
“Wie viele unsere Arbeitskollegen könnten wohl mit BDSM zu tun haben?”
Nur eine antwortete mit “Keine”, zwei haben gewitzelt über eine der Chefs.
“Ich nehme an das keine von uns würde je erkennen ob sein Tischnachbarn eine ist…” sagte ich.
“Wenn jemand SM praktiziert, wird er oder sie es kaum herum posaunen und es interessiert mich auch nicht was die in den eigene vier Wänden veranstalten…” Die Runde nickte zu.
Dann habe ich auf ein Kollege gezeigt “Vielleicht bist du eine!” er lächelte nervös “aber das ändert nichts daran das wir uns sehr gut verstehen”, die Erleichterung war sichtbar.
“Vielleicht sind wir die einzige hier die es nicht machen… Ich weiss es nicht…” Erstaunte Gesichter…
“…und auch wenn eine von uns so tickt, was macht das für ein Unterschied?…”

Ich habe wohl nicht alle überzeugen können aber die Diskussion wandte sich plötzlich anderweitig.

Also, wenn du das nächste mal in eine Menschenmenge bist, schau um dich herum. Wie viele Dom, Sub, Sadisten und Masochisten wirst du um dich haben?
Und viel wichtiger: macht diese Tatsache aus denen schlechtere Menschen?
Ich denke nicht. Und ich bin mittendrin :-)


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