Ein Jahr danach

Ein Jahr danach

Ich bin kein Fan von Retrospektiven, „ein Jahr danach“ solle auch keine sein. Und überhaupt ist schon länger als Jahr her als Sarah meine Bühne betreten hat und mich als Dirigent genommen hat.
Ich könnte jetzt wie ein Lehrer und ihr Noten geben. Das wäre aber nur ein punktuelles Betrachten und würde kein Gesamtbild hergeben.


Aller Anfang ist schwer

Ich weiss noch wie es angefangen hat, mit sehr viele Fragen die entweder sehr leise oder unausgesprochen blieben. Eine schüchterne und unsichere Sarah die im Raum stand und nicht wusste wo sie ihre Hände hintun sollte.
Das war einmal…
Die Sarah die ich heute begegne ist eine Selbstsichere devote Masochistin. Eine die keine Sorgen mehr hat über das was ich mit ihr machen werde, sonder mich mit ein breites Grinsen begrüsst. Die Schüchternheit war schon reizend, muss ich zugeben. Diese „ich freue mich auf dich“ Grinsen ist aber nicht zu übertreffen, auch wenn es von Zeit zu Zeit frech sein kann… Das ist aber ok, ein bisschen Frechheit ist erfrischend, oder rot glühend, je nach Sichtpunkt 😉
Auch eine Sub darf mal zynisch oder sarkastisch sein, vorausgesetzt sie (er)kennt und nicht überschreitet die magische Grenze wo es plötzlich respektlos wird. Schliesslich dreht sich doch alles um Vertrauen und Respekt und solange keine diese Kreise verlässt ist alles im lot.


Die Reise geht weiter

Es war und bleibt eine schöne Reise für uns beide, obwohl sie anfangs Bedenken hatte mir würde es schnell langweilig. Weil sie neu dazu gestossen ist und ich schon viel mehr Erfahrung habe… Eine Vorstellung die mir nicht neu ist und das ich immer wieder widerlegen muss. Es gibt kein „oh, das kenne ich schon“ für mich, weil auch wenn ich etwas schon früher ausprobiert habe, das Resultat und die Reaktion immer anders ausfallen.
Im Gegenteil es ist sehr spannend zu beobachten wie die von mir erwartete Reaktion doch nicht zutrifft. Es hat sogar zu Missverständnisse geführt. Ich sagte mal „du überrascht mich immer wieder“ und sie dachte ich wollte sie nur anspornen. Das ist tatsächlich oft überraschend wie sie auf meine „Aufmerksamkeiten“ reagiert. Auf eine positive Art.


Die Grenzen sind fliessend

Es ist auch spannend wie sich die Grenzen ein Jahr danach verschoben haben. Ich weiss noch heute wie sie das erste mal ein Versuch von mir (Ich werde nicht sagen was, ein Gentleman geniesst und schweigt) mit ein „ich glaube es geht gar nicht“ quittierte. Heute kann sie nicht genug davon bekommen 🙂
Was ich aber eindeutig merke ist wie sie mir heute blind vertraut. Das ist die Quelle des Grinsen, dieses „ich weiss es wird mir gefallen, egal wie schmerzhaft es ist“ (ja, ja, Masochistin eben…), gemischt mit „und ich weiss du wirst auf mich achten“. Früher war da oft ein kurzes Zögern, weil das Köpf sich doch noch eine Meinung bilden musste. Ein Jahr danach ist kein Zögern mehr da. Intuitiv und vor allem bewusst weisst sie das ich ihre Grenzen respektiere, die besprochene und die die erst im Spiel zum Vorschein kommen.


Der Weg bleibt das Ziel

Ich freue mich auf alles was noch kommen wird auf diese gemeinsame Reise. Am Anfang dachte sie ich wüsste bescheid wohin diese Reise geht, das ich sie gezielt führen würde. Mittlerweile weiss sie aber das es gar kein Ziel gibt, ich denke sie ist sogar froh darüber. Es ist eine Entdeckungsreise die nur zu zweit funktioniert. Es wäre eine Schande Sarah nach irgendwelche Vorstellungen biegen zu wollen. Ich mag sie so wie sie ist, ich lasse sie sich entfalten.
Was wird noch kommen? Ich weiss es nicht aber jedesmal wenn sie kniend auf mich wartet und voller Vorfreude grinst, weiss ich das der weg weiter geht.


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Oh-Stern

Oh-Stern!

Und? Freut sich euere Häsin schon auf das kommende Oh-Stern?
Ja, ja, das ist kein Tippfehler sondern extra so geschrieben.
Wer weiss schon heut zu tage wofür überhaupt Ostern da ist?
Das sind doch Feiertage die etwas mit Schokolade, Eier und Hasen zu tun haben…
Eben, das dachte ich mir schon, daher überspringe ich das Religiös belehrende Teil und geh direkt zur skurrile Realität.

Oh-Stern ist ein hochoffizielle BDSM-Feiertag, das wurde vor langer Zeit (am 18. April 2019) beschlossen und niedergeschrieben.
Die Tradition will das an diesen Tagen die Subs sich nur hoppelnd bewegen dürfen und das jeder Missachtung durch ein kräftige Schlag auf dem Arsch (das runde Körperteil der traditionell mit ein flauschiges Pommel-Plug geschmückt ist) bestraft wird. Das entlockt meistens ein „Oh“ und die Sub für ein kurzen Augenblick sieht Sternen. Daher heisst es Oh-Stern.
Gemäss der Brauchtum, geht die als Häsin verkleidete Sub auf Eiersuche und liebkost dieser mit Mund und Zunge wenn sie sie gefunden hat.
Die Überlieferung ist nicht eindeutig dabei ob der Dom seine Eier sofort anbieten soll oder ob die Häsin dafür zuerst betteln muss…
Da Doms von Natur aus gerne geben, wird die Häsin mit eine symbolische Karotte für das Eierlecken belohnt.

Der aufmerksame Leser fragt sich jetzt wo die Schokolade bleibt.
Nun, die wird traditionell als Dessert nach dem Eierlikör serviert.

Frohe Oh-Stern!


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Grinsen für Anfänger

Grinsen für Anfänger

Sie wartet auf mich, so wie ich ihr das stunden vorher mitgeteilt habe, und als ich hineinkomme, ihr grinsen ist nicht zu übersehen.

Einige Doms würden sie sofort bestrafen weil „sie nicht der Ernst der Lage“ erkennt. Ich nicht.
Ich begrüsse solche Grinsen denn ich weiss sie freut sich das ich da bin.
Überhaupt, ich sehe kein plausible Grund warum grinsen, lächeln oder lachen bei BDSM Aktivitäten nicht erlaubt sein sollte.
Ich mag es sogar wenn sie ohne hinzusehen grinst weil sie ein Geräusch hört denn sie kennt, denn sie weiss was kommen wird.
Eine grinsende Sub erlebt gerade Vorfreude und das seid ihr doch gegönnt.
Das ist der Löhn ein hart arbeitende Dom der alles daran setzt ein langanhaltende und spannende Kopfkino zu erzeugen.
Es wäre doch schade, und nebenbei bemerkt auch kontraproduktiv, diese Reaktion zu bestrafen.
Ich wünsche mir mehr grinsende Subs auf dieser Welt, denn das wäre der Beweis das die entsprechende Doms einiges richtig gemacht haben.


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Was schenke ich ihm?

Was schenke ich ihm?

Weihnacht naht und manche Subs sind schon verzweifelt am suchen: was schenke ich ihm?

Ich könnte jetzt eine elegante Überleitung hier stehen lassen und Werbung für mein Shop machen, das wäre aber ein bisschen zu dreist…

Ich muss an dieser Stelle eher eine Lanze für all die Subs da draussen brechen: Ihr seid uns jeder Tag ein Geschenk!
Wir Doms sind nicht immer einfach, nett, lieb und aufmerksam und doch begegnet ihr uns immer wieder mit ein lustvolles Grinsen und bietet euch genussvoll an. Das ist keinesfalls selbstverständlich.
Neben euer Demut und Devotion, ist diese tiefsitzende Wille das uns Doms mit Stolz erfüllt und das kann man nicht schenken.

Die eher richtige Frage ist also nicht „was schenke ich ihm?“ sondern „wie schenke ich mich ihm“. Macht doch etwas was er nicht erwartet oder gerade etwas was er erwarten würde aber noch nicht bekommen hat.
Ein Dom zu überraschen oder ihm eine Freude zu bereiten ist, wie ich schon in „Die mitdenkende Sub“ geschrieben habe, nie falsch.


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Vertrauen

Vertrauen ist gut, sich hingeben ist besser…

BDSM basiert auf Vertrauen, das ist nicht schwierig zu verstehen. Es ist aber kein gewöhnlicher Vertrauen, es ist etwas tiefer als das was man sonst kennt. Es ist kein „ich vertraue dich“ sondern ein „ich vertraue dich vollkommen“. Das macht ein ziemlich grosses Unterschied. Es ist nicht dasselbe wenn die Sub einfach darauf vertraut das es alles ok ist,  gefesselt wird und sich fragt „was wird wohl kommen?“ oder wenn sie tief entspannt, voll darauf vertrauen kann, das egal was passiert, ihr Dom Sorge tragen wird.

Ich habe es bereits im „Nackt“ beschrieben: es ist so eine Vertrauensbeziehung wo man keine Geheimnisse mehr hat, die Seele nach aussen trägt und alles von sich preisgibt. Das ist die Voraussetzung für eine Sub damit sie sich „fallen lassen“ kann, jegliche Bedenken und Gedanken loslassen.
Ohne daran denken zu müssen, weisst sie das, instinktiv und das ist ein qualitativer Quantensprung. Befreit von alle störende und blockierende Gedanken kann sie sich endlich auf das Wesentlicher konzentrieren: das hier und jetzt.

Als Dom merkt man wenn bei der Sub soweit ist. Es sind kleine Details die es verraten: sie guckt nicht mehr nach was kommt, sie wartet ruhig danach. Sie denkt nicht mehr daran was wohl kommen wird, sie grinst und lässt es geschehen. Die Neugierde wird durch Vorfreude ersetzt.
Es ist plötzlich ein andere art zu Spielen, viel entspannter und natürlich.

Es ist aber nicht etwas der erzwungen werden kann, es ist etwas das beide aufbauen und gemeinsam wachsen lassen müssen. Die Investition lohnt sich aber auf jeden fall und jeder das solch ein tiefes Vertrauen erlebt kann mir sicher nur zustimmen.

Bertolt Brecht sagte mal: „Vertrauen wird dadurch erschöpft, dass es in Anspruch genommen wird.“
Gibt eine schönere Art Vertrauen zu geben und in Anspruch zu nehmen als während ein sinnlich und versaute Spiel?

 


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Eine BDSM Webseite wie die anderen

Eine BDSM Webseite wie die anderen

Eine weitere BDSM Webseite in ein Meer aus Tausend anderen. So hat alles angefangen, vor knapp zweieinhalb Jahre.
Heute habe ich zum ersten mal mein Google-Ranking gecheckt: Bei der Suche „BDSM Blog“ landet mein Seite auf Platz 2 in der Schweiz und Platz 7 jeweils in Deutschland und Österreich…
Ich hätte nie im Leben gedacht soweit zu kommen.

Unabhängig davon wie Google die verschiedene Webseiten analysiert und bewertet, ich weiss wie es dazu gekommen ist: Ich hab es euch zu verdanken!
Ihr seid diejenige die „Gefällt mir“ klickt, ihr teilt meine Beiträge auf euere Seiten, ihr seid die die mich immer wieder motivieren.
Danke dafür!

Ich hab schon ein paar mal in diese zweieinhalb Jahre daran gezweifelt, hatte Schreibblockaden, ich wollte auch schon damit aufhören.
Und doch geht es weiter. Weil ich noch nicht alles gesagt habe, weil BDSM an sich noch viel zu erzählen hat und vor allem weil ich eine treue Leserschaft habe. All die Kommentare und Mitteilungen die ich immer wieder bekomme sind mein Treibstoff.
Ich hab ganz tolle Leute durch meine Webseite kennengelernt, solche die man für gewöhnlich nicht bei einer Party trifft.
Es wurden so viele Themen angesprochen: von Dominanz, Sub, Bestrafung, Bondage, ein bisschen Sex und eine ganze Menge Gefühle.
Ich bin auch dadurch auf die eine oder andere BDSM Webseite gestossen, solche die mich inspirieren, wie The Training of O oder Kariswelt.
Andere motivieren mich auf eine andere Weise, es sind die „Möchtegern-Doms“ dieser Welt, das Unkraut der BDSM…
Vielleicht durch mein Alter entwickle ich Beschützer-Instinkte für die Anfänger, die noch ziemlich naiv und unerfahren sich durch das BDSM Universum tasten. Vielleicht möchte ich auch nur mein Karma verbessern, obwohl ich bezweifle das es etwas nützen wird 😉
Ich bin auf jeden fall froh wenn ich durch eine meine Beiträge jemand helfen kann.

Nochmal danke ihr Perverslinge, und sagt es ruhig weiter 🙂


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Nicht vergessen!

Nicht vergessen!

Subs fragen sich oft „was kann ich tun um meinen Dom meine Devotion zu zeigen?“
Sie wollen ja gefallen und das schätzen wir Doms auch ungemein.
Es muss nicht immer etwas kompliziert und aufwendig sein, auch ein „Sir, vergessen sie nicht Schirm und Schlüsselbund“ kann sehr erfrischend sein.
Und wenn es dabei nicht gesprochen wird, wird es umso spannender…


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Götter der Geilheit

Götter der Geilheit

Der Satz „Mach es dir bequem“ kennen wir alle. Unser Partner sollte sich schliesslich wohl fühlen, relaxen, die Aufmerksamkeit auf uns richten und von Geilheit triefen.
Das sind gute Manieren, das haben wir so gelernt. Das gilt allerdings nicht immer bei uns SMler…

Wir fesseln unser Partner in die unmöglichste Positionen, Klemmen beissen sich in die Haut und Schläge richten die Aufmerksamkeit auf das brennende Schmerz.
Unsere Partner werden überflutet von Empfindungen, wir tun alles damit sie vergessen die Welt die da draussen ist, mit ihre Regeln und Rituale.
Wir wollen das sie in sich hinein tauchen und frei fühlen und empfinden was sonst immer so kontrolliert ist.
Es hat etwas von Magie oder Hypnose, wir versetzen sie in eine andere Dimension, mit andere Regeln und andere Sitten.
Wie Schamane tanzen wir um unsere Subs und beschwören durch unsere Handlungen die Götter der Geilheit.
Und erst wenn wir ein zufriedene Grinsen auf ihre Lippen sehen, wissen wir das die Magie gewirkt hat.

Haben wir der Knigge verkehrt gelesen? Natürlich nicht, das sind unsere gute Manieren.
Wir wollen schliesslich das unser Partner sich wohl fühlt…


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Die Aufgabe

Die Aufgabe

Sie liest die letzte Mitteilungen im Messenger ab. Die Aufgabe die sie bekommen hat, ist eigentlich ziemlich einfach:

– Samstag um 18:45 erwarte ich dich beim Parkplatz XXXX.
– Du hast leichte Bekleidung anzuhaben die du schnell ablegen kannst.
– Es wird kühl sein, also nimm auch ein lange Mantel mit.

Ist wirklich einfach, vielleicht auch viel zu einfach…
Sie ist zwar daran gewöhnt ihn ohne Unterwäsche zu treffen und wenn das Spiel beginnt hat sie sowieso nicht viel an. Was hat er aber vor? Die wildesten Fantasien wechseln sich in ihr Kopf ab.

Sie hat sich vorbereitet. Geduscht, rasiert, eingecremt. Sie hatte schon vorher ein Kleid ausgesucht mit ein lange Reissverschluss am Rücken, etwas „was sie schnell ablegen kann“ hat er gesagt. Noch das Mantel rüberziehen und sie macht sich auf dem Weg. Als sie mit ihr Auto von der Strasse zum Parkplatz abbiegt, sieht sie das er schon da ist. Sie parkt rechts von ihm und steigt aus. Er drückt noch schnell die Zigarette weg und geht auf sie zu. Die Begrüssung ist wie immer warmherzig, mit drücken und Küsschen. „Komm mal rüber“ sagt er und öffnet ihr die Beifahrertür. Sie will sich hinsetzen aber er stoppt sie „Nein, zuerst ausziehen“. Sie guckt ihn an um zu sehen ob das ein Witz ist aber seine Mine ist ernst. „Hier?“ fragt sie erstaunt. „Nein, mitten auf der Strasse… Natürlich hier.“ und die Ohrfeige trifft sie völlig unvorbereitet, „Und es fehlte Sir am Schluss deine Frage“. Instinktiv stellt sie sich grade hin, die Schultern nach hinten, „Ja Sir“. Sie schaut kurz herum. Die Dämmerung hat gerade eingesetzt aber es ist immer noch verdammt hell draussen. Die Industriezone ist Samstag leer aber die Hauptstrasse ist in Sichtweite und Autos fahren daran vorbei. „Heute noch.“ ergänzt er und sie zuckt wieder zur unmittelbare Realität. „Deine Kleider nehme ich.“ Sie zieht den Mantel aus und dreht sich. „Sir, könnten sie mir dabei helfen? Sir?“ Er öffnet der Reissverschluss mit ein Ruck und sie lässt das Kleid herunterfallen. Sie dreht sich und übergibt es ihn. Er schaut direkt in ihre Augen und lässt ein Finger durch ihre Spalte gleiten. Ihr Körper reagiert sofort auf die Berührung: ihr Becken macht sich selbständig, neigt sich und presst sich gegen die berührende Hand. „Das scheint dir doch zu gefallen…“ sagt er grinsend. Sie schliesst die Augen und kommentiert mit ein „Ja, Sir…“ Er zieht zufrieden die Hand weg, „Auf die Knie“. Sie kniet hin und der raue Asphalt bohrt sich in ihre Knie. Er öffnet die Hintertür und legt ihre Kleider auf der Rückbank. Als er wieder vor ihr steht, sieht sie der lederne Halsband und sie hebt instinktiv ihre Haare damit er es besser anlegen kann.  „Jetzt darfst du einsteigen.“

Der Sitz ist kalt, vor allem die Teile aus Leder aber sie nimmt platz. Erst als er die Türe zu haut wird ihr klar das eine einzige Berührung hat sie vergessen lassen das sie nackt in der Öffentlichkeit war. Er steigt ein und lässt den Wagen an, was sie sehr begrüsst da jetzt die Heizung wohlige warme Luft im Innenraum verteilt. Sie fahren los und bald sind sie auf der Autobahn. Sie freut sich das die hintere Scheiben abgedunkelt sind und das die Dämmerung bald zur Nacht übergehen wird. Nichts desto trotz hält sie ständig Ausschau nach vorbeifahrende Autos. Er greift mit der rechten Hand zwischen ihre Beine und streichelt sie, „Hast du mich vermisst?“ Als wäre es selbstverständlich spreizt sie die Beine, „Ja, Sir…“ Er fingert sie sanft und sie geniesst es als sie das klicken der Blinker hört. Sie reisst sich kurz zusammen und blickt hinaus, um zu sehen er hinfährt.. Die Tafel mit dem Zapfsäulen-Symbol lässt sie zucken. Er fährt von der Autobahn ab, auf eine Tankstelle zu und ihre Augen werden grösser als sie merkt das andere Autos gerade am Tanken sind. Die überdachte Säulen sind hell beleuchtet und sie überlegt gerade wie sie sich verstecken kann. Er fährt aber auf ein Parkfeld abseits der Säulen und hält an. „Du trinkst doch Mineralwasser ohne, richtig?“ fragt er als nix dabei wäre. Sie schaut ihn an mit eine Mischung aus „Ist nicht dein Ernst“ und „Tue das bitte nicht…“ Er packt sie am linken Handgelenk bevor sie antworten kann und es klickt. Er hat sie gerade mit Handschellen am Lenkrad fixiert. Er öffnet die Tür, steigt aus und blickt kurz hinein „Ich interpretiere dein Schweigen als ein Ja.“ und schliesst hinter sich. Sie schaut ihm nach als er im Tankstellenshop hineingeht. Am Lenkrad gefesselt kann sie sich nicht verstecken, sie hofft niemand sieht sie…
Nach eine gefühlte Ewigkeit kommt er zurück, steigt ein und befreit sie. Er legt die Tüte auf der Rückbank und sie wartet nur das er wieder losfährt. Sie atmet erst auf als sie wieder auf der Autobahn sind. Nach 10 Minuten fahrt biegt er wieder nach eine Ausfahrt aber mittlerweile ist schon recht dunkel geworden und sie macht sich keine Sorgen mehr gesehen zu werden. Er schlängelt durch die Quartierstrassen, biegt auf ein Parkfeld ein und stellt den Wagen ab. „Warte hier, ich mache erst auf.“ sagte er und steigt aus. Sie beobachtet wie er eine Türe am Gebäude an der Ecke öffnet und wieder zurückkommt. Er öffnet die Beifahrertür und sie steigt aus. Mit der Dunkelheit ist auch kälter geworden. Die Autotür schliesst sich dumpf und sie spürt eine Hand am Halsband. Gerade hat sie den Klick wahrgenommen als er sagt „Komm.“ und zieht an der Leine. Sie folgt ihn nackt in der Nacht. Alle Sorgen sind weg, sie weiss sie gehört ihm und ihr ist gewiss es wird ihr gut gehen.


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Zerbrechlich

Zerbrechlich

 

Lieber Dom

Ich bin sehr gerne deine Sub und ich bin über deine Aufmerksamkeit sehr dankbar.
Ich weiss das ich dir wichtig bin und du bist mir genau so wichtig. Unsere Neigungen ergänzen sich perfekt.
Du erstaunst mich immer wieder wenn du aus dem nichts, meine unausgesprochene Gedanken aufschnappst und in Taten umsetzt.
Ich liebe diese Intimität die zwischen uns herrscht und ich mag es wenn du mit mir zufrieden bist. Eigentlich möchte ich immer diese Grinsen auf deine Lippen sehen und noch so gerne biete ich mich dir an, damit du Freude an und mit mir hast. Deine Berührungen, egal ob sanft oder hart, gehen mir durch Mark und Bein.
Ich weiss das auch der härteste Schlag und die schmerzhafteste Klemme ein Zeichen der Zuneigung sind und mein Körper und meine Seele sehnen sich danach.
Du hast mir geholfen meine Schwächen zu überwinden und du hast meine Stärken stets gefordert. Du hast mich provoziert, damit ich aus meine Unsicherheit rauskomme, du umarmst mich wenn ich weine und gibst mir ein Sicherheitsgefühl wie sonst niemand. Du warst auf meine Seite wenn ich an mir gezweifelt habe und du hast immer an mir geglaubt, auch wenn ich an deine Aufgaben miserabel gescheitert bin. Du hast aus mir eine stolze Sub gemacht die mit erhobene Kopf durch die Menge schreien würde „Ich bin seine!“

Doch diese starke Sub ist auch sehr zerbrechlich.
Ich brauche dich um mich Stolz zu fühlen, ich muss deine Führung spüren um zu sein.

Mit devoten und unterwürfigen Grüssen

Deine Sub


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Sonne, Mond und Sterne

Sonne Mond und Sterne

Macht zu haben, über jemand verfügen, bedingungslose Unterwerfung erleben.
Gott sein für seine Sub, alles dreht sich um die eine Stelle: der Dom.
Manche reiben sich bereits die Hände und ein Sabbertropfen hat sich auch schon im Mundwinkel gebildet…
Diese Ansicht könnte von Claudius Ptolemäus stammen, er war überzeugt die Erde sei das Mittelpunkt des Universums.
Zur damalige Zeit auch verständlich: aus der Erde betrachtet, drehen sich scheinbar alle Himmelskörper um unser blaue Planet.

Das ist ganz sicher nicht das erste mal das ich diese Thema aufgreife und ich befürchte es wird auch nicht das letzte mal sein.
Es geht wie immer um die philosophische Frage „Was bin ich und was mache ich hier?“, um Ego, um Weltansichten und um Perspektiven.

Nichts ist so wie es scheint.
Auch wenn manche das Gefühl haben ein Dom hat die absolute Macht über seine Sub, dem ist nicht so. Für Aussenstehende ist das Machtverhältnis ganz klar: Er befiehlt und sie gehorcht. Er ist ein tolle Hecht der alles im Griff hat. Er hat die Macht.
Die Frage ist nur: was macht ein Dom so mächtig? Sein Charisma? Sein Können? Oder seine Persönlichkeit? Weit daneben…
Es ist nicht eine Macht der er hat, es ist eine Macht die er bekommt.
Kultur, Sprache und Moral bieten wenige Möglichkeiten so ein Verhältnis eindeutig zu definieren. Wir selber verfallen in vorgefertigte Muster um sowas zu beschreiben. Wenn eine Sub sagt „Mach mit mir was du willst“ meint sie „Ich lasse dir mit mir machen was du willst und ich auch möchte“.
Bei D/S wird oft von Machtgefälle gesprochen, was an sich auch richtig ist. Wichtig ist aber zu verstehen das diese Gefälle erste durch eine Machtverschiebung entsteht, es ist eine Übergabe. Was Dom machen darf ist was Sub ihm erlaubt zu machen.
Natürlich ist es keine klassische Übergabe, die Sub wird nicht explizit bei Spiel beginn sagen „So, jetzt darfst du“ oder „Jetzt kannst du übernehmen“.
Es passiert mehr oder wenig stillschweigend, was aber nicht bedeutet das keine Kommunikation stattfindet.

Nichts ist selbstverständlich.
Diese Machtverschiebung will gepflegt werden, es ist kein Selbstläufer der einmal in Bewegung gesetzt, einfach so weiter funktioniert.
Es ist ein Spannung die nur zurecht herhaltet wird durch eine Bindung zwischen Dom und Sub. Erst durch diese Interaktion kann sich ein Machtverhältnis einstellen. „Was will ich?“ ist sicher die erste Frage die ein Dom sich stellen muss, die sollte aber unmittelbar von „Was will sie?“ gefolgt sein.
Auch eine Sub hat Wünsche und sie wird der eigene Dom umso mehr angetan sein wenn er diese erfüllen kann. Die Macht die euch Dom angeboten wird, will verdient werden. Kommunikation ist das wichtigste instrument zwischen Dom und Sub. Zu wissen wie der Gegenüber tickt, was er fühlt, denkt und sich wünscht ist unabdingbar.

Es hat 1400 Jahre gedauert bis Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler und Galileo Galilei die Sonne in Mittelpunkt unsere Planetensystem setzten.
Ich hoffe es wird nicht so lange dauern bis die egozentrische Dom Ansichten der Vergangenheit gehören werden…

Dom und Sub sind wie Erde und Mond, in ein kreisende Tanz verbunden um die SM-Sonne herum, vor eine Kulisse von funkelnde Sternen.


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Das Parfum

Das Parfum

Irgendwann hat es in dir „Klick“ gemacht, du weisst jetzt das dominant sein dein Ding ist, es macht dich an.
Und jetzt? Wie weiter?
Du saugst das Internet leer und ziehst dich rein alles was auch nur im entfernteste mit BDSM zu tun hat, von Pornos zu Ratgeber.
In der Zwischenzeit machst du verschiedene Phasen durch. Angefangen von „Es kann nicht sein“, durch „Ich bin nicht normal“ und „das kannst du nicht bringen“ bis „Ich bin so“.
Fein, du hast es akzeptiert und du bist jetzt bereit in die grosse weite Welt der BDSM einzutreten. Es fehlt lediglich ein Gegenstück.

Mittlerweile hast du schon zwei Freundinnen verloren weil die andere Ansichten haben…
Es ist frustrierend, du willst es aus erster Hand erleben und du findest niemand der mitmacht.
Fur ein kurzer Moment willst du das ganze vergessen aber das dauert nicht lange bis das Verlangen wieder hochsteigt.
Du hast sie gefunden! In ein SM-Forum hat sie geantwortet, ihr habt lange diskutiert und nach eine Weile ihr trefft euch.
Sie ist dir sympathisch und sie findet dich auch ganz ok, ihr beschliesst der Sprung ins kalte Wasser zu wagen.
Du versetzt Bergen um irgend ein ruhigen Ort zu finden und dann ist es soweit.
Sie ist vor dir und sie ist auch genau so erregt und nervös wie du es gerade bist…
Dein erste Befehl ist leise und zitterig und sie zögert den auszuführen. Oh mein Gott, sie macht es aber!
Das Spiel ist vorbei und ihr habt beide ein schale Geschmack davon. Es war… Es war ok.
Du lässt alles in dein Kopf wieder Revue passieren und du könntest dich selber Ohrfeigen, „Mann war ich ein Trottel!“
Es ist für dich schwierig zu sagen was alles falsch gelaufen ist, du weisst ja nicht was richtig wäre…

Ja mein lieber Dom-Neuling, niemand hat je behauptet das BDSM einfach sei. Es ist so viel mehr dabei als nur Sex…
Sei nicht entmutigt, kein Master ist je vom Himmel gefallen und um weiter mit Floskel zu machen, gut Ding braucht Weile.
Lerne sie kennen, lerne dich kennen: was treibt euch an, was ist geil, was nicht, …
Probiert es aus, experimentiert und dabei seid ehrlich zu einander und vor allem zu euch selber. Es ist keine Schande sich einzugestehen „Das geht so nicht“.
Jetzt wisst ihr was euch passt, jetzt weisst du was du willst. Es ist nun an der Zeit das gelernte in ein Spiel einzubringen.

Ein Spiel ist wie ein Parfum.
Wenn du es aufträgst duftet es erregend frisch, das ist die flüchtige Kopfnote die euch erfüllt mit Vorfreude und zueinander bringt.
Koste das moment wenn sie noch nicht weiss was mit ihr geschehen wird.
Dann kommt die Herznote zum Vorschein, betörend süss und wird euch von Ekstase zu Ekstase bringen.
Geniesse wie sie unter deine Führung windet, wimmelt und bettelt.
Am Schluss ist die Basisnote, angenehm und warm. Das ist was euch zusammenhält.

Du wirst sagen das du keine Ahnung hast wie man ein Parfum zusammenstellt. Das mag sein, weil du noch nie das gemacht hast.
Schliesse deine Augen und denke an das Erlebte und all die Fantasien die du noch erleben möchtest. Rieche daran, welche passt zusammen?
Ich sehe es an dein Grinsen, willkommen in einer Welt voller Dufte und Freude 😉


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die mitdenkende sub 3

Die mitdenkende Sub 3

Was? Schon wieder „die mitdenkende Sub“?
Ja, wenn etwas noch nicht perfekt sitzt habe ich keine Ruhe also feile ich noch herum.

Es erstaunt mich immer wieder das etwas was ich ziemlich banal finde so ein Echo hat.
Ich danke euch dafür, jegliche Feedback ist willkommen.
Die zwei „Mitdenkende Sub“ Beiträge haben es definitiv in sich und das freut mich, ich habe offenbar ein Nerv getroffen.

Die SM-Welt wird wohl immer in zwei getrennte Lager sein: die „ich befehle, du führst aus“ und die „Oh schön, du wartest und bietest mir die Gerte an“.
Ich habe es aber immer aus der Dom Perspektive betrachtet und wie ihr bereit wisst, ich mag es wenn eine Sub mitdenkt.
Wie denkt aber eine Sub?
Gut, einerseits eine Sub wird sich, bewusst oder nicht, der Wünsche ihren Dom anpassen. Sie lernt wie er tickt und was er erwartet und setzt es dem entsprechend um.
Anderseits kann eine Sub auch von sich aus, und ohne explizite Dom-Wünsche, die Initiative ergreifen.
Und was ist der Unterschied? Was macht aus eine passive Sub eine die mitdenkt?
Die magische Zutat ist Devotion.
Eine devote Sub will gefallen, will ihren Dom aktiv Freude bereiten. Sie wird sich entsinnen um herauszufinden wie sie besser werden kann und die Belohnung ist ein zufriedene Dom. Darum wird sie mitdenken, vorgreifen und bereit sein, bevor ihr Dom etwas sagt oder andeutet.

Also die mitdenkende Sub ist eine devote Sub.


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Richtig oder Falsch?

Richtig oder Falsch?

Anfänger Subs stellen sich oft die Frage „wie kann ich es richtig machen?“ , denn sie möchten es ja auch richtig machen.
Sie verschwenden unheimlich viel Hirnschmalz beim überlegen wie sie was machen sollten, anstatt es einfach zu machen…

Mein Rat für alle Anfänger-Subs: macht es einfach, egal was, egal wie.*
Ein erfahrene Dom wird schon genug Geduld haben um euch zu zeigen wie er was will und/oder erwartet.
Lasst euch führen, euch auf neue Erlebnisse mitnehmen und euer Spass teilen.
Am Anfang ist besser wenn ihr euch konzentriert auf was ihr fühlt, auf euere Geilheit. Euer Dom weiss was ihm gefällt und er wird schon auf seine Kosten kommen.
Wichtig ist die Kommunikation danach. Was hat euch gefallen, was nicht, wie hat sich es angefühlt?
Ich weiss, die devote Neigung kann dazwischen funken mit „ich will ihm doch gefallen“. Lasst euch nicht täuschen, er wird seine Dominanz geniessen.
Für das „gefallen“ müsst ihr euch erst besser kennen. Diese Interaktion „von unten“ setzt voraus das ihr wisst das es gut ankommt.

Und was wenn der Dom auch ein Anfänger ist?
Dann ist die Kommunikation umso wichtiger. Ihr seid beide auf eine Erkundungsreise und nur der Austausch wird euch voranbringen.

Vergesst das „richtig oder falsch“, verschwendet nicht zu viel Zeit bei der Frage „gefällt ihm das“. Er wird euch das schon mitteilen.

 

* Ich setzte voraus das wir hier von Verantwortungsvolle Doms reden, jene die sich ums Wohlergehen der Sub kümmern.


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Metamorphose

Metamorphose

Die Raupe bewegt sich langsam am Ast entlang.
Sie lauft an Flinke Ameisen und fette Käfer vorbei aber sie scheint kein Interesse zu wecken.
Das kümmert der Raupe nicht, sie hat ein Ziel und wird dies nicht aus den Augen lassen: ihre Metamorphose.
Die Raupe erreicht am Ast eine kleine Verzweigung und folgt die Anweisungen der Natur.
Sie lässt sich am Zweig hängen und fällt in ein scheinbare Schlaf.
Die Ameisen und Käfer laufen immer noch, kopfschüttelnd an ihr vorbei.
Es dauert eine Weile bis aus der Raupe ein Schmetterling versucht herauszubrechen.
Mit mühe und Beharrlichkeit, befreit sich der Schmetterling aus ihr vorherige dasein.
Er entfaltet die Farbenpracht der Flügeln und fliegt davon, in eine Welt jenseits von Ameisen und Käfer.

Unsere Subs sind wie Raupen die inmitten der Gesellschaft nach ihre Bestimmung suchen.
Andere können dieses Vorhaben nicht verstehen, geschweige denn unterstützen.
Unsere Subs brauchen Anweisungen um ihre Stellung zu finden und nur mit Beharrlichkeit können sie sich aus der Zwänge der Gesellschaft befreien.
Wenn dies geschieht verwandeln sie sich in etwas Wunderbar und können ihr Flug antreten.
Etwas das völlig an der Gesellschaft vorbei geht, fremd und unvorstellbar.
Und doch so wunderschön.


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Ich befehle!

Ich befehle!

Eine D/S Beziehung ist eigentlich ganz einfach: ich befehle und du folgst.
Was aber wenn sie nicht folgt? Will sie eine Bestrafung provozieren? Will sie mich testen? Oder war mein Befehl nicht durchführbar?
Wohl nicht so einfach…
Doch, es ist einfach wenn man als Dom nicht vergisst das D/S keine Einbahn ist.
Es geht, wie bei jeder andere Beziehungsform um Kommunikation, und die muss nicht mal Verbal sein.
Es wird immer von „Sub Lesen“ gesprochen, aber es gibt ein andere Wort dafür der in unsere Kreise vermieden und totgeschwiegen wird: einfühlsam.
Bei alle Begriffe die ein Dominante beschreiben, kommt „einfühlsam“ sehr selten vor, sollte aber Pflicht sein.
Ein Dom der nicht einfühlsam ist, kann nicht nachvollziehen was in eine Sub vorgeht, er ist blind und taub.
Es ist Voraussetzung für ein Dom diese Eigenschaft zu haben, alles andere ist Missbrauch.

Die Versuchung ist gross in eine egozentrische Denkweise zu fallen und die Sub als Objekt zu betrachten und entsprechend zu benutzen.
Ein Objekt hat aber keine Seele, keine Gefühle und verliert keine Gedanken an das was mit ihm geschieht.
Bei aller Strenge und bei noch so ausgeprägter Dominanz, ein Dom sollte nie vergessen das grösste Geschenk zu würdigen: die entgegengebrachte Unterwerfung.
Es ist nicht selbstverständlich das eine Sub sich euch unterwirft, umso weniger das euch Respekt gebührt wen ihr kein Respekt anbietet.

Achtet auf wer sich euch zu Füsse wirft, das ist ein Befehl!


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Das geht doch nicht!...

Das geht doch nicht!…

„Würdest du eine Schwarze Sklavin annehmen?“ stellte jemand als Frage in ein SM Forum.
Kurz darauf die erste Antwort: „Keine Ahnung, wieso nicht? Hautfarbe spielt für mich keine Rolle.“
Die Reaktion darauf war für mich sehr überraschend wie auch befremdend: „Spinnst du? Geht gar nicht! Du bist weiss…“
„Ja, ich bin ein weisse, und? Ist sie rassistisch? Was soll das ganze? “ konterte der zweite, offenbar entnervt.
„Denk an die Sklaverei, das geht doch nicht…“
Ich war kurz sprachlos… Wie bitte?
Es ist also nicht eine frage von Hautfarbe sondern von geschichtliche Ethik?

Sicher Abraham Lincoln, wäre er Dom gewesen, hätte solche bedenken gehabt. Wir sind aber nicht mehr im Jahr 1850 und ich hoffe keine von uns Dom auf die Idee kommt nach Afrika zu fliegen um Frauen in Ketten abzuschleppen…
Gibt es bestimmte Kombinationen die aus ethische Gründe taboo sind? Selbstverständlich gibt es die, es sind aber solche womit sich das Strafbuch befasst.
Es ist mir absolut bewusst das es die Sklaverei gegeben hat (und immer noch gibt’s) aber das sollte auf keinen fall mit SM zusammengebracht werden.
Das eine hat und muss mit dem andere nichts zu tun haben. Es geht doch um zwei Menschen die bewusst und aus eigene Wille ein gemeinsame Weg einschlagen.
Wenn überhaupt die Sklaverei ein Thema sein sollte, dann für die dunkelhäutige Frau die entscheidet sich einen Dom zu unterwerfen, und glaubt mir wenn es so wäre würde sie sich sicher nicht ein weisser Dom suchen.
Ich finde es zwar schön das ihr taktvoll sein wollt aber habt ihr echt keine andere Sorgen?

Liebe Subs, egal was für eine Herkunft, Hautfarbe, Glauben und Erziehung ihr habt, bleibt euch selber treu.
Wer sich um solche Merkmale kümmert, weiss nicht zu schätzen was in euch steckt: Persönlichkeit, Charakter, Erfahrung, Motivation, …

Extra dazu ein paar passende Bilder von Frauen die garantiert nicht auf eine Baumwolle Plantage arbeiten.

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PS:
während ich diese Post am schreiben war, wurden die betreffende Forum-Einträge gelöscht da es auch noch etliche rassistische Bemerkungen geäussert wurden.
Gut so. Das geht doch wirklich nicht!


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Die zehn Dom Gebote 2

Die zehn Dom Gebote 2

Vor knapp einen Jahr hatte Die zehn Dom Gebote eine ziemliche Resonanz und ich danke euch für alle Kommentare.
Ich bin wieder darauf gestolpert und beim durchlesen habe ich bemerkt das ich es damals ziemlich knapp geschrieben habe.
Ich wäre nicht ich, wenn ich das so stehen lassen würde, also hier eine revidierte Version:

Sei ehrlich:
Ein unehrliche Dom ist das schlimmste was es gibt.

Deine Sub vertraut und glaubt an deine Ehrlichkeit. 
Wenn du unehrlich bist kannst du kein Respekt erwarten und du schwächst deine Position.

Definiere ihre Rolle:
Lege nicht einfach los, überlege genau: was macht aus ihr deine Sub? Sie muss wissen was von ihr erwartet wird.

Benutze Rituale und Abläufe, wie vor dir knien, um eine Kontinuität einzubringen. 

Sei dabei:
Eine Sub wird nicht immer gleich unterwürfig sein, sondern mal mehr und mal weniger.

Erwarte nicht das sie sich jederzeit vor deine Füsse wirft. Damit sie ihre Unterwürfigkeit ausleben kann, braucht es deine Dominanz.

Achte auf sie:
Sie ist dein grösstes Gut, jemand der dir Freude bereiten will wie sonst keine.

Achte auf ihr wohl, körperlich und geistlich. 
Dazu gehört auch ihre Grenzen zu respektieren und ein „Stop“ ohne wenn und aber folge zu leisten. 

Stecke erreichbare Ziele:
Sie will es richtig machen und zu deine Dienste sein. Unrealistische Ziele werden sie daran zweifeln lassen ob sie es jemals richtig machen wird. Sabotiere nicht ihr Enthusiasmus und Wille mit unerreichbare Ziele.

Erlaube Fehler:
Die perfekte Sub gibt es nicht, sie wird Fehler machen und das gehört dazu.

Auch wenn sie mit Herz und Seele dabei ist, sie wird ab und zu scheitern.
Helfe ihr die Fehler zu erkennen und zeige ihr wie sie sich verbessern kann.
Sie will es für dich machen, sei also ein gute Lehrer.

Bestrafe sie:
Fehler zu machen ist menschlich. Fehler aus Missmut, Trotz, Faulheit oder Unaufmerksamkeit zu begehen müssen aber bestraft werden. 

Sag ihr klar und deutlich warum sie bestraft wird damit sie solche Fehler in Zukunft vermeiden kann.

Sag ja:
Sag ja wenn sie nach eine erfolgreich erledigte Aufgabe etwas verlangt. Sag ja wenn sie ein oft wiederholte Fehler plötzlich weglässt. Sag ja wenn sie mit ihren Wille und Hartnäckigkeit voran kommt. Sag ja weil manchmal ist auch für sie schön ein „ja“ zu bekommen.

Sag nein:
Nicht nein zu sagen ist schlimmer als nicht ja zu sagen. Sie muss wissen wo die grenzen sind und vor allem sie will dich verstehen.

Sag nein damit sie merkt das du entscheidest.

Fordere sie:
Je mehr sie lernt, desto besser wird sie ihre Rolle einnehmen. Rituale und Abläufe geben ihr Sicherheit aber eine Überraschung, eine Abweichung in ein Ablauf werden sie fordern und sie wird dadurch noch besser.

Belohne sie:
Wenn sie etwas gut macht lass sie spüren das du stolz auf sie bist. Deine Freude ist ihre Freude.

Sei ein Freigeist:
Lass dich nicht von andere vorschreiben was und wie du als Dom agieren sollst.

Es gibt keine Rezepte und auch keine Bibel dafür. Mach was dir und ihr passt.
Erforsche deine und ihre Lust, frei von Vorurteile und von Zwänge.

 

Die aufmerksame unter euch haben durchgezählt und bemerkt das es nun zwölf Punkte sind.
Es bleiben die zehn Dom Gebote, im sinne von in Stein gemeisselt, ganz egal wieviele es tatsächlich sind.


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Kalendersprüche

Kalendersprüche

Wer SM noch nie ausprobiert hat, kann SM auch nicht verstehen.
Ein guter Dom muss zuerst die Sub-Seite erleben. Das sind nur einige „SM-Weisheiten“ die ich oft höre (heimlich warte ich auf ein altmodische SM-Kalender mit entsprechende Kalenderprüche…).

Was ist aber dran an solche hartnäckige pauschale Aussagen?
Ich war doch auch mal „Vanilla“ bevor es mit SM los ging. Was habe ich damals über SM gedacht?
Und habe ich meine Dom-Karriere“ ruiniert indem ich mir nie mein Arsch habe versohlen lassen?

SM ist sicher nicht ein beliebte Grillparty Thema, eher wird es wie Homosexualität durch den Kakao gezogen.
„Sonst hole ich mal die Peitsche“ ist eine häufig verwendete Redewendung um Druck auszuüben die aber selten wortwörtlich verstanden wird, und fast immer mit irgend ein Lachen quittiert wird. Nichts desto trotz jeder stellt sich etwas dabei vor. Für die meiste wird es wohl eine karikaturartige Figur die eine Peitsche knallend schwingt.
Für einige andere wird es aber der eigene Kopfkino ankurbeln, obwohl die noch nie ernsthaft ein einzige Gedanken an SM verloren haben.
Die Neigung klopft leise an und wird dabei bestimmen welcher Rolle der- oder diejenige in der Kopfstreifen spielt…
Also in wesentliche ist SM schon zu diesen frühe Zeitpunk klar: es geht um Macht und in welcher Rolle man spielen würde.
Ich denke also, jemand der an der Schwelle zur SM steht hat schon eine ziemlich klare Vorstellung in welcher Richtung seine Gedanken sich bewegen werden.
Für mich ist der Kalenderspruch falsch und sollte eher lauten „wer keine Neigung hat wird es schwer haben SM zu verstehen“.

Und was ist mit den Dom die angeblich als Sub-Azubi die Gesellenprüfung ablegen sollen?
Nun ja, wer mich kennt (oder hier folgt) weiss das ich nie unterwürfig war und auch das ich Switcher nicht ein besondere Stellenwert zuteile.
Nichts gegen das Switchen an sich, wer das mag soll sein Plausch haben. Ich denke aber das durch das Switchen die Feinheiten der Machtgefälle zerstört werden.
Bei klar und beständig definierte Rollen wird das Machtverhältnis kultiviert und gepflegt in eine Art und Weise die sonst nicht möglich wäre.
Ich verstehe aber wenn die Argumentation dahin zielt das man somit die andere Seite verstehen kann. Ich verstehe es, ist aber nicht für jeder der einzige Weg als Dom.
Meine Meinung nach, ein guter Dom ist eine der eine Sub lesen kann, der weiss die Reaktionen richtig zu interpretieren, der genug Empathie hat um zu verstehen was im Kopf und Körper der Sub vorgeht. Im weiteste Sinne ich erlebe die andere Seite bei jeder Begegnung mit eine unterwürfige oder devote, und das ohne die Seite zu wechseln.
Es gibt natürlich aber auch stumpfsinnige Dom Exemplare. Ob aber eine Seitenwechsel der erwünschte Erfolg mit sich bringt, mag ich in solch ein fall zu bezweifeln…


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Dusche oder Bad?

Bist du ein Dusch- oder Bademensch?

Ich bin beides, nicht weil ich mich nicht entscheiden kann, sondern weil ich die zwei Vorgänge nicht vergleiche.
Duschen ist für mich der einfachsten Weg den ganzen Körper zu waschen.
Ich hüpfe unter den Wasserstrahl und in kürzeste Zeit bin ich sauber, und weiter geht’s.
Es ist einfach praktisch und schnell.

Ganz anders sieht es aus mit Baden…
Da nehme ich mir Zeit, ich geniesse es und, ich gebe es zu, ich zelebriere es.
Beim Baden geht es mir nicht primär um Sauberkeit sondern vor allem um Entspannung.
Nicht selten lasse ich Musik laufen und hab mein Lieblingsgetränk in Reichweite.
Ich geniesse es, und wer mein Blog verfolgt weiss auch, das es für mich auch eine Quelle der Inspiration ist. Es ist ein Moment der Ruhe, wo sich meine Gedanken frei entfalten können, wo das wackeln einer Kerzenflamme in ein Beitrag enden kann.
Lasst euch also inspirieren, füllt die Wanne, dämmt das Licht, und habt was euch erfreut griffbereit 😉


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