das ding mit der realität

Das Ding mit der Realität

Realität ist so eine Sache…
Es kann positive oder negative Auswirkungen haben aber egal wie wir das persönlich interpretieren, eines ist sie immer: Realität ist ehrlich.
Wir sind schon komische Geschöpfe, wir sehnen uns nach Realität und doch flüchten wir oft und gerne in Fantasien, weil wir können die Realität zwar beschönigen oder relativieren, nur ändern lässt sie sich nicht.
Sie kann uns frech ins Gesicht schlagen oder uns wieder auf dem Boden bringen.
Unverfroren, direkt, schamlos und manchmal auch gnadenlos.

Wir Doms spielen gerne mit Fantasien, vor allem mit fremden aber schlussendlich ergötzen wir uns aus reelle Auswirkungen. Es ist fast wie ein physikalische Prinzip: durch Fantasien erzeugen wir eine fassbare Realität.

Ich bin ein Realitätsjunkie.

Wieso machst du das?

Wieso machst du das?

Auf die Frage „Wieso machen die das?“ muss ich zugestehen das ich meistens mit „weil die das können“ antworte. Es hört sich zunächst abgedroschen und abgelutscht aber es steckt viel mehr dahinter als man denkt, es kommt auf die Perspektive an.

Im Beruf bin ich unter anderem für die IT-Sicherheit zuständig und das oben erwähnte Satz heisst übersetzt: „wir haben es nicht verboten, also ist es erlaubt.“ Das geht mit ein andere Spruch Hand in Hand: „wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

In Zusammenhang mit BDSM hat das aber eine komplett andere Bedeutung…

Wenn in ein Film jemand mitten im Spiel ausgepeitscht wird, das Kommentar „wieso machen sie das?“ heisst so etwas wie „wofür soll das gut sein?“  Nun, wir Insider wissen wofür es gut ist, wie aber erklärt man das einen Vanilla? Die meisten würden nicht verstehen das Schmerz nicht das wesentliche ist…

Ich hab letzthin irgendwo gelesen das Sex sei vergleichbar mit Schach: wenn man es beherrscht will man nicht mehr mit Anfänger spielen. Ich will hier nicht behaupten das wir SMler es beherrschen, wir wählen aber bewusst ein andere weg zum Ziel. Sex ist meistens egoistisch, es geht um die eigene Befriedigung durch ein Orgasmus. Bei SM Spiele ist es nicht anders aber der Weg dahin ist wesentlich wichtiger. Ich will doch auch ein Orgasmus, nicht aber „egal wie“. Wir SMler pflegen ein kultiviertere weg zum Höhepunkt als andere. Wenn es um BDSM geht lautet also die Antwort auf die Frage „wieso machst du das?“ eindeutig „weil es viel besser ist.“ Das kann aber ein Vanilla nicht verstehen, er steckt in Konventionen und Moralwerte die ihn verbieten soweit über das Tellerrand  zu sehen. Die können sich nicht vorstellen das ein Orgasmus in ein Gemütszustand von „ich weiss nicht mehr wo oben und unten ist, ich weiss nicht mehr was ich bin, ich finde es aber geil!“ viel intensiver als ein in der Missionarstellung hervorgerufene Höhepunkt sein kann. Es dämmert ihnen nicht ein das ein Intellektueller Reiz weit mehr verursachen kann als ein rein mechanischen Stimulus… Bei SM wird weit mehr als nur eine erogene Zone stimuliert, es wird vor allem das grösste sexueller Organ gekitzelt: das Gehirn.

Es ist nicht einfach, es braucht Geduld und Übung. Das beherrscht man nicht beim ersten Mal, es muss gelernt werden.

Wenn du mich also fragst „wieso machst du das?“ lautet meine Antwort: „weil ich es kann“ 🙂

Harmonien

Harmonien

Ich mag das Wort „Spiel“ in Zusammenhang mit BDSM nicht besonders.
Es hört sich immer nach „gespielt“ an, wobei BDSM ist für mich nicht etwas spielerisch.
Ab heute gebe ich aber das Wort „Spiel“ eine andere, bessere Konnotation.
Man kann es in Verbindung mit das spielen ein Instrument bringen.
Ich bin nicht besonders begabt bei musikalische Instrumenten.
Das weiss auch mein Musiklehrer, der meine vergebliche versuche an der Blockflöte erdulden musste…
Ich mag Musik aber sehr und ich weiss zu schätzen wenn jemand sein Instrument beherrscht.
Was Hendrix aus seine Stratocaster holte, was Miles Davis auf seine Trompete spielte, das ist meisterhaft. Was wäre aber passiert wenn die zwei die Instrumenten getauscht hätten?
Ich glaube schon das Mr. Davis ein paar anständige Töne aus der Gitarre geholt hätte und auch Jimi hätte eine eifache Melodie aus der Trompete entlockt. In beide Fälle wäre aber kein Meisterwerk entstanden. Ganz klar es fehlt die Übung, aber ist das beherrschen des Instrument alles? Ich denke nicht.
Es gibt schon ein Grund warum sie ein bestimmtes Instrument gewählt haben: Es passt.
Das gleiche geschieht bei BDSM, es muss passen.
Man kann sein „Metier“ beherrschen, die ganze Leidenschaft reinstecken und trifft eine attraktive und sympathische Sub, das Spiel ist aber nichts…
Es liegt nicht an die Personen die involviert sind, es passt einfach nicht.
Nicht alles ist dabei schlecht, es gibt durchaus glanzvolle Momente aber es fliesst nicht.
Da nützt nichts, wenn diese besondere Harmonie nicht da ist, wirkt alles abgestumpft und harzig. Sie kann noch so anziehend und sympathisch sein, sie ist nicht das Richtige.
Schliesslich wollen wir alle gute Musik hören und nicht nur kontrollierter Lärm.

dom und solche die es versuchen

Dom und solche die es versuchen

Ich werde häufig gefragt wie man Dom wird.
Die Frage an sich ist nichtig, denn Dominant wird man nicht, man ist es.
Es hört sich hart an aber so ist es.
Zugegeben, es ist noch kein Dom vom Himmel gefallen und jeder muss seine Lehrjahre absolvieren. Die richtige Frage ist eher „wie werde ich ein guter Dom?“
Ich will ja nicht der Professor aushängen, ich kann aber auf meine Erfahrungen zurückgreifen.  Das Beitragstitel ist provokativ und ich will zuerst auf die „die es versuchen“ eingehen.

Hedonistische Dominante: solche die aus pure Eigennutz dominieren.
Das sind solche die sich nicht vor ein One-Night-Stand scheuen, die für den Moment leben.
Das sind keine richtige Doms, sie tun nur so um für eine Nacht eine Sex-Sklavin zu haben.
Die interessieren sich nicht für die Gefühle andere, sie suchen einfach die eigene Befriedigung.

Egomane Dominante: die Welt hat nur auf sie gewartet…
Sie sehen sich selber als überlegene Schöpfung und erwarten das alle andere hinknien.
Die Ansprachen „Sir“, „Meister“ oder „Lord“ sind schon bei der erste Begegnung ein muss, alles andere wäre respektlos. Nicht sie müssen dirigieren, alle andere haben sich zu fügen.

Kompensation Dominante: so können sie jemand sein.
Im alltäglichen Leben müssen sie spuren aber dann schlüpfen sie in eine Rolle wo sie das Sagen haben. Es geht nur um Machtgefühle und Erniedrigung und die spielen es voll aus.
Wiederreden werden nicht akzeptiert und die Strafen sind drakonisch.

Gewalt Dominante: nur so können sie sich behaupten.
Gedanken spielen eine untergeordnete Rolle, Muskeln und Schläge machen es schon…
Sie sind bei der Evolution irgendwo zwischen Gorilla und Orang-Utan stehen geblieben.

Alle vier Sorten verstehen Dominanz als eine Einbahnstrasse. Sie vertreten eine vollkommen egoistische Weltansicht wo kein Platz ist für Empathie.

Was ist „richtige“ Dominanz?
Gehen wir ein schritt zurück, ich spreche von eine Beziehung, eine Interaktion und die darf niemals einseitig sein. Es ist ein geben und ein nehmen, ein Austausch der vor allem auf eine Emotionale- und Empfindungsebene stattfindet. Das auffangen nach ein Spiel ist genau so wichtig wie das fordern währenddessen.
Wie bei jeder Beziehung es bedarf Vertrauen und eine emotionale Bindung damit es richtig funktionieren kann. Das kann man nicht in einer Nacht aufbauen…
Ein gute Dom interessiert sich für seine Gespielin, er sorgt sich um ihr Wohlbefinden, sie ist schliesslich sein grösste Geschenk. Ein Geschenk weil man Unterwerfung nicht erzwingen kann, man bekommt sie.
Dominanz kann nicht reduziert werden auf Befehle erteilen, es ist viel subtiler und intellektueller. Ein gute Dom ist ein gute Zuhörer und ein Beobachter.
Er wird sich zeit nehmen um zu erfahren wie sie „tickt“, was sie mag und was nicht.
Dominanz heisst nicht ein Gedanke durchzuziehen, es ist die Kunst ein fremde Gedankenfluss zu lenken und zu steuern. Nicht Gedanken manipulieren sondern führen.
Ein gute Dom wird nicht seine Sub über die Grenzen schubsen, er wird sie dahin begleiten und gemeinsam überschreiten.

spiel

Das Spiel

Nachdem ich „Die Konferenz“ angefangen habe wurde ich tatkräftig von Devote Romantikerin unterstützt. Ihre Fortsetzung (Teil-1, Teil-2 und Teil-3) sind sehr gut!

Sie hat mich gestern kontaktiert und ein Spiel vorgeschlagen:
Wir schreiben beide und unabhängig voneinander das Finale und werden es gleichzeitig publizieren.

Ich freue mich schon auf ihre Variante 🙂

Also Leute, stay tuned!

wald

Im Wald

Die Kleine und ich haben uns heute im Wald verabredet.

Es gab Diskussionsbedarf wie es mit uns weitergehen soll.
Wir haben aber wohl das falsche Waldstück ausgesucht: weit und breit keine Lichtung und keine Waldwiese…
Plan-B also, Decke über das Waldboden legen, ist zwar noch feucht von der Nachtgewitter aber es geht.

Abgesehen von ein paar Stechmücken ist es schön ruhig.
Wir haben ein bisschen diskutiert aber es dauerte nicht lange bis es zwischen uns knisterte.
Ich hatte eigentlich gar nichts vor aber ich kann ihre Zeichen weder ignorieren noch widerstehen…
Ich berühre sie sanft und sie sinkt langsam in ihre devote Welt. Ich ziehe ihr Rock hoch und entblösse ihr Arsch.
Ich bemerke dabei das sie ein Slip trägt. Das lasse ich durchgehen, es war ja nicht geplant…
Als ich ihr Arsch streiche zuckt sie leicht, sie weiss ja was kommt :-)
Sich Bewegen inmitten der Natur ist ja gesund und ein bisschen Spanking fordert die Durchblutung 😉
Ich liebe es wenn sie sich nach jeder Schlag windet und leise stöhnt.
Ich ziehe meine Jeans ab und packe ihn aus. Sie weiss wie ich meine Schwanzlutscherin liebe und provozierend sträubt sie sich.
Ich fasse sie am Hals und zeige ihr den Weg. Kaum hat sie es im Mund genommen klatscht es schon wieder laut auf ihr geilen Arsch.
Sie lutscht und übt fleissig Deep-Throat, dabei wird sie immer besser :-)
Mit ein Ruck drehe ich sie und spreize ihre Beine, es gefällt mir wie sie da liegt mit dem lange Rock auf Bauch höhe.
Ich schiebe der Slip zur Seite und in eine Bewegung bin ich in ihr. Die Missionarstellung mag spiessig sein aber so sehe ich die Lust und die Devotion in ihre Augen.
Sie will eine mit eine Hand das eigene Gestöhne dämmen aber ich halte sie davon ab. Sofort presst sie ihre Lippen zusammen :-)
Das Boden ist hart und uneben, wir wechseln auf Löffelchen und ich halte ihre Hüfte fest damit ich sie härter ficken kann.
Zwischendurch stoppe ich meine Bewegungen und sofort kommt ein “Was…? Was…?” Ich spiele gerne mit ihre Lust.
Wir wechseln nochmal Stellung und als ich merke das ich komme drehe ich sie wieder, halte ihr Kopf fest und spritze auf ihr Mund.
Kurz vorher hatte sie gefragt ob ich ihr das Schlucken beibringen könnte, schritt eins ist vollendet :-)
Während ich mich erhole liegt sie da, wunderschön und mit Sperma ins Gesicht. Da kommt eine unerwartete Frage: “Willst du ein Foto machen?”
Ich lache kurz “Nein, solch ein Bild kann ich auch ohne Foto in mein Gedächtnis speichern.”
Sie putzt sich das Gesicht ab, wir ziehen uns wieder zurecht an und plaudern noch ein bisschen aber schon bald das rollende Donner ein sich nähernde Gewitter zwingt uns zu gehen.
Auf dem weg zurück zum Auto haben wir noch die Gelegenheit uns auszutauschen, der eigentliche Tagesziel und wir einigen uns.
Wir gehen noch ein Bier trinken (das Elektrolythaushalt auszugleichen ist wichtig) und ich fahre sie nach hause.

Ein Nachmittag im Wald ist doch geil :-)

Die vier Neigungen

Die vier Neigungen

Es gibt vier Grundneigungen:

dominant, sadistisch, devot und masochistisch. Die erste zwei sind die aktive Neigungen, die andere zwei die passive.
Jeder von uns (und mit uns sind nicht nur SMler gemeint) hat eine oder mehrere die Neigungen in sich und die können unterschiedlich ausgeprägt sein.
Das hat ein wesentlicher Einfluss auf unser Wesen, auf die art und weise wie wir auftreten, uns benehmen und durch das Leben gehen.
Was wir für eine Arbeit machen wird auch davon beeinflusst, unbewusst für die meisten.
Ich bin kein Experte und schon gar nicht Psychologe aber ich kann relativ leicht erkennen was für eine Mischung mein gegenüber in sich trägt.
Das macht es umso spannender wenn ich im Alltag die verschiedenste Leute treffe und ich die mit “Neigung-Schilder” versehe. Das mache ich nicht im echt… Ich stelle mir nur das vor. Wenn man das macht werden einige Situationen plötzlich ganz klar. Hierarchien werden sichtbar.

Es gibt für jeden von uns ein natürliche Zustand. Das ist wenn unsere Neigungen von unser gegenüber richtig “gefuttert” werden. Wenn das nicht gegeben ist fühlen wir uns nicht wohl und versuchen diese natürliche Zustand wieder zu erlangen. Das kann man auch im Alltag sehen, wenn zum Beispiel der mittlere Kader vom Boss instruiert wird und zehn Minuten später die Abteilung seine “Laune” ertragen muss. Der eher dominante Kader hat kein gefallen daran herumkommandiert zu werden und versucht die Balance wieder herzustellen indem er seine Dominanz gegenüber der Abteilung auslebt.
Das passiert unzählige male rund um uns herum, die meisten nehmen es aber nicht so wahr. Es werden Namen und Bezeichnungen gegeben: launisch, zickig, scheu, frech, … Das alles sind aber nur andere Bezeichnungen für die vier Neigungen.

Die Mischung aus der vier Neigungen macht aus uns was wir sind, während der Spiel im eigene Schlafzimmer wie auch beim Einkaufen oder auf der Arbeit.

plan

Kein Plan

Es gibt Doms die ohne ein Plan gar kein Spiel anfangen.

Sie brauchen eine Struktur und schon tage davor sind beschäftigt ein Drehbuch zu entwickeln.
Ich bewerte es nicht negativ, es ist auch in meine Augen zum teil berechtigt, wenn es um Drill geht (Military-Style) wo es Schlag auf Schlag zu und her geht, ist es zum Beispiel durchaus ok.

Ich mach kein plan, ich bevorzuge spontane Entscheidungen.
Ich mach mir schon Gedanken über was ich alles anstellen will aber ich folge keine Liste.
Das gibt mir die Flexibilität genau auf die Reaktionen der Sub einzugehen.
Ein vordefinierte Drehbuch würde mir im Weg stehen.

Nicht immer haben andere Verständnis dafür.
Ich wurde schon mehrmals durch Subs gefragt “was wirst du mit mir anstellen?”
Ich gebe grundsätzlich nicht gerne preis was ich vor habe, das verdirbt ja die Überraschung :-)
Und auch wenn ich auf die Frage eingehen würde, die Antwort wäre meistens “Ich weiss es noch nicht”.
Ich lasse mich spontan inspirieren durch die Körpersprache der Sub, die Umgebung, die Stimmung.

Wer seine Sub gut lesen kann und diese Spontaneität beherrscht, kann das Spiel viel intensiver gestalten.
Man folgt ein Gefühl und kann es viel weiter und tiefer treiben als ein mehr oder weniger willkürlich zusammengesetzte Drehbuch der diese Gefühl-Fluss ständig mit etwas neues unterbricht.
Einige Doms argumentieren das dies eine Art “topping from the bottom” ist, also die Sub bestimmt.
Das kann ich nur verneinen. Topping from the bottom kann nur geschehen wenn der Dom dies zulässt.
Was ich hier beschreibe sind emphatische Entscheidungen, es bleibt immer noch meine Entscheidung was,wann und wie lang ich es mache.

Also, follow the flow :-)

pervers

Versaut und Pervers

Ich bin versaut und pervers.

Das dachte ich bis heute, dann habe mich durch die Boulevard-Presse geblättert…
Hier ein Paar Artikelüberschriften:

“Highlights des Bayern-Spiels überfüllen Pornoseite!”
Ich assoziiere viele Sachen mit Sex aber Fussball ?

“Amis wollen Swinger-Club in einer Kirche betreiben.”
Das die Kirchen seltener besucht werden wissen wir ja. Eine Bar in der Kirche hätte aber gereicht…

“Sexpuppen statt Ehebruch.”
Scheint in China der Renner zu sein. Ob die Ehegattin damit weniger schockiert ist wird nicht berichtet.

“Ich trage Frauenwäsche und suche Gay-Kontakte – ist meine Neigung nur vorübergehend?”
Kurz danach schreibt Kuno (37): “Ich bin aber absolut 100% ethero!” Ja klar.

Es geht so weiter, seitenweise und ich frage mich langsam ob ich eine Ausnahme bin.
Entweder habe ich der Bezug zur Realität definitiv verloren oder Generation-X war die letzte bekannte Form von Intelligenz auf dieser Planet…

Nach “Mein Freund geht voll ab, wenn ich ihn am Anus berühre. Ist er vielleicht doch schwul?” habe ich genug davon. Ist Demenz ansteckend? Ich will das Risiko nicht eingehen!

Ich fühle mich plötzlich extrem “normal” und voll moralisch angepasst.
Wenn ich auffallen will, muss ich wohl auf ein Bein humpelnd und mit ein halbrasierte Kopf durch die Stadt ziehen und dabei “La Cucaracha” mit Sopranstimme singen.

See you!

weicheier

Liebe Frauen (Emanzen, Weicheier und SM Teil-2)

Mit mein vorherige Blog wollte ich Provozieren und die Gemüter anheizen.
Das ist mir nicht gelungen, scheint ein heikles Thema zu sein…

Seid beruhigt: Ich liebe Frauen und ich bin für Gleichberechtigung. Aber…
Wie meine Freundin gestern sagte, Feminismus kommt von feminin, also weiblich.
Ich habe nichts dagegen wenn Frauen eine bessere Position in der Gesellschaft haben wollen, das ist berechtigt und überfällig. Ich hab aber etwas gegen Extremismus und Bildverzerrung.
Gleichberechtigung zeichnet sich aus das man sich auf Augenhöhe treffen kann.
Emanzipation sollte nicht heissen “wir zeigen’s euch!” sondern “guckt her, wir können es auch”.
Anstatt zu kämpfen gegen Chauvinismus und die Männer abwerten sollte Feminismus die Frauen erheben und aufwerten. Aber nicht gleich “Frauen an die Macht” Parolen schreien sondern “Gemeinsam an die Macht” denken.
Es ist arrogant von uns Männer zu denken das die Frauen hinter dem Herd gehören, es ist aber genau so arrogant wenn Frauen sich ein Weltbild erschaffen wo Männer kein platz darin haben.

In mein vorherige Blog habe ich gesagt das wir eine Generation von verständnisvolle Weicheier aufgezüchtet haben. “Verständnisvoll” ist aber das falsche Wort, “Kuschende” ist eher zutreffend.
Das ist eine Rolle Umkehrung, weit über’s Ziel geschossen.
“Sie hat gesagt…” ist genau so schlimm wie “Er hat gesagt…” wenn der Inhalt der Aussage falsch ist.

Zurück zur Formel 1 Beispiel aush mein vorherige Blog.
Es ist nicht so das nur Frauen die Ladung Champagner abbekommen, alle im Umkreis von 5 Meter werden nass.
Die Aktion an sich ist nicht gegen Frauen gerichtet, und die Hostessen wissen in voraus was passieren wird.
Darum kann ich die Empörung der Feministin nicht verstehen.

Als Dom geniesse ich Frauen zu unterwerfen.
Es ist aber eine Begegnung die auf Augenhöhe und unbezwingt beginnt.
Als Mann geniesse ich aber ihre Gesellschaft so wie sie sind: weiblich, manchmal stur aber immer liebenswert.

weicheier

Emanzen, Weicheier und SM

Szene-1:
Das Formel 1 Rennen war vorbei und die 3 Erstplatzierten standen auf dem Podium. Als die Hymne vorbei war gab man denen die Champagner Flaschen. Der Sieger schnappt sich die Flasche, schüttelt die Kräftig und duscht damit die junge hübsche Sponsor-Werbeträgerin.

Wenig später ein Teil der Presse berichtete wie die Feministinnen empört waren! Sowas ist sei sexistisch und herabwürdigend!

Mal nüchtern betrachtet, die Formel 1 ist eine Sportveranstaltung und kein Wet T-Shirt Contest.
Es besteht natürlich ein gewissen Risiko durch Champagner geduscht zu werden, wenn man sich im Podiumnähe  befindet. Ich gehe aber schwer davon aus das die Champagner-Girls nicht völlig überrascht sind wenn sie nass gespritzt werden…
Ist es sexistisch weil ein Mann Frauen abspritzt? Was wäre wenn Claire Williams gewinnen würde und die Girls abspritzt? Wäre es auch sexistisch?
Ich hatte noch nie das bedarf ein Video-Zusammenschnitt von “durch Champagner bespritzte Frauen” runter zu laden um mich aufzugeilen…
Ich finde eher herabwürdigend eine Frau in knappen Bikini in ein Glaskasten zu stecken, Kakerlaken darüber zu giessen und alles durch ein bekannte Fernsehanstalt auszustrahlen…

Szene-2:
Samstag nachmittag um halb vier. Vor dem wöchentliche Einkauf treffen sich die Leute an eine Bar gegenüber ein Grossverteiler. Ein Paar ist an eine Rattan Stehbar und ich höre sie: “Das darf doch nicht wahr sein, ich hab dir doch gesagt die PET-Flaschen mitzunehmen!” Die Leuten rundherum bekommen es klar und deutlich zu hören. Er nickt nur mit gesenkten Kopf während der ganze Standpauke.

Eine ältere Dame kommentiert: “Was ist der für ein Weichei… Früher waren Männer noch Männer!”

Sind die heutige Männer weichgespült worden durch Hollywood und Werbung?
Es scheint als die wenige getrauen sich ein Machtwort auszusprechen; das Risiko als Macho abgestempelt zu werden ist wohl zu gross. Haben wir eine Generation verständnisvolle Weicheier aufgezüchtet ?
Solche die Sonntags eigentlich ein Fussballspiel anschauen würden aber “es kommt doch diesen tollen Film auf Romance-TV”… Klar Schatz, ich schalte für dich um.
Ist es so abwegig klar zu sagen “Schatz, ich nimm den Film gerne für dich auf aber jetzt ist Fussball angesagt.” ?
Nicht Macho, nicht Patriarchalisch. Einfach sich nicht den Feminismus beugen.

Szene-3:
Er sagt “zieh dich aus.” und sie macht es ohne Wiederworte.
Er fesselt sie nackt und bearbeitet sie mit Gerte, Flogger und ein Dildo, bis sie kommt.
Sie wird anschliessend befreit und sie bedankt sich kniend bei ihr Ehemann für das tolle Orgasmus.
Alles spielt sich Einvernehmlich bei ein Ehepaar bei sich zuhause.
Eine halbe stunde später trägt er das Müllbeutel raus.

Ist das sexistisch? Absolut. Ist es herabwürdigend? Ganz klar.
Die Feministinnen würden ersticken vor Wut…
Doch so lauft das spiel, als abgemacht, zwischen zwei Erwachsene und sexuell aktive Personen die Feminismus und Vorurteile in den Wind geschossen haben.

jazz

Jazz

Mein Musikgeschmack ist Phasen abhängig. Heute habe ich eine melancholische Jazz Phase.
Zwischen Herbie Hancock “‘Round Midnight” und Diana Krall “Cry me a River” ein schluck Talisker, rauchig und salzig. Passt.

Für mich ist SM sehr gut mit Musik vergleichbar, vor allem mit Jazz.
Der Trompeten Solist muss unbedingt Taktgefühl haben, er folgt eine Melodie hat aber trotzdem Raum für Improvisationen. Er muss sich sein Instrument anpassen damit Harmonische Töne schallen und kein Gekreische ertönt. Und nicht zuletzt es braucht Übung.

Mein aktuelle Instrument ist nicht einfach zu spielen, man muss es fest und bestimmt anpacken aber nicht hart bedienen. Es ist zwar ungewohnt wie es ertönt aber ich mag sehr diese Tonlage.
Letzte Woche ist aber ein Missgeschick geschehen: man sollte kein Hard-Rock mit solch ein Zarte Instrument spielen… Jetzt ist die sonst so strahlende Oberfläche zerkratzt und es wird einiges an Politur nötig sein um der frühere Glanz wieder zu erlangen.
Miles Davis würde wahrscheinlich sagen “Too much, too fast… Take your time!”

Genau mir passiert sowas… Ich predige Geduld und Vernunft und tappe selber in die Falle.

essenz

Die Essenz (Addendum)

Nach mein vorherige Post “Die Essenz“, wurde ich gefragt ob ich das Thema ein bisschen mehr vertiefen könnte.
Daher…
Verzeiht mir aber wenn ich von der Prosa schöpfe und manchmal Umschreibungen und Beispiele hinzuziehe.
Es ist nicht immer einfach etwas zu beschreiben das man kaum fassen kann.
Ich werde aus meine Erfahrung schreiben und werde daher weibliche Subs erwähnen. Das ganze kann natürlich auch andersrum angewendet werden.

Was ist also die Essenz eine Sub? Und vor allem, wie erkenne ich es?
Nun, die Essenz ist das Wesen eine Sub, wie sie sich gibt, was sie ausstrahlt, ihr Charakter.
Es ist dem entsprechend schwierig ein Rezept zu geben wie man die Essenz erkennen kann.
Hier kommt die Empathie und die “Lesefähigkeit” der Dom zum Zug.
Ich kann es nur immer wieder wiederholen: Liebe Dom Kollegen, lasst euch Zeit, schärft eure Sinnen, seid Beobachter!
Es ist unglaublich wie viel man verpasst kann während der Dauer ein einzige Peitschenschlag.
Lasst die Sub “sprechen”, nicht verbal sondern in Gestik. Sieht ihr der unterschied zu vor dem Spiel?
Es ist genau in der Moment der Stille, wenn der Dom sein nächste Zug plant und die Sub wie schwebend wartet auf das was kommen wird, genau jetzt ist die Essenz fast greifbar.

Wie erkenne ich ob die Essenz meine Sub kompatibel zu meine eigene ist?
Ich kann nur für mich selber sprechen und bei mir ist es ganz einfach zu erkennen.
Eine mir genehme Essenz zaubert ein breites Grinsen in mein Gesicht, ob ich will oder nicht.
Das ist wie wenn man kleine Welpen spielen sieht und dieses “Ach Gott sind di süss” nicht verkneifen kann. So ein Grinsen.

Gibt es verschiedene Essenzen?
Oh ja, unzählige.
Die Reaktion die sie bei eine Dom aufrufen ist jeweils anders: manche sind fordernd, unschuldig, bittend, schreiend, …
Es ist wie ein Wegweiser der Zeigt die Richtung die man nehmen soll, oder was die Sub als Richtung unbewusst erwartet.
Das ist der Weg der geringste Wiederstand.
Es steht euch natürlich frei diesen Wegweiser zu folgen oder bewusst eine andere Richtung einzuschlagen.

Welche ist die beste Essenz?
Das ist kein Essenzen-Wettbewerb, es gibt keine Rangliste.
Das muss euch gefallen, eure Kreativität und Fantasie anregen.
Teenagers führen Ranglisten, ich speichere unvergleichbare Erfahrungen :-)

essenz

Die Essenz

Man lernt jemand kennen, heutzutage im Internet, man tauscht etliche Mitteilungen aus und vereinbart das erste Treffen.
Nervosität macht sich breit, ob die Chemie wohl stimmen wird?
Endlich trifft man sich und schnell wird sich herausstellen ob man zueinander passt.

Die “Chemie”, was ist das?
Wissenschaftler sagen es ist ein Geruch und jeder hat eine eigene Note. Daher heisst es auch “beschnuppern”.
Wir suchen oder besser “schnuppern” uns durch das Leben auf der suche nach eine uns genehme “Chemie”.
Unbewusst riechen wir das Wesen der Person die uns gegenüber steht.

Was ist aber wenn SM ins Spiel kommt?
Ich wage zu behaupten, jemand in Sub oder Top Modus, sondert eine andere “Chemie”.
Das Wesen ist nicht mehr das gleiche, es kommt eine andere Note zum Vorschein.
Es kommt aus dem gut verborgene Innere, ein viel aufregender Geruch, es ist das wahre Wesen.
Ich nenne sie “Essenz”.

Ich hab immer gedacht die “Chemie” sei wichtig, das ist aber ein Hauch von nichts im vergleich zur “Essenz”.
Also, immer schön brav die Nase putzen vor ein Spiel, um keine der nur so kleine Nuancen zu verpassen!

rolle

Es spielt keine Rolle …

“Du bist die unschuldige Schülerin und ich der strenge Lehrer…” Rollenspiele eben.

Nee, das ist nicht meins. Ich mag keine Inszenierung, keine Rolle, keine vorgeplante Kiste und auch keine Maskierung.
Bei BDSM kann man unverfälscht sich selber sein. Habe ich gerade “kann man” geschrieben ? Ich meinte “sollte man” :-)
Denn alles andere wird schnell entlarvt. Man kann keine Neigung vorspielen ohne ertappt zu werden. Das ist das schöne daran.
Wieso soll ich denn sowas direkt, unverfälscht und ehrlich mit eine Maske versehen ?
Wer’s mag oder ein Fetisch hat, bitte sehr. Ich will ja keiner der Spass verderben.

Ich mag es nicht weil ich möchte keine gefilterte Version davon, ich will die erste Fassung, ohne Untertitel und in Originalton.
Es ist für mich zu schön “das Innere” eine Sub zu erleben, ihre Essenz.

privilegierten

Wir privilegierten…

Die Rede ist von der Doms. (Als männlich und weiblich zu verstehen)

Ich denke nicht alle Dom ist klar was für ein Privileg sie haben, mit Subs spielen zu dürfen.
Manche sehen es als selbstverständlich oder sogar als Gott gegeben Recht…

Wie viel Vertrauen braucht es wohl dafür um sich unterwerfen, sich wehrlos abgeben, sich fallen lassen?
Ich spreche nicht von der Minute 37 in ein Spiel, ich denke eher an der erste Sekunde, bevor alles beginnt.
Ich finde es immer wieder faszinierend was für eine Willenskraft und Stärke nötig ist um diese magische Schwelle zu überschreiten.

Wir Doms haben es einfach, wir befehlen, dirigieren, und geniessen.
Versteht mich nicht falsch, ich bin überzeugt ein guter Dom muss sich ins Zeug legen und darf nicht auf die faule Haut liegen bleiben. Es ist aber einfacher und nicht zu vergleichen.

Ich möchte an dieser Stelle ein Danke aussprechen an alle Subs.
Ihr seid die die unser Leben bereichern, die uns Dom ein dasein ermöglichen.

Und wenn das nächste mal, nach ein Spiel, die Sub sich an euch anlehnt und euch dankt, wäre es nicht falsch der dank zu erwidern.