Ein passende Partner zu finden

Ein passende Partner zu finden

„Ich weiss ich will es, nur wie finde ich ein passende Partner um meine Neigungen auszuleben?“
Im laufe der Jahren habe ich ziemlich oft solche Anfragen bekommen, von ganz nett formuliert bis zur plumpe „Ich suche eine devote Schlampe, kennst du eine?“
Ich betreibe ein Blog aber keine Partnervermittlung…

Es ist nicht einfach im BDSM Umfeld der oder die passende Partner oder Partnerin zu finden. BDSM ist so Facettenreich und bietet so viele verschiedene mögliche Kombinationen das ein „Perfect Match“ fast unmöglich ist: Neigungen, Fetische, No-Go und die unzählige Praktiken ergeben ein sehr komplexe Gebilde und das hat schon manche bei der Suche zur Verzweiflung gebracht.
Mal in voraus: bei der Anzahl Kombinationen, wirst du der perfekte Partner wahrscheinlich nicht finden…
Aber die meiste Beziehungen sind doch ein Kompromiss 😉

Natürlich gibt es sicher auch andere Möglichkeiten jemand zu finden, aber hier mal drei davon:

Online:
Ist wohl die bequemste Variante aber sicher nicht die einfachste. Es gibt viele Internet-Portale die entweder exklusiv für SMler sind oder aber eine BDSM Niche anbieten. Etwas wirst du (vor allem als Frau) ziemlich garantiert erleben: doofe Anmachen und Idioten. Die Anonymität solche Portale zieht auch eine menge Idioten an …
Nichts desto trotz, das Internet bietet die grösste Auswahl und das solltest du dir nicht entgehen lassen.
Nun ein paar grundlegende Tips für den Umgang mit Online-Portale:

  • Sei Ehrlich.
    Bei BDSM bringt es nicht dich „besser“ zu machen.
    Wenn du keine Erfahrung hast, kannst dich nicht als erfahren verkaufen…
  • Gib so viele Details wie möglich an.
    Natürlich ohne deine Privatsphäre zu verletzen!
    Es sind deine Details die dich interessant machen.
  • Antworte auf höfliche Anfragen,
    und vergiss die doofe Anmachen. Konzentriere dich auf positive Erlebnisse und lass dir nicht den Spass verderben.
  • Keine schnelle Treffen.
    Lass dir Zeit. Wer dich hetzt hat kein Respekt vor dir.

All dies ist kein Erfolgsgarant aber das wird eine menge Enttäuschungen und Frust ersparen.
Und wo? Welche Portale?
Im deutschsprachigen Raum gibt es z.B: JoyClub, Sklavenzentrale, Alt
Es gibt natürlich viele andere, du hast die Wahl. Vermeide aber solche die zu viele „professionelle“ Kontakte auflisten.

Stammtisch:
Stammtische sind nicht gerade eine Singlebörse aber sie bieten die Möglichkeit in eine lockere Atmosphäre gleichgesinnte zu Treffen.
Es gibt sicher eine in deine Nähe und es gibt kein Dresscode da die meisten in der Öffentlichkeit (Bar, Restaurant) stattfinden.
Ich finde das Stammtische ideal sind für Anfänger: es besteht kein Zwang und kein Druck. Wenn es dir nicht passt, sag gute Nacht und geh einfach raus. Informiere dich vorher denn zum Teil werden auch Themenabende veranstaltet, was dich je nach dem besonders interessieren kann oder auch nicht.
Du wirst vielleicht kein Partner finden aber dich ziemlich sicher mit gleichgesinnte anfreunden und das wiederum kann auch deine Chancen erhöhen. Suchen im Internet nach „BDSM Stammtisch“ und die nächst grosse Stadt, du wirst sicher eine finden.

Partys:
Hier hast du die Wahl zwischen Fetisch- oder Play-Party.
Fetisch-Party gibt es mittlerweile für fast jeder Geschmack aber sind nicht immer direkt mit BDSM zu assoziieren. Manche sind wirklich nur auf ein bestimmte Fetisch fokussiert und bieten kaum Spielraum. Du solltest dich vorher informieren um was es geht und was für Dresscode wird verlangt. Bei solche Party geht es hauptsächlich um Spass und natürlich sehen und gesehen werden.
Bei Play-Party geht es hingegen hauptsächlich um BDSM. Diese finden meistens in ein SM-Club oder Darkroom statt und somit kannst du auch etwas gewagtere Outfits anziehen oder auch ein Halsband oder ähnliches. Pass auf das auch bei Play-Party möglicherweise ein Dresscode besteht da ziemlich häufig ein Motto folgen. Oft werden auch Anfänger Party veranstaltet, zum Teil kombiniert mit Workshops um Techniken und „Zubehör“ kennenlernen. Bei Party besteht normalerweise kein Zwang mitzumachen, du kannst dir alles ansehen. Ein „Nein“ wird auch ohne weiteres akzeptiert und falls nicht, der Veranstalter oder andere Leute kommen schnell zur Hilfe. Es passiert ziemlich viel öffentlich aber es gibt auch Ausnahmen, zum Beispiel es kann durchaus sein das es Private-Bereiche gibts wo nur aktive Teilnehmer zugelassen werden. Auch hier, informiere dich im voraus um etwaige Überraschungen zu vermeiden.
Meistens sind BDSM-Clubs, BDSM-Vereine oder Interessen-Gemeinschaften die Play-Party organisieren.

PS:
Tut mir Leid das alle meine Follower eine Benachrichtigen für diesen Beitrag bekommen haben und dann doch kein Beitrag zu finden war.
Das war ein klassische Fall von „Finger-Faster-Than-Brain Syndrom“: ich hab aus versehen „Veröffentlichen“ geklickt obwohl ich es noch bei weitem nicht fertig geschrieben hatte.
Ich entschuldige mich für die etwaige Verwirrung…

Zerbrechlich

Zerbrechlich

 

Lieber Dom

Ich bin sehr gerne deine Sub und ich bin über deine Aufmerksamkeit sehr dankbar.
Ich weiss das ich dir wichtig bin und du bist mir genau so wichtig. Unsere Neigungen ergänzen sich perfekt.
Du erstaunst mich immer wieder wenn du aus dem nichts, meine unausgesprochene Gedanken aufschnappst und in Taten umsetzt.
Ich liebe diese Intimität die zwischen uns herrscht und ich mag es wenn du mit mir zufrieden bist. Eigentlich möchte ich immer diese Grinsen auf deine Lippen sehen und noch so gerne biete ich mich dir an, damit du Freude an und mit mir hast. Deine Berührungen, egal ob sanft oder hart, gehen mir durch Mark und Bein.
Ich weiss das auch der härteste Schlag und die schmerzhafteste Klemme ein Zeichen der Zuneigung sind und mein Körper und meine Seele sehnen sich danach.
Du hast mir geholfen meine Schwächen zu überwinden und du hast meine Stärken stets gefordert. Du hast mich provoziert, damit ich aus meine Unsicherheit rauskomme, du umarmst mich wenn ich weine und gibst mir ein Sicherheitsgefühl wie sonst niemand. Du warst auf meine Seite wenn ich an mir gezweifelt habe und du hast immer an mir geglaubt, auch wenn ich an deine Aufgaben miserabel gescheitert bin. Du hast aus mir eine stolze Sub gemacht die mit erhobene Kopf durch die Menge schreien würde „Ich bin seine!“

Doch diese starke Sub ist auch sehr zerbrechlich.
Ich brauche dich um mich Stolz zu fühlen, ich muss deine Führung spüren um zu sein.

Mit devoten und unterwürfigen Grüssen

Deine Sub

Wir sind nicht anders!

Wir sind nicht anders!

Als ich meine Neigung befreit habe war es toll. Es war ein so befreiendes Gefühl.
Dann merkte ich das ich damit anders war. Ich gehörte plötzlich eine Minderheit an die Gesellschaftlich am Pranger steht. Klar, nicht alle denken das wir kranken Gestalten sind aber im allgemein wir werden nicht als nette Gesellen beschrieben. Warum eigentlich?
Einerseits weil niemand richtig weiss was wir eigentlich tun. Verständlicherweise ist es auch schwierig für jemand der nicht über die entsprechende Neigung verfügt, nach zu vollziehen warum wir auf so etwas stehen. Hinzu kommen die Medien, die uns oft und gerne im gleichen Pot stecken mit Massenmörder und Vergewaltiger. Wir sind eine Minderheit und wir treffen uns mit gleichgesinnte an Playparties, wo „wer weiss was alles da passiert“.
So betrachtet sind wir ähnlich wie die Freie Maurer: keiner weiss genau was die tun und daher werden Räubergeschichten darüber gedichtet…
Es liegt in der menschlicher Natur unterschiede zu erkennen, in positiver wie auch in negativer Sinn und wir fallen definitiv auf. Wir müssen mit Vorurteile und Klischees umgehen die stark in unsere kulturelle und soziale Umgebung eingebettet sind. Was antworten Leute wenn man fragt was sie mit BDSM assoziieren? Peitschen, Schmerzen, Kerker, Ketten, … Kein wunder das wir so negativ behaftet sind, wenn keine auf die Idee kommt Zuneigung, Empfindungen, Erotik, Gefühle und nicht zuletzt Liebe damit zu kombinieren. Verständlich auch das die meisten von uns sich lieber in der Anonymität bewegen.
Doch, wie bei andere Minderheiten auch, gibt es auch bei uns die militante Fraktion, der kämpferische Flügel. Unter der Flagge „Wir sind anders, akzeptiert es!“ ziehen sie in Paraden und verpassen keine Gelegenheit zu zeigen das sie anders sind. Ich gehöre nicht dazu.
Wir sind doch nicht anders, besser oder über die andere. Unsere Beziehungen sind anders aber das ist etwas privates, intim. Wieso soll ich etwas so intim wie eine D/S Beziehung publik machen? Vanillas posaunen auch nicht herum „letzte Nacht hatte ich Analsex“ wenn sie morgens ins Büro kommen. Ich habe schon etliche Diskussionen gehabt und regelmässig bekomme ich zu hören „Die Homosexueller haben es auch geschafft!“. Was haben die geschafft? Das die heiraten dürfen? Das ist mehr eine politische als eine gesellschaftliche Errungenschaft… Werden Homosexueller weniger diskriminiert? Ich mag das zu bezweifeln… Sie werden eher toleriert als akzeptiert.
Will ich misstrauisch und mit vorbehalte toleriert werden? Definitiv nein!
Mein Argument gegen solche Aktivismus ist einfach: was ich bei mir zuhause mache geht niemand an. Ich sehe definitiv kein Grund warum ich mein Sexualleben offen legen soll.
Wenn wir das machen, dann sind wir wirklich anders.
Die Militanten kontern sofort mit „weil wir das 24 x 7 ausleben wollen“.
24 x 7 ? Wer kann das schon? Ich kenne Leute die in eine konstante D/S Beziehung leben, das ist aber immer noch weit entfernt von 24 x 7. Früher oder später gehen die auch einkaufen, arbeiten, verwandte besuchen und da hört D/S auf. Es ist illusorisch zu denken, in unsere aktueller Gesellschaft, 24 x 7 sei durchführbar. Wir werden immer mit Andersdenkende zu tun haben und Akzeptanz hin oder her, wir werden auch sicher Leute treffen die mit dem Finger auf uns zeigen werden, misstrauisch. Alles hat sein Preis.
Durch Aufklärung können wir sicher einige dazu bewegen ihre Meinung zu revidieren, das finde ich wichtig. Wir werden aber nicht alle überzeugen können.
Ich werde daher weiterhin durch die Gesellschaft laufen als der Nachbar, Bruder, Arbeitskollege, Ehemann, denn ich bin nicht anders. Ich habe andere Vorlieben, die gehen aber niemanden an.

Offenheit

Offenheit

Wo andere hinsehen
und sagen „Warum?“,
Ich schaue und denke
„Warum nicht?“