Harmonien

Harmonien

Ich mag das Wort „Spiel“ in Zusammenhang mit BDSM nicht besonders.
Es hört sich immer nach „gespielt“ an, wobei BDSM ist für mich nicht etwas spielerisch.
Ab heute gebe ich aber das Wort „Spiel“ eine andere, bessere Konnotation.
Man kann es in Verbindung mit das spielen ein Instrument bringen.
Ich bin nicht besonders begabt bei musikalische Instrumenten.
Das weiss auch mein Musiklehrer, der meine vergebliche versuche an der Blockflöte erdulden musste…
Ich mag Musik aber sehr und ich weiss zu schätzen wenn jemand sein Instrument beherrscht.
Was Hendrix aus seine Stratocaster holte, was Miles Davis auf seine Trompete spielte, das ist meisterhaft. Was wäre aber passiert wenn die zwei die Instrumenten getauscht hätten?
Ich glaube schon das Mr. Davis ein paar anständige Töne aus der Gitarre geholt hätte und auch Jimi hätte eine eifache Melodie aus der Trompete entlockt. In beide Fälle wäre aber kein Meisterwerk entstanden. Ganz klar es fehlt die Übung, aber ist das beherrschen des Instrument alles? Ich denke nicht.
Es gibt schon ein Grund warum sie ein bestimmtes Instrument gewählt haben: Es passt.
Das gleiche geschieht bei BDSM, es muss passen.
Man kann sein „Metier“ beherrschen, die ganze Leidenschaft reinstecken und trifft eine attraktive und sympathische Sub, das Spiel ist aber nichts…
Es liegt nicht an die Personen die involviert sind, es passt einfach nicht.
Nicht alles ist dabei schlecht, es gibt durchaus glanzvolle Momente aber es fliesst nicht.
Da nützt nichts, wenn diese besondere Harmonie nicht da ist, wirkt alles abgestumpft und harzig. Sie kann noch so anziehend und sympathisch sein, sie ist nicht das Richtige.
Schliesslich wollen wir alle gute Musik hören und nicht nur kontrollierter Lärm.

Hurricane

Geknebelte Frauen auf alle vier, ein Motorrad und geile Musik…
Könnte direkt aus der hinterste Ecke meine Hirnwindungen stammen 🙂

Aimer c'est pleurer quand on s'incline

Aimer c’est pleurer quand on s’incline

Das singt Mylène Farmer in „Libertine“ aus dem Jahr 1986.
Auf deutsch heisst es „Lieben ist weinen während man sich beugt“.
Schade das die meiste Texte sehr schlecht ins Deutsche übersetzt sind, denn nicht nur „Libertine“ hat wohl aus der De Sade Literatur geschöpft…

Es ist eigentlich erstaunlich das schon in den 80er Jahre so freizügig über BDSM gesungen und gefilmt hatte. Ok, die meisten Medienanstalten damals weigerten sich die Videoclips auszustrahlen, nichts desto trotz erreichten verschiedene Lieder respektable Positionen in den Charts.
Die gute Mylène hatte aber auch ein hervorragende Regisseur für ihre Video: Laurent Boutonnat. Die kann man nicht „Clip“ nennen, denn die aufwendig produzierte Aufnahmen sind eher unter Kurzfilme zu kategorisieren.

Ich finde dies die raffiniertere und fantasievollere Art BDSM an Mann (und Frau) zu bringen als ein gewisse Hollywood Streife die vor kurzem aktuell war…
Hier mein Favorit, in zwei Teile:

Mylène Farmer: Pourvu qu’elles soient douces (Part I)

Mylène Farmer: Pourvu qu’elles soient douces (Part II)