Kepler-452 Teil 5

Kepler-452 (Teil 5)

(Zu Kepler-452 Teil 4)

Vier Monate ist es her als sie auf Delphi war, es vergeht aber keine Woche ohne das Yara eine Nachricht schickt. Laura und Jennifer schauen sich zusammen die letzte Folge aus „Yara’s Tagebuch“, so nennt Laura die Wöchentliche Mitteilungen. Sie lachen als die Kleine auf dem Bild herumtanzt und von ihre Teenager Erfahrungen berichtet. Jennifer schaut auf die Uhr und springt auf „Oh, scheisse! Ich hab mit meine Mutter abgemacht und ich bin zu spät…“ Laura lacht, typisch Jennifer und schaut zu wie sie wie eine Wilde ihr zeug sucht und zusammenpackt. Jennifer verabschiedet sich und hetzt hinaus. Laura schliesst die Türe hinter ihr und grade als sie zurück ins Wohnzimmer will klingelt es. Sie grinst und öffnet erneut die Türe: „Was hast du vergessen?…“ Der letzte Wort bringt sie nicht komplett über die Lippen.
Der Jungen mann vor ihr lächelt sie an: „Hallo Laura.“ Sie hatte überhaupt nicht mit Boris gerechnet aber er stand vor ihr. Ihr Kopf sagte „sag hallo und lass ihn rein“ aber stattdessen ging sie auf ihn zu und küsste ihn um ein paar Sekunden später wieder auf abstand zu gehen.
„Entschuldigung…“ sagte sie und dachte „was machst du eigentlich?…“ Boris erholt sich gerade von der Überraschung: „Ja, ich hab dich auch vermisst…“ und beide explodieren in lachen. „Was machst du hier? Komm rein.“ sag Laura und Boris pack die Tasche und folgt ihr hinein. Er schaut sich herum und legt die Tasche auf den Boden: „Ich wollte dich besuchen, ich wollte dich sehen. Dein Abgang aus Delphi war nicht gerade schön…“
Alle Erinnerungen flimmern wie ein Film in Laura’s Kopf und enden mit der Kuss an der Türe.
Boris starrt sie an: „Mit so viel Enthusiasmus hatte ich aber nicht gerechnet…“ Laura errötet: „Ja… Nochmal Entschuldigung…“ und merkt gerade das sie das verbotene Wort wiederholt gesagt hat. Boris reagiert aber nicht darauf: „Es war nicht unangenehm…“ Sie wechselt das Thema: „Weiss dein Vater das du hier bist?“ Boris schüttelt den Kopf: „Nein, er denkt ich feiere auf Ition.“ Feiern? denkt Laura, bis ihr dämmert: die Zeremonie. Ohne ein Wort schnappt sie Boris arm und schiebt den Ärmel hoch: der rot-schwarze Stern. Sie schaut ihn an: „Du hast es geschafft!“. Boris Stolz ist auf sein Gesicht geschrieben. „Und anstatt auf Ition zu feiern kommst du hier?…“ fragt sie. Er grinst sie an: „Wieso? Kann man auf der Erde nicht auch feiern?“
Laura lacht: „Oh doch. Lass mich etwas anders anziehen und dann gehen wir feiern.“
Boris lacht zurück: „ok.“

Die Bar ist noch halb leer als sie reinkommen und Laura sucht eine Ecke wo sie ungestört reden können. Sie hat so viele Fragen die nach eine Antwort verlangen. „Was sollen wir trinken?“ fragt sie. „Ich hab gehört das euer Bier nicht so bitter ist wie unsere.“ antwortet Boris.
Sie winkt ein Kellner herbei und bestellt zwei Bier. Boris schaut sich herum und Laura entfallen nicht die gierige Blicke der anwesende Frauen… Ja, die stärkere Gravitation auf Delphi formt die Männer gross und muskulös, Boris ist keine Ausnahme. Als das Bier ankommt stossen sie an: „Auf dich!“ sagt Laura, Boris stosst an: „auf ein schöne Wiedersehen.“  Er nimmt ein Schluck und   grinst dabei. „Ja! Die ist viel besser als unsere.“ Laura lehnt sich vor: „was ist damals passiert das ich so plötzlich weggeschickt wurde?“ Boris setzt sein Glas: „Mein Vater muss immer die Kontrolle behalten…“ Sie nickt zu. Ja, Alex ist definitiv ein Kontrollfreak. „über dich hatte er aber keine Kontrolle und du… Du warst… Wie soll ich sagen?… Du hast ihn überfordert.“ ergänzt Boris.
Laura ist verdutzt: „Überfordert?…“ Boris nickt: „Ja, du hast nicht nach seine Regeln gespielt. Du warst für ihn unberechenbar und das mag er gar nicht…“ Laura überlegt wie Alex reagierte und muss zunicken. „Ist ja auch aber egal, mein Vater ist nicht hier…“ sagt Boris mit ein Lächeln, dann lehnt er sich vor und fast flüsternd sagt er: „…und ich habe nicht vergessen wie es dir gefallen hat gefesselt zu werden…“ Sie muss an die Situation denken und spürt die Erregung hochkommen. Nichts desto trotz macht Laura auf cool: „Ja, es war nett.“
Jetzt lacht Boris laut: „Nett? Inna musste den Boden aufwischen!…“ Sie errötet und lacht: „Ja ok… Es war mehr als nur nett…“ Boris grinst sie an: „Dann müssen wir das unbedingt wiederholen.“ Er testet wie weit er gehen darf, denkt Laura. „Vielleicht…“ sagt sie verlegen.
Die beiden trinken noch ein paar Bier bevor sie in die Nacht hinausgehen. Auf der Strasse bleibt Boris stehen und blickt nach oben. Laura geht an seiner Seite: „Nein, Kepler-452 ist nicht zu sehen…“ Er dreht sich nach ihr fragend. Laura ergänzt: „Ich habe mich informiert, man sieht von hier die zwei benachbarte Sterne aber nicht dein Heimatstern.“ Boris packt sie an den Schultern und küsst sie. Sie ist zuerst fast erstarrt aber sie erwidert den Kuss. Er lässt von ihrer Lippen und Laura hat die Augen noch geschlossen, träumend. „Lass uns privat weiter feiern“ sagt er.
Sie lacht und winkt ein Taxi herbei.

Wieder bei ihr angekommen, öffnet Laura die Wohnungstür. „Mach es dir bequem. Noch ein Bier?“ fragt sie und Boris nickt ihr zu. Als sie mit der zwei Flaschen in Wohnzimmer zurückkehrt, sitzt Boris auf dem Sofa und starrt sie an. „Was ist?“ fragt sie mit ein Lächeln. Boris Mine bleibt ernst: „Du bist wunderschön. Zieh dich aus.“ Laura bleibt regungslos und starrt ihn an. Boris steht auf, nimmt ihr die Flaschen ab und setzt die auf dem Tisch: „Was hast du nicht verstanden? Das du schön bist oder das du dich ausziehen sollst?“ Laura versucht gerade die Situation zu verstehen. Eigentlich die Situation ist klar, sie kann einfach ihr Empfinden nicht richtig einordnen… „Ich hab alles verstanden…“ sagt sie. Boris setzt sich wieder hin: „Gut.“
Sie löst den Reissverschluss über ihre Schulter und lässt das Kleid sanft abfallen. Als sie da steht, nur in Dessous bekleidet merkt sie wie Boris sie anstarrt und das irritiert sie. Sein Blick ist penetrant, sie kann es förmlich spüren. Sie greift nach hinten und löst den BH, zögert eine Sekunde und streift es weg. Boris nimmt ein Schluck Bier, als eine Frau die sich entblösst das natürlichste auf der Welt wäre. Das irritiert Laura noch mehr aber erregt sie zugleich. Der Slip ist an der Reihe und sie beugt sich um die Beine auszufädeln. Ein Gemisch von Scham, Erregung und die Ungewissheit was darauf folgen wird lässt sie kurz zittern. Da steht sie, nackt und verwundbar vor ihn. Boris steht auf und geht auf sie zu. Mit einer Hand streift er um ihre Tallie als er um sie herum lauft. Unkontrolliert ihr Körper bebt, als Antwort auf die sanfte Berührung.
Er steht vor ihr und ohne Vorwarnung greift er zwischen ihre Beine. Das ist so unerwartet und geil das Laura ein Laut vor sich gibt und die Augen schliesst. „Schau mich an.“ sagt er. Mit zitternde Beine sie öffnet die Augen und sein Blick bohrt sich in sie hinein. „Ich will dich“ sagt er und gleitet mit ein Finger in sie hinein. Die Erregung hat bei ihr die überhand genommen…
Er flüstert in ihr Ohr während er an sie fummelt: „Ich könnte dich so im stehen nehmen. Das wäre aber viel zu einfach, oder?“ Laura kann nicht mehr klar denken. Was hat er gerade gesagt? Es ist so geil… „Ja…“ sagt sie einfach. Er geht auf abstand und es dauert keine Sekunde bis sie seine Berührung vermisst. Boris zieht sein Gurt ab und bevor sie realisieren kann was er vor hat, hat er ihr die Arme hinter ihr Rücken damit gefesselt. „Auf die Knie.“ sagt er und sie folgt ohne ein Wort. Vor ihr öffnet er die Hosen und sein Ständer schwebt vor ihr Gesicht. Laura will gerade daran lecken als sie eine Hand an ihr Hinterkopf spürt, kurz danach ist ihr Mund gefüllt.
Er weiss was er will und er nimmt er sich auch. Er ist nicht wie die andere Männer…
Sie bläst und spürt das es ihm gefällt, das spornt sie noch mehr an. Sie schmatzt und lutscht bis er zurückzieht und mit ein tiefe Laut auf ihr Gesicht spritzt. Laura ist stolz und ein Lächeln ziert ihr Gesicht während sein Sperma langsam hinunter fliesst. „Steh auf.“ sagt Boris und dirigiert sie Hinter dem Sofa. Mit ein Schubs zwingt er sie über der Lehne sich zu beugen.
Sie spürt wie er sein Schwanz platziert und mit ein langsame Stoss dringt er tief in sie hinein. Sie kann ein Stöhn nicht vermeiden der wird aber unterbrochen als Boris anfängt sich zu bewegen. Es sind deftige Stosse, mit eine Pause dazwischen. Es dauert eine Weile bis sie merkt das ihre Hände nicht mehr gefesselt sind. Der erste Schlag auf dem Arsch trifft sie überraschend und sie schreit. Kurz darauf folgt der zweite, dann keine mehr. Er fickt sie weiter und der stechende Schmerz verwandelt sich in ein stumpfes glühen. Dann kommen mehrere Schläge und sie schreit wieder, kann aber nicht flüchten, sie will nicht flüchten. Sein Sperma tropft von ihr Gesicht auf dem Sofa, es ist erniedrigend und geil. Unheimlich geil.
Der Takt der Schläge diktiert ihr Zeitgefühl, bis sie kommt. Laut, lang, zitternd.
Boris lässt von ihr und setzt sich auf dem Sofa neben sie. Mit zarte Bewegungen wischt er das Sperma von ihr Gesicht und füttert sie damit. Sie schluckt. „Komm her.“ sagt er und Sie hebt sich vom Sofa um in seine Arme zu gehen. Sie kuschelt sich an ihm und er küsst sie: „Du bist wirklich wunderschön.“ Langsam realisiert Laura was sie gerade durchgemacht hat. Sie ist empört aber glücklich. „Bleib bei mir…“ sagt sie leise und klammert sich an ihn. „Ich bleibe solange du willst…“ antwortet Boris. Sie schaut hoch zu ihm: „Nein, bleib bei mir für immer.“

kepler-452 teil 4

Kepler-452 (Teil 4)

(Zu Kepler-452 Teil 3)

Alex kann die Augen nicht von ihr lassen: „Stell dich hier hin.“
Laura folgt die Anweisung und sie kann dabei regelrecht spüren wie die Blicke auf ihre Haut wandern. Boris schüttelt sich aus der Starre in der er verfallen war und holt ein lange Seil.
„Heb die Arme“ sagt Boris und beginnt das Seil um sie zu wickeln und verknoten. Das dicke Seil ist weich und Laura geniesst es wie Boris um sie kreist. Um ihr Hals, um die Brüste, es ist wie eine enge Umarmung für sie. Alex steht vor ihr und begutachtet still. „Spreize die Beine“ sagt Boris. Laura folgt und schliesst die Augen, vor ihr innere Auge lauft der Traum von letzte Nacht.
Sie öffnet gerade wieder die Augen als Boris vor ihr kniet und ihr direkt ins Schritt schaut. Ihr wird gerade bewusst das sie feucht ist… und Boris hat es sicher bemerkt… Er schaut hoch zu ihr und grinst nur. Was mache ich eigentlich, fragt sich Laura. Boris ist jetzt hinter ihr und greift, eins nach dem andere nach ihre Arme und verknotet sie hinter ihr Rücken. Er ist offenbar fertig, da Alex jetzt auf sie zukommt und beginnt die kunstvolle Verzurrung zu testen. Alex zieht am Seil, schiebt seine Finger zwischen Seil und ihre Haut um die Spannung zu messen. Ohne ein Wort packt er sie an den Hüften und dreht sie auf der Stelle, um die Rückseite zu inspizieren.
Laura wird bewusst wie wehrlos sie jetzt ist, sie fühlt sich wie eine Puppe in ein Schaufenster.
Komischerweise sie fühlt sich nicht nackt, sie hat ein aufwendige Seil-Kleid an. Das gefällt ihr.
Alex meldet sich: „Sehr gut, du hast kein einzige Fehler gemacht. Diese Prüfung wirst du mit Bravur bestehen.“ Boris lächelt zufrieden. Laura fühlt sich irgendwie stolz und ohne zu überlegen sagt: „Das mache ich gerne, bei welche andere Fach kann ich behilflich sein?“
Boris ist zuerst überrascht aber lässt sich die Chance nicht entgehen: „Es gibt sicher ein paar Sachen wo du helfen kannst…“ Alex dreht sich zu Boris: „Komm mit.“ Boris ist verwirrt: „Ich befreie sie zuerst…“ Alex hack nach, lauter: „Nein, jetzt!“ Er öffnet die Tür zum Esszimmer und ruft nach Inna. Sie heilt aus der Küche. „Befreie Miss Ashford!“ sagt er trocken und als Inna hineinkommt schliesst er die Türe hinter sie. Inna beginnt ohne Worte Laura zu befreien.
„Was ist gerade passiert?“ fragt Laura. Ohne ihre Arbeit zu unterbrechen antwortet Inna: „Ich weiss es nicht aber es hört sich nicht gut an…“ dann steht sie vor ihr: „Ich habe aber nichts gesagt.“

Alex läuft in Stechschritt in sein Büro und wartet bei der Türe bis Boris hineinkommt.
Er knallt die Türe zu: „Was läuft hier ab?“ Boris setzt sich: „Ich hab keine Ahnung wovon du sprichst…“ Alex knallt mit der Faust auf sein Pult: „Versuche nicht mich für dumm zu verkaufen! Du stehst auf sie seit der erste Sekunde, ihr trinkt heimlich in der Nacht Wein zusammen und sie wird nass wenn du sie berührst! Pass auf Junge, ich lasse es nicht zu das du dir deine Prüfung versaust!“ Alex geht zur Türe und ruft laut nach Barbara, die nach ein paar Sekunden erscheint. „Bereite Miss Ashford abreise, sie verlässt uns heute noch.“ Barbara nickt „Ja Sir“ und geht. Boris meldet sich: „Ich hab gar nichts gemacht Dad!…“  „Und dabei wird es bleiben!“ kontert Alex.

Laura ist überrascht als Barbara ihr erklärt sie müsse sich auf ihre Abreise vorbereiten.
Was zum Teufel ist gerade passiert? Habe ich etwas falsches gesagt? Sie kann sich kein Reim daraus machen. Barbara begleitet sie in ihr Zimmer und hilft ihr den Koffer zu packen.
Eine halbe Stunde später sitzt sie in ein Taxi. Weder Alex noch Boris haben sie verabschiedet und sie denkt immer noch nach was falsch gelaufen ist. Am Portalhafen angekommen nimmt sie der Zolloffizier in empfang, er wurde offenbar von Alex instruiert. Ohne Verzögerungen wird sie auf der Portal-Plattform gestellt und auf der Erde zurückgeschickt.
Wieder bei ihr zu hause, stellt sie den Koffer hin und geht sie direkt in der Küche und öffnet eine Flasche Wein. Als sie ein Schluck trinkt bemerkt sie die Anzeige auf der grosse Bildschirm: vier Nachrichten. „Nachrichten abspielen“ sagt sie und der Hauscomputer folgt ihr Befehl.
Eine junge Blondine: „Keine Ahnung wenn du diese Nachricht sehen wirst aber ich will alles wissen über die Delphiner, Delphianer, … wie auch immer die heissen!“ Laura muss lachen, typisch Jennifer, ihre Arbeitskollegin beim World Times. „Nächste!“ ruft Laura.
Alex erscheint auf dem Bildschirm und Laura setzt sich: „Hallo Laura. Es tut mir leid das du gehen musstest aber Boris war von deiner Anwesenheit abgelenkt. Ich muss für seine Zukunft sorgen und ich hatte keine andere Wahl. Schade um dein Artikel aber es muss so sein. Mach’s gut.“ Was? Wegen Boris? Abgelenkt? Oh… er steht auf mich… Sie nimmt ein Schluck und ruft „Weiter!“ Yara winkt… „Hallo Miss Ashford. Ich wollte mich verabschieden aber sie waren schon weg… Schade…“ dann hebt sie ein Smartphone hoch um ein Bild darauf zu zeigen und sagt leise „…meine Freundin hat ein Lucus gefangen aber schhh!… Nicht mein Vater sagen. Ok?“ Das grün gestreifte Tierchen ist wirklich süss. Oh Yara… „Nächste“
Boris! „Hallo Laura. Keine Ahnung was mein Vater denkt was passiert ist… Er kann so… Egal. Ich hoffe wir werden uns wieder sehen, unter andere Umständen. Für eine Neutrale bist du echt cool…“ Laura muss lachen. Cool bin ich… Was habe ich aber davon? Sie nimmt wieder ein Schluck. „Jennifer anrufen“ nach ein paar Sekunden erscheint die Blondine auf dem Bild: „Hey, du bist schon zurück?“ Laura nickt: „Ja, kurzen Aufenthalt aber lange Geschichte…“ Jennifer setzt eine ernste Mine: „Oh… Ist alles ok mit dir?“ Laura nickt wieder: „Ja, ja, aber ich will mich besaufen und alleine ist nicht schön. Kommst du zu mir?“ Jennifer kommt nach an der Kamera: „Klar Süsse, ich mach mich auf dem Weg. Mach keine Dummheiten bis ich da bin, ok?“ Laura lacht: „Ja Mutter…“ und beendet die Verbindung.
Sie denkt nach: Boris steht auf mich, ok das weiss ich. Wir haben aber nichts gemacht. Wieso ist also Alex so krass? Wieso? Oh… Was ist wenn er eifersüchtig ist? Nein… Oder doch?…

(Zu Kepler-452 Teil 5)

Kepler-452 Teil 3

Kepler-452 (Teil 3)

(Zu Kepler-452 Teil 2)

Alex schliesst das Schloss um die Kette und Laura schreit laut „Nein!“
Er steht auf und mustert sie: „Komm, ich weiss das es dir gefällt und du weisst das es deine Bestimmung ist.“ Sie probiert den Halsband loszuwerden, vergeblich.
„Mach es dir selber!“ befehlt Alex in ein raue Ton und erst jetzt merkt sie das sie nackt ist.
„Wie du willst…“ sagt Alex „du weisst das ich vernünftig bin. Boris ist anders. Soll er sich um dich kümmern? Du gefällst ihm sehr…“ Laura überlegt kurz: „Nein, ist ok… Ich mache es…“
Sie lässt ihre Hand zwischen den Beine gleiten bis sie die feuchte spürt. „Das gefällt dir uh?“ sagt Alex und sie kann nicht widersprechen. Ihre Finger suchen den Klitoris und sie stöhnt als sie es findet. Sie schliesst die Augen und lässt ihre Lust frei, zwischendurch ein tiefen stöhn verlässt ihr Mund. „Das ist mein Geschenk für dich, mein Sohn.“ sagt Alex und Laura öffnet die Augen. Boris steht vor ihr mit eine lange Peitsche in der Hand. „Du wirst schreien…“ sagt er und grinst dabei. Laura schreit bereits jetzt: „Nein!!!“

Sie erwacht, schnaufend und schweiss gebadet. Ein Albtraum, es war nur ein Albtraum…
Sie sitz an der Bettkante und merkt das sie tatsächlich feucht ist. „Du kleine perverse…“ denkt sie und muss an der Gedanken grinsen. „Gut, Alex ist sehr attraktiv…“ ist ihr Gedanken, als sei es eine Entschuldigung, „…und Boris obwohl noch jung kommt Alex nach…“ Laura schüttelt diese Gedanken weg, sie will ja schliesslich nicht als Sklavin enden und wie ein Hund aus ein Napf essen. Obwohl… „Hör jetzt auf!“ sagt ihre innere Stimme.
Sie legt ein Bademantel an und leise öffnet sie die Zimmertüre. Das ganze Haus schläft. Sie macht sich leise auf dem Weg in die Küche. Das rötliche Mondlicht scheint durch die Fenster, so kann sie erkennen wo sie sich befindet. Sie geht durch das Esszimmer in die Küche und schaltet das Licht ein. Die Näpfe sind schon ausgewaschen und liegen neben der Spüle.
Irgendwo muss Wein sein, denkt sie und stöbert die Schränke durch bis sie fündig wird.
Sie schaut sich die Etiketten an bis sie sich für eine Flasche entscheidet. „Wo ist das Korkenzieher?…“ denkt sie und sucht in den Schubladen bis sie es findet. Als sie sich umdreht steht Boris, oben ohne vor ihr und Laura lässt der Korkenzieher mit ein kleinen Schrei fallen. Ohne ein Wort hebt Boris ihn auf und macht sich daran die Flasche zu öffnen. Sie mustert ihn an. Der junge hat ein wohl proportionierte und muskulöser Körper, wie ziemlich alle hier, es muss die Schwerkraft sein. „Mühe einzuschlafen, Miss Ashford?“ fragt er als er den Korken mit ein „Plopp“ auszieht. „Ja, darum Rotwein.“ sagt Laura verlegen. Boris holt zwei Gläser aus ein Schrank: „Darf ich ihr Gesellschaft leisten?“ Laura nickt und Boris schenkt ein.
Er hebt sein Glas um anzustossen: „Auf eine erholsame Nacht.“ Laura stosst an und lächelt: „Darfst du überhaupt schon Alkohol trinken?“ Boris nimmt ein schluck: „Nein, aber ich vertraue daran das sie ein Geheimnis bewahren können. Ich werde dafür nicht erzählen das sie nachts Wein stehlen…“ und grinst dabei. Laura lacht: „Deal!“ Sie stossen nochmal an und beide trinken genüsslich. „Und was hast du für ein Grund, mitten in der Nacht hier zu stehen?“ fragt Laura.
Boris sagt leise: „Ich bin gerade nach hause gekommen…“ Laura grinst: „Party?“
Er lächelt: „Ja, meine Kumpels wollten ein letztes mal als Neutrale anständig feiern.“ Laura überlegt kurz: „Na dann zum wohl, ich bin auch eine Neutrale.“ Boris lacht: „Ja, aber sie sind…“
„Zu alt?“ unterbricht Laura. „Nein, ich wollte sagen das sie anders sind…“ antwortet Boris.
Laura guckt verdutzt: „Wie anders? Und sag bitte Laura zu mir.“
„Na ja, anders weil du das nicht kennst. Ich hab gesehen wie du alles beobachtest und spannend oder schockierend findest. Hier reagiert niemand so.“ sagt Boris.
Laura nickt zu: „Ja, das stimmt. Dominanz und Unterwerfung gibt es bei uns auch aber es wird nicht so zelebriert wie bei euch. Hier ist es offensichtlich, bei uns ist es mehr diskret und verborgen hinter Floskel und Gesten. Es war extrem befremdlich für mich aber ich verstehe langsam wie das funktioniert, wie eure Gesellschaft funktioniert.“
Boris hört interessiert zu: „Und wie stellt ihr sicher das nicht alles in ein Chaos zerfällt? Wenn alles so undefiniert und keine klare Unterteilungen vorhanden sind?“
Laura lacht: „Deine Schwester hat mich schon damit konfrontiert… Unsere Gesellschaft wird durch Regierung und Institutionen gesteuert. Wir wählen Volksvertreter. Ihr habt aber teilweise recht, unsere System ist nicht immer so klar.“ Boris überlegt kurz: „Also Demokratie. Die haben wir auch aber nicht so direkt.“ Sie staunt: „Wie stellt ihr sicher das die Dominante nicht zu viel macht bekommen? Oder anders formuliert: wie können die Unterwürfige ihre Interesse schützen?“ Boris lächelt: „Wir haben eine Konstitution die das regelt, nicht alles ist erlaubt und jede Rasse hat Rechte. Im allgemein sorgen Offiziere und das Gericht das die Regeln eingehalten werden. Wenn es um die Rechte geht wird aber die Ethik einbezogen. Bei der Ethik sind Dominante und Unterwürfige gleichvertreten. So bleibt alles im Gleichgewicht.
Laura nickt zu: „Ah, ok. Ich verstehe.“
Boris grinst und beugt sich vor: „Und wenn du hier leben würdest, welche Rasse würdest du wählen?…“ Laura grinst zurück: „Ich lebe aber nicht hier…“ Der flirtet mich voll an, denkt sie.
Er schnappt sich ihre Hand und mit ein Finger zeichnet er ein Kreis auf ihren Vorderarm: „Ich denke du hättest ein Kreis hier…“ Laura scheut ihn direkt in die Augen: „Ich lasse mich nicht so leicht zähmen.“ und befreit sich von sein Griff. Sie denkt an ihr Albtraum. War es überhaupt ein Albtraum? Bei der Gedanken spürt sie die Erregung hochkommen. Boris geht in die offensive: „du weisst nicht was du verpasst…“ Laura schliesst halbwegs die Augen: „vielleicht will ich es ja auch nicht wissen…“ Er lacht. Er lacht? Was ist so lustig daran? „Und doch bist du hier auf Delphi“ sagt er. Er hat recht, ich will es wissen, denkt Laura. „Verdiene dir erst dein Stern!“ sagt sie und steht auf. „Gute Nacht“ sagt sie noch, bevor sie die Küche verlässt.

Die Nacht war nicht so erholsam, trotz Wein. Laura steht auf und geht unter die Dusche.
Die Gedanken lassen ihr keine ruhe: Was war letzte Nacht überhaupt los? Ich lasse mich von ein 18 jährige anflirten…  Gut, es ist ein leckere 18 jährige… Nein, stopp, so geht es nicht! Wieso eigentlich nicht? Er steht auf mich und er ist… Dominant, er ist dominant! Ich bin definitiv keine unterwürfige. Ok, vielleicht ein paar Schläge auf den Arsch und mich danach halten beim… Laura! Hör auf, die bist schon wieder erregt! Ja, ich bin erregt, irgendwie…
Unter den Wasserstrahl schliesst sie die Augen und ihre Hand sucht nach Entspannung.
Die Bilder in ihren Kopf vermischen sich: Näpfe, Boris, die Küche, Ketten, Alex, …
Sie kommt und der letzte Stöhn hallt nach im Badezimmer. Du bist doch eine kleine Schlampe, denkt sie und schmunzelnd stellt sie das Wasser ab.
Sie zieht sich an und geht hinunter. Barbara hört das sie kommt und heilt nach: „Guten Morgen Miss Ashford. Gut geschlafen? Ein Kaffee?“ Laura lächelt sie an: „Ja gerne.“
Nach eine kurze Weile erscheint wieder Barbara mit eine Tablett: „Ihr Kaffe, Miss Ashford.“
Laura schaut sie an: „Laura ist vollkommen genug.“ und lächelt dabei. Barbara lächelt zurück: „Solange niemand uns hört… Ich bin Barbara.“ Laura schaut sich herum: „Ja, wo sind denn die andere?“ Barbara deutet auf die Türe: „Sir und Boris sind neben an mit Inna. Soll ich bescheid sagen das du hier bist?“ Laura schlurft am Kaffee: „Ich kann einfach drüber gehen, oder?“
Barbara nickt. Laura trinkt das Kaffee fertig und begeht sich im Raum nebenan.
Inna muss wieder als Übungsobjekt dienen und Boris hat offenbar mühe mit der Seile.
„Das geht nicht so einfach bei ihr“ sagt Boris aufgeregt „sie hat zu wenig Titten, die Seile rutschen immer…“ Laura blickt auf Innas Oberweite, tatsächlich sie hat eine Handvoll davon.
„Guten Morgen…“ sagt sie und die zwei Herren drehen sich zu ihr. Alex kommt zu ihr: „Morgen. Du hast offenbar gut geschlafen, du strahlst regelrecht.“ Bin ich noch rot vom Orgasmus? Denkt Laura. Boris starrt sie an: „Bei ihr würde es gehen! Uhm, morgen…“ Laura errötet an der Gedanke das Boris ihre Oberweite anstarrt. „Sie ist unser Gast und nicht deine Dienerin…“ meldet Alex.
Ohne zu überlegen Laura sagt: „Nein, ist ok.“ Beide sind für ein paar Sekunden sprachlos.
Alex begutachtet sie kurz: „Du müsstest dich aber bis zur Unterwäsche ausziehen damit die Seile vor Ort bleiben…“ und wartet auf ein Rückzieher. Laura nickt: „Ja, kein Problem.“ und streift sich die Bluse ab. Beim vorbeigehen gebt sie die Alex ab: „Du passt auf mich auf, oder?“
Schon wieder sind Alex und Boris kurz sprachlos. Alex starrt kurz auf ihr schwarzes BH: „Uh… Ja klar!“ Boris beeilt sich Inna zu befreien und schickt sie raus. Laura zieht ihre Hosen ab und meldet: „Was muss ich machen?“ Sie geniesst für ein Moment die gierige Blicke als Alex und Boris sie mustern.

(zu Kepler-452 Teil 4)

Kepler-452

Kepler-452 (Teil 2)

(Zu Kepler-452 Teil 1)

Laura dreht sich um die Allée im ganzen zu sehen. Die Dämmerung setzt an und das klare Himmel lässt das Mondlicht durch, rötlich. Rötlich? Sie schaut hoch und blickt auf zwei rote Monde. Alex sieht ihr staunen: „Der grössere ist Janus, der kleinere ist Amon.“
„Die sind wunderschön…“ sagt Laura. „Du hast Glück, nur alle 63 Tage sind beide Monde zu sehen, wobei die Tage hier auf Delphi 34 Stunden dauern. Du kannst also deine Uhr ablegen, die ist hier nutzlos.“ Instinktiv schaut Laura auf ihre Uhr: „Nein, die halte ich an, das ist meine Verbindung zur Erde…“ Alex recht ihr die Hand: „Komm. Das essen wird sonst kalt.“
Das Haus ist grosszügig geschnitten und die Räume sind hoch. Laura zieht sich die Jacke ab, was Alex sofort merkt. Als sie durch den lange Gang gehen zeigt Alex auf merkwürdige Haken an der Wand: „Du kannst deine Jacke hier aufhängen.“ Er wartet auf sie und geht durch eine Glastüre. Das Esszimmer ist spartanisch eingerichtet: ein grosse Tisch und ein paar abstrakte Bilder. Ein junges Mädchen springt von Stuhl auf und geht auf Laura zu: „Wow, du bist wirklich alt!“ Alex schnauzt sie an: „Yara! Das war ziemlich unhöflich…“ Yara neigt ihr Kopf und die blonde lange Haare fallen ihr vor’s Gesicht: „Meine Schande… Die Neutrale sind sonst nie so…“
„So alt?“ fragt Laura lächelnd „Ist schon ok. Ich weiss mittlerweile das ich hier eine Ausnahme bin. Hallo Yara, ich bin Laura.“ Yara schaut hoch und lächelt kurz bevor sie zu Alex rennt um ihn zu umarmen „Schön das du wieder zuhause bist!“ Alex lächelt sie an: „War es so langweilig ohne mich? Das glaube ich kaum… Wo ist übrigens Boris?“ Yara nimmt eine ernste Mine: „Er macht Hausaufgaben nebenan.“ Die Maid kommt herein und stellt sich vor Alex an: „Das Essen wird in eine halbe Stunde serviert“ Alex nickt und die Maid dreht sich zu Laura: „Miss Ashford, darf ich ihr Zimmer zeigen?“ Yara springt wieder auf: „oh. Darf ich ihr das Zimmer zeigen?“ Alex grinst: „Ja, ok.“

Laura versucht Yara zu folgen,hoch ins obere Stockwerk. „Wir hatten schon lange keine Gäste mehr…“ Seufzend Laura bremst sie: „Nicht so schnell Yara… Ich muss mich an die Anziehungskraft noch gewöhnen…“ Yara stoppt: „Oh, ist die Gravitation auf der Erde schwächer? Das ist geil! Wir waren in Urlaub auf Ition, da war die Gravitation so schwach das ich nur am springen war! Warst du schon auf Ition?“ Laura lacht: „Nein, das ist mein erste fremder Planet.“ Yara jubelt: „Ich kann dir vieles zeigen hier. Wir könnten morgen Lucus jagen!“
„Klar wenn ich Zeit habe.“ sagt Laura und dabei denkt was Lucus sein könnte…
„Hier, das ist dein Zimmer.“ und Yara öffnet die Türe. Wie das Rest des Haus ist das Zimmer sehr grosszügig und in ein helles Ton gehalten. Direkt nebenbei ist das Badzimmer.
Yara zeigt ihr alle Details bis sie plötzlich die Frage stellt: „Wieso hast du dich nicht entschieden?“ Laura überlegt kurz was sie meinen könnte: „Oh, ich musste mich nicht entscheiden. Bei uns gibt es diese Kategorien nicht.“ Yara scheint überrascht zu sein: „Du meinst die Rassen? Und wer hat denn das sagen?“ Laura lächelt: „Niemand, jeder kann machen was er will…“ Die kleine unterbricht sie: „Was? Das muss ein Chaos sein!…“ Das stimmt eigentlich, denkt sich Laura: „Nein… Wir haben auch verschiedene Status, wir hier.“ Yara schüttelt ihr Kopf: „Ich kann mich trotzdem nicht eine Welt ohne Rassen vorstellen… Gehen wir wieder unten?“ Laura nickt. Sie kann sich nicht vorstellen wie das Rassen System funktioniert…
„Und wie wirst du dich entscheiden?“ fragt sie Yara. „Ich weiss noch nicht, die Oberstufe beginnt erst nach der Sommer. Ich denke aber ich hole mich ein Stern, wie mein Vater.“ antwortet die kleine stolz. Unten angekommen finden sie ein leeres Esszimmer. „Sind sicher alle nebenan…“ sagt Yara und macht sich auf dem weg. Laura folgt sie und hört Alex stimme: „Du musst das Seil doppelt nehmen und schön parallel führen…“ Das Wohnzimmer ist auch spartanisch eingerichtet, was sich aber darin abspielt zieht ihre Aufmerksamkeit: eine Blondine um die 30, in Unterwäsche, wird gerade von ein junge Mann gefesselt. Alex überwacht das ganze und korrigiert die Griffe.
Als Alex merkt das Laura und Yara da sind dreht er sich zu ihr: „Alles klar ihr zwei?“ Yara antwortet mit ein „Yep!“ Alex beginnt eine Vorstellungsrunde: „Boris, das ist Miss Ashford.“
Boris knotet noch die Beine der Blondine zu ende, steht auf und mustert Laura von Kopf bis Fuss: „Hi. Und sie sind sicher eine Neutrale?…“ Alex unterbricht ihn: „Nicht so frech junge!“
Dann dreht Alex die Blondine: „Und das ist Inna, meine dritte Frau.“ Laura sieht das Kreis auf Inna’s Handgelenk. Inna lächelt kurz: „Freut mich.“ Yara profitiert von der Situation und kitzelt Inna. „Das ist gemein Yara!“
Alex fragt Boris: „Kommst du ohne mich klar?“ und Boris nickt zu.
Laura bearbeitet gerade diese für sie absurde Szene als Alex sie am Arm greift: „Komm, lassen wir ihn machen.“

Zurück im Esszimmer fragt Alex: „Wein?“ Laura wird von ihre Gedanken gerissen: „Uh? Oh, ja gerne.“ Er holt eine Flasche und zwei Gläser aus ein fast unsichtbare Wandschrank. „Wieviele Frauen hast du eigentlich?“ fragt Laura neugierig. Alex entkorkt gerade die Flasche: „Zwei. Meine erste Frau, Boris Mutter, ist vor 6 Jahren gestorben.“ Er serviert den Wein: „Den lasse ich von der Erde kommen. Unser lokale Wein hat ein komische Beigeschmack, ist wohl die Boden Beschaffenheit…“ Laura beginnt die Puzzle-Stücke zusammen zu setzen: „Und Inna ist Yara’s Mutter?“ Alex nickt: „Das ist unübersehbar, oder?“ „Ja, sind beide sehr hübsch“ stimmt Laura zu.
Alex hebt sein Glas: „Auf die alte Neutrale, um Yara zu zitieren…“ und lacht dabei. Laura stosst zu „nicht gerade sehr schmeichelhaft aber was soll’s…“ beide trinken und Laura glaubt zu erkennen um welche Wein es sich handelt. „Wie alt ist Yara?“ fragt sie. „Yara ist 12 und Boris vor ein Monat 18 geworden.“ 18, das Entscheidungsalter denkt Laura: „Wenn ist es soweit? Die Zeremonie?“ Alex lächelt: „Du hast aufgepasst… In zwei Monate, kurz vor der Sommerferien.“
Laura grinst: „Boris wird sicher nicht abgeschoben…“ „Das denke ich auch nicht.“ sagt Alex.
Sie nimmt ein schluck und fragt „Ist mehrfach Heirat normal hier?“ Alex lacht: „Nein, es gibt keine Heirat hier, sie sind mein Eigentum.“ Eigentum? Das hat er doch auch zum Beamten gesagt… Ich sei sein Eigentum… Sie verdrängt der Gedanke. „Gibt es keine Probleme mit zwei Frauen? Ich meine, Eifersucht und so?…“ Er grinst wieder: „Nein, dafür sorge ich schon…“
Ja, das kann ich mir vorstellen, denkt sie. Die grossbrüstige Maid kommt herein mit Teller und Besteck und Alex stellt sie vor: „Barbara hast du schon kennengelernt.“ Sie nickt kurz: „Miss Ashford…“ und beginnt für vier zu tischen. Laura lässt sich nicht anmerken, kann ja sein das Yara und Boris woanders essen. Alex steht auf und sagt durch die Türe zum Wohnzimmer: „Boris, befrei sie wieder. Es gibt bald essen…“ Laura überlegt gerade wie abstrus es ist: der Sohn fesselt die leicht bekleidete Stiefmutter im Beisein der Halbschwester und sein Vater trinkt genüsslich Wein neben an…
Bald erscheinen Boris und Yara und setzen sich am Tisch. Ein Blitzgedanke geht durch Laura’s Kopf: wo essen die zwei Frauen? Barbara kommt zurück mit eine Servierschale die sie mittig auf den Tisch setzt. „Was gibt’s denn zum Essen?“ fragt Yara. Barbara lächelt: „Panierte Yukul mit Nudeln.“ Yara jubelt „Juhu! Ja!“ Alex sieht Laura’s Verwirrung: „Ich hoffe du magst Fisch.“
Laura nickt „Ja, klar.“ Inna kommt auch hinzu mit eine grosse Schale Nudeln und will gerade bei Alex anfangen als er sie mit eine Geste unterbricht: „Unsere Gast zuerst.“ Inna, die immer nur Unterwäsche trägt, macht ein Schritt zurück: „Ja Sir.“ Sie geht um den Tisch und steht neben Laura, wartend. Laura schaut sie fragend an. „Die Serviette“ sagt Inna, bis Laura merkt was sie meint: sie soll die Serviette vom Teller entfernen. „Oh, Entschuldigung…“  sagt kurz Laura und alle am Tisch halten das Atem, Inna und Barbara gehen beide ein Schritt zurück. Yara bricht das schweigen und sagt leise aber mit ernste Mine zu Laura: „Man darf nicht das verbotene Wort sagen!…“ Das verbotene Wort! Bei der Sicherheitskontrolle hatte der Beamte sie gefragt nach der Rasse, wonach sie mit ein „Entschuldigung, wie bitte?“ geantwortet hatte, bevor sie eine kassierte…
Alex erklärt ihr: „Bei uns ist es verboten sich zu entschuldigen. Ich weiss, auf der Erde kommt es häufig vor, hier ist aber wie fluchen.“ Laura schaut Yara an: „Ich wusste es nicht, Ent… Uhm… was sage ich denn anstatt…?“ Yara klärt sie auf: „Du kannst meine Schande sagen und dabei dein Blick senken.“  Laura will sich gerade zu Inna drehen als Alex interveniert: „Nicht zu ihr! Sag das niemals zu jemand der unterwürfig ist.“ Jetzt wird es langsam kompliziert für Laura…
„Ihr dürft weiter machen.“ ergänzt Alex. Inna und Barbara setzen der Service fort.
Als alle bedient sind meldet Alex ein „Guten Appetit!“ wodurch Inna und Barbara neben den Tisch auf die Knie gehen und senken ihre Köpfe. Laura denkt gerade an einer Szene in ein Film, wie hiess es? Irgendwas im Mittelalter. Die Armen…
Laura schneidet das panierte Fischstäbchen, anstatt ein weissen Fisch erscheint aber etwas bläulich… Yara mampft aber fröhlich, es muss gut sein. Sie nimmt ein Stück und zu ihrer erstaunen ist es wirklich köstlich. Wenn es nur nicht blau wäre… Das ist ziemlich irritierend.
Sie versucht Konversation zu starten: „Na Boris. Freust du dich auf die Zeremonie?“
Boris grinst: „Ja klar, dann darf ich endlich Sex haben…“ Alex lässt die Gabel im Teller fallen: „Boris! Erstens wir essen gerade und zweitens als ob du es noch nicht hattest…“ Boris zieht eine Schnute: „Richtig, meine ich…“ Yara rollt die Augen: „Jungs…“ Boris streckt ihr die Zunge raus. Laura muss gerade schmunzeln, gewisse Sachen sind doch nicht so verschieden… Wobei, was heisst „richtig“? Uhm, besser nicht nachfragen…

Als alle fertig gegessen haben und während Yara probiert ihr Vater für eine Lucus Jagd zu gewinnen, tischen Barbara und Inna ab. Laura fragt sich immer noch was die zwei essen werden… „Ach bitte Papa… Nur eine… Ich werde mich auch um ihm sorgen…“ sagt Yara.
Alex bleibt hart: „Ich habe nein gesagt. Fertig. Du weisst das es pervers ist Tiere in Gefangenschaft zu halten.“ Yara lässt aber nicht locker: „Die sind aber so süss…“
Alex knallt auf dem Tisch: „Nein! Ende der Diskussion! Was würde wohl passieren wenn es bekannt wird das die Tochter der Oberhaupt der Ethik ein Tier haltet? Kommt nicht in frage!“
Boris sieht seine Chance zurück zu schlagen: „Mädchen eben…“ Yara steht auf weinend und läuft davon. Wie wohl ein Lucus aussieht, fragt sich gerade Laura…
Boris fragt ob er gehen darf und Alex nickt zu. Er schaut sich Laura an: „Ich hoffe es war nicht zu viel auf einmal für dich…“ Sie lächelt: „Es war bis jetzt… uh… interessant…“ Alex lacht: „Verstehst du jetzt wie unterschiedlich unsere Kulturen sind?“ Laura lacht auch: „Ja, wir leben in Chaos. Zumindest denkt das deine Tochter…“ Alex fragt erstaunt: „Yara? Oh… Über was habt ihr zwei diskutiert?“ Laura lehnt sich zurück: „Sie hat mich gefragt warum ich mich nicht entscheiden konnte und ich hab ihr erklärt das bei uns jeder entscheidet für sich.“
Alex grinst: „Ja, ich habe eine weise Tochter. Ausser das sie ein Lucus will…“
„Was ist ein Lucus? Es muss ein knuddeliges Tierchen sein…“ fragt Laura.
Alex schüttelt sein Kopf: „es ist wie ein Streifenhörnchen, mit grünen Streifen, ein sehr weiches Fell und es fliegt.“ Laura stellt es sich gerade vor: „Sie hat recht, es ist voll süss…“ Alex unterbricht sie: „Mag sein aber Tiere halten ist pervers. Ein Tier kann nicht melden wie es ihm geht.“ Laura ist verwirrt: „Also, ein Tier halten ist pervers aber zwei Sklavinnen zu befehlen ist ok? Das musst du mir jetzt erklären…“ Alex wird ernst: „Die Unterwürfige entscheiden sich freiwillig für dieses Leben, es ist ihr Wille und ihre Bestimmung. Ein Tier kann diese Entscheidung nicht treffen, darum ist es pervers.“ Eigentlich ist ‚was wahres dran, denkt Laura.
Warum machen sie aber das? Warum entscheiden sie sich für ein Leben als Sklaven?
„Du wirst bestimmt müde sein, es wird eine weile dauern bis du dich an der stärkere Anziehungskraft gewöhnt hast.“ sagt Alex.
Laura stimmt zu: „Ja, es ist wirklich anstrengend… Danke für die Gastfreundschaft. Ich glaube ich werde keine mühe haben einzuschlafen…“
Sie steht auf, sagt „Gute Nacht“ und will in ihr Zimmer gehen aber sie dreht sich noch zu ihm: „Was und wann werden Inna und Barbara essen?“ Alex grinst: „keine Sorge, sie werden nicht verhungern…“ dreht sich zur Türe und sagt laut „Ihr dürft jetzt kommen!“.
Barbara und Inna erscheinen, je ein Napf tragend. „Danke Sir.“ kommt einstimmig.
Sie knien vor ihm und essen auf alle vier aus den Näpfe.
„Gute Nacht Laura“ sagt Alex. Laura dreht sich um und geht raus.
Sie wird doch mühe haben Schlaf zu bekommen. So viele Gedanken…

(zu Kepler-452 Teil 3)

Kepler-452

Kepler-452 (Teil 1)

Er atmet tief durch als er durch das Portal geht aber wie immer das Magen rebelliert und er muss sich beherrschen als er auf der andere Seite rauskommt. Ein Angestellter heilt mit eine Tüte aber er winkt ihn ab. Lange her als er zuletzt auf die Erde war, wann war das? 2142?
Er macht ein Schritt um von der Plattform abzusteigen und fast knallt er in die Wand…
Scheisse schwache Gravitation!  Der Zollbeamte grinst frech, reisst sich aber zusammen: „Willkommen auf die Erde. Würden sie sich bitte identifizieren?“
Er streicht sein rechten Arm über den Leser. Nach ein Piepsen liest der Beamte laut vor: „Alex Neumann…“ und vergleicht das Foto auf sein Bildschirm mit der echte Alex. „Haben sie etwas aus Delphi mitgenommen Herr Neumann?“ Alex schüttelt sein Kopf „Nein, nur meine Persönliche Sachen.“ und deutet auf sein Koffer. Der Zollbeamte lächelt ihn an „Dann legen sie den Koffer auf den Band und begeben sie sich in der Dekontamination.“ Alex grinst und mit ein einzige Finger hebt er sein Koffer auf’s Band. Geile schwache Gravitation!
Er schliesst die Augen als sich die Schleuse hinter him schliesst, das grelle UV Licht durchdringt seine Augenlider, bis ein „Ping“ das Sterilisierungsvorgang beendet.
Ein Zollangestellter wartet schon auf ihm als sich die zweite Türe der Schleuse öffnet: „Ihr Gepäck Herr Neumann…“ Alex greift sich das Koffer und bemüht um kleine Schritte zu machen läuft er der Gang hinunter zur Taxi Station.
Ein Google-Taxi wartet bereit mit offene Türe, er schiebt sein Koffer hinein und setzt sich.
„Sheraton Atlantis“ Sein Ziel erscheint auf’s Display und das Roboter-Taxi fährt los.
Als das Taxi draussen ist merkt Alex das es Nacht ist und sein Blick wandert nach oben, durch den Glasdach, nach der Sternen. Zum Glück ist das Himmel klar und nach eine Weile erkennt er das Schwan- Sternbild. Beim linken Flügel der Schwan, unsichtbar beim blossen Augen ist Kepler-452, sein Heimatstern. Kaum zu glauben das er 1400 Lichtjahre von zuhause entfernt ist… Eine künstliche Stimme sagt an: „In kürze ist ihr Ziel erreicht“. Das imposante Sheraton Gebäude ist in Sichtweite.
Die junge Frau am Empfang begrüsst ihn und er zieht sein rechten Arm über das Lesegerät: „Ich habe ein Zimmer reserviert.“ Die Empfangsdame nickt als Bestätigung: „Zimmer 8312, ich wünsche ein angenehme Aufenthalt Herr Neumann.“ Alex steuert zum Aufzug, steigt ein und tippt die Etage auf der Tastatur: 83. Stock. Die Türe schliesst sich und ein leichtes Surren ist das einzige Zeichen das sich die Kabine bewegt. Als er im Zimmer kommt blinkt bereits das Nachrichten Symbol auf das wandbreite Bildschirm. Er setzt sich auf’s Bett und sagt „Nachricht anzeigen“ wodurch das Symbol verschwindet und eine Videobotschaft abgespielt wird.
„Hallo Herr Neumann, herzlich willkommen auf die Erde…“ Eine attraktive Brunette, etwa 30, spricht „Ich bin Laura Ashford vom World Times, wir haben uns für morgen verabredet. Ich werde sie in der Hotel-Lounge um 10 abholen. Bis Morgen.“
Alex grinst und sagt „Nachricht löschen“. Eine Stimme bestätigt den Vorgang: „Nachricht gelöscht, keine weitere Nachrichten.“
„Wie spät ist es?“ fragt Alex. „Es ist 22:47“ antwortet die Stimme.
Es ist zwar gefühlte Nachmittag für ihm aber er zieht sich aus und legt sich ins Bett.
„Weck mich um 9“ sagt er und die Stimme quittiert: „Weckruf um 9.“ Alex zieht die Decke rüber „Licht aus.“

Das Kaffee ist grässlich aber jetzt ist er definitiv wach…
Alex macht sich auf dem Weg zur Lounge als er von hinten angesprochen wird: „Herr Neumann!“ Er dreht sich um und Laura Ashford winkt und lauft auf ihn zu.
„Guten Morgen. Gut geschlafen?“ fragt sie mit ein aufgesetzte Lächeln. „Morgen Miss Ashford.  Wo wollen sie die Interview führen?“ Laura deutet auf ein Tisch in der Ecke: „Wie wäre es dort?“ und steuert direkt zu und dort angekommen sagt sie „Setzten sie sich.“ Alex bleibt zuerst verdutzt stehen aber dann setzt er sich „Ich bin nicht daran gewöhnt Befehle zu folgen…“
Laura wechselt Mine: „Oh, es war nicht so gemeint…“ aber er unterbricht sie: „Ist schon ok“ und lächelt dabei „Danke für die Einladung, ist schon lange her als ich zuletzt hier war.“
Sie lächelt zurück „Oh, keine Ursache. Bei welcher Gelegenheit waren sie das letzt mal auf die Erde?“ Er denkt kurz nach: „Das war vor etwa 6 oder 7 Jahre. Ich hatte damals eine Gruppe Neutralen zurückgebracht.“ Laura fragt nach: „Neutralen?“ Alex ist ein bisschen verwirrt „Neutralen, weder dominant noch unterwürfig eben.“ Sie nickt kurz zu und hackt nach: „Und wieso haben sie die Gruppe zurück auf die Erde gebracht?“ Er ist überrascht von der Frage: „Im ernst? Warum? Es scheint mir Miss Ashford das sie überhaupt nicht recherchiert haben und völlig unvorbereitet hierher gekommen sind!“ Sie will etwas sagen aber er greift vor: „Sie verschwenden meine Zeit.“ und steht auf „Kommen sie wieder wenn sie bereit dafür sind. Ein schönen Tag noch!“ Ohne zurück zu blicken lauft Alex davon. Laura bleibt sprachlos sitzen.

Um 15 Uhr, als er zurück ins Hotel kommt, heilt ein Angestellter zu ihm: „Entschuldigung Herr Neumann, eine Dame wartet auf sie…“ und zeigt Richtung Lounge.
Er sieht Laura Ashford an der Bar. Er bedankt sich und steuert die Bar an.
„Ein Bier bitte.“ Als sie die Stimme neben sich hört dreht sie sich zu ihm: „Herr Neumann, entschuldigen sie mein Auftritt von heute Morgen. Es stimmt, ich war unvorbereitet, ich habe aber meine Hausaufgaben gemacht und wenn sie noch dazu bereit sind würde ich neu anfangen.“ Alex nimmt ein Schluck Bier und schaut sie an: „Wie lange warten sie hier auf mich?“
Sie senkt ihr Blick: „Seit Mittag…“ Er mustert sie kurz an: „Sie geben nicht so schnell auf, uh?“
Sie lacht: „Mein Chef auch nicht, er würde mich kommentarlos feuern.“
„Also gut Miss Ashford. Überraschen sie mich.“ lacht Alex zurück.
Laura legt ihr Rekorder auf dem Tresen. „Ok, also dann… Die Neutralen sind offenbar eine Bedrohung die abgeschafft werden muss, sind es auch emanzipierte Frauen?“
Alex dreht sich zu ihr: „Woher haben sie das?“ Laura ist verunsichert: „Aus Wikipedia…“
Alex lacht jetzt laut: „Oh mein… Und sie glauben was darin steht? Keine Ahnung wer das erfunden hat, wahrscheinlich eine abgeschobene Neutrale…“
Laura ist jetzt verwirrt: „Habt ihr keine Patriarchalische Gesellschaft?“
„Nein, haben wir nicht. Darf ich nachlesen was in Wikipedia steht?“ fragt Alex.
Laura zuckt ein Tablet „Natürlich.“ und reicht ihn nach. Als Alex danach greift sieht sie ein Teil eines Tattoo auf sein vorderarm, sie lässt sich aber nicht anmerken. Alex liest leise und grinst.
„Ich will sie nicht kränken aber das ist absoluter Mist!“ Er gibt ihr das Tablet zurück „Die Neutralen müssen nicht abgeschafft werden, wir sind ja keine Massenmörder… Die passen einfach nicht in unsere Gesellschaft und würden nur unglücklich sein.“
Laura denkt kurz nach: „Es wäre vielleicht besser wenn ich vor Ort mein Artikel schreiben würde und aus erster Hand erfahren wie eure Gesellschaft funktioniert.“ Alex ist jetzt definitiv überrascht: „Das halte ich für keine gute Idee. Sie wären mit eine völlig fremde Kultur konfrontiert…“ Sie unterbricht ihn, was Alex offenbar nicht gefällt „Das ist genau der Punkt: ich möchte euere Gesellschaft richtig kennenlernen, nicht nur davon berichten.“
Alex mustert sie nochmal an: „Sie sind zu schwach für Delphi. Sie müssen zuerst trainieren oder unsere Schwerkraft würde sie auf die Knie zwingen.“
Ohne zu überlegen schiesst Laura: „Ich bin stärker als man im allgemeine glaubt!“
Alex grinst „Wenn sie das sagen… Ich kann ein Visa organisieren aber…“
Laura wittert ihre Chance: „Aber?…“
„Aber sie tun was ich ihre sage, wie gesagt es ist eine fremde Kultur.“ ergänzt Alex.
Laura lächelt „Ja, kein Problem. Wann kann ich auf Delphi?“
Er grinst wieder: „ich gehe morgen Abend, sie könnten mich begleiten.“
Es ist ihr ein bisschen plötzlich aber Laura antwortet „Ja, ok. Ich muss nur mein Chef benachrichtigen.“
„Ok, dann morgen um 20:30 am Portalhafen.“ sagt Alex.

Sie ist überpünktlich und erregt, sie war noch nie auf ein fremder Planet gewesen.
Als sie „Miss Ashford“ hört dreht sie sich und der imposante Alex steht vor ihr.
„Hallo Herr Neumann.“ begrüsst sie ihm. Er lächelt sie an „Ist wohl nicht ihre erste Teleportation, oder?“ Sie errötet leicht „Eigentlich… Doch…“ Er lacht.
„Hier, nehmen sie eine von diese Pillen, es wird ihr Magen beruhigen“ und reicht ihr eine Streife.
Als sie die Pille geschluckt hatte, kommt Alex ihr ganz nah: „Viel wichtiger, auf Delphi weichen sie nicht von meiner Seite. Es kann für ein Fremde gefährlich sein.“
Laura nickt zu „Ok.“ „Dann gehen wir. Wo ist ihr Gepäck?“ fragt Alex und Laura zeigt auf ein riesigen Koffer. Alex lacht laut „Das werden sie niemals tragen können, geben sie her.“
Gemeinsam gehen sie durch die Sicherheitskontrolle. Am Portal angekommen erklärt Alex das vorgehen: „Stehen sie still innerhalb vom Kreis und atmen sie durch. Die Handtasche legen sie am besten auf dem Boden.“ Laura verneint „Ist schon ok. Wie weit ist Delphi überhaupt?“
Alex steigt im Kreis neben ihr: „Etwa 1400 Lichtjahre entfernt.“
Der Angestellter am Bedienungspult macht ein Zeichen und Alex nickt ihn zu, das kribbeln zeigt das der Portierungsvorgang beginnt.
Auf Delphi angekommen, als allererste lässt Laura ihre Handtasche fallen. Die mächtige Gravitationskraft hat sie überrascht. Ihr ist trotz Pille übel, was Alex sofort sieht: „Hier lang ist eine Toilette…“ doch bevor der Satz fertig war, war sie schon weg.
Er greift sich die Koffer und steigt aus dem Kreis. Laura kommt gerade aus der Toilette.
„Geht es ihnen besser?“ fragt Alex und sie nickt nur, noch etwas blass.
„Kommen sie.“ sagt er und sie gehen durch der Gang zur Sicherheitskontrolle.
Auf halben Weg wird Alex gerufen vom Portal Angestellter: die Handtasche…
„Warten sie hier“ sagt er zu Laura und geht zurück.
Er bedankt sich beim Angestellter und als er sich wieder dreht ist Laura schon weg. Er heilt ihr nach und als er zur Sicherheitskontrolle kommt hört er ein klatschen gefolgt von „Du Schlampe!“ Laura kniet am Boden und hält sich eine Hand ans Gesicht, der Zollbeamte greift gerade nach den Elektroschocker. Alex springt dazwischen und greift der Beamte am Arm: „Tue nichts was du bereuen wirst! Sie ist mein Eigentum!“ Der Beamte schaut ihn an und schaudert: „Meine Schande Sir!“ Alex hackt nach: „Was soll das hier?!“ Der Beamte weicht zurück: „Sie hat das verbotene Wort gesagt und mir direkt in die Augen geschaut…“
Alex hilft Laura wieder auf die Beine: „Alles ok?“ Sie nickt. Er widmet sich wieder der Beamte: „Geben sie mir ein Neutral Zeichen!“ Der Beamte grabt in eine Schublade und reicht Alex eine fluoreszierende „X“ Stecknadel.
Alex steckt die an Laura Jacke und er flüstert ihr im Ohr: „Geh jetzt Raus, wartest hinter der Türe, sagst kein Wort und schaust keine in die Augen.“ Sie greift nach ihm „Aber…“ Er unterbricht sie „Mach einfach was ich dir sage!“ Laura zuckt aber folgt die Anweisungen.
Alex knüpft sie wieder der Beamte vor: „Kommen sie her! Wie heissen sie?“ Der Beamte antwortet leise: „Sanders, Sir…“  „Sie ist eine Neutrale!“ sagt Alex laut. Der Beamte grinst: „Ein bisschen alt für eine Neutrale…“ Alex geht in rage: „Sie Idiot! Sie ist aus der Erde! Das hätten sie doch anhand der Passangaben sehen sollten!“ er greift sich das vorderarm der Beamte und zieht das Ärmel hoch um das Tattoo zu befreien. „Vier Sternen, ich sehe eine aber bereits schwinden!“
Der Beamte wird blass: „Meine Schande Sir!“ Alex lässt ihn los: „Sie berichten ihren Vorgesetzte was vorgekommen ist und er soll sich bei mir melden! Schönen Tag!“
Als Alex raus will, merkt er das die Türe ein spalt offen ist. Laura hat alles gehört und wartet völlig verwirrt: „Ich bin dein Eigentum?…“ Alex greift sie an beide Arme: „Etwas anderes würde er nicht verstehen. Hier hast du keine Rechte, du bist eine Neutrale. Ab jetzt keine eigene Initiative mehr und mach was ich dir sage. Ich sagte es ist gefährlich. Komm…“  Er begleitet sie nach draussen wo ein Wagen auf sie wartet.
Laura gang ist schwerfällig, die stärkere Anziehungskraft macht sie zu schaffen. Hinzu kommen die abwertende Blicke die sie von jeden kassiert. Als die Autotüren geschlossen sind fragt sie nach: „Was hat es mit diesen Tattoos an sich?“ Alex zieht sein Ärmel hoch und zeigt ihr  ein Rot-Schwarzen Stern umkreist von weitere sieben kleine schwarze Sternen: „Das zeigt die Rasse und der Status. Ein Stern für Dominante, ein Kreis für Unterwürfige und ein Dreieck für Switcher.“ Laura hört aufmerksam zu: „Und dein Status?“ Alex grinst: „Ich bin der Oberhaupt der Ethik, daher sieben Sternen. Senatoren haben sechs, Bürgermeister fünf. Ein bis vier Sternen zeichnen Offizieren an.“ Laura nickt: „Gibt es auch mehrere kleine Kreisen und Dreiecken?“ Alex lacht laut: „Nein, nur Dominante haben ein Status.“ Laura schaut ihn an und schweigt für eine weile. Alex bricht die Ruhe: „übrigens, schön das wir per du sind. Ich bin Alex.“ Laura kann ein grinsen nicht verbergen: „Laura“. Sie hat noch so viele Fragen, sie weiss aber nicht wo sie anfangen soll… „Wieso bin ich zu alt für eine Neutrale?“ fragt sie plötzlich.
Alex holt Luft: „Kinder kommen als Neutrale auf die Welt und bleiben es bis sie das 18. Lebensjahr erreicht haben. Danach werden sie in eine der drei Rassen eingeordnet, während eine Zeremonie. Die die in keine der Rassen passen bleiben Neutrale und werden abgeschoben auf andere Planeten. Die einzige Neutrale die man hier kennt sind also erst 18.“
Laura versteht jetzt die Andeutung der Beamte. „Wer ordnet die in Rassen an?“ hackt sie nach.
Alex freut sich das ihr Interesse geweckt ist: „Jeder entscheidet für sich. Parallel dazu die Ethik fragt Lehrer und Verwandte und bildet sich eine eigene Meinung. Wenn diese übereinstimmen bekommen sie das Tattoo.“ Laura ist immer noch neugierig: „Und wenn nicht?“
Er lacht: „Dann wird ein Bestimmungstest durchgeführt und sie werden beraten, damit sie die richtige Entscheidung treffen können.“ „Also du entscheidest.“ sagt Laura.
Alex verneint „Nein, die Ethik besteht aus fünf Senatoren, fünf Unterwürfige und ich als Oberhaupt.“
Sie fahren schon eine weile durch die Stadt aber erst jetzt bemerkt Laura was da draussen abgeht: Menschen führen andere Menschen an der Leine, wie Hunde.
Alex sieht ihr verwunderte Blick: „Ich sagte es ist eine andere Kultur.“
Die Häuser draussen werden rar und plötzlich biegt das Auto in eine Allee, gesäumt mit rote Bäume. Als das Auto vor das imposante Haus stoppt kommt eine Angestellte mit sehr knappe Minirock und eine Bluse die so durchsichtig ist das Laura die grosse Brüste darunter eindeutig sehen kann und öffnet Alex die Türe: „Willkommen zuhause Sir.“ Alex steigt aus, geht ums Auto und öffnet Laura die Tür. „Das ist miss Ashford. Nimm ihr Gepäck und zeig ihr ihren Zimmer.“ sagt Alex trocken. „Ja Sir“ quittiert die Maid.
Laura schaut sich herum: „wieviel Personal hast du?“ Alex ist verwundert: „Personal?“
Laura zeigt auf die Maid zu: „Sie gehört doch zum Personal?“
Alex lächelt „Nein, nein, das ist meine zweite Frau.“ Laura schluckt: „Oh…“

(zu Kepler-452 Teil 2)