Metamorphose

Metamorphose

Die Raupe bewegt sich langsam am Ast entlang.
Sie lauft an Flinke Ameisen und fette Käfer vorbei aber sie scheint kein Interesse zu wecken.
Das kümmert der Raupe nicht, sie hat ein Ziel und wird dies nicht aus den Augen lassen: ihre Metamorphose.
Die Raupe erreicht am Ast eine kleine Verzweigung und folgt die Anweisungen der Natur.
Sie lässt sich am Zweig hängen und fällt in ein scheinbare Schlaf.
Die Ameisen und Käfer laufen immer noch, kopfschüttelnd an ihr vorbei.
Es dauert eine Weile bis aus der Raupe ein Schmetterling versucht herauszubrechen.
Mit mühe und Beharrlichkeit, befreit sich der Schmetterling aus ihr vorherige dasein.
Er entfaltet die Farbenpracht der Flügeln und fliegt davon, in eine Welt jenseits von Ameisen und Käfer.

Unsere Subs sind wie Raupen die inmitten der Gesellschaft nach ihre Bestimmung suchen.
Andere können dieses Vorhaben nicht verstehen, geschweige denn unterstützen.
Unsere Subs brauchen Anweisungen um ihre Stellung zu finden und nur mit Beharrlichkeit können sie sich aus der Zwänge der Gesellschaft befreien.
Wenn dies geschieht verwandeln sie sich in etwas Wunderbar und können ihr Flug antreten.
Etwas das völlig an der Gesellschaft vorbei geht, fremd und unvorstellbar.
Und doch so wunderschön.

Normal

Normal

Ich möchte ein kleines Experiment mit euch führen.

„Der Dom befehlt und sie Sub folgt gehorsam.“
“Normal” werden die meisten meine Blog Leser denken, schliesslich die grosse Mehrheit davon sind SM-Anhänger.

Konkretisieren wir ein bisschen das ganze:
„Der Dom befehlt der Sub die eigene Spucke aus dem Boden aufzuschlürfen.
Ohne zu zögern führt die Sub das Befehl aus.“
Manche von euch werden es nicht mehr so “normal” finden, einige sind an der Gedanke geekelt.

Was hat sich geändert? Es ist nun nicht mehr eine idealisierte Vorstellung. Die eigene Fantasie kann nicht mehr die Lücken ausfüllen mit das, was wir für genehm oder angebracht finden.
Nun möchte ich das ihr euch vorstellt mitten in ein Spiel zu sein, in euere gewöhnte Umgebung, mit eueren SM-Partner. Es besteht völliges Vertrauen zwischen euch. Seid ihr soweit? Ok.
Und jetzt fällt das gleiche Befehl.
Manche die vorher “Iihh…” gedacht haben würden es jetzt machen oder finden es erregend.
Warum? Wahrscheinlich weil ihr euch euer Vertrauenspartner, euer Spiel, euere Regeln vorgestellt habt.

Vertrauen ist das Schlüsselwort. Vertrauen ist das was uns abwegige Moralvorstellungen und gesellschaftliche Regeln ausser kraft setzten lässt.
Es ist für aussenstehende schwer vorstellbar das Scham- und Schuldgefühle nicht da sein können, das harte Sex nicht schmutzig ist und das dreckig ganz geil sein kann.
Eine Parallelweit ohne Tabus und Zwänge, das ist SM.

Überlegt aber wie oft ihr im Alltag ein Saftword benützt. Nein, nicht “Rotegrütze” sondern das allgemein gesellschaftlich akzeptierte Safeword: “Können wir bitte das Thema wechseln?”
Was aber da draussen ein “bitte” beinhaltet und als Frage gestellt wird, wird in SM als Satz ohne wenn und aber ausgesprochen. So streng die Regeln beim Spiel auch sein mögen, eine Sub hat sich beim Saftword nicht zu fügen. Das erleben wir im Alltag praktisch nie, denn wir wollen ja nett sein. Politisch betrachtet ist SM ein demokratische Machtspiel mit gewählte Führung und durch Mehrheit definierte Regeln.

Eigentlich sind aber die Unterschiede zwischen SM und unser Alltag viel subtiler…
Wir sind täglich in Machtspiele involviert, wir befolgen oder erteilen Befehle, fügen uns an Regeln oder definieren die. Wir sind gewöhnt an Institutionelle Mächte wie Regierungen und Polizei, wir leisten unsere Arbeit in geschäftlich definierte Machtverhältnisse.
Auch hier ist Vertrauen Grundvoraussetzung damit das ganze System funktioniert.
Was ist nun der Unterschied? Egoismus.

Während bei SM, Macht zum wohl beide Parteien ausgeübt wird, wird Macht bei Politik und Geschäft sehr oft eigennützig angewendet. Das Resultat ist das wir dieser missbrauch früher oder später erkennen und das zerstört das Vertrauen. Machtkorruption eben.
Wir fühlen uns betrogen, wenn die von uns gewählte „Politische-Doms“ unser Vertrauen missbrauchen.

Ist daher SM ein sauberer Machtgebilde?
In manchen Hinsicht ja. In dem wir uns nicht in vorgegeben Strukturen zwängen und alles in Absprache stattfindet, sind die Verhältnisse klarer, transparenter, echter.
Ich möchte hier nicht behaupten das wir mehr SM-ler in der Politik und Institutionen brauchen, ein bisschen Ehrlichkeit würde aber sicher nicht schaden…
Wir müssten uns lediglich daran gewöhnen das Polizisten mit Gerte anstatt Schlagstock stolzieren und das ein Ministerpräsident mit Nieten bestückte Ledermanschetten “normal” ist 🙂

 

* Im Beitrag ist häufig die Konstellation Dom=Männlich und Sub=Weiblich aus Einfachheit angewendet. Selbstverständlich sind die Rollen unter Geschlechter beliebig austauschbar.

** Das Beitragsbild zeigt keine Sub die die eigene Spucke ausschlürft. Ich entschuldige mich dafür bei alle die es geil finden. Als Katzenliebhaber habe ich stattdessen eine Süsse Mieze als Ersatzbild für euch ausgesucht.

Monolog

Monolog

Hallo, ich bin’s nur.
Ja ich weiss, ich bin eine von „denen“… Ist das ein Problem?
Krank? Nein, nein, mir geht es gut, danke der Nachfrage.
Wie bitte? Also entschuldigen Sie mal… Was ich im Bett mache ist doch Privatsache!
Sie wollen doch auch nicht ihr Sexleben preisgeben…
Ja klar habe ich eine Peitsche bei mir zuhause.
Mögen Sie Bier? Dann haben Sie sicher ein paar Flaschen im Kühlschrank.
Sehen Sie? Wenn sie was mögen, haben sie es auch bei Ihnen zuhause…
Manche mögen Bier, andere die Peitsche, so einfach ist das.
Nee, die sind auch nicht krank. Es scheint mir das sie sich sehr um die Gesundheit andere sorgen. Sind Sie Arzt?…
Pervers? Wissen Sie was pervers ist? Vor der Glotze „der Bachelor“ anzuschauen ist pervers…
Ja, ich frage mich auch wo diese Gesellschaft hin geht, ich glaube aber kaum das meine Peitsche daran schuld ist.
Ich wünsche Ihnen auch ein schönen Abend.

männer

Männer sind kompliziert

Für’s Bett, zum lieben oder zum zeigen? Was nun Männer?

Ihr denkt Frauen sind kompliziert?
Männer sind es auch, vor allem wenn es um Beziehungen und Partnerschaften angeht. Manche Männer stehen auf dicke Ärsche, würden die Frau Ihren Begierde aber nie öffentlich zeigen. Andersrum manche gehen mit Bimbos aus, würden aber nie eine ernsthafte Beziehung mit so ein Püppchen eingehen.
Wie viele getrauen sich nicht die Partnerin den eigene Eltern zu präsentieren weil sie einfach nur eine geile Schnitte ist? Gut für’s Bett aber nicht salonfähig. Warum ist es schlimm eine dicke Freundin zu haben?

Es ist doch erstaunlich was unsere Freunde, die Gesellschaft und moralische Werte in uns bewirken.
Diese “ich liebe es aber das geht gar nicht” Gedankengut der das Leben so kompliziert macht.
Wie viele leben eingezwängt in eine Rolle die eigentlich nur ein künstlicher Konstrukt ist, gemacht um gefallen oder angepasst zu erscheinen?
Es muss echt frustrierend sein, sein wahres ich ständig hinter Gutbürgerlichkeit oder Machismus zu verbergen…

Das was euch gefällt ist nicht gut genug für euere Freunde? Ist es nicht eher umgekehrt?
Was ist euch wichtiger, zufrieden zu sein oder eure Eltern zufrieden zu stellen?

Männer, steht zu was euch gefällt!

bimbo evolution

Bimbo Evolution

 Eine Überlegung über Bimbos

Der menschlicher Gehirn braucht 800 Millisekunden um eine sehr schwierige Entscheidung zu treffen: ist mein gegenüber attraktiv?
In dieser Zeitspanne werden unzählige Merkmale analysiert, ausgewertet und bewertet. Es ist kein bewusster Prozess, es passiert einfach instinktiv.
Es ist ein Übrigbleibsel aus der Urzeit, eine Primitive Funktion um die Fortpflanzung zu gewährleisten. Die Evolution hat uns Menschen so programmiert.
Ein Mann sucht in eine Frau die perfekte Mutter für sein Nachwuchs, die Frau ein guter Ernährer und Beschützer.

Nein, ich will kein Anthropologische Vortrag erbringen, es geht um etwas viel banaler: Bimbos.

Devote Romantikerin hat Bimbos geschrieben und ich möchte es ergänzen.

Bimbos sind die Karikatur eine Frau, es werden einige Merkmale hervorgehoben, andere werden versteckt. Devote Romantikerinbeschreibt es sehr gut: “Lange Haare, so nah an platinblond wie irgend möglich. Extensions sind sehr willkommen, Styling ist Pflicht. Schlauchbootlippen. Übertriebene Solariumbräune. Künstliche Fingernägel. Lang, schrille Farben, so viel Glitter wie drauf haften bleibt. Falsche Titten, je grösser, desto besser.”

Was ist das Ziel? Ganz klar: auffallen und dies nicht ohne Wirkung.
Jede Frau kennt der klassische Scanner-Blick die Männer zuwerfen. Von Kopf bis Fuss werden Frauen von Männer gemustert. Wir können es nicht anders, das ist evolutionsbedingt. Wir haben diese 800 Millisekunden um uns ein Bild zu machen und diese Zeit will ausgenutzt werden.
Wenn wir Männer ein Bimbo “Scannen” was fallt denn als erste auf? Richtig, Titten.
Zugegeben, nicht alle Männer stehen auf dicke Titten aber die Evolution will es so, eine grosse Milchzentrale ist gut für den Nachwuchs.
Bimbos senden aber auch ein andere Signal die der Urmensch in uns Männer gefällt: die stellen sich doof, die sind unbeholfen.
Hier wird der Beschützerinstinkt wachgerüttelt.
Kurzgesagt Bimbos sind sexuell übertriebene doofe auf zwei Beinen, leichte Beute.
Man könnte es aber auch anders betrachten.
Was ist der Ziel eine Bimbo? Flachgelegt zu werden.
Anstatt aber eine stärkere Persönlichkeit zu suchen, degradieren sich Bimbos selber und freiwillig. Sie stellen sich selber als Freiwild her.
Man könnte sagen sie sind submissiv und zwar auf eine Art und Weise dass jedermann, dominant oder nicht, die übergeordnete Rolle übernehmen kann.
Sie gehen unbeholfen durch das Leben mit wackelnde Titten, schwingende Arsch und diese unsichtbare aber offensichtliche Schild: “Nimm mich!”
Bimbos sind gesellschaftstaugliche Subs für Möchtegern-Doms.
Man(n) braucht keine besondere Neigung oder Gabe um die zu überzeugen sich zu Bücken, sie machen es freiwillig.
Und welche Mann träumt nicht davon die eine zu finden die ohne grosse Aufwand alles macht und mitmacht?

Das ist die unterste Stufe eine D/S Beziehung.

Nicht meins.

schenken

Schenken bereitet Freude

Das war ein echt angenehme Samstag.

Wir sind spazieren gegangen und obwohl das Wetter ziemlich unsicher war wurden wir weitgehend verschont.
Ein Tapetenwechsel ist ab und zu gut und ich geniesse ihre Gesellschaft und die Natur.

Auf der Rückweg schnell mal einkaufen für das Abendessen und ab zu ihr.

Ihre Ansage vor der Wohnungstüre war klar: “ich würde am liebsten direkt ins Bett gehen aber so werden wir nichts essen…” Ich liebe es wenn sie diese devote Blick ansetzt.
Ganz brav haben wir uns zurückgehalten und das Abendessen gemeinsam genossen.

Während sie mit Tisch abräumen beschäftigt war, bin ich schnell zu mein Auto gegangen.
Ich hatte zwei Geschenke bereit und ich hatte es schon angekündigt. Ich hab allerdings nicht gesagt was für Geschenke, ich hab nur angedeutet das es “ein modische und ein praktische” dabei sind.
Als ich zurückkam fragte ich “welche willst du zuerst? Modisch oder praktisch?”
Sie stand vor mir und überlegte kurz. “Praktisch”
Ich zuckte eine USB-Festplatte von unter meine Jacke. Etwas verwirrt bedankte sie sich.
“Die Festplatte ist aber nicht leer. Etwa die hälfte davon ist gefüllt mit SM videos. So muss du nicht mehr so lange warten beim runterladen aus dem Internet…”
Sie lacht laut und kommentiert “Das ist gemein. Ich werde immer so geil wenn ich solche Filme sehe…”

“Und nun das modische…” sage ich.
Sie schaut mich ein bisschen perplex an. “Es ist mit Swarovski Kristall.” ergänze ich.
Sie springt fast davon “Nein, ich möchte kein Halsband!”
Ich lache “Es ist kein Halsband…”
Ihre Augen wechseln auf beängstigt “…ich möchte auch keine Brustklammern…”
***
Kleine Anmerkung: sie ist nicht masochistisch und ich habe Klammern an ihr ausprobiert.
Sie ist so empfindlich… Das kam nicht gut…
***
Sie war jetzt lang genug psychologisch gefoltert (habe ich schon erwähnt das ich ein Sadist bin?…) und gab ihr eine kleine Plexiglas Schachtel mit ein Rosebud, eine Anal-Stöpsel mit ein eingearbeitete Swarovski Kristall.
Sie hat sich das angeschaut, sichtlich erleichtert und setzte ihr devote Blick an “Danke! …und was macht man damit?…”

Nach eine Spanking Aufwärmrunde im stehen habe ich ihr “Bück dich” gesagt und das eingefettete Plug langsam eingesteckt. “Das steht dir gut…”
Sie musst es selber im Spiegel sehen und kam zurück mit ein Lächeln “Es funkelt so schön!”
Wir steuerten im Schlafzimmer und…

Wir haben noch ein bisschen geplaudert und dann habe ich mich angezogen.
Beim abschied an der Türe hatte sie den Plug immer noch drin :-)
Ich machte mich auf dem Weg und während der fahrt bekomme ich ein SMS: “Jetzt ist es draussen :-)”

Am Tag danach sehe ich eine Nachricht von ihr in meine Mailbox:
“Er steht im Bad und jedes Mal wenn ich ihn sehe, denke ich an gestern Abend….oh Mann, ich liebe es einfach, wenn du mich … ! Was soll ich machen?…”
Meine Antwort ist kurz: “Was du machen sollst? Gar nichts. Ich mach schon ;-)”

Sie freut sich und ich mich auch.
Schenken macht Freude :-)

pervers

Versaut und Pervers

Ich bin versaut und pervers.

Das dachte ich bis heute, dann habe mich durch die Boulevard-Presse geblättert…
Hier ein Paar Artikelüberschriften:

“Highlights des Bayern-Spiels überfüllen Pornoseite!”
Ich assoziiere viele Sachen mit Sex aber Fussball ?

“Amis wollen Swinger-Club in einer Kirche betreiben.”
Das die Kirchen seltener besucht werden wissen wir ja. Eine Bar in der Kirche hätte aber gereicht…

“Sexpuppen statt Ehebruch.”
Scheint in China der Renner zu sein. Ob die Ehegattin damit weniger schockiert ist wird nicht berichtet.

“Ich trage Frauenwäsche und suche Gay-Kontakte – ist meine Neigung nur vorübergehend?”
Kurz danach schreibt Kuno (37): “Ich bin aber absolut 100% ethero!” Ja klar.

Es geht so weiter, seitenweise und ich frage mich langsam ob ich eine Ausnahme bin.
Entweder habe ich der Bezug zur Realität definitiv verloren oder Generation-X war die letzte bekannte Form von Intelligenz auf dieser Planet…

Nach “Mein Freund geht voll ab, wenn ich ihn am Anus berühre. Ist er vielleicht doch schwul?” habe ich genug davon. Ist Demenz ansteckend? Ich will das Risiko nicht eingehen!

Ich fühle mich plötzlich extrem “normal” und voll moralisch angepasst.
Wenn ich auffallen will, muss ich wohl auf ein Bein humpelnd und mit ein halbrasierte Kopf durch die Stadt ziehen und dabei “La Cucaracha” mit Sopranstimme singen.

See you!

weicheier

Liebe Frauen (Emanzen, Weicheier und SM Teil-2)

Mit mein vorherige Blog wollte ich Provozieren und die Gemüter anheizen.
Das ist mir nicht gelungen, scheint ein heikles Thema zu sein…

Seid beruhigt: Ich liebe Frauen und ich bin für Gleichberechtigung. Aber…
Wie meine Freundin gestern sagte, Feminismus kommt von feminin, also weiblich.
Ich habe nichts dagegen wenn Frauen eine bessere Position in der Gesellschaft haben wollen, das ist berechtigt und überfällig. Ich hab aber etwas gegen Extremismus und Bildverzerrung.
Gleichberechtigung zeichnet sich aus das man sich auf Augenhöhe treffen kann.
Emanzipation sollte nicht heissen “wir zeigen’s euch!” sondern “guckt her, wir können es auch”.
Anstatt zu kämpfen gegen Chauvinismus und die Männer abwerten sollte Feminismus die Frauen erheben und aufwerten. Aber nicht gleich “Frauen an die Macht” Parolen schreien sondern “Gemeinsam an die Macht” denken.
Es ist arrogant von uns Männer zu denken das die Frauen hinter dem Herd gehören, es ist aber genau so arrogant wenn Frauen sich ein Weltbild erschaffen wo Männer kein platz darin haben.

In mein vorherige Blog habe ich gesagt das wir eine Generation von verständnisvolle Weicheier aufgezüchtet haben. “Verständnisvoll” ist aber das falsche Wort, “Kuschende” ist eher zutreffend.
Das ist eine Rolle Umkehrung, weit über’s Ziel geschossen.
“Sie hat gesagt…” ist genau so schlimm wie “Er hat gesagt…” wenn der Inhalt der Aussage falsch ist.

Zurück zur Formel 1 Beispiel aush mein vorherige Blog.
Es ist nicht so das nur Frauen die Ladung Champagner abbekommen, alle im Umkreis von 5 Meter werden nass.
Die Aktion an sich ist nicht gegen Frauen gerichtet, und die Hostessen wissen in voraus was passieren wird.
Darum kann ich die Empörung der Feministin nicht verstehen.

Als Dom geniesse ich Frauen zu unterwerfen.
Es ist aber eine Begegnung die auf Augenhöhe und unbezwingt beginnt.
Als Mann geniesse ich aber ihre Gesellschaft so wie sie sind: weiblich, manchmal stur aber immer liebenswert.

Eine Frage der Image

Trotz Romane und Filme die das Thema ansprechen, BDSM wird immer noch von der breiten Masse verteufelt und angeprangert. Warum so ein schlechte Image?

Wir haben Vorlieben die nicht alle teilen aber das passiert zwischen erwachsene Personen, auf freiwillige Basis und hinter geschlossene Türen.
Wieso wird also auf uns mit der Finger gezeigt?

Meine Meinung nach gibt es zwei hauptsächliche Gründe dafür:
A) Die Gesellschaft tendiert dazu anders denkende zu verurteilen. Das scheint seit Anbeginn der Zeit so zu sein.
B) Man weiss nicht genau was bei uns zuhause abgeht, also es wird fantasiert.

Das führt zu sehr Paradoxe Situationen im Alltag…
Neulich bei der Arbeit, während der Mittagspause, wurde das Thema “Fifty shades of Grey” angeschnitten.
Nicht ich habe damit angefangen aber ich wurde schnell nach meiner Meinung gefragt.
Da ich das Film nicht gesehen habe, habe ich relativiert dass ein Hollywood Streifen kaum die Realität entsprechen kann.
Im laufe der Diskussion sind alle mögliche Kommentare durch den Raum geflogen: von “das sind doch alle Perverse” bis zu “wie krank muss man sein…”.

Ich habe innerlich gegrinst, wenn die nur wussten…
Ich habe aber eine einfache Frage gestellt die zur Unruhe gesorgt hat: “Wie fickt denn ihr zuhause?”
Die Reaktion auf diese Frage liess nicht lange auf sich warten: “Das geht niemanden etwas an was ich zuhause mache!”
Daraufhin hackte ich nach “Und wieso geht uns was an was BDSM Anhänger wohl machen?”
Die Runde wurde schon wesentlich ruhiger…
Ich legte nach: “Wer von euch kennt jemand der BDSM praktiziert?” Alle verneinten.
“Wie viele unsere Arbeitskollegen könnten wohl mit BDSM zu tun haben?”
Nur eine antwortete mit “Keine”, zwei haben gewitzelt über eine der Chefs.
“Ich nehme an das keine von uns würde je erkennen ob sein Tischnachbarn eine ist…” sagte ich.
“Wenn jemand SM praktiziert, wird er oder sie es kaum herum posaunen und es interessiert mich auch nicht was die in den eigene vier Wänden veranstalten…” Die Runde nickte zu.
Dann habe ich auf ein Kollege gezeigt “Vielleicht bist du eine!” er lächelte nervös “aber das ändert nichts daran das wir uns sehr gut verstehen”, die Erleichterung war sichtbar.
“Vielleicht sind wir die einzige hier die es nicht machen… Ich weiss es nicht…” Erstaunte Gesichter…
“…und auch wenn eine von uns so tickt, was macht das für ein Unterschied?…”

Ich habe wohl nicht alle überzeugen können aber die Diskussion wandte sich plötzlich anderweitig.

Also, wenn du das nächste mal in eine Menschenmenge bist, schau um dich herum. Wie viele Dom, Sub, Sadisten und Masochisten wirst du um dich haben?
Und viel wichtiger: macht diese Tatsache aus denen schlechtere Menschen?
Ich denke nicht. Und ich bin mittendrin :-)