Furchen

Furchen

Ich habe nicht oft über liebe geschrieben, ich bin auch privat nicht eine der das magische Wort in jeder zweiten Satz verschwendet.

Liebe kommt und liebe geht sagt man in jungen Jahren, mit der Zeit merkt man aber das nichts spurlos verschwindet und das manche Liebe tiefe Furchen hinterlässt. Ich hatte so eine liebe.
Es ist noch einfach zu erklären und überhaupt, keine liebe sollte einfach zu erklären sein. Es sind keine Gefühle in der Magenregion involviert, das wäre flüchtige Verliebtheit. Nein es ist diese Gefühl von Vollkommenheit der ein durchdringt und haften bleibt, ein Geschmacksverstärker für die Seele der alles intensiviert.
Es gibt Wortfetischisten die eine ganze Seite mit Umschreibungen füllen können, ich entgegen sitze da, starre in mein Bildschirm und zehre an meine Erinnerungen, ich Streife mit der Fingerspitzen über die tiefe Furchen und lächle dabei. Ich erfreue mich über Situationen die nie wieder sein werden, über Sätze die nimmer die gleiche Bedeutung haben. Manche lassen alles revue passieren und denken nach was sie anders hätten machen sollen oder ob das wirklich so war.
Ich möchte entgegen diese teil meiner Vergangenheit nicht mit solche Gedanken verunreinigen und beschmutzen.
Es gibt menschen die Eindruck hinterlassen, die Kleine aber nicht. Es ist nicht Eindruck es ist ein Stempel, der quer durch mich hindurch und unwiderruflich da steht.
Ist das Melancholie? Ja mag sein, die Furchen sind aber zu tief das ein flaue melancholische Wind die wegblasen könnte.
Ich sitze immer noch da und spüre den Wind durch meine Finger gleiten.