Yeah! Shopping!

Yeah! Shopping!

In ein Blog über BDSM zu lesen kann schon geil sein, das gelesene in Taten umsetzen ist aber besser.
Wie kann ich also euch dazu bewegen aktiv zu werden? In dem ich euch meine Erfahrung ausspiele und euch Produkte anbiete die ich selber gut finde.

Es gibt demnächst ein Master Dan Shop hier!

Ich werde die grosse online Shops sicher nicht bedrängen und mit Sicherheit werde ich damit auch nicht vermögend…
Es geht mir hauptsächlich darum euch erstklassige und geprüfte Produkte anzubieten die euch lange Freude bereiten werden.
Keine Billigware aus Asien, kein Plastikschrott, keine Restposten die eh schon keine wollte!

Jetzt wisst ihr warum es so lange still war hier und auch warum das Design der Seite plötzlich anders ist.
Ich hab noch einiges im Hintergrund zu vorbereiten, abklären und machen aber das wird nicht mehr lange dauern.

Ich freue mich euch demnächst auf eine Shoppingtour einzuladen!

Eine BDSM Webseite wie die anderen

Eine BDSM Webseite wie die anderen

Eine weitere BDSM Webseite in ein Meer aus Tausend anderen. So hat alles angefangen, vor knapp zweieinhalb Jahre.
Heute habe ich zum ersten mal mein Google-Ranking gecheckt: Bei der Suche „BDSM Blog“ landet mein Seite auf Platz 2 in der Schweiz und Platz 7 jeweils in Deutschland und Österreich…
Ich hätte nie im Leben gedacht soweit zu kommen.

Unabhängig davon wie Google die verschiedene Webseiten analysiert und bewertet, ich weiss wie es dazu gekommen ist: Ich hab es euch zu verdanken!
Ihr seid diejenige die „Gefällt mir“ klickt, ihr teilt meine Beiträge auf euere Seiten, ihr seid die die mich immer wieder motivieren.
Danke dafür!

Ich hab schon ein paar mal in diese zweieinhalb Jahre daran gezweifelt, hatte Schreibblockaden, ich wollte auch schon damit aufhören.
Und doch geht es weiter. Weil ich noch nicht alles gesagt habe, weil BDSM an sich noch viel zu erzählen hat und vor allem weil ich eine treue Leserschaft habe. All die Kommentare und Mitteilungen die ich immer wieder bekomme sind mein Treibstoff.
Ich hab ganz tolle Leute durch meine Webseite kennengelernt, solche die man für gewöhnlich nicht bei einer Party trifft.
Es wurden so viele Themen angesprochen: von Dominanz, Sub, Bestrafung, Bondage, ein bisschen Sex und eine ganze Menge Gefühle.
Ich bin auch dadurch auf die eine oder andere BDSM Webseite gestossen, solche die mich inspirieren, wie The Training of O oder Kariswelt.
Andere motivieren mich auf eine andere Weise, es sind die „Möchtegern-Doms“ dieser Welt, das Unkraut der BDSM…
Vielleicht durch mein Alter entwickle ich Beschützer-Instinkte für die Anfänger, die noch ziemlich naiv und unerfahren sich durch das BDSM Universum tasten. Vielleicht möchte ich auch nur mein Karma verbessern, obwohl ich bezweifle das es etwas nützen wird 😉
Ich bin auf jeden fall froh wenn ich durch eine meine Beiträge jemand helfen kann.

Nochmal danke ihr Perverslinge, und sagt es ruhig weiter 🙂

Wow!

Wow!

Wow! Ich habe 859 Follower, wer hätte das gedacht?
Als ich mit dieser Blog angefangen habe, hätte ich mir nicht träumen lassen das es überhaupt soweit kommen könnte…

Mein BDSM Blog ist sicher nicht der erste in der Schweiz und schon gar nicht in Deutschland oder Österreich aber ich bin schon ziemlich stolz auf die Anzahl follower die ich habe.
Danke dafür an alle die fleissig meine Beitrage lesen, kommentieren und teilen!

Ich finde es klasse das dominante, devote, unterwürfige, kurz gesagt die die eine Neigung haben mich folgen. Besonders stolz bin ich aber auf die „Vanilla“ follower. Es war immer meine Absicht BDSM nah am Volk zu bringen, zu zeigen das dies nicht etwas dunkel und untergründig ist. Ich hoffe ich hab auch ein paar meine Ziele erreicht.

Was mich auch sehr gefreut hat waren die Kontakte ausserhalb diesen Blog. Leute die mich Fragen gestellt haben, nach Rat gesucht haben.
Es gab viele Anfragen die nicht im Blog ersichtlich waren und das ich ausserhalb beantwortet habe. Danke für so viel Vertrauen!

Ich werde sicher keine BDSM Revolution aus der Schweiz starten, oder doch?

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker

Ein Interview mit Matthias Grimme, alias Drachenmann in der Süddeutsche Zeitung, die ich euch nicht vorenthalten will:

Matthias Grimme fesselt Frauen und hängt sie an die Decke. Für den Hamburger und seine Partnerinnen symbolisiert Bondage eine ganz eigene Form von Zärtlichkeit. Ein Gespräch über Nähe, Hingabe und Vertrauen.

Matthias Grimme, Autor und Verleger sadomasochistischer Literatur, ist ein international bekannter Fesselkünstler und Experte auf dem Gebiet BSDM und Bondage. Der Hamburger, in der Szene bekannt unter dem Künstlernamen „Drachenmann“, lebt in einer Dreierbeziehung mit zwei Frauen: Andrea Grimme, mit der er seit 27 Jahren zusammen und seit 1999 verheiratet ist, und seine Bondage-Partnerin Nicole alias „Ropecat“, mit der er seit 17 Jahren bundesweit Workshops und japanisch inspirierte Shows veranstaltet. In unserer Serie „Reden wir über Liebe“ spricht der 65-Jährige darüber, warum Fesseln für ihn auch in Zeiten von #metoo kein Zeichen von Unterdrückung sind.

SZ: Polyamorie ist ja gerade angesagt. Andererseits: Ein Mann mit zwei Frauen – ist das nicht ziemlich patriarchalisch?

Matthias Grimme: Meine Frau Andrea hat einen Liebhaber, ab und zu auch Frauen. Nicole hatte bis vor Kurzem einen Geliebten. Mit der entsprechenden Orga kriegt man das ganz gut hin. Wir verstehen uns prima, waren gerade zu dritt im Urlaub. Wir wohnen jeder in einer eigenen Wohnung auf St. Pauli. Beide Frauen sind sehr besonders für mich. Alltag habe ich eher mit meiner Frau Andrea, wir telefonieren mehrmals am Tag, schon wegen der gemeinsamen Arbeit im Verlag.

Sie bezeichnen sich und Nicole als das „dienstälteste Bondage-Paar der Welt“. Wie findet Ihre Frau das?

Aus dem Rumgefessele hat sich zwischen Nicole und mir schon bald eine Partnerschaft entwickelt. Sie ist quasi meine zweite Frau. Andrea ist froh, dass ich jemanden habe, der danach genauso verrückt ist wie ich. Sie selbst findet Fesseln eher langweilig, steht mehr auf Schläge und andere Formen von Intensität. Ich mag das auch, wenn sie mich schlägt.

Polyamore Beziehungen benötigen – genau wie die Regeln des BDSM – Absprachen. Reden Sie denn auch mal über Liebe?

Mit Andrea spreche ich offen über Gefühle. Nicole und ich haben eine eigene Sprache für unsere Wertschätzung. Wenn sie sagt „Ich hasse dich“, weiß ich, ich habe alles richtig gemacht.

Worin besteht für Sie der Reiz am Fesseln und Schlagen?

Intensität. Vertrauen. Hingabe. Und eine ganz eigene Form von Zärtlichkeit. Dazu muss man sich aber gegenseitig klarmachen, wie man tickt. Ich hatte einmal ein Erlebnis mit einer Frau, die nicht aus der SM-Szene war. Ich kniff sie in die Brustwarze, sie rief: „Au, das tut weh!“ Als ich nicht gleich aufhörte, fragte sie mich, was das soll. Da habe ich geantwortet: „Du hast gesagt, dass es wehtut. Nicht, dass ich aufhören soll.“

Können Frauen das gut: Nein sagen?

Meine Frauen ja. Das verstehe ich unter Vertrauen, und zwar in beide Richtungen. Ich muss darauf vertrauen können, dass sie sagt: Ich fühle mich nicht mehr wohl – und sie muss mir vertrauen, dass ich sofort darauf reagiere. Grundsätzlich sagen die meisten zu selten, was sie wollen. Deshalb gibt es so viel schlechten und so wenig guten Sex. Auch mit Fesseln kann man ausdrücken, was man sich wünscht.

Consent, also Zustimmung, ist ein wichtiger Begriff in der BDSM-Szene. Trotzdem: Warum sieht man immer nur Frauen in Fesseln?

Es gibt sehr wenige weibliche Performerinnen, die den aktiven Part übernehmen – und zugleich sehr wenige Männer, die gut aussehen, wenn sie auf der Bühne gefesselt werden. Bis auf wenige Ausnahmen zumindest: Ich habe eine Zeit lang so einen zierlichen Katalanen gefesselt, die Leute haben es geliebt.

Ist Bondage in Zeiten von #metoo noch zeitgemäß?
Im Allgemeinen gelten Fesseln als Symbol für Unterdrückung. Ist Bondage in Zeiten von #metoo und Diskriminierung noch zeitgemäß?

Sadomasochisten sind die letzten Romantiker. Die Fesseln sind Ausdruck meiner Hände, eine Verlängerung, eine Berührung, ein Teil von mir. Für mich steht das Seil für Nähe und Halt, ein Ausdruck dafür, den geliebten Partner zu halten und zu wärmen. Die Leute sind ja meistens nackt, doch sie fangen erst an zu frieren, wenn man sie losmacht – wenn man sie loslässt. Meine Workshops heißen nicht umsonst „Von Seilen umarmt und gehalten“.

Das klingt jetzt ein bisschen nach Streichelzoo …

Meine Modelle sind keine Häschen, sondern immer starke Frauen, die sich selbst auch gerne als „Miststück“ bezeichnen – die spielen genauso gerne wie ich. Die kämpfen gerne, provozieren gerne, machen Unsinn, versuchen mich auszutricksen. Frauen, die im Alltag tough sein müssen und ihre Verantwortung beim Bondage komplett abgeben wollen, sind bei mir falsch. Mein Spiel findet auf Augenhöhe statt. Frauen finden das gut, weil sie wissen, dass der Grimme ihnen nichts nimmt von ihrer Dominanz. Ich muss niemanden kleinmachen, das habe ich nicht nötig. Nicole ist absolut gleichberechtigt. Und alles andere als hilflos.

Schlagen und fesseln – muss das immer sein oder geht es auch mal ohne?

Es ist ja nicht so, dass wir laufend am Vögeln sind. Klar haben wir auch mal ganz normalen, ein bisschen rauen Sex – ohne Fesseln und Haue. Und manchmal wollen wir auch einfach nur Rumkuscheln und Massieren. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.

Beim japanischen Bondage wird die Partnerin nicht nur gefesselt, sondern auch unter die Decke gehängt. Wie lange wollen Sie das noch durchziehen?

Ich möchte mit Nicole auf jeden Fall 25-jähriges Bühnenjubiläum feiern, das sind noch acht Jahre. Ich achte auf mich, auf genügend Bewegung. Kraft und Ausdauer ist für die Übungen unbedingt notwendig.

Sie erzählen auf der Bühne die Geschichte Ihrer Beziehung. Darin geht es oft darum, sich gegenseitig zu reizen. Sind Sie nicht auch mal müde oder schlecht gelaunt?

Doch, dann läuft das Ganze ruhiger ab. Wir beginnen in der Regel mit einer Standardfigur: Seile um die Taille, Seil ums Fußgelenk, Fuß hoch – schon hängt sie kopfüber. Wie wir dann weitermachen, hängt von der Stimmung ab. Wir haben von Romantik über brutale Sauereien bis Schmerzen alles im Programm. Wenn Nicole auf Krawall gebürstet ist, kann es auch mal derbe werden. Dann stützt sie sich mit dem Bein ab und kreiselt so, dass sie mich jagen kann. Oder sie klaut mir das Seil und hängt sich selbst hin. Sie kann eine Soloperformance machen. Das Ziel ist immer klar: „Denk daran, ich will Spaß haben!“

Es sieht beinahe fürsorglich aus, wenn Sie Nicole verschnüren. Zeigen Sie durch Fesseln Ihre Zuneigung?

Ja, dann bin ich ganz bei der Person. Und wenn ich grob werde, dann weil ich Intensität spüren will. Gutes Fesseln ist für mich Zen: mit Achtsamkeit, ohne irgendwohin zu wollen, die Dinge passieren lassen.

Was verstehen Sie unter Liebe?

Etwas wie unsere Dreierkonstellation. Sie funktioniert deshalb so gut, weil sich jeder darüber freut, wenn es dem anderen gutgeht. Egal, ob das ein gemütlicher Abend zu Hause ist oder weil ich mit Nicole schlafe oder Andrea einen Freund getroffen hat. Diese gegenseitige Freude, das hat für mich mit Liebe zu tun. Und Vertrauen. Ich kann mich darauf verlassen: Wenn etwas ist, habe ich meine beiden Frauen, die mich unterstützen. Und ich sie.

 

Quelle und Original-Artikel: http://www.sueddeutsche.de/leben/reden-wir-ueber-liebe-sadomasochisten-sind-die-letzten-romantiker-1.3849738

Respekt

Respekt

„Wow! Lady du siehst klasse aus in den Kleid!“
Sie dreht sich um und lächelnd bedankt sich beim Bauarbeiter auf dem Gerüst.

Es klingt unglaublich, oder? Ist es auch denn die Sprüche die von der Baustellen herabregnen klingen meistens anders.
Bauarbeiter und Handwerker sind aber nicht die einzigen. Krawatten träger die abends vor dem Bildschirm sitzen und die einschlägige Foren besuchen sind keineswegs kultivierter in Umgang mit Frauen. Rap und die entsprechende Gang-Image die vermittelt ist auch nicht gerade ein pädagogische Paradebeispiel.
Ich weiss, Ego und Testosteron vermischt ergeben ein ziemlich hohe Selbstmeinung aber damit es klar ist, „Hey Bitch, willste mal geil ficken?“ ist keine Anmache sondern einfach nur primitiv, egal ob derjenige der solch ein Satz rausbrüllt ein Sexgott ist.
Ich hatte schon über mein kleine Experiment in Freiwild berichtet, ich glaube aber ich muss es so formulieren das auch Intelligenzallergiker und Öko-Gehirn-Benutzer es verstehen können.

Liebe Forum-Benutzer, Inserat-Aufgeber, Schnell-Sex-Suchende,

Dein Schwanzbild als Portrait zu setzen ist nicht die beste Visitenkarte. Keine der Frauen auf der andere Seite der Leitung wird in Ohnmacht fallen oder sich blitzartig ausziehen um vor dein Bild zu masturbieren. Vielmehr wird sie etwas sehen das sie schon mehrmal gesehen hat und dabei denken das du eine feige Wurst bist, die kein Mumm hat sein Gesicht zu zeigen. Wenn du aus gegeben Gründe dein Antlitz nicht publik machen willst, benutze doch eine Blumenwiese als Profilfoto. Ich garantiere dir das du damit mehr Erfolg haben wirst.

Nun hat eine Sie auf deine Chat-Anfrage geantwortet. Ich gratuliere, sie hat wohl dein Schwanzbild übersehen…
Obwohl in ihr Profil steht das sie Devot ist, ist das kein Grund sie zu behandeln wie Dreck die man aus der Schuhsohle kratzt. Verwechsle nicht Devot mit Willenlos, sie wird nicht alles für dich machen nur weil du sie ansprichst. Ohren und Augen sind sehr nah am Gehirn (ja, das Ding zwischen den Ohren) und sie wird schnell merken das du sicher nicht die Krönung der Evolution darstellst.
Ich verrate dir aber an dieser Stelle ein kleines Geheimnis: Du wirst es nicht für möglich halten aber Sympathie spielt bei Devoten eine ziemlich grosse Rolle. Aber hey, nicht weitersagen!

Ok, du hast sie mit Copy-Paste Prosa aus Internet-Ratgebern überzeugt zu ein Treffen.
Ich hoffe hinständig das sie dich verarscht, zuhause bleibt und sich stattdessen Romance-TV satt reinzieht…
Ich glaube zwar nicht das du im Realleben so auftrittst wie im Internet aber versuche zumindest peinliche Situationen, wie ein Glas Bier über den Kopf geschüttet zu bekommen, zu vermeiden. Sie mag ein geiles Stück zu sein, sie ist aber nicht dein geiles Stück. 
Ich weiss, es ist für dich schwer nachzuvollziehen das andere doch etwas im Schädel haben und, so überraschend wie es sich anhört, die meisten können es auch benutzen. Nichts desto trotz, es wäre angebracht die verkümmerte letzte Synapsen doch wachzurütteln um Sätze aussprechen zu können die nicht mit „Hey“ anfangen und folgende Worte nicht beinhalten: Fickfleisch, Fotze, Schlampe, Nutte, Buckstück, na du weisst was ich meine.

Respekt scheint aber heut zu tage ein rares Gut zu sein und es wurde offenbar auch nicht gleichmässig verteilt…

Happy Birthday 3

Happy Birthday 3

3, 766, 274, 860, 152694, das sind die heutige Zahlen.
Nein, kein Lotto…

Es ist 3 Jahre her als ich mein Blog Widerwillen geboren habe,
766 von euch finden es soweit interessant,
274 Beiträge habe ich bis jetzt gesammelt,
860 Kommentare habt ihr beigetragen,
152694 Ansichten waren bis heute.

Das ist echt wahnsinnig!
Ich danke euch alle, ohne euch wäre das nur ein öde Monolog in der Internet-Wüste.

Metamorphose

Metamorphose

Die Raupe bewegt sich langsam am Ast entlang.
Sie lauft an Flinke Ameisen und fette Käfer vorbei aber sie scheint kein Interesse zu wecken.
Das kümmert der Raupe nicht, sie hat ein Ziel und wird dies nicht aus den Augen lassen: ihre Metamorphose.
Die Raupe erreicht am Ast eine kleine Verzweigung und folgt die Anweisungen der Natur.
Sie lässt sich am Zweig hängen und fällt in ein scheinbare Schlaf.
Die Ameisen und Käfer laufen immer noch, kopfschüttelnd an ihr vorbei.
Es dauert eine Weile bis aus der Raupe ein Schmetterling versucht herauszubrechen.
Mit mühe und Beharrlichkeit, befreit sich der Schmetterling aus ihr vorherige dasein.
Er entfaltet die Farbenpracht der Flügeln und fliegt davon, in eine Welt jenseits von Ameisen und Käfer.

Unsere Subs sind wie Raupen die inmitten der Gesellschaft nach ihre Bestimmung suchen.
Andere können dieses Vorhaben nicht verstehen, geschweige denn unterstützen.
Unsere Subs brauchen Anweisungen um ihre Stellung zu finden und nur mit Beharrlichkeit können sie sich aus der Zwänge der Gesellschaft befreien.
Wenn dies geschieht verwandeln sie sich in etwas Wunderbar und können ihr Flug antreten.
Etwas das völlig an der Gesellschaft vorbei geht, fremd und unvorstellbar.
Und doch so wunderschön.

Ich befehle!

Ich befehle!

Eine D/S Beziehung ist eigentlich ganz einfach: ich befehle und du folgst.
Was aber wenn sie nicht folgt? Will sie eine Bestrafung provozieren? Will sie mich testen? Oder war mein Befehl nicht durchführbar?
Wohl nicht so einfach…
Doch, es ist einfach wenn man als Dom nicht vergisst das D/S keine Einbahn ist.
Es geht, wie bei jeder andere Beziehungsform um Kommunikation, und die muss nicht mal Verbal sein.
Es wird immer von „Sub Lesen“ gesprochen, aber es gibt ein andere Wort dafür der in unsere Kreise vermieden und totgeschwiegen wird: einfühlsam.
Bei alle Begriffe die ein Dominante beschreiben, kommt „einfühlsam“ sehr selten vor, sollte aber Pflicht sein.
Ein Dom der nicht einfühlsam ist, kann nicht nachvollziehen was in eine Sub vorgeht, er ist blind und taub.
Es ist Voraussetzung für ein Dom diese Eigenschaft zu haben, alles andere ist Missbrauch.

Die Versuchung ist gross in eine egozentrische Denkweise zu fallen und die Sub als Objekt zu betrachten und entsprechend zu benutzen.
Ein Objekt hat aber keine Seele, keine Gefühle und verliert keine Gedanken an das was mit ihm geschieht.
Bei aller Strenge und bei noch so ausgeprägter Dominanz, ein Dom sollte nie vergessen das grösste Geschenk zu würdigen: die entgegengebrachte Unterwerfung.
Es ist nicht selbstverständlich das eine Sub sich euch unterwirft, umso weniger das euch Respekt gebührt wen ihr kein Respekt anbietet.

Achtet auf wer sich euch zu Füsse wirft, das ist ein Befehl!

Freiwild

Freiwild

Ich hab ein kleines Experiment gestartet. Ich hab mich als Frau bei eine der grosse online SM Portale angemeldet.

Ich hab mich als 40 Jährige Verheiratete Frau ausgegeben und das ist meine Beschreibung:
„Nach reife Überlegung habe ich beschlossen doch ein Profil zu herstellen. Ich denke ich bin Devot und wahrscheinlich auch ein bisschen Masochistisch, da ich aber keinerlei Erfahrung habe kann ich es auch nicht so richtig einordnen.
Seid bitte gnädig zu mir…“

und was ich suche:
„Ich suche bevorzugt jemand erfahren und geduldig der mir behutsam die BDSM-Welt zeigen kann.“

Es ist zwei Tage her und ich habe bereits 45 Nachrichten und etliche Chat Anfragen bekommen. Mein erste Fazit?
Ich bin schockiert!

Ich wusste das man als Frau auf solch ein Portal als Freiwild angesehen wird, damit hatte ich bereits gerechnet.
Ich wusste auch das man als Frau mit eine Fülle an Profile mit Schwanzbilder konfrontiert wird (warum auch immer, ich verstehe das nicht).
Ich hab ein paar tolle Chats geführt mit echten Gentlemans (*) die wohl mein Profil gelesen und entsprechend artikuliert haben. Es waren aber nicht viele so…
Die meisten sind aber sowas von plump, arrogant, brutal oder ganz einfach doof…
Angefangen von „Na? Schon mal richtig in den Arsch gefickt worden?“ zu „Schluckst du oder hast du es lieber ins Gesicht?“ bis „Ich würde dich gerne drei Tage lang foltern“.
Auffallend bei der Chats war das es nicht lange dauerte bis die Frage kam: „Bist du rasiert?“ Das scheint echt ein Problem zu sein, keine Ahnung warum. Rasierer sind doch nicht ein Luxusgut…
Natürlich konnte auch nicht sowas wie „Zeig mir deine Fotze, du Schlampe“ und „Du Fickfleisch hast nur mir zu gehorchen!“ fehlen.
Spannend wurde als ich, ganz naive Fragen stellte wie zum Beispiel „Ich hab gelesen eine Devote muss man sich als Dominante erst verdienen, womit hast du mich denn verdient?“.
Ich erspare euch die Schimpftirade die ich zurückbekommen habe…
Es ist mir schon klar das die meisten Männer die mich angesprochen haben gar nichts, aber wirklich nichts mit BDSM zu tun haben, das ist sonnenklar.
Ich will auch dies gar nicht vertiefen, das ist leider die Realität auf SM Portale. Ich schäme mich als Mann und nicht als Dom über die Geschehnisse!

Ich bin ohne Internet aufgewachsen, angebaggert wurde klassisch an der Bar, in der Disko oder ganz einfach unterwegs und ich hab überlegt wie es damals gelaufen ist.
Es steckte definitiv mehr Mühe, eine gehörige Portion Taktgefühl, Kreativität und Selbstbewusstsein. Selbstverständlich habe ich eine Menge Körbe bekommen, natürlich wurde ich auch ignoriert und es lief nicht alles wie ich es mir vorgestellt hatte. Meine mittelmässige Leistungen von damals waren aber Oscar-Verdächtigt in vergleich zu was ich in diesen zwei Tage erlebt habe! Ich denke nicht das die gleiche Herren solche Sprüche an einer Bar benützen würden…
Das Internet verblödet, sagt man schon lange, nicht aber weil anstatt zu denken gegoogelt wird sondern weil jeglichen Hemmschwellen verschwinden und das Gehirn bis auf die lebensnotwendige Funktionen abgeschaltet wird.

Als Frau sich auf ein Portal zu melden erfordert nicht nur Mut sondern vielmehr Geduld und starke Nerven…
Kleinkinder-Erzieherin sind sicher in Vorteil im Umgang mit trotzige und nörgelnde.

Liebe Frauen, ihr habt all mein Mitleid und ich kann euch nur ein Rat geben:

Lauf Rehlein, lauf um dein Leben!

 

(*) Ich habe die Herren am ende der Chat aufgeklärt das ich ein Mann bin und das dies ein Experiment war. Die Gentlemans hatten voll Verständnis dafür.

Stahlschmetterlinge

Stahlschmetterlinge

Es ist drei Tage her als du ihm die erste E-Mail geschickt hast und er hat noch nicht beantwortet.
Dabei bist du über dein Schatten gesprungen und erst beim dritten Anlauf hast du die Nachricht auch wirklich gesendet.
Tja, Pech gehabt. Er hat wohl kein Interesse an eine ahnungslose Anfängerin, das nimmst du ihm aber gar nicht übel.

Am vierten Tag, kommst du nach Hause müde von der Arbeit. Du schenkst dir ein Glas Wein ein um runterzukommen.
Dein PC meldet sich mit ein Geräusch und reisst dich aus deiner Gedanken. Du schaust kurz nach.
Oh mein Gott! Er hat geantwortet… Du liest das Mail zweimal, um sicher zu sein das du alles richtig gelesen hast.
Das Mail ist lang und jeder Satz lässt dein Puls schneller werden. Er mag dich und er könnte sich vorstellen dich zu treffen.
Du schliesst das Laptop und tausende Gedanken schiessen durch dein Kopf. Erst ein Schluck Wein, er hat Fragen gestellt.
Du öffnest dein Laptop und wartest gespannt bis das Bild erscheint. Also, ein drittes mal das E-Mail lesen.
Was für Neigungen du hast? Scheisse… Schnell Googeln. Devot, Sklavin, Masochistin, Unterwürfige, Sub, … was soll das? Du bist verwirrt.
Du schreibst zurück: „Ich weiss was ich fühle aber nicht wie es heisst, es fällt mir schwer es zu beschreiben…“
Ob du schon Erfahrung hast. Nein verdammt, das ist es ja! „Nein, ich habe aber schon ein paar Sachen selber ausprobiert.“
Du schreibst das E-Mail zu ende und schickst es ab. Diesmal ist es dir leichter gefallen.
Erst jetzt hast du Bedenken: was wird er von dir denken? Oh mann, eine der Antworten war wirklich nicht gut formuliert…

Er meldet sich schneller als du dachtest: 10 Minuten.
Wenn es dir schwer fällt deine Gefühle zu Beschreiben, schreibt er, solltest du eine deine Fantasien niederschreiben.
Du schreibst eine Szene aus dein Kopfkino und du spürst die Erregung in dir hochkommen. Diesmal liest alles nochmal durch, bevor du es sendest.
Du starrst auf dein Laptop bis es dir dämmert das es so schnell wird er wohl nicht antworten.

Am Morgen danach machst dich mit Kaffe bewaffnet wieder am PC. Eine Mitteilung von ihm ist in dein Postfach.
Mit zitternde Finger (wird wohl das Kaffee sein…) klickst um das E-Mail zu öffnen. Anhand deine Geschichte hat er deine Neigungen und Fetische herausgelesen.

E-Mails werden rege ausgetauscht, es passt soweit und nun steht die Frage im Raum: Treffen wir uns?
Es ist ein komisches Gefühl in dir, etwas das du schon kennst aber längst vergessen hast. Du denkst nach.
Es ist wie beim ersten mal, das sind Schmetterlinge im Bauch aber diesmal anders.

Dein Kopfkino hat ein neues Bild: das sind Stahlschmetterlinge.

Zensur?

Zensur?

Die Facebook Zensur hat wieder zugeschlagen.
Während 24 Stunden war mein Account gesperrt weil eine der Beiträge gegen die „Community Standards“ verstossen hat.
Spezifisch: zu viel nackte Haut war auf dem Bild zu sehen.
Ich wurde zudem gewarnt das auch Inhalte gegen „Community Standards“ verstossen könnten.

Na gut.

Liebe Facebook Redaktion, dear Mark Zuckerberg,

Diese Facebook Seite wird, durch den von euch entwickelte „Protection System“ nur registrierte Mitglieder, die über 18 Jahre alt sind angezeigt.
Ich gehe davon aus das ihr es mit diese Einstellungen ernst nimmt, ich gehe also auch davon aus das hier nur Erwachsene mitlesen können und verstehe daher nicht, warum zu viel nackte Haut störend sein könnte.
Was ich auch nicht ganz verstehe ist wie die „Community Standards“ entstehen.
Ich als teil dieser Community kann nirgends finden wo ich meinen Beitrag zu diese Standards tätigen kann, nennen wir sie deshalb einfach mal „Facebook Standards“ damit keine Konfusion entsteht.
Ich bezweifle an der moralische und ethische Qualität der „Facebook Standards“ wenn Gewalt und Hass erlaubt wird, nackte Haut und zivilisierte Diskussionen über Sexualität aber nicht.

Mit freundlichen Grüssen

Master Dan

Das geht doch nicht!...

Das geht doch nicht!…

„Würdest du eine Schwarze Sklavin annehmen?“ stellte jemand als Frage in ein SM Forum.
Kurz darauf die erste Antwort: „Keine Ahnung, wieso nicht? Hautfarbe spielt für mich keine Rolle.“
Die Reaktion darauf war für mich sehr überraschend wie auch befremdend: „Spinnst du? Geht gar nicht! Du bist weiss…“
„Ja, ich bin ein weisse, und? Ist sie rassistisch? Was soll das ganze? “ konterte der zweite, offenbar entnervt.
„Denk an die Sklaverei, das geht doch nicht…“
Ich war kurz sprachlos… Wie bitte?
Es ist also nicht eine frage von Hautfarbe sondern von geschichtliche Ethik?

Sicher Abraham Lincoln, wäre er Dom gewesen, hätte solche bedenken gehabt. Wir sind aber nicht mehr im Jahr 1850 und ich hoffe keine von uns Dom auf die Idee kommt nach Afrika zu fliegen um Frauen in Ketten abzuschleppen…
Gibt es bestimmte Kombinationen die aus ethische Gründe taboo sind? Selbstverständlich gibt es die, es sind aber solche womit sich das Strafbuch befasst.
Es ist mir absolut bewusst das es die Sklaverei gegeben hat (und immer noch gibt’s) aber das sollte auf keinen fall mit SM zusammengebracht werden.
Das eine hat und muss mit dem andere nichts zu tun haben. Es geht doch um zwei Menschen die bewusst und aus eigene Wille ein gemeinsame Weg einschlagen.
Wenn überhaupt die Sklaverei ein Thema sein sollte, dann für die dunkelhäutige Frau die entscheidet sich einen Dom zu unterwerfen, und glaubt mir wenn es so wäre würde sie sich sicher nicht ein weisser Dom suchen.
Ich finde es zwar schön das ihr taktvoll sein wollt aber habt ihr echt keine andere Sorgen?

Liebe Subs, egal was für eine Herkunft, Hautfarbe, Glauben und Erziehung ihr habt, bleibt euch selber treu.
Wer sich um solche Merkmale kümmert, weiss nicht zu schätzen was in euch steckt: Persönlichkeit, Charakter, Erfahrung, Motivation, …

Extra dazu ein paar passende Bilder von Frauen die garantiert nicht auf eine Baumwolle Plantage arbeiten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

PS:
während ich diese Post am schreiben war, wurden die betreffende Forum-Einträge gelöscht da es auch noch etliche rassistische Bemerkungen geäussert wurden.
Gut so. Das geht doch wirklich nicht!

Die zehn Dom Gebote 2

Die zehn Dom Gebote 2

Vor knapp einen Jahr hatte Die zehn Dom Gebote eine ziemliche Resonanz und ich danke euch für alle Kommentare.
Ich bin wieder darauf gestolpert und beim durchlesen habe ich bemerkt das ich es damals ziemlich knapp geschrieben habe.
Ich wäre nicht ich, wenn ich das so stehen lassen würde, also hier eine revidierte Version:

Sei ehrlich:
Ein unehrliche Dom ist das schlimmste was es gibt.

Deine Sub vertraut und glaubt an deine Ehrlichkeit. 
Wenn du unehrlich bist kannst du kein Respekt erwarten und du schwächst deine Position.

Definiere ihre Rolle:
Lege nicht einfach los, überlege genau: was macht aus ihr deine Sub? Sie muss wissen was von ihr erwartet wird.

Benutze Rituale und Abläufe, wie vor dir knien, um eine Kontinuität einzubringen. 

Sei dabei:
Eine Sub wird nicht immer gleich unterwürfig sein, sondern mal mehr und mal weniger.

Erwarte nicht das sie sich jederzeit vor deine Füsse wirft. Damit sie ihre Unterwürfigkeit ausleben kann, braucht es deine Dominanz.

Achte auf sie:
Sie ist dein grösstes Gut, jemand der dir Freude bereiten will wie sonst keine.

Achte auf ihr wohl, körperlich und geistlich. 
Dazu gehört auch ihre Grenzen zu respektieren und ein „Stop“ ohne wenn und aber folge zu leisten. 

Stecke erreichbare Ziele:
Sie will es richtig machen und zu deine Dienste sein. Unrealistische Ziele werden sie daran zweifeln lassen ob sie es jemals richtig machen wird. Sabotiere nicht ihr Enthusiasmus und Wille mit unerreichbare Ziele.

Erlaube Fehler:
Die perfekte Sub gibt es nicht, sie wird Fehler machen und das gehört dazu.

Auch wenn sie mit Herz und Seele dabei ist, sie wird ab und zu scheitern.
Helfe ihr die Fehler zu erkennen und zeige ihr wie sie sich verbessern kann.
Sie will es für dich machen, sei also ein gute Lehrer.

Bestrafe sie:
Fehler zu machen ist menschlich. Fehler aus Missmut, Trotz, Faulheit oder Unaufmerksamkeit zu begehen müssen aber bestraft werden. 

Sag ihr klar und deutlich warum sie bestraft wird damit sie solche Fehler in Zukunft vermeiden kann.

Sag ja:
Sag ja wenn sie nach eine erfolgreich erledigte Aufgabe etwas verlangt. Sag ja wenn sie ein oft wiederholte Fehler plötzlich weglässt. Sag ja wenn sie mit ihren Wille und Hartnäckigkeit voran kommt. Sag ja weil manchmal ist auch für sie schön ein „ja“ zu bekommen.

Sag nein:
Nicht nein zu sagen ist schlimmer als nicht ja zu sagen. Sie muss wissen wo die grenzen sind und vor allem sie will dich verstehen.

Sag nein damit sie merkt das du entscheidest.

Fordere sie:
Je mehr sie lernt, desto besser wird sie ihre Rolle einnehmen. Rituale und Abläufe geben ihr Sicherheit aber eine Überraschung, eine Abweichung in ein Ablauf werden sie fordern und sie wird dadurch noch besser.

Belohne sie:
Wenn sie etwas gut macht lass sie spüren das du stolz auf sie bist. Deine Freude ist ihre Freude.

Sei ein Freigeist:
Lass dich nicht von andere vorschreiben was und wie du als Dom agieren sollst.

Es gibt keine Rezepte und auch keine Bibel dafür. Mach was dir und ihr passt.
Erforsche deine und ihre Lust, frei von Vorurteile und von Zwänge.

 

Die aufmerksame unter euch haben durchgezählt und bemerkt das es nun zwölf Punkte sind.
Es bleiben die zehn Dom Gebote, im sinne von in Stein gemeisselt, ganz egal wieviele es tatsächlich sind.

Your choice is my pleasure

Your choice is my pleasure

Ich war mit ein Mietauto unterwegs in Las Vegas als ich am Stadtrand eine dieser überdimensionale Werbeschilder sah.
Ein Anwalt wirbt seine Fähigkeiten mit ernste mine vom Plakat herab und das ganze war in ein Satz zusammengefasst:

Your choice is my pleasure.

Ich fahre weiter, raus aus der Stadt der Lichter und der Spielsüchtige.
Die Highway schlängelt sich durch Wohnsiedlungen aber die Häuser enden abrupt dort wo die Wüste anfängt.
Yuccas und Agaven spielen Dame auf ein Schachbrett von harten Gras der buschweise sich bis am Horizont ausbreitet.
Your choice is my pleasure. Der Satz geistert in mein Kopf und klopft von Zeit zu Zeit an mein Bewusstsein, als wolle er Aufmerksamkeit erregen.
Im Radio läuft ein Werbespot für das Iron Maiden Konzert am Montag. Scheisse es wäre schon geil aber Montag Abend muss ich mein Flug zurück ins „Good old Europe“ antreten.
Der „Your choice“ Satz macht ein erneute versuch und ich gebe mir geschlagen. Ich fahre am Strassenrand und die Reifen wirbeln dabei eine Staubspur aus der Schotter.
Ich schalte das Automatikgetriebe auf Park, stelle den Motor ab und steige aus. Trockene 48 Grad heizen mich auf und lassen jegliche Feuchtigkeit auf meine Haut augenblicklich verdunsten. Ich rucke die Baseballkappe zurecht und zünde mir eine Zigarette an. Ich komme mich vor wie in „Paris Texas“ von Wim Wenders, so wie der Hauptdarsteller wandere ich kurz durch die Wüste.
Your choice is my pleasure. „Ja, ok, also raus damit“ denke ich, oder habe ich es laut gesagt? Egal, es ist sowieso niemand da ausser Hitze und Dreck.
Ich nehme ein Zug und als ich der blaue Dunst hinausblase wird es mir klar:

Ich muss niemanden Willen brechen, ich muss keine in etwas zwingen.
Deine Wahl ist mein Genuss, your choice is my pleasure.

Mein Freund

Mein Freund

2017 scheint ein verflixte Jahr zu sein…

Ich verliere mein Vater, eine meine beste Freunde, zwei gute Bekannte und heute mein allerbester Freund: mein Kater.
Ich weiss noch als der Kleine auf mich zukam, ich hatte ihn nicht ausgesucht, er hatte mich gefunden. Wir sind durch dick und dünn gegangen und wir waren immer für einander da.
Ich weiss, manche Leute können nicht verstehen was ich hier schreibe und umgekehrt ich kann und will solche Leute nicht verstehen!

Es war eine Liebe und Zuneigung die kein Mensch dir geben kann, ohne wenn und aber, ohne Hintergedanken. Heute morgen noch, als ich weinend (ja, auch Doms können, dürfen und sollten weinen können) ein Termin beim Tierarzt abmachte um ihn von sein Leiden zu erlösen, kam er auf mich zu, torkelnd durch die Schwäche, mit sichtbare Schmerzen und wollte mich trösten. Dein Schmerz ist auf mir übergegangen.

Lebe wohl mein Freund.