Ich mag das Wort “Spiel” in Zusammenhang mit BDSM nicht besonders.
Es hört sich immer nach “gespielt” an, wobei BDSM ist für mich nicht etwas spielerisch.
Ab heute gebe ich aber das Wort “Spiel” eine andere, bessere Konnotation.
Man kann es in Verbindung mit das spielen ein Instrument bringen.
Ich bin nicht besonders begabt bei musikalische Instrumenten.
Das weiss auch mein Musiklehrer, der meine vergebliche versuche an der Blockflöte erdulden musste…
Ich mag Musik aber sehr und ich weiss zu schätzen wenn jemand sein Instrument beherrscht.
Was Hendrix aus seine Stratocaster holte, was Miles Davis auf seine Trompete spielte, das ist meisterhaft. Was wäre aber passiert wenn die zwei die Instrumenten getauscht hätten?
Ich glaube schon das Mr. Davis ein paar anständige Töne aus der Gitarre geholt hätte und auch Jimi hätte eine eifache Melodie aus der Trompete entlockt. In beide Fälle wäre aber kein Meisterwerk entstanden. Ganz klar es fehlt die Übung, aber ist das beherrschen des Instrument alles? Ich denke nicht.
Es gibt schon ein Grund warum sie ein bestimmtes Instrument gewählt haben: Es passt.
Das gleiche geschieht bei BDSM, es muss passen.
Man kann sein “Metier” beherrschen, die ganze Leidenschaft reinstecken und trifft eine attraktive und sympathische Sub, das Spiel ist aber nichts…
Es liegt nicht an die Personen die involviert sind, es passt einfach nicht.
Nicht alles ist dabei schlecht, es gibt durchaus glanzvolle Momente aber es fliesst nicht.
Da nützt nichts, wenn diese besondere Harmonie nicht da ist, wirkt alles abgestumpft und harzig. Sie kann noch so anziehend und sympathisch sein, sie ist nicht das Richtige.
Schliesslich wollen wir alle gute Musik hören und nicht nur kontrollierter Lärm.

Ich verwende das Wort “Spielen” sehr gerne, weil ich dabei nicht an Kinder im Sandkasten denke, sondern genau wie Du an Instrumente, Schach, Strategiespiele, aber auch und vor allem an die Freude, die man mit dem Wort verbindet.
BDSM oder Sex allgemein sollte nicht zu ernst sein, Lockerheit ist nie fehl am Platz, und man sollte immer mit Freude dabei sein!
Die Assoziation mit Kinder ist aber auch nicht schlecht, im Sinne von “lass uns zusammen Spaß haben” 🙂
Sehr schön beschrieben, aber genau darum ist es auch so verdammt schwierig den passenden, den WIRKLICH passenden Spielgefährten zu finden, damit die Musik harmonisch ist.
Ich hatte die richtige Partnerin, bis ich es verbockt habe…
Sehr bedauerlich… nicht gut nachgedacht?
Definitiv nicht genug nachgedacht…
SCHADE…. 😉
Ich würde das Wort Spiel jetzt auch nicht als der Ernsthaftigkeit abträglich finden. Man spricht doch allgemein auch vom “Liebesspiel” :-).