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Gutta cavat lapidem…


Gutta cavat lapidem...…schrieb damals Ovid. Auf deutsch: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Der aufmerksame Leser (und ohne die Gender Thematik anzugehen, liebe Frauen ihr sind auch damit gemeint) weiss schon seit Die mitdenkende Sub und Die mitdenkende Sub 2 das ich mich nicht immer an der allgemein gültige Auffassung halte. Natürlich auch meine Sicht der Dinge ist nicht für jeder Anwendbar und es macht schon ein unterschied ob man mit jemand erfahren spielt oder ein Neuling einführt. Bei jemand der gerade seine SM-Bestimmung sucht, sind Richtlinien manchmal hilfreich. Sie geben ein Rahmen und eine Kontinuität und ab und zu auch ein Halt für die Sub.
So habe ich auch für Sarah neuerdings Regeln aufgestellt, 17 um genau zu sein:

Sarah’s Regeln:

  1. Mein Herr ist mein Gebieter und ich habe ihm ständig Respekt zu erweisen, egal ob er Anwesend ist oder nicht.
  2. Wenn mein Herr mein Sub-Name ausspricht habe ich sofort die Warteposition einzunehmen: Stehend, Hände hinter den Kopf, Füsse auf Schulterbreite, Blick gesenkt.
    Wenn mein Sub-Name über Kommunikationswege (Telefon, Internet, SMS) fällt habe ich mich als Sub ihm gegenüber zu verhalten.
  3. Mein Herr ist in der Höflichkeitsform und mit „Sir“ anzusprechen.
  4. Wenn ich die Aufmerksamkeit meinen Herr wünsche, sprechen ihn mit „Sir“ an und warte bis er sich mir wendet.
  5. Ich antworte die Fragen meinen Herr immer ehrlich und direkt.
  6. Mein Herr bewahrt meine Anonymität, Integrität und Unantastbarkeit in der Öffentlichkeit und schütz sie gegenüber Dritte.
  7. Mein Herr trägt sorge für mein Sicherheit und Wohlergehen. Er achtet das meine No-Go Grenzen respektiert und eingehalten werden.
  8. Als Sub lerne ich stetig besser zu werden. Ich weiss das Verfehlungen bestraft werden und nehme die dankend an.
  9. Mein Herr wird mich auf meine Verfehlungen hinweisen und bestimmt der Strafmass.
  10. Ich kann jederzeit ein Saftword meiner Wahl verwenden um jegliche Handlungen sofort zu stoppen. Mein Herr verpflichtet sich an dieser Abmachung bedingungslos zu halten.
  11. Ich darf mein Saftword nicht während eine Bestrafung benutzen.
  12. Ich berichte regelmässig über mein Körperliche und Seelische zustand wenn aufgefordert oder ausserhalb einen Spiel nach mein ermessen.
  13. Ich achte das mein Körper und meine Kleidung die Wünsche meinen Herr entsprechen.
  14. Ich bemühe mich mit aller Kräfte, meinen Herr perfekt zu dienen, gehorsam zu sein und vorausschauend jene Handlungen zu unternehmen, die mein Herr von mir erwartet.
  15. Ich darf wünschen, betteln, schreien und weinen. Ich anerkenne aber die Tatsache das dies nicht unbedingt Einfluss auf die Handlungen und Entscheidungen meinen Herr mit sich ziehen.
  16. Es ist mir untersagt mich selber zu befriedigen, ausser es wird von mein Herr befohlen oder erlaubt. Das gilt in seiner Anwesenheit wie auch für die übrige Zeit.
  17. Ich folge sorgsam diese Regeln und all jene die von mein Herr mir auferlegt werden.

Nicht alle Regeln sind auf sie gerichtet, es sind auch meine Pflichten dabei denn, wie schon mehrmals erwähnt, SM ist keine Einbahnstrasse.
Es gab natürlich Diskussionen darüber, insbesondere über Regel 17 🙂 Das ist doch ein Freifahrtschein…
Nein, ist es nicht denn es muss im Kontext betrachtet werden und ist auch nicht um sonst als letzte alle Regeln aufgelistet worden. Es geht um mein Ermessen der aber durch meine Pflichten (6 und 7) eingeschränkt wird.
Wir haben ein paar Beschreibungen angepasst und Sie hat die Regeln akzeptiert.
Ich erwarte nicht das alles von Anfang an klappt, eigentlich der Sadist in mir freut sich wenn nicht alles sofort klappt aber Sarah ist sehr folgsam und vorbildlich.

Beim ersten Spiel gab es noch keine Regeln und sie war gefangen zwischen „was mache ich eigentlich“ und „mach bloss nichts falsches“. Verständlich aber das führte zu fast kein Feedback, was nicht gerade toll ist wenn man jemand noch nicht kennt. Glücklicherweise, ihr Körper gibt sehr sichtbare Rückmeldungen.

Wie fordert man also Verbale Kommunikation? Hier kommen die Regeln ins Spiel…
Sie hatte bereits zwei wochenlang mit Regel 16 zu kämpfen, an sich kein Problem, ausser man hat mich als Dom der ein Ständig das Kopfkino ankurbelt. Ich weiss, ich bin gemein…
Doch zweimal durfte sie sich befriedigen während dieser Zeit. Ich bin auch fair, obwohl sie danach fragen musste.
Die zweite Massnahme um die Verbale Kommunikation anzukurbeln sind ein paar extra Regeln: „Du kommst nicht ohne danach zu bitten“ und „du bedankst dich danach“.
Es sind zwar Kleinigkeiten aber diese drei kleine Regeln und ein paar klatschen auf dem Arsch haben dazu geführt das sie plötzlich ‚was sagt.

Zugegeben, ich würde es auch ohne Worte merken wenn sie kurz vor ein Höhepunkt steht, ich höre sie aber gerne betteln 😉

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