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Beides


Beides
„Guten Tag, ich hätte gerne ein Eiscreme.“
„Erdbeere oder Schokolade?“
„Beides bitte.“

Uhm, feines Eiscreme aber nach was schmeckt es denn?
Oben nach Erdbeere, unten nach Schokolade aber wenn man häufig mit der Zunge über beide Sorten wechselt, wird es nach eine Weile ein undefinierbare Geschmack sein.
Beide Sorten an sich sind lecker aber wenn man sie vermischt ist es eher verwirrend für unsere Geschmacksknospen.
Dafür gibt es aber eine sehr einfache Lösung, man geniesst die Sorten getrennt, nacheinander.
Plötzlich merkt man das es echte Erdbeeren verarbeitet wurden und das die Schokolade aus feinster Schweizer Fondant hergestellt wurde.
Mit beide Sorten zusammen hätte man sowas nie herausgeschmeckt.

Klingt doch einleuchtend aber was will ich damit sagen, ausser das ich Eiscreme mag?
Manche ahnen es schon und es ist sicher keine Überraschung: BDSM, genauer gesagt das DS in der Mitte.
Es gibt dominante und unterwürfige, das weiss jeder der auch nur aus Interesse in Wikipedia danach gestöbert hat.
Es gibt aber auch Switcher, solche die beide Seiten geniessen. Ein „Switch“ ist übersetzt ein Schalter (für Fachleute: ein Umschalter) und somit können diejenigen die Rolle nach belieben umschalten.
In mein letzte Beitrag habe ich geschrieben das „ich Switcher nicht ein besondere Stellenwert zuteile“ und das hat ein gewisses Echo erzeugt.
Ich möchte das ein bisschen vertiefen weil Switchen ist nicht gleich Switchen.

Es gibt Switcher die ihre Rolle partnerbezogen Wechseln: Mit X ist sie/er dominant, mit Y unterwürfig.
Es gibt aber Switcher die mit der gleiche Partner die Rolle tauschen, manche sogar während ein Spiel.
Ich finde das ist ein fundamentale unterschied der aber generisch unter der Begriff „Switcher“ abgetan wird.
Schade eigentlich, denn diese zwei Sorten Switcher ticken grundverschieden.
Ich nenne sie jetzt Partner-Switcher und Laune-Switcher damit eine klare Trennung möglich ist.

Ich kenne Partner-Switcher aus erster Hand (Wortwörtlich…) denn ich bin mit eine in einer Beziehung.
Die unterwürfige die ich kenne ist aber mit andere eine gnadenlose und genüssliche dominante.
Sie würde aber nie wagen, ich glaube sie denkt nicht mal daran bei mir diese Dominanz auszuleben. Nicht weil ich sie dazu zwingen würde, sondern weil sie das so will.
Diese bewusste Entscheidung und die damit verbundene Trennung macht es möglich das bei ihr das Kopfkino angeht wenn sie nur eine E-Mail von mir bekommt.
Sie kann die zwei Rollen voll geniessen weil sie nicht ständig hin und her umschalten muss.

Was ist aber wenn ein Switcher sich schon den ganzen Tag freut auf ein dominanter Abend, und wenn er nach hause kommt findet seine Partnerin auf ihm wartend und mit der Peitsche in der Hand? Kopf-Koitus-Interuptus?
Natürlich könnte man sich vorher verständigen oder Tage vereinbaren.
Was ist aber wenn mitten im Spiel und kurz bevor der Unterwürfige ins Subspace abdriftet, der Dominante sagt „Jetzt bist du dran!“ Manche Subs sind schon ausgeflippt bei sowas…
Ich hab keine direkte Erfahrung mit Laune-Switcher aber ich stelle mir das kompliziert und irgendwie inkomplett vor.
Dieser ständiger Wechsel zwischen Erdbeere und Schokolade kann doch nur verwirrend sein.

3 Comments »

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