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DNA

Mein befreundete Dom Andy organisiert ab und zu Bondage-Workshops und hat mich gefragt ob ich Samstag als „Assistent“ kommen könnte. Klar doch.
22 Teilnehmer kamen, genauer gesagt 10 Paare und 2 einzelne Männer. Eine echt bunte Mischung, altermässig wie auch von der Einstellung, die gierig darauf warteten eine Bondage Einführung zu bekommen.
Nach eine kurze Vorstellungsrunde und eine Sicherheitsanweisung ging es an die Seile.
Zuerst wurde immer Ingrid (Andys Frau und Sub) als Modell gefesselt und danach konnten die Teilnehmer nachmachen, abwechslungsweise.
Dabei achteten wir auf das Handwerk und korrigierten eventuelle Fehler die Druckstellen erzeugen oder das Blutfluss stören könnten. Natürlich habe wir auch Tipps abgegeben.
Es war für mich sehr interessant weil es nicht um Sex ging: nur Bondage und Machtspiele.
Ich beobachte gerne wie sich Leute verhalten und nach eine halbe Stunde war mir schon klar wer dominant und wer unterwürfig war. Spannend wurde es wenn meine Einschätzung nicht entsprach was bei der Vorstellungsrunde angegeben wurde… Das habe ich natürlich ausgenutzt. So wurden Plätze ausgetauscht, unter den Vorwand „das müsst ihr Dom auch mal erlebt haben“ und ein Paar angeblich dominante wurden so enttarnt. Also nicht öffentlich, mir ist egal was für Spielchen die treiben wollen, es war aber offensichtlich das die es genossen haben gefesselt zu sein. Mein Freund hat beobachtet wie ich die Rollen tauschen lassen habe und hat dabei nur gegrinst. Der kennt mich schon lange… Kurz darauf kam er auf mich zu: „was treibst du da?“ Ich habe ihn mein „Experiment“ erklärt und daraus ist eine Wette entstanden.
„Ich wette du kriegst die nicht dazu sich unterwürfig zu verhalten, nicht vor den jeweiligen Partner.“ Ich schlagte ein: „Ich lege noch eine drauf: die unterwerfen sich nicht mir sondern zwei aus der Gruppe.“ Er lachte: „Niemals.“

Ich hab ein Mann und eine Frau ausgesucht für mein Vorhaben und bei eine Pause habe ich die angesprochen. Ich erklärte das ich ein kleine Experiment vor hatte und ich bräuchte ihre Hilfe.
Die waren natürlich neugierig und ich hab ihr erklärt was ich vor hatte. Die waren beide einverstanden. Nach der Pause und bevor es wieder losging habe ich der Gruppe erklärt das wir zwei „Assistenten“ benötigen und ich habe die zwei von vorhin auserkoren 🙂
Die habe ich vor allen gelobt „sie haben es sehr gut im Griff und sie werden euch korrigieren bei der nächsten Übungen.“ Was nicht alle wussten: ich hab die zwei angewiesen bei drei andere Teilnehmer besonders streng zu sein. Nicht nur Fehler korrigieren sondern gleich „nicht so! Mach es nochmal.“ Ich hab „zufälligerweise“ noch Kommentare abgegeben wie „wenn du nicht verstanden hast wie das geht, frag doch mal…“ oder meine Verbündete dazu aufgefordert: „zeig ihn/ihr mal wie man es richtig macht.“ Es war sehr interessant zu beobachten wie die angeblichen Dom nebenbei standen und zugucken mussten „wie man es richtig macht“ 🙂

Am ende der Workshop war ein Apero geplant und Ingrid hatte schon Snacks und Getränke vorbereitet. Andy bedankte sich bei alle Teilnehmer allen machten sich an die Snacks.
Das war die Stunde der Wahrheit…
Ich hab die drei freundlich gefragt ob sie mithelfen würden die Seile und Gerätschaften aufzuräumen. Meine zwei Verbündete haben sich diskret von der Gruppe getrennt und haben angefangen die drei herum zu kommandieren: „Die Seilen müssen nach länge sortiert sein“, „bevor es nicht richtig zusammengerollt ist gibt es kein Getränk“, „nicht nach länge, nach Farbe müssen die sortiert werden!“
Es war köstlich zu sehen wie die drei kuschten und noch so blödsinnige und verwirrende befehle folgten. Andy kam zu mir mit ein Lächeln: „Ok, du hast gewonnen… Das die drei nicht richtig dominant sind habe auch bemerkt, kann auch sein das die Switcher sind. Wie hast du aber die andere zwei ausgesucht?“
Ich hab auf seine Schulter geklopft: „DNA mein freund: Dominant Natural Attitude.“

10 Comments »

    • Neee! Definitiv nicht. Es ist schon ein unterschied ob jemand höflich oder unterwürfig-folgend. Die haben sich aber auch nicht danach beschwert 🙂

      • Woran machst du den Unterschied fest? Damit ich mir das bildlich vorstellen kann… Also hattest du den Eindruck, dass ihnen das sogar Spass gemacht hat?

      • Verzeih mir meine nervige Nachfragerei. Ich mag es mir einfach gern vorstellen können – auch weil ich ja oft in Gedanken rumspiele und überlege, was wie wo Dominanz ist oder erkennbar wird, sich ausdrückt etc…

        Für mich sind also eindeutige Befehle, wenn sie ziemlich hart und fordernd gesprochen werden ohne „bitte“ etc.
        Was hättest du denn statt dessen gemacht? *neugier*

      • Ich habe deine Antwort jetzt ein paar mal gelesen und während der Arbeit immer mal drüber nachgedacht.
        Es ist wirklich schwierig, sich das vorzustellen. Ich denke, es kommt auf den Tonfall an, sonst wirkt Dom nicht dominant, sondern wie ein Macho, oder nicht?

        Ich habe versucht, es mit meinem Herrn vorzustellen. Ich kann es nicht einschätzen, denn es könnte sein, wenn er denken würde, dass das Treffen dort sehr wichtig für mich wäre, dass er sich zusammenreissen würde.^^

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