die fünf sinne: spüren

Die fünf Sinne: Spüren

Spüren ist wohl eine der primitivste Sinne, noch bevor wir geboren sind, tasten und fühlen wir schon die Welt um uns herum.
Eine Berührung kann uns trösten, wärmen, schaudern lassen oder in Erinnerungen schweben.
Instinktiv umarmen wir die die wir lieben oder erforschen die Kartographie ihren Körpern.
Wir ziehen lange Bahnen mit der zarte Berührung der Fingerkuppe oder fassen hart zu.
Die Palette an Empfindungen die man durch eine Berührung zustande bringt ist schier unendlich…
Wenn der Ton die Musik macht, bei der Tastsinn ist es die Intensität.
Wobei nicht nur die blosse Kraft massgebend ist sonder das wie und wie lange.
Ein Finger kann dir ein Orgasmus schenken oder durch ein leichtes druck auf der Stirn zur knie zwingen.
Wir sehnen uns nach Berührung, nach all die Gefühle die damit verbunden sind.
Die Hand halten, Streicheln, festhalten das vermittelt Geborgenheit.
Wir wollen das Leben spüren, wortwörtlich.

Mit gebunden Augen und ein Hörschutz lässt sich die Sinne schärfen.
Plötzlich ist die gesamte Hautfläche auf empfang, die kleinste Bewegung wird registriert.
Ist es ein Finger oder Leder der dich erzittern lässt?
Ist überhaupt wichtig zu wissen was es ist? Ich denke nicht…
Irgendwas berührt deine Lippen, wirst du lecken oder dein Mund öffnen?
Dein Körper sehnt sich nach all diese Berührungen und der unangekündigten Schlag ist doch Grund zur Freude…
Spüren enthält nicht alle Finessen wie Sehen und Hören, es ist roh und primitiv und genau darum so direkt.

Andere Sinne:
Sehen
Hören

6 thoughts on “Die fünf Sinne: Spüren

  1. Ich finde schon, dass Spüren viele Finessen enthält – und als Roh und direkt würde ich ihn nicht unbedingt bezeichnen. Er kann super fein sein – ein Windhauch auf der Haut, warm und kalt fühlen – kleinste Nuancen erkennen – hast du schon mal eine Berührung gefühlt, die noch gar nicht stattgefunden hat? Nur die Annäherung? Ich finde Spüren ist ein noch komplizierterer und umfassenderer Sinn als z.B Hören oder Sehen. Auch wenn wir nichts hören oder sehen, so „sehen“ wir vor unserem geistigen Auge eine Berührung, „hören“ unseren Körper darauf reagieren – tief in uns drinnen.

  2. Für mich ist es wichtig, was mich berührt. Jedes Material fühlt sich anders an und ruft andere Empfindungen hervor.
    Kaltes Leder auf der Haut, vielleicht narbig, weich, mit unterschiedlicher Intensität auftreffend, fühlt sich völlig anders an als ein raues, aber immer raumwarmes Juteseil, das streicheln kann oder so fest angezurrt wird, dass es sich in weiche Teile einschneidet.
    Hmmm, mein Tast-Gedächtnis ruft ungefähr tausend verschiedene Berührungen ab.

    Danke für die Erinnerung, Master Dan

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