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Von Master Dan empfohlen:

Enttäuschung und Erleichterung macht sich gleichermassen breit, als er die Peitsche sinken lässt. Mein Puls rast, ich atme heftig und stossweise. Mit ein paar Finger testet er die Wirkung seiner Behandlung. Völlig empört sagt er: "Ist das zu fassen? Das macht dir wohl auch noch Spass? Ich gebe mir hier Mühe und du wirst schon wieder geil!" Wir lachen beide, ich richte mich auf. drehe mich zu ihm um und strahle ihn glücklich an.

Die Augen des Beschenkten von Eva D. Black kann ich nur empfehlen. Ein Bodenständige BDSM Roman aus der Sub Perspektive.

Eine Frage der Image

Trotz Romane und Filme die das Thema ansprechen, BDSM wird immer noch von der breiten Masse verteufelt und angeprangert. Warum so ein schlechte Image?

Wir haben Vorlieben die nicht alle teilen aber das passiert zwischen erwachsene Personen, auf freiwillige Basis und hinter geschlossene Türen.
Wieso wird also auf uns mit der Finger gezeigt?

Meine Meinung nach gibt es zwei hauptsächliche Gründe dafür:
A) Die Gesellschaft tendiert dazu anders denkende zu verurteilen. Das scheint seit Anbeginn der Zeit so zu sein.
B) Man weiss nicht genau was bei uns zuhause abgeht, also es wird fantasiert.

Das führt zu sehr Paradoxe Situationen im Alltag…
Neulich bei der Arbeit, während der Mittagspause, wurde das Thema “Fifty shades of Grey” angeschnitten.
Nicht ich habe damit angefangen aber ich wurde schnell nach meiner Meinung gefragt.
Da ich das Film nicht gesehen habe, habe ich relativiert dass ein Hollywood Streifen kaum die Realität entsprechen kann.
Im laufe der Diskussion sind alle mögliche Kommentare durch den Raum geflogen: von “das sind doch alle Perverse” bis zu “wie krank muss man sein…”.

Ich habe innerlich gegrinst, wenn die nur wussten…
Ich habe aber eine einfache Frage gestellt die zur Unruhe gesorgt hat: “Wie fickt denn ihr zuhause?”
Die Reaktion auf diese Frage liess nicht lange auf sich warten: “Das geht niemanden etwas an was ich zuhause mache!”
Daraufhin hackte ich nach “Und wieso geht uns was an was BDSM Anhänger wohl machen?”
Die Runde wurde schon wesentlich ruhiger…
Ich legte nach: “Wer von euch kennt jemand der BDSM praktiziert?” Alle verneinten.
“Wie viele unsere Arbeitskollegen könnten wohl mit BDSM zu tun haben?”
Nur eine antwortete mit “Keine”, zwei haben gewitzelt über eine der Chefs.
“Ich nehme an das keine von uns würde je erkennen ob sein Tischnachbarn eine ist…” sagte ich.
“Wenn jemand SM praktiziert, wird er oder sie es kaum herum posaunen und es interessiert mich auch nicht was die in den eigene vier Wänden veranstalten…” Die Runde nickte zu.
Dann habe ich auf ein Kollege gezeigt “Vielleicht bist du eine!” er lächelte nervös “aber das ändert nichts daran das wir uns sehr gut verstehen”, die Erleichterung war sichtbar.
“Vielleicht sind wir die einzige hier die es nicht machen… Ich weiss es nicht…” Erstaunte Gesichter…
“…und auch wenn eine von uns so tickt, was macht das für ein Unterschied?…”

Ich habe wohl nicht alle überzeugen können aber die Diskussion wandte sich plötzlich anderweitig.

Also, wenn du das nächste mal in eine Menschenmenge bist, schau um dich herum. Wie viele Dom, Sub, Sadisten und Masochisten wirst du um dich haben?
Und viel wichtiger: macht diese Tatsache aus denen schlechtere Menschen?
Ich denke nicht. Und ich bin mittendrin :-)

2 Comments »

  1. Ist es nicht eine Frage der Akzeptanz?
    Sind „Wir“ vielleicht eher dazu bereit das „Normale“ zu akzeptieren, als dass die Norm „Uns“ akzeptiert und ist es nicht immer und generell bei allen Gesellschaftsthemen so?
    Das zeigt eigentlich doch eine ganz andere Fragestellung auf:
    Wer ist jetzt Der oder Das „Normale“?
    Der, der akzeptiert oder Der der nicht akzeptiert?

    • Akzeptanz, Toleranz und Unwissenheit. Wir sind grundsätzlich skeptisch gegenüber das was wir nicht kennen.
      Keine weiss so genau was BDSM ist und heisst und wir SMler werden daher behandelt und angesehen als wären wir die Freimaurer. In ein gewisser Sinn ist es auch so denn wir sind eine Art Geheimbund, mit eigene Sprache, Werte, Kodex, …

      Zum teil schüren wir auch selber dieser Kult der „Wir sind anders“. Mit Begriffe wie „Stino“, „die Andere“ und „Vanilla“ setzen wir eine klare Abgrenzung.
      Soo anders sind wir aber nicht, siehe Outing.

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